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Der zweitbeste Koch

Kriminalroman

(3)
Hunger ist bekanntlich der beste Koch. Der zweitbeste ist ein Chinese namens Wang Li. Das glaubt zumindest der Wiener Gourmetkritiker Xaver Ypp, weshalb er auch sehr verärgert ist, als es plötzlich heißt, Wang Li habe das Land verlassen. Und Ypp hat noch mehr Probleme: Sein Chef hält ihn schon lange für zu konservativ und drückt ihm zu allem Überfluss noch die Ausbildung eines pubertierenden Geschmacksgenies aufs Auge. Schlechte Karten für Ypp, der bald auch noch Opfer eines Überfalls wird: Als er die Probe eines ungewöhnlichen Stückchens Fleisch aus Wang Lis ehemaligem Restaurant untersuchen lassen will, beginnt die Angelegenheit vom Kuriosen ins Kriminelle abzugleiten und nimmt dabei immer rasanter Schussfahrt auf ...
Nach seinen kultigen Erfolgskrimis in den 90er Jahren hat Kurt Bracharz sich mit seinem neuen Krimi viel Zeit gelassen - doch das Warten hat sich definitiv gelohnt: angenehm pikant, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Nervenkitzel und in typisch amerikanischer Krimimanier: hartgesotten.
Portrait
Kurt Bracharz, geboren 1947, lebt als Schriftsteller, Kinderbuchautor und Kolumnist in Bregenz. Zahlreiche Literaturpreise, u.a. Deutscher Krimipreis (1991) und Ehrenpreis des Vorarlberger Buchhandels (2003). Seit 2005 Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Miromente. Bei Haymon: Für reife Leser (2009), Cowboy Joe. Kriminalroman (HAYMONtb 2009) und Mein Appetit-Lexikon (2010).
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 180 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 04.12.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783709974599
Verlag Haymon Verlag
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Ausflug in die Kulinarik ja ? Krimi eher nein
von peedee am 09.07.2018

Ein Sprichwort sagt ?Hunger ist der beste Koch?. Der zweitbeste ist gemäss Gourmetkritiker Xaver Ypp der Chinese Wang Li, der urplötzlich verschwunden ist ? es heisst, er habe das Land verlassen. Ein Problem jagt das andere: Dr. Ska, Ypps Chef beim Magazin ?Lukull?, drückt ihm einen Geschmacksazubi aufs Auge... Ein Sprichwort sagt ?Hunger ist der beste Koch?. Der zweitbeste ist gemäss Gourmetkritiker Xaver Ypp der Chinese Wang Li, der urplötzlich verschwunden ist ? es heisst, er habe das Land verlassen. Ein Problem jagt das andere: Dr. Ska, Ypps Chef beim Magazin ?Lukull?, drückt ihm einen Geschmacksazubi aufs Auge und will ihn zu Recherchezwecken nach China schicken. Dann wird Ypp auch noch nach einem Restaurantbesuch überfallen. Seine Tasche taucht wieder auf und es fehlt einzig die aus Wang Lis ehemaligen Restaurant mitgenommene Fleischprobe. Mysteriös? Erster Eindruck: Das Cover ist aufgrund seiner gelben Hintergrundfarbe und des nicht mittig positionierten Bildes mit der Konservenbüchse mit Schriftzug ?Panda? sehr auffällig; gefällt mir gut. Xaver Ypp ist Gourmetkritiker beim Magazin ?Lukull? und dabei spezialisiert auf asiatisches Essen. Der asiatischen Küche wird nachgesagt, dass alles gekocht und gegessen wird, was die Welt so hergibt ? hier vielleicht sogar Menschenfleisch? Ypp kann das nicht nachprüfen, denn das unbekannte Fleischstück, das er analysieren lassen wollte, wurde ihm ja gestohlen. Der Autor ist unwahrscheinlich präzise und ausführlich in seinen Beschreibungen. Es werden Gastronomiegrössen wie der Rindfleischpapst Plachutta oder der Starkoch Ferran Adrià erwähnt. Und für mich viel Fremdes aus der asiatischen Küche aufgetischt, wie z.B.: - geschmorte Döbelköpfe - dreigeteilter Heldenfisch - halbausgebrütete Vögel, die noch so weich sind, dass man Knochen und Schnabel mitessen kann (!) - Dojo-Tofu: Da werden kleine Fische in Brühe erwähnt, dann kommt ein Block gekühlter Tofu hinzu; in ihrer Panik wühlen sich die Fische dort hinein und bei zunehmender Hitze sterben sie dann ab? Uh nein, gar nicht meins! Nach und nach erfährt man etwas mehr über das Privatleben von Ypp. Xavers schweigsamer Bruder kontaktiert ihn, ein Milliardär verschwindet, die Tierschutzorganisation ?Sechs Pfoten? wird aktiv ? einige skurrile Dinge passieren? Für mich war es das erste Buch des Autors und ich habe daher keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, doch zuweilen habe ich ein bisschen den Faden verloren. Für mich war dieses Buch ein Ausflug in die Kulinarik und nicht wirklich ein Krimi ? von mir gibt es leider nur 2 Sterne.

Anders als erwartet
von einer Kundin/einem Kunden aus Neumünster am 14.11.2010
Bewertet: Buch (gebunden)

Der Einstieg in diesen Krimi empfand ich als gewöhnungsbedürftig. Erwartet man doch von den ersten Seiten an in das Verbrechen involviert zu werden. In diesem Fall wird der Leser ausführlich mit dem Protagonisten Xaver Ypp bekannt gemacht. Dieser Charakter ist ein älterer Herr, der für eine Zeitung den Gastronomie-Teil... Der Einstieg in diesen Krimi empfand ich als gewöhnungsbedürftig. Erwartet man doch von den ersten Seiten an in das Verbrechen involviert zu werden. In diesem Fall wird der Leser ausführlich mit dem Protagonisten Xaver Ypp bekannt gemacht. Dieser Charakter ist ein älterer Herr, der für eine Zeitung den Gastronomie-Teil schreibt. Zudem durfte ich als Leser seine Kollegen und den angehenden Nachwuchs-Star Quentin kennenlernen. Dieser soll von Xaver angelernt werden. Das geht natürlich am Besten in einem Gourmet-Tempel. Vor Ort stellt Xaver das abrupte Verschwinden des zweitbesten Kochs fest. Die Vermutungen von Xaver gehen von der Ermordung bis zum Kanibalismus. An dieser Stelle ging ich davon aus, dass ich nun endlich in den spannenden Verwicklungen über die Aufdeckung von Wang Li angekommen war. Die Ernüchterung folgte umgehend. Zwar befasst sich das Buch nach und nach mit der Aufklärung, beinhaltet jedoch zum größten Teil den kulinarischen Aspekt. Ich durfte Einblicke in Rätsel der hohen Mathematik erhalte, bekam die ungewöhnlichsten Speisekreationen vorgelegt und wurde mit Drogenerlebnissen, tödlichen Lebensmitteln und verdächtigen Käfigen im Zoo konfrontiert. Andere Krimis konzentrieren sich auf Spannung, hier befasst sich der Autor mit sehr ungewöhnlichen Nebensträngen. Diese sind in meinen Augen allerdings total unterhaltsam. Zwischenzeitlich war ich der kulinarischen Seite so fasziniert, dass ich ganz vergessen habe, dass es sich um einen Krimi handelt. Ich konnte etwas über die kulinarischen Eigenheiten in der fernöstlichen Küche erleben, die ich so nie erfahren hätte. Durch kleinere Überfälle, einen Bruder beim Geheimdienst oder den Tod seiner Frau, versucht Kurt Bracharz immer