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Gebrauchsanweisung für Kapstadt und Südafrika

6. aktualisierte Auflage 2018

Elke Naters, Sven Lager

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Beschreibung

Der Himmel weit, die Hoffnung groß und das Leben eine Herausforderung: Das ist Südafrika, eine bunt gemischte Nation mit elf offiziellen Sprachen. Die beiden Autoren zeigen uns alle Facetten: von Kapstadt über Durban, die Garden Route und verborgene Weintäler bis in die Kalahari-Wüste; von der Wild Coast über das subtropische Natal bis nach Pretoria und Johannesburg. Sie überwinden abenteuerliche Pässe, brettern über sandige Schotterpisten und gehen mit Brillenpinguinen baden. Sie suchen im Addo-Park nach Löwen, tauschen sich mit jungen afrikanischen Schriftstellern aus und erklären, was man unbedingt in einem Sammeltaxi zu beachten hat. Und sie verraten, warum Barfußlaufen hier so wichtig ist und was Fußball mit schwarzem Stolz zu tun hat.

"Nicht zuletzt ist der Schreibstil von Elke Naters und Sven Lager herrlich erfrischend. Man merkt dass die beiden Romanautoren und das Schreiben gewohnt sind.", lieschenradieschen-reist.com, 07.06.2017

Elke Naters, 1963 geboren, ist Romanautoren. Nach ihrem Debüt »Königinnen« erschienen von ihr u. a. »Mau Mau«, »Justyna« und »Später Regen«. Sie gilt als wichtige Vertreterin der Popliteratur.

Produktdetails

Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 236
Erscheinungsdatum 14.04.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-27645-0
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 19,7/12,6/2,4 cm
Gewicht 273 g
Abbildungen mit einer Karte, schwarz-weiss Illustrationen, mit einer Karte
Auflage 6. aktualisierte Auflage
Verkaufsrang 116725

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    Der Himmel weit, die Hoffnung groß und das Leben eine Herausforderung. Das ist Südafrika. Ein Land, das weniger durch seine Grenzen bestimmt wird als durch seinen Traum, besser gesagt, seine Träume. Sie widersprechen und sie ergänzen sich, sie regen auf, und sie machen die kreative Kraft aus, den Lebenshunger, der uns Europäer oft überrascht.
    In Südafrika zu landen bietet erst einmal keine großen Überraschungen. Nirgendwo Giraffen am Flughafen, kein Handgemenge und Gebrüll am Taxistand und auch keine Mamas, die mit schrillen Stimmen ein Willkommen ululelen. Weit aufregender ist es, wenn man aus Mosambik durch alte Minenfelder ins subtropische Natal fährt oder zu Fuß den Krüger-Nationalpark von Simbabwe aus zwischen Löwen und Elefanten durchquert. Was wir niemandem empfehlen.
    Das Einzige, was einem am Flughafen von Johannesburg oder Kapstadt auffällt, sind die vielen Gesichter eines modernen Landes, so unterschiedlich wie die Lebensgeschichten und Hoffnungen, die sich dahinter verbergen.
    Das blonde Mädchen mit den Sommersprossen, das im Zeitungsladen Magazine durchblättert, arbeitet als Lehrerin in einer Townshipschule und träumt von einer Zukunft für die Aids-Waisen in ihrer Klasse. Der dicke Taxifahrer mit dem Cappuccino-Becher und dem T-Shirt mit dem Aufdruck "Bafana Bafana" ("Unsere Jungs"; Spitzname der südafrikanischen Nationalmannschaft) ersehnt sich den Fußballweltmeistertitel und eine moderne Zulu-Stammesgesellschaft mit vielen Ehefrauen. Die ältere Dame in ihrem Souvenirshop hat die Vision von einer sozialistischen Solidarität der Arbeiterinnen und Desmond Tutu als nächstem Präsidenten des Landes. Und der deutschstämmige Pensionsbesitzer, der auf seine Gäste wartet, spart auf ein game reserve, einen privaten Wildpark in der Kalahari, in dem die Buschmänner wieder jagen können wie vor 10000 Jahren. Ähnlich wie der müde Flugkapitän, der eben den Terminal verlässt und sich nach einer Woche London auf die Gottesnähe auf seiner Schaffarm in der Halbwüste Karoo freut. Der kapmalaiische DJ hingegen, der auf seinem Plattenkoffer schläft, ist weniger glücklich. Das muslimische Mädchen, von dem er träumt, darf er wahrscheinlich niemals heiraten, weil er nicht an Allah glaubt.
    Das Nebeneinander so vieler Welten kann verwirrend sein. Einer unserer ersten Nachbarn, ein Elektriker, hörte am Wochenende laut Pink Floyd, trank billigen Brandy mit Cola und erklärte uns, wie wichtig es sei, die fokin aliens aus der Landschaft zu verbannen. Wir dachten erst, er meinte Ausländer wie uns, aber er sprach von nicht einheimischen Pflanzen und schnippte seine Kippen in unseren Garten.
    Das ältere Ehepaar gegenüber empfahl eine christliche Schule für unsere Kinder, in der sie noch den Hintern versohlt bekommen, und die Frau des Wäschereibesitzers nebenan brachte zur Begrüßung selbst gebackene Ingwerkekse, lehnte aber erschrocken ab, als Sven sie auf einen Tee einlud. Es dauerte eine Weile, bis klar wurde, dass ein verheirateter Mann allein zu Hause keine Frau einladen darf. Porceline, die massige Xhosa, die zum Putzen kam, störte das nicht, weil eigentlich jeder Mann eine wuchtige afrikanische Mama respektiert. Sie achtete eher darauf, dass wir ihr jedes Mal Eier und Speck servierten und die Cola mit Eiswürfel einschenkten. Denn: wenn schon unterbezahlt, dann mit Stil.
    Die Inder vom Schlüsseldienst zwei Häuser weiter lernten wir nie kennen. Die flogen bei jeder Gelegenheit zu Verwandten nach Durban. Die kleine kecke Engländerin um die 70 dagegen lud sich gern selber ein und quatschte uns die Ohren voll mit Geschichten von ihrem Leben in den ehemaligen Kolonien, ihren Weltreisen, ihren Jahren im Köln der Nachkriegszeit und wie sie täglich Hunde im Township füttere.
    All diese Menschen sind eine Metapher für das Land am südlichen Ende Afrikas, in dem beinahe jeder ein Einwanderer ist, mit einem neuen oder einem alten Traum.
    Was Südafrika als Schmelztiegel vieler Kulturen v
  • Ankommen
    Die blutige Schulter der Sonne: Weite
    Braai und Barfußlaufen: Verhaltensregeln
    Bakkies und Baboons: Auf der Straße
    Lekker Kos: Heimat geht durch den Magen
    Blink Toekoms : Vom Trinken und Genießen
    The Big Five und andere Giganten
    Eish bru! Slang und Sprachgebrauch
    Ein Ei, ein Wicket und viele Vuvuzelas: Sport
    Ein Land auf der Suche nach sich selbst:
    Identität
    Die Vier Hoeke: Insassen und Außenseiter
    Mutterstadt: Hafen der Heimatlosen
    Komiker und Townshipgrills: Aweee!
    Der Matrosenhund : Alles, was man zum Glück braucht
    Die Keksfabrik: Kreatives Kapstadt
    Große Vögel: Die Westküste
    Höhlen und Jäger: Die Cederberge
    Die Mission: Berge und Nacktbaden
    Das Leben ist ein Fluss: Ein Dorf
    Das Ende der Welt: Kap Agulhas
    Transkei, Ciskei und Bophuthatswana: Die Homelands und Sun City
    Hart, aber herzlich: Johannesburg
    Ubuntu: Der lange Weg zur Freiheit
    African Renaissance: Ein neues Land
    Die Kunst ist frei: Grahamstown
    Neue Männer braucht das Land: Angus Buchan und die Männerkonferenz
    Vorurteile und Aberglaube: Kollision der Kulturen
    Gastfreundschaft und derbe Flüche: Die Buren
    Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?
    Verbrechen und Wahrheit
    Literaturempfehlungen