Der Kaufmann von Lippstadt

Historischer Roman

Oliver Thielsen 1

(6)
1764. Auch nach Ende des Siebenjährigen Krieges kommt das westfälische Lippstadt nicht zur Ruhe: Eine gewaltige Explosion macht die Stadt beinahe dem Erdboden gleich. Ein Unfall? Menschen verschwinden. Zufall? Eine Zunge wird gefunden. Ein Zeichen?
2010. Das Schicksal des Lippstädter Kaufmanns Ferdinand Overkamp beschäftigt einen jungen Studenten, Oliver Thielsen. Dieser stößt nicht nur auf ein lang gehütetes, finsteres Geheimnis, sondern findet auch seine große Liebe …
Portrait
Rita Maria Fust ist 1971 in Paderborn geboren und studierte dort Literatur- und Medienwissenschaft. Seit 2000 lebt sie mit ihrer Familie in Lippstadt, wo sie als freiberufliche Autorin, Texterin und Referentin für Kulturelles und Literarisches arbeitet. Ihr Fokus richtet sich auf die (Stadt-)Geschichte Lippstadts und Stadtdarstellungen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Mit dem historischen Roman »Der Kaufmann von Lippstadt« gibt sie ihr Debüt im Gmeiner-Verlag.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 340
Altersempfehlung ab 16
Erscheinungsdatum 05.03.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8392-1493-0
Reihe Historische Romane im GMEINER-Verlag
Verlag Gmeiner Verlag
Maße (L/B/H) 20/12/2,7 cm
Gewicht 354 g
Auflage 2014
Buch (Taschenbuch)
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Über-recherchierter Geschichtsunterricht
von hasirasi2 aus Dresden am 20.01.2017

Ich bin ja eigentlich ein Fan gut recherchierter historischer Romane, aber dieser hier hat mich an meine Grenzen gebracht. Für mich war er „über-recherchiert“. Es gab Seiten, die bestanden gefühlt aus mehr Quellenangaben bzw. Erläuterungen, als Romaninhalt. Dabei ist der Fall an sich eigentlich extrem spannend: Innerhalb nur eines... Ich bin ja eigentlich ein Fan gut recherchierter historischer Romane, aber dieser hier hat mich an meine Grenzen gebracht. Für mich war er „über-recherchiert“. Es gab Seiten, die bestanden gefühlt aus mehr Quellenangaben bzw. Erläuterungen, als Romaninhalt. Dabei ist der Fall an sich eigentlich extrem spannend: Innerhalb nur eines Jahres verliert der angesehene Lippstädter Kaufmann Overkamp alles: sein Ehre, seine Würde, sein Geschäft, sein Haus – seinen Lebensmut. Am Ende „flieht“ er gebrochen und pleite nach Lübeck zu seiner dort lebenden Tochter. Wie es genau dazu kam, erzählt Rita Maria Fust in „Der Kaufmann von Lippstadt“. Dabei bedient sie sich zweier Zeitebenen – 1764/65 geht es um Overkamps Absturz und 2010 stößt der Student Oliver auf einen Brief, der mit Overkamps Fall zusammenhängt und versucht deshalb, dessen Geschichte zu rekonstruieren. Alles beginnt damit, dass Overkamps unverheiratete Tochter Elisabeth schwanger ist und den Vater des Kindes verheimlicht. Das will und kann Overkamp nicht hinnehmen, also spioniert er ihr hinterher und glaubt, den Kindsvater zu kennen. Kurz darauf explodiert ein Munitionslager der Stadt und 2 Leichen werden gefunden. Später verschwinden weitere Männer, Gerüchte kommen auf, dass Overkamp vor der Explosion gesehen wurde. Der kann oder will sich nicht wehren und lässt sich erpressen, bis er letztendlich alles verliert. Die Spirale aus Gewalt und Schuld, in die sich Overkamp immer mehr verstrickt, hat mir sehr gut gefallen. Für ihn geht es ab einem bestimmten Punkt nur noch abwärts, weil er sich in einer ausweglosen Situation wähnt und jedes persönliche Unglück als Strafe Gottes wertet. Hingegen fand ich Olivers Part in der Geschichte oft etwas unmotiviert und unüberlegt. Nur auf einen geerbten Brief seiner Oma hin unterbricht er sein Studium und geht nach Lippstadt, um nach Overkamp zu forschen. Auch seine plötzlich auftauchende Freundin Annika und die daraus resultierende Liebesgeschichte empfand ich als eher störend und zu plötzlich. Ich verstehe zwar die Beweggründe der Autorin (Oliver ist dabei, als Leichen und Munition aus Overkamps Zeit auftauchen, dass gibt ihm neue Hinweise), aber das hätte m.E. irgendwie eleganter gelöst werden können. Zumal Annika nur eine sehr blasse Randfigur bleibt. Generell würde ich sagen, dass das Buch für Ortsansässige sicher interessant ist, da viele historische Hintergründe und aktuelle Gegebenheiten verwendet wurden. Mir waren die diversen Stadtrundgänge und sich wiederholenden Erläuterungen zur Stadtgeschichte durch Overkamp bzw. Oliver einfach zu viel und leider zum Teil auch zu trocken und holprig in die Handlung integriert. Deshalb kann ich leider nur 2 Sterne vergeben.

Nur der historische Teil überzeugt...
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 01.03.2015

Das Buch spielt in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Ich gestehe, dass ich mich in der Vergangenheit deutlich wohler gefühlt habe. Es gibt natürlich Bücher wo dieses hin und her zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr gut gelöst ist, hier allerdings hat die Gegenwart doch ein wenig die Stimmung... Das Buch spielt in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Ich gestehe, dass ich mich in der Vergangenheit deutlich wohler gefühlt habe. Es gibt natürlich Bücher wo dieses hin und her zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr gut gelöst ist, hier allerdings hat die Gegenwart doch ein wenig die Stimmung kaputt gemacht. Der Teil der in der Vergangenheit spielt ist wirklich schön stimmig und es kommt schnell eine wirklich tolle Atmosphäre auf. Spannend beschreibt die Autorin die Stimmung in Lippstadt nach Ende des Siebenjährigen Krieges. Sehr plastisch beschreibt sie die Figuren und auch die Schauplätze so dass man schnell mitten in der Story steht. Der Schreibstil der Autorin ist schön flüssig, dass es leicht fällt ins Buch hinein zu kommen. Wäre der Teil der in der Vergangenheit spielt der einzige Teil gewesen, es wäre ein Buch das durchaus für 5 Sterne gut gewesen wäre. Jedoch der Teil der in der Gegenwart spielt, war für mich nicht stimmig, Charaktere die, so empfand ich es zumindest, wie gewollt und nicht stimmig da standen. Es kam mir vor als wäre dieser Teil rein als Lückenfüller nachträglich hinzugefügt worden. Ich möchte auf den Gegenwärtigen Teil auch nicht näher eingehen, denn ich denke, dass es sicherlich Fans dieses Buchs gibt, denen auch der Gegenwärtige Teil gut gefällt. Für mich waren es so leider nur 3 von 5 Sternen.

Der Kaufmann von Lippstadt
von dorli am 19.06.2014

Lippstadt 1764. Kaufmann Ferdinand Overkamp ist eine angesehene Persönlichkeit in der Stadt. Als er von der Schwangerschaft seiner unverheirateten Tochter Elisabeth erfährt, will er den Namen des Vaters wissen, um eine Hochzeit zu arrangieren. Doch Elisabeth schweigt. Overkamp sieht seinen guten Ruf in Gefahr und will seine Tochter nach... Lippstadt 1764. Kaufmann Ferdinand Overkamp ist eine angesehene Persönlichkeit in der Stadt. Als er von der Schwangerschaft seiner unverheirateten Tochter Elisabeth erfährt, will er den Namen des Vaters wissen, um eine Hochzeit zu arrangieren. Doch Elisabeth schweigt. Overkamp sieht seinen guten Ruf in Gefahr und will seine Tochter nach Lübeck zu Verwandten schicken. Als er den jungen Hirten Johann vor seinem Haus sieht, zieht er falsche Schlüsse und trifft er eine folgenschwere Entscheidung… Lübeck, 2010. Oliver Thielsen erbt von seiner Großmutter einen alten Sekretär samt Inhalt. Beim Durchsehen der Sachen fällt Oliver ein alter Brief aus dem Jahr 1764 in die Hände. Er vermutet ein Geheimnis hinter den Zeilen des Schriftstückes und macht sich auf nach Lippstadt, um auf Spurensuche zu gehen… „Der Kaufmann von Lippstadt“ ist anders aufgebaut, als ich es von historischen Romanen kenne. Rita Maria Fust arbeitet sehr viel mit Originalzitaten, zahlreiche Auszüge aus historischen Dokumenten durchziehen den Roman, stets mit Quellenangaben als Fußnote auf der entsprechenden Seite – ungewöhnlich und anfangs etwas verwirrend für mich, aber man gewöhnt sich recht schnell an die vielen Hinweise. Die Autorin präsentiert Lippstadt mit allem, was es zu bieten hat. Das Gestern und das Heute. Eine geballte Ladung Stadtgeschichte – sehr informativ und interessant. Wie viel intensive Recherchearbeit in diesem Buch steckt, spürt man auf jeder Seite, die große Begeisterung der Autorin für Lippstadt wird immer wieder deutlich. Leider gerät das Buch durch die zahlreichen Informationen etwas zu sachlich, die eigentliche Handlung des Romans geht ab und an ein wenig unter. Grundlage für den Roman ist eine große Explosion in Lippstadt im Jahr 1764, deren Ursache nie endgültig geklärt werden konnte. Rita Maria Fust schiebt dem Kaufmann Ferdinand Overkamp die Schuld dafür in die Schuhe. Overkamp möchte den Tod Johanns vertuschen. Doch der Kaufmann wird beobachtet und plötzlich gerät alles außer Kontrolle. Alles, was Overkamp sich aufgebaut hatte, rauscht den Bach runter. Eine nicht zu stoppende Talfahrt, in der er eine verhängnisvolle Entscheidung nach der anderen trifft. Overkamp wird dabei Täter und Opfer zugleich. Er mordet eiskalt und nur auf sein Wohl bedacht – und trotzdem ist er in dieser Geschichte nicht der Oberbösewicht, denn es gibt noch miesere Zeitgenossen, die aus Overkamps Situation Kapital schlagen wollen. Sehr geschickt verknüpft die Autorin die Vergangenheit mit der Gegenwart. Es hat mir sehr gut gefallen, dass über den alten Brief eine Verbindung über die Jahrhunderte geschaffen wurde. Oliver beginnt nach seinem Fund in seiner Familiengeschichte und in der Geschichte Lippstadts zu graben. Die Neugierde, die der Brief in ihm auslöst und die Faszination, die mit jeden weiteren Hinweis auf „seinen Overkamp“ größer wird, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Ganz anders dagegen Olivers Liebe zu Annika, die für mich bis zum Ende des Buches nicht greifbar war. Die fiktiven und historischen Figuren werden durchdacht miteinander kombiniert, das Zusammenspiel aller klappt ausgezeichnet. Es hätte mir gut gefallen, wenn das private Umfeld der Hauptpersonen sowohl im Jahr 1764 wie auch in 2010 eine etwas größere Rolle gespielt hätte. Außerdem hätten lebhaftere Dialoge mehr Schwung in die Geschichte gebracht. Die Figuren wirkten auf mich manchmal sehr gehemmt und viel zu kontrolliert. Nur einer nicht: Stadt-Syndicus Clüsener! Er tobt und wirbelt haareraufend durch das Geschehen – ich habe mich über jeden seiner Auftritte köstlich amüsiert. Mir hat „Der Kaufmann von Lippstadt“ sehr gut gefallen. Besonders der Blick auf das alte Lippstadt war ausführlich und interessant.