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Ostende

1936, Sommer der Freundschaft

(25)
Ostende, 1936: ein Strand, ein paar Schriftsteller und ein Sommer, wie es keinen mehr geben sollte
Ein belgischer Badeort mit Geschichte und Glanz: Hier kommen sie alle noch einmal zusammen, die im Deutschland der Nationalsozialisten keine Heimat mehr haben. Stefan Zweig, Joseph Roth, Irmgard Keun, Kisch und Toller, Koestler und Kesten, die verbotenen Dichter. Volker Weidermann erzählt von ihrer Hoffnung, ihrer Liebe, ihrer Verzweiflung – und davon, wie ihr Leben weiterging.Stefan Zweig reist mit seiner Geliebten Lotte und der Schreibmaschine an, Joseph Roth kommt trotz Schnapsverbot, um Ferien mit seinem besten Freund zu machen und zu schreiben. Er verliebt sich ein letztes Mal: in Irmgard Keun, die bloß wegwollte aus dem Land der Bücherverbrenner. So sonderbar die Freundschaft zwischen dem Millionär Zweig und dem begnadeten Trinker Roth ist, so überraschend ist die Liebe zwischen Roth und der jungen, leidenschaftlichen Keun.Es kommen noch mehr Schriftsteller nach Ostende. Sonne, Meer, Getränke – es könnte ein Urlaub unter Freunden sein. Wenn sich die politische Lage nicht täglich zuspitzte, wenn sie nicht alle verfolgt würden, ihre Bücher nicht verboten wären, wenn sie nicht ihre Heimat verloren hätten. Es sind Dichter auf der Flucht, Schriftsteller im Exil.Präzise, kenntnisreich und mitreißend erzählt Volker Weidermann von diesem Sommer kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, in dem Zweig, Roth und Keun noch einmal das Leben feiern, wie es nur die Verzweifelten können.
»Weidermann ist ein exzellenter Stilist.« Die Welt
Rezension
»Auf knapp 160 Seiten ist so ein beeindruckendes Stück Zeit- und Kulturgeschichte entstanden.«
Portrait
Volker Weidermann, geboren 1969 in Darmstadt, Studium der Politikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg und Berlin. Autor beim Spiegel und Leiter des »Literarischen Quartetts« im ZDF.
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 160 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.03.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783462307665
Verlag Kiepenheuer & Witsch eBook
Dateigröße 1647 KB
Verkaufsrang 21.138
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Sandra Schindelka, Thalia-Buchhandlung Bonn

Ulrich Nöthens empathische Stimme gibt die Stimmung der Exilliteraten großartig wieder.Kämpferisch und Hoffnungsvoll treffen sie sich zum letzten gemeinsamen Sommer.Toll umgesetzt. Ulrich Nöthens empathische Stimme gibt die Stimmung der Exilliteraten großartig wieder.Kämpferisch und Hoffnungsvoll treffen sie sich zum letzten gemeinsamen Sommer.Toll umgesetzt.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Ein bewegendes, durchaus melancholisches Kapitel der deutschen Literaturgeschichte beleuchtet mit Weidermanns genauem und kenntnisreichem Blick. Höchst lesenswert! Ein bewegendes, durchaus melancholisches Kapitel der deutschen Literaturgeschichte beleuchtet mit Weidermanns genauem und kenntnisreichem Blick. Höchst lesenswert!

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Treffen der großen Literaten in Ostende vor knapp 80 Jahren. Grund genug heute einmal wieder ihre Bücher aus dem Regal zu nehmen und zu stöbern. Sicher keine leichte Aufgabe! Treffen der großen Literaten in Ostende vor knapp 80 Jahren. Grund genug heute einmal wieder ihre Bücher aus dem Regal zu nehmen und zu stöbern. Sicher keine leichte Aufgabe!

Inga Roos, Thalia-Buchhandlung Hamburg

An diesem belgischen Badeort kommen im Jahr 1936 viele derjenigen Schriftsteller zusammen, die schon vieles voraussagen! An diesem belgischen Badeort kommen im Jahr 1936 viele derjenigen Schriftsteller zusammen, die schon vieles voraussagen!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein großartiger Roman über Stefan Zweig im Exil. Ein großartiger Roman über Stefan Zweig im Exil.

Claudia Tross, Thalia-Buchhandlung Offenbach

Ein Kleinod für alle Fans der deutschen Literaturgeschichte. Weidermann gelingt es exzellent, diese Zeit erstehen zu lassen und zu animieren, tiefer in die Biografien einzutauchen. Ein Kleinod für alle Fans der deutschen Literaturgeschichte. Weidermann gelingt es exzellent, diese Zeit erstehen zu lassen und zu animieren, tiefer in die Biografien einzutauchen.

Herbert Konkel, Thalia-Buchhandlung Münster

Ein kleines, großartiges Buch über Freundschaften, Abhängigkeiten und auch über Abgründe einer illustren Schar von Schriftstellern auf der Flucht vor Hitler. Ein kleines, großartiges Buch über Freundschaften, Abhängigkeiten und auch über Abgründe einer illustren Schar von Schriftstellern auf der Flucht vor Hitler.

Britta von Hacht, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Gekonnte Mischung aus Sachbuch ,Biografie und Roman!Klare Sprache und trotzdem intensive Stimmung . Gekonnte Mischung aus Sachbuch ,Biografie und Roman!Klare Sprache und trotzdem intensive Stimmung .

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Stefan Zweig und Joseph Roth in der Sommerfrische. Liest sich wie eine Novelle. Stefan Zweig und Joseph Roth in der Sommerfrische. Liest sich wie eine Novelle.

Anja Werner, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

In leisen, eindringlichen Tönen erzählt Weidermann von der bewegenden Freundschaft zwischen Stefan Zweig und Joseph Roth. Sehr gelungen! In leisen, eindringlichen Tönen erzählt Weidermann von der bewegenden Freundschaft zwischen Stefan Zweig und Joseph Roth. Sehr gelungen!

„Der letzte Sommer“

Ute Gantner, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Man schreibt das Jahr 1936 und es ist Sommer an der belgischen Nordseeküste. Ostende, ein Badeort mit Glanz und Geschichte wird zum Tummelplatz vieler illustrer Gäste, vornehmlich Literaten, deren Werke im Deutschland der Nationalsozialisten verboten wurden und die daraufhin das Land verlassen haben und sich nun im Exil eine neue Existenz aufbauen müssen. Unter ihnen befindet sich auch Stefan Zweig, einer der auflagenstärksten und erfolgreichsten Autoren im deutschsprachigen Raum, der sehnsüchtig die Ankunft seines weniger erfolgreichen Kollegen Joseph Roth erwartet. Gemeinsam mit anderen Künstlern wird gearbeitet, debattiert, gefeiert, getrunken und gelacht. Es könnte ein wunderbarer Sommer unter Freunden sein, wenn die Welt nicht vor einem politischen Abgrund stehen würde. Man schreibt das Jahr 1936 und es ist Sommer an der belgischen Nordseeküste. Ostende, ein Badeort mit Glanz und Geschichte wird zum Tummelplatz vieler illustrer Gäste, vornehmlich Literaten, deren Werke im Deutschland der Nationalsozialisten verboten wurden und die daraufhin das Land verlassen haben und sich nun im Exil eine neue Existenz aufbauen müssen. Unter ihnen befindet sich auch Stefan Zweig, einer der auflagenstärksten und erfolgreichsten Autoren im deutschsprachigen Raum, der sehnsüchtig die Ankunft seines weniger erfolgreichen Kollegen Joseph Roth erwartet. Gemeinsam mit anderen Künstlern wird gearbeitet, debattiert, gefeiert, getrunken und gelacht. Es könnte ein wunderbarer Sommer unter Freunden sein, wenn die Welt nicht vor einem politischen Abgrund stehen würde.

„Zwei Freunde im Seebad“

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Joseh Roth und Stefan Zweig freundschaftlich auch über Grenzen verbunden treffen sich 1936 im Seebad Ostende. Der eine reist aus dem Londoner Exil an (Zweig), der andere hat noch nicht so recht begriffen, dass Wien bald kein Zuhause mehr sein kann.(Roth). Auch Irmgard Keun, Ernst Toller und Egon Erwin Kisch verbringen Zeit in Ostende. Wohin der Weg führt wissen sie alle noch nicht, sie versuchen das Beste aus dem Sommer zu machen. Bewegend und berührend schildert der Autor diese Zeit kurz vor dem 2. Weltkrieg. Absolut lesenswert. Joseh Roth und Stefan Zweig freundschaftlich auch über Grenzen verbunden treffen sich 1936 im Seebad Ostende. Der eine reist aus dem Londoner Exil an (Zweig), der andere hat noch nicht so recht begriffen, dass Wien bald kein Zuhause mehr sein kann.(Roth). Auch Irmgard Keun, Ernst Toller und Egon Erwin Kisch verbringen Zeit in Ostende. Wohin der Weg führt wissen sie alle noch nicht, sie versuchen das Beste aus dem Sommer zu machen. Bewegend und berührend schildert der Autor diese Zeit kurz vor dem 2. Weltkrieg. Absolut lesenswert.

„Gelungenes Sachbuch“

Bernhard Wojdyla, Thalia-Buchhandlung Rheine

Das angesammelte Wissen über eine Epoche reizt seit jeher dazu, sich selbst in der Rolle des Romanciers und Dramatikers zu versuchen. Ich kannte den Namen Volker Weidermann bisher als Verfasser der "Verbrannten Bücher" und als Literaturredakteur und Feuilletonchef bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Auf seinen Roman "Ostende. 1936, Sommer der Freundschaft" war ich also überaus gespannt. Inhaltlich ist das Werk plausibel und es gelang zweifelsfrei, ausreichend Material und Belege zu einer in weiten Teilen informativen Erzählung zu verarbeiten. Das einzige was ich mir nur immer wieder gewünscht habe, waren mehr erzählerische Techniken, mehr Bilder. Mehr erzählerische Weite, die der Verfasser aber, immer wieder in die Erzählung eingreifend und begründend, ablehnt. Trotzdem fühlte ich mich insgesamt gut unterhalten. Das angesammelte Wissen über eine Epoche reizt seit jeher dazu, sich selbst in der Rolle des Romanciers und Dramatikers zu versuchen. Ich kannte den Namen Volker Weidermann bisher als Verfasser der "Verbrannten Bücher" und als Literaturredakteur und Feuilletonchef bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Auf seinen Roman "Ostende. 1936, Sommer der Freundschaft" war ich also überaus gespannt. Inhaltlich ist das Werk plausibel und es gelang zweifelsfrei, ausreichend Material und Belege zu einer in weiten Teilen informativen Erzählung zu verarbeiten. Das einzige was ich mir nur immer wieder gewünscht habe, waren mehr erzählerische Techniken, mehr Bilder. Mehr erzählerische Weite, die der Verfasser aber, immer wieder in die Erzählung eingreifend und begründend, ablehnt. Trotzdem fühlte ich mich insgesamt gut unterhalten.

„Für Ihren eReader!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Ein kleines, ganz großartiges Buch über das Zusammentreffen großer Schriftsteller im belgischen Strandbad Ostende. Volker Weidermann, Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung beschreibt geradezu anrührend die Freundschaft zwischen Stefan Zweig, Joseph Roth und Irmgard Keun. Über die Exil-Literaten, die nach der Machtübernahme Hitlers keine Heimat mehr hatten..... Ein kleines, ganz großartiges Buch über das Zusammentreffen großer Schriftsteller im belgischen Strandbad Ostende. Volker Weidermann, Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung beschreibt geradezu anrührend die Freundschaft zwischen Stefan Zweig, Joseph Roth und Irmgard Keun. Über die Exil-Literaten, die nach der Machtübernahme Hitlers keine Heimat mehr hatten.....

„Entscheidung am Strand“

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Ettlingen

Ein Roman über einen Strand und einen Sommer, Volker Weidermann gelingt es diesen abgegrenzten Ort und Zeitraum mit all den Hoffnungen, Lieben und Verzweiflung zu beschreiben.

1936 treffen sich im belgischen Ostende einige Schriftsteller, die Deutschland verlassen mussten und nun jede und jeder für sich klären müssen wie es weitergeht. Verzweiflung und Hoffnung, beides liegt nahe beieinander und ungewöhnliche Freundschaften werden geschlossen. Stefan Zweig, Joseph Roth, Irmgard Keun, Egon Kisch und Ernst Toller und andere "verbotene Dichter" an einem Ort versammelt. Volker Weidermann nimmt uns mit
in diesen Sommer der Entscheidung. Eine interessante Lektüre...
Ein Roman über einen Strand und einen Sommer, Volker Weidermann gelingt es diesen abgegrenzten Ort und Zeitraum mit all den Hoffnungen, Lieben und Verzweiflung zu beschreiben.

1936 treffen sich im belgischen Ostende einige Schriftsteller, die Deutschland verlassen mussten und nun jede und jeder für sich klären müssen wie es weitergeht. Verzweiflung und Hoffnung, beides liegt nahe beieinander und ungewöhnliche Freundschaften werden geschlossen. Stefan Zweig, Joseph Roth, Irmgard Keun, Egon Kisch und Ernst Toller und andere "verbotene Dichter" an einem Ort versammelt. Volker Weidermann nimmt uns mit
in diesen Sommer der Entscheidung. Eine interessante Lektüre...

„Ein letzter schöner Sommer vor dem Untergang“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Volker Weidermann ist Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Einem weiten Leserkreis könnte sein Buch „Das Buch der verbrannten Bücher“ (btb Verlag) bekannt sein.

Ist „Ostende 1936, Sommer der Freundschaft“ ein Roman oder ein Sachbuch? Ich kann Ihnen diese Frage nicht wirklich beantworten. Was ich Ihnen aber sagen kann, ist, dass sich dieses Buch wie ein Roman lesen lässt. Volker Weidermann erzählt in diesem Buch von der Freundschaft der Autoren, die sich 1936 in Ostende in Belgien getroffen haben und noch einmal einen relativ schönen und friedlichen Sommer miteinander verbracht haben, bevor sie weiter vor den Nazis geflohen sind. Manche habe eine neue Heimat in einem anderen Land gefunden und sind auch dort wieder erfolgreich geworden, andere sind gestorben oder haben ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt. Die Hauptpersonen dieses Buchs sind die beiden sehr unterschiedlichen österreichischen Autoren Stefan Zweig und Joseph Roth, die eine ungewöhnliche Freundschaft verbunden hat, und die einzige nichtjüdische Autorin in diesem Kreis in Ostende– Irmgard Keun. Volker Weidermann blickt in diesem knappen Buch (157 Seiten) zurück auf das Leben dieser Autoren. Einen relativ großen Bereich nimmt der Rückblick auf den 1. Weltkrieg ein, der speziell Stefan Zweig und Joseph Roth geprägt hat. Den Abschluss des Buchs bildet ein Ausblick, wie das Leben der Autoren nach 1936 weitergegangen ist.

Es liest sich sehr gut und ist gleichzeitig sehr informativ. Wie unterschiedlich die von den Nazis vertriebenen Autoren doch waren. „Stefan Zweig schreibt noch aus einer Welt, die es nicht mehr gibt. Sein Ideal ist nutzlos, unrealistisch , lächerlich und gefährlich.“ (Seite 27) Neben dem relativ unpolitischen Träumer Stefan Zweig sind andere Autoren durchaus weitaus kämpferischer wie z.B. Egon Erwin Kisch und Ernst Toller. Und so erfährt man auf wenigen Seiten sehr viel über einige unserer bekannten deutschen und österreichischen Autoren und auch über ihr Verhältnis zueinander. Gerade über die Familie Mann wird teilweise gespottet.

Ein wunderbar kleines Buch für Freunde von guter Literatur und Leser von „1913“ von Florian Illies (S. Fischer Verlag) oder „Alles, was ich bin“ von Anna Funder (S. Fischer Verlag)..
Volker Weidermann ist Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Einem weiten Leserkreis könnte sein Buch „Das Buch der verbrannten Bücher“ (btb Verlag) bekannt sein.

Ist „Ostende 1936, Sommer der Freundschaft“ ein Roman oder ein Sachbuch? Ich kann Ihnen diese Frage nicht wirklich beantworten. Was ich Ihnen aber sagen kann, ist, dass sich dieses Buch wie ein Roman lesen lässt. Volker Weidermann erzählt in diesem Buch von der Freundschaft der Autoren, die sich 1936 in Ostende in Belgien getroffen haben und noch einmal einen relativ schönen und friedlichen Sommer miteinander verbracht haben, bevor sie weiter vor den Nazis geflohen sind. Manche habe eine neue Heimat in einem anderen Land gefunden und sind auch dort wieder erfolgreich geworden, andere sind gestorben oder haben ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt. Die Hauptpersonen dieses Buchs sind die beiden sehr unterschiedlichen österreichischen Autoren Stefan Zweig und Joseph Roth, die eine ungewöhnliche Freundschaft verbunden hat, und die einzige nichtjüdische Autorin in diesem Kreis in Ostende– Irmgard Keun. Volker Weidermann blickt in diesem knappen Buch (157 Seiten) zurück auf das Leben dieser Autoren. Einen relativ großen Bereich nimmt der Rückblick auf den 1. Weltkrieg ein, der speziell Stefan Zweig und Joseph Roth geprägt hat. Den Abschluss des Buchs bildet ein Ausblick, wie das Leben der Autoren nach 1936 weitergegangen ist.

Es liest sich sehr gut und ist gleichzeitig sehr informativ. Wie unterschiedlich die von den Nazis vertriebenen Autoren doch waren. „Stefan Zweig schreibt noch aus einer Welt, die es nicht mehr gibt. Sein Ideal ist nutzlos, unrealistisch , lächerlich und gefährlich.“ (Seite 27) Neben dem relativ unpolitischen Träumer Stefan Zweig sind andere Autoren durchaus weitaus kämpferischer wie z.B. Egon Erwin Kisch und Ernst Toller. Und so erfährt man auf wenigen Seiten sehr viel über einige unserer bekannten deutschen und österreichischen Autoren und auch über ihr Verhältnis zueinander. Gerade über die Familie Mann wird teilweise gespottet.

Ein wunderbar kleines Buch für Freunde von guter Literatur und Leser von „1913“ von Florian Illies (S. Fischer Verlag) oder „Alles, was ich bin“ von Anna Funder (S. Fischer Verlag)..

„Ein kleines Juwel“

Angelika Tsiridis, Thalia-Buchhandlung Solingen

Die Sperrfrist für eine Besprechung des Buches von Volker Weidermann endete mit dem 8. März. Ab sofort darf man den Titel "Ostende, 1936 Sommer der Freundschaft" aus dem Kiepenheuer Verlag begeistert empfehlen.
Ein kleines, knapp 160 Seiten starkes Juwel. Ein atmosphärisch dichtes, großartiges Zeitbild; als Leser taucht man ein in dieses Jahr 1936, in dem Schriftsteller Zuflucht suchen im Badeort Ostende.
Kurz vor Einbruch des Krieges standen Sie dort, glauben an eine vorübergehende Situation oder ahnen doch schon, dass die Welt bald eine völlig veränderte sein wird.
Volker Weidermann, Feuilletonchef der FAZ, erzählt sehr genau, detailreich und mit großer Kenntnis.
Nach der Lektüre glaubt man Joseph Roth, Irmgard Keun, Stefan Zweig und all den anderen persönlich begegnet zu sein.
Diese, mit scheinbar leichter Hand gezeichneten Portraits, die dennoch so intensiv wirken, bleiben dem Leser im Gedächtnis.
Die Sperrfrist für eine Besprechung des Buches von Volker Weidermann endete mit dem 8. März. Ab sofort darf man den Titel "Ostende, 1936 Sommer der Freundschaft" aus dem Kiepenheuer Verlag begeistert empfehlen.
Ein kleines, knapp 160 Seiten starkes Juwel. Ein atmosphärisch dichtes, großartiges Zeitbild; als Leser taucht man ein in dieses Jahr 1936, in dem Schriftsteller Zuflucht suchen im Badeort Ostende.
Kurz vor Einbruch des Krieges standen Sie dort, glauben an eine vorübergehende Situation oder ahnen doch schon, dass die Welt bald eine völlig veränderte sein wird.
Volker Weidermann, Feuilletonchef der FAZ, erzählt sehr genau, detailreich und mit großer Kenntnis.
Nach der Lektüre glaubt man Joseph Roth, Irmgard Keun, Stefan Zweig und all den anderen persönlich begegnet zu sein.
Diese, mit scheinbar leichter Hand gezeichneten Portraits, die dennoch so intensiv wirken, bleiben dem Leser im Gedächtnis.

„Stefan Zweigs und Joseph Roths letzter gemeinsamer Sommer“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

In Ostende, Badeort an der belgischen Küste, treffen sich im Sommer 1936 viele Exilschriftsteller für einen letzten fast sorglosen Sommer. Zweig und Roth verbindet eine lange Freunschaft, die für ihre Kunst sehr wertvoll ist. Roth der arme, trinkende Ostjude nützt gerne die Gutmütigkeit des reichen erfolgreichen Westjuden Zweig aber schriftstellerisch sind beide auf hohem Niveau ebenbürtig. In diesem Sommer trifft Irmgard Keun beide Männer in Ostende und Roth und sie werden ein Paar. Auch Toller und Kisch sind in Ostende. Alle würden einen wunderbaren, unbeschwerten Sommer verbringen, wäre da nicht die Bedrohung durch Nazi-Deutschland, Die Bücherverbrennung und die Angst vor einen nahenden Krieg.

Volker Weidermann hat einen großartigen Roman geschrieben über Literatur und Freundschaft aber auch über die Existenzangst und Bedrohung durch Nazideutschland das seine größten Literaten ins Exil getrieben hat. Er schreibt feinfühlig, kenntnisreich und auf sprachlich hohem Niveau.

Ein absolutes Muss für jeden Literaturliebhaber! Animiert dazu die guten alten Klassiker des letzten Jahrhunderts wieder aus dem Bücherschrank zu holen, und neu zu entdecken!
In Ostende, Badeort an der belgischen Küste, treffen sich im Sommer 1936 viele Exilschriftsteller für einen letzten fast sorglosen Sommer. Zweig und Roth verbindet eine lange Freunschaft, die für ihre Kunst sehr wertvoll ist. Roth der arme, trinkende Ostjude nützt gerne die Gutmütigkeit des reichen erfolgreichen Westjuden Zweig aber schriftstellerisch sind beide auf hohem Niveau ebenbürtig. In diesem Sommer trifft Irmgard Keun beide Männer in Ostende und Roth und sie werden ein Paar. Auch Toller und Kisch sind in Ostende. Alle würden einen wunderbaren, unbeschwerten Sommer verbringen, wäre da nicht die Bedrohung durch Nazi-Deutschland, Die Bücherverbrennung und die Angst vor einen nahenden Krieg.

