Der amerikanische Architekt

Roman

(6)
Manhattan. Eine Jury soll den besten Entwurf einer Gedenkstätte für die Opfer des Terroranschlags vom 11. September auswählen. Nach langwierigen Beratungen und einem zähen Ringen um das richtige Konzept öffnen die Juroren den Briefumschlag, der den Namen des bislang anonymen Gewinners enthält – und sind schockiert. Eine heftige Auseinandersetzung um die Person des Architekten beginnt: Wer darf sich zum Fürsprecher der Trauernden erheben?

Portrait
Amy Waldman war stellvertretende Leiterin des Südost Asien Büros der New York Times. Sie lebt mit ihrer Familie in Brooklyn. "Der amerikanische Architekt" erschien 2011 in den USA und ist ihr erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 08.09.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-41762-5
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 18,5/11,6/3,8 cm
Gewicht 410 g
Originaltitel The Submission
Übersetzer Brigitte Walitzek
Verkaufsrang 83.184
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„Mögliche Folgen des 11. September“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

In Manhattan soll eine Gedenkstätte für die Opfer des Attentats vom 11. September entstehen. Die Ausschreibung erfolgt anonym und die Jury ringt lange um einen Konsens. Nach zähen Diskussionen wird dem Konzept eines Gartens der Vorzug gegeben und der Umschlag mit dem Namen des Architekten wird geöffnet. Der Jury fällt die Kinnlade herunter, der Mann heißt Mohammed Khan und ist Moslem! Sofort bildet sich Widerstand gegen Mann und Garten. Obwohl eine Hinterbliebene in der Jury war und sich stets für den Garten stark gemacht hat wächst der Unmut der New yorker Bevölkerung und die Situation droht zu eskalieren.

Dieses Buch ist ein sehr gelungenes Debüt. Spannend erzählt, wirft die Geschichte viele Fragen auf und man kommt selbst ins Grübeln über Gesellschaft, Demokratie, Medien, Religion und Vorurteile und wie man damit umgeht. Wer ist Opfer und warum und wer Täter?

Die amerikanische Gesellschaft ist hier exemplarisch, die aufgeworfene Fragen sind universell!

Eine Lektüre die sich lohnt und noch lange nachwirkt.
In Manhattan soll eine Gedenkstätte für die Opfer des Attentats vom 11. September entstehen. Die Ausschreibung erfolgt anonym und die Jury ringt lange um einen Konsens. Nach zähen Diskussionen wird dem Konzept eines Gartens der Vorzug gegeben und der Umschlag mit dem Namen des Architekten wird geöffnet. Der Jury fällt die Kinnlade herunter, der Mann heißt Mohammed Khan und ist Moslem! Sofort bildet sich Widerstand gegen Mann und Garten. Obwohl eine Hinterbliebene in der Jury war und sich stets für den Garten stark gemacht hat wächst der Unmut der New yorker Bevölkerung und die Situation droht zu eskalieren.

Dieses Buch ist ein sehr gelungenes Debüt. Spannend erzählt, wirft die Geschichte viele Fragen auf und man kommt selbst ins Grübeln über Gesellschaft, Demokratie, Medien, Religion und Vorurteile und wie man damit umgeht. Wer ist Opfer und warum und wer Täter?

Die amerikanische Gesellschaft ist hier exemplarisch, die aufgeworfene Fragen sind universell!

Eine Lektüre die sich lohnt und noch lange nachwirkt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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Sehr intellektuel
von einer Kundin/einem Kunden am 15.02.2014
Bewertet: gebundene Ausgabe

Eine Jury hat sich versammelt um den besten Entwurf einer Gedenkstätte für die Opfer des Terroranschlages vom 11. September auszuwählen. Die Ausschreibung des Wettbewerbes ist anonym. Eine heftige Auseinandersetzung um die Person des Gewinners beginnt, als die Jury bemerkt, dass es sich um einen islamischen Namen handelt. Ein Kampf... Eine Jury hat sich versammelt um den besten Entwurf einer Gedenkstätte für die Opfer des Terroranschlages vom 11. September auszuwählen. Die Ausschreibung des Wettbewerbes ist anonym. Eine heftige Auseinandersetzung um die Person des Gewinners beginnt, als die Jury bemerkt, dass es sich um einen islamischen Namen handelt. Ein Kampf beginnt zwischen Journalisten, radikalen Aktivisten und ehrgeizigen Politikern. Ziemliche intellektuelle Geschichte.

Der Garten
von einer Kundin/einem Kunden aus Leer (Ostfriesland) am 30.10.2013
Bewertet: gebundene Ausgabe

Ein Muslim als Architekt der Gedenkstätte für die Opfer der Terroranschläge vom 11. September. Geht das überhaupt? Die Jury, die seinen Entwurf nach einem anonymen Wettbewerb ausgesucht hat, ist entsetzt. Vor allem Claire, die als Vertreterin der Angehörigen in der Jury mit dabei ist und sich für genau diesen... Ein Muslim als Architekt der Gedenkstätte für die Opfer der Terroranschläge vom 11. September. Geht das überhaupt? Die Jury, die seinen Entwurf nach einem anonymen Wettbewerb ausgesucht hat, ist entsetzt. Vor allem Claire, die als Vertreterin der Angehörigen in der Jury mit dabei ist und sich für genau diesen Entwurf sehr eingesetzt hat, gerät sehr ins Zweifeln. Große Diskussionen folgen, und wenn die Öffentlichkeit von dem Dilemma erfährt, entsteht eine wahre Hetzkampagne in den Medien. Dabei ist Mo, der Architekt, alles andere als ein fanatischer Muslim. Er fühlt sich vor allem Amerikaner und will mit dem Entwurf etwas Gutes für sein Land und die Opfer tun. Bald geht es um viel mehr als um einen Entwurf für eine Gedenkstätte … Amy Waldmans Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Es gelingt ihr sehr gut, das Thema von allen Seiten darzustellen. Man kann für alle Parteien Verständnis aufbringen. Was ist richtig? Wie würde ich entscheiden? Die Antwort auf diese Frage ist gar nicht so einfach, wie sie auf den ersten Blick scheint. Ein Buch, das noch lange nachwirkt und den Leser zwingt, über seine eigenen Prinzipien nachzudenken.

großes, fesselndes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 05.04.2013
Bewertet: eBook (ePUB)

Claire Burwell ist Witwe. Ihr Mann ist am 11. September beim Anschlag auf das WTC ums Leben gekommen. Eine würdige Gedenkstätte für die Opfer soll den Angehörigen Trost spenden. Nach einer öffentlichen Ausschreibung werden die Siegerprojekte einer ausgewählten Jury präsentiert. Claire wurde als Vertretung der Angehörigen in diese Jury... Claire Burwell ist Witwe. Ihr Mann ist am 11. September beim Anschlag auf das WTC ums Leben gekommen. Eine würdige Gedenkstätte für die Opfer soll den Angehörigen Trost spenden. Nach einer öffentlichen Ausschreibung werden die Siegerprojekte einer ausgewählten Jury präsentiert. Claire wurde als Vertretung der Angehörigen in diese Jury gewählt. Ein geometrisch angelegter Garten mit Wasserelementen ist das favorisierte Objekt von Claire.Trotz massivem Widerstand versucht Claire hartnäckig die Zustimmung der anderen Jurymitglieder für das Gartenprojekt zu bekommen. Es gelingt ihr. Als der Gewinner feststeht und der Name des Architekten bekannt gegeben wird, gehen die Wogen hoch. Das Siegerprojekt wurde von "Mo" Mohammed Khan eingereicht....... Großes, fesselndes Lesevergnügen