Wunschloses Unglück

Erzählung

Peter Handke

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Beschreibung

»Unter der Rubrik Vermischtes stand in der Sonntagsausgabe der Kärntner Volkszeitung folgendes: >In der Nacht zum Samstag verübte eine 51jährige Hausfrau aus A. (Gemeinde G.) Selbstmord durch Einnehmen einer Überdosis von Schlaftabletten.<

Es ist inzwischen fast sieben Wochen her, seit meine Mutter tot ist, und ich möchte mich an die Arbeit machen, bevor das Bedürfnis, über sie zu schreiben, das bei der Beerdigung so stark war, sich in die stumpfsinnige Sprachlosigkeit zurückverwandelt, mit der ich auf die Nachricht von dem Selbstmord reagierte.«

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 92 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 09.12.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783518735343
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Dateigröße 2654 KB
Verkaufsrang 70541

Buchhändler-Empfehlungen

Eine Annäherung

Karin Thuma, Thalia-Buchhandlung Dresden

Leicht und erbaulich kann es nicht sein, wenn sich ein Autor mit dem Suizid seiner Mutter auseinandersetzt. Hier ist es eine Annäherung, der Versuch, die Innenwelt dieses nahen Menschen zu erkunden. Dabei entsteht ein Bild vor allem der Nachkriegszeit, der Unterdrückung oder Nicht- Äußerung von Gefühlen, dem Unglück, in einer Ehe ohne Liebe zu leben, ein Bild der Freudlosigkeit und auch des Fehlens von erlebtem Sinn. Die Zitate der Alltagssprache jener Jahre sagen Vieles dazu...

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Es war einmal ...
von Daniela Ammann aus Wien am 08.02.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der Erzähler berichtet über das Leben seiner verstorbenen Mutter, da ihm dieses Thema keine Ruhe lässt. Geboren in einem kleinen Nest, wurde sie auch so erzogen. Sie glaubte aber, dass sie mehr kann und ging weg, kochte in einem Hotel und liebte das neue Lebensgefühl unter Hitler, interessierte sich aber nicht für dessen Politik... Der Erzähler berichtet über das Leben seiner verstorbenen Mutter, da ihm dieses Thema keine Ruhe lässt. Geboren in einem kleinen Nest, wurde sie auch so erzogen. Sie glaubte aber, dass sie mehr kann und ging weg, kochte in einem Hotel und liebte das neue Lebensgefühl unter Hitler, interessierte sich aber nicht für dessen Politik. Sie bekam ein Kind von ihrem Geliebten, wurde aber wieder verlassen und heiratete schließlich einen von der Wehrmacht. Dies war aber keine Liebe, trotzdem bekam sie noch drei weitere Kinde, drei weitere trieb sie heimlich ab. Nach dem Krieg kehrte sie in ihr Dorf zurück, wo sie ein sehr einsames und tristes Leben voller Entbehrungen, Enttäuschungen und Krankheit führte. Die Erlösung kam durch den Selbstmord durch Schlaftabletten. Der Erzähler bemüht sich objektiv und sachlich zu berichten, wechselt aber immer wieder zu seinen Kindheitserinnerungen. Eine wahrlich einzigartige Erzählung von Peter Handke.

Österreichische Literatur delux
von Conny Hannesschläger aus Pasching am 12.01.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Nicht immer braucht man tränenhervorbringende Emotionen um die Traurigkeit einer Geschichte zu spüren, zu verstehen...eine sehr sachliche Darstellung eines sehr emotionallen Hintergrunds.Genial!!!

wie traurig...
von Zitronenblau am 02.06.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Diese Erzählung biographiert das Leben und den Tod seiner Mutter durch den Ich-Erzähler. Dabei bleibt er tendenziell sachlich. Der Selbstmord soll verstanden werden und der Lesene gewinnt Einblicke in das Leben einer "armen Frau", die sich letztlich das Leben nimmt mit Tabletten. Ein sehr trauriges Buch, das durch die Sachlichke... Diese Erzählung biographiert das Leben und den Tod seiner Mutter durch den Ich-Erzähler. Dabei bleibt er tendenziell sachlich. Der Selbstmord soll verstanden werden und der Lesene gewinnt Einblicke in das Leben einer "armen Frau", die sich letztlich das Leben nimmt mit Tabletten. Ein sehr trauriges Buch, das durch die Sachlichkeit zwar weniger berührt, jedoch zum Nachdenken stimmt. Die Ärmste hatte halt etwas Pech, sie war vielleicht auch keine Kämpfernatur, aber ihr Tod ist und bleibt einer von vielen, schon allein einer von denen, die in ähnlicher Weise Abschied nehmen. Sicher kein Meisterwerk von Handke. Traurig schon, aber hat nicht ganz meinen Nerv getroffen. Lesenswert ist es bestimmt.

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