Volker Weidermann hat einen großartigen Roman geschrieben über Literatur und Freundschaft aber auch über die Existenzangst und Bedrohung durch Nazideutschland das seine größten Literaten ins Exil getrieben hat. Er schreibt feinfühlig, kenntnisreich und auf sprachlich hohem Niveau.

Ein absolutes Muss für jeden Literaturliebhaber! Animiert dazu die guten alten Klassiker des letzten Jahrhunderts wieder aus dem Bücherschrank zu holen, und neu zu entdecken!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
25 Bewertungen
Übersicht
17
8
0
0
0

"Meine Freunde die Poeten"
von Henrik Nobis aus Dresden am 07.05.2017

Das Buch "Ostende" ist ein Beweis dafür, dass die Exilzeit zum interessantesten in der deutschsprachigen Literaturgeschichte zählt. Und es zeigt auch, dass so manche Exilautoren zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind! Fern der Heimat, fern der vertrauten Sprache fanden sie Mitstreiter, die zusammen stritten, lachten, litten, schrieben und tranken... Das Buch "Ostende" ist ein Beweis dafür, dass die Exilzeit zum interessantesten in der deutschsprachigen Literaturgeschichte zählt. Und es zeigt auch, dass so manche Exilautoren zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind! Fern der Heimat, fern der vertrauten Sprache fanden sie Mitstreiter, die zusammen stritten, lachten, litten, schrieben und tranken ... Kleines Büchlein, ganz großer Gewinn!

Geschenkbuch
von einer Kundin/einem Kunden am 29.04.2014
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Und wenn Sie wieder einmal nicht wissen, was sie der Literatur interessierten Bekanntschaft schenken sollen, dann liegen Sie mit "Ostende" nicht falsch. Wie überhaupt dieses Büchlein über das Leben der Literaten im Sommer 1936 in Ostende zu einem Kleinod in jeder Bibliothek werden sollte. Die Liebe Irmgard Keins zu... Und wenn Sie wieder einmal nicht wissen, was sie der Literatur interessierten Bekanntschaft schenken sollen, dann liegen Sie mit "Ostende" nicht falsch. Wie überhaupt dieses Büchlein über das Leben der Literaten im Sommer 1936 in Ostende zu einem Kleinod in jeder Bibliothek werden sollte. Die Liebe Irmgard Keins zu Joseph Roth, dessen Freundschaft mit Stefan Zweig, der wiederum Freundin Lotte und Schreibmaschine mitbrachte, die Begegnungen mit den andren Schriftstellern, das alles hätte ewig andauern können, wenn da nicht die Zeitläufte gewesen wären.

Ein Sommer in einem belgischen Seebad, 1936.
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 03.04.2014

In dem belgischen Seebad Ostende treffen im Sommer 1936 einige Emigranten aufeinander. Stefan Zweig, Joseph Roth, Irmgard Keun, Hermann Kesten, Egon Erwin Kisch, Arthur Koestler und noch einige andere. Ein paar Seiten Vorgeschichte und ein paar Ausblicke am Schluß runden dieses e-book über den "Sommer der Freundschaft", wie es... In dem belgischen Seebad Ostende treffen im Sommer 1936 einige Emigranten aufeinander. Stefan Zweig, Joseph Roth, Irmgard Keun, Hermann Kesten, Egon Erwin Kisch, Arthur Koestler und noch einige andere. Ein paar Seiten Vorgeschichte und ein paar Ausblicke am Schluß runden dieses e-book über den "Sommer der Freundschaft", wie es im Untertitel heißt, ab. Das Augenmerk des Autors liegt auf Zweig und Roth. Indem wir mit dabei sind, am Strand, in Cafés, im Restaurant und Hotels, bekommen wir eine beklemmende Ahnung von der Verzweiflung, dem Existenzkampf, den persönlichen Leiden der Beteiligten. Da wir heute wissen, wie die Geschichte ausging, bekommt dieser Sommer 1936 ein ganz besonderes Gewicht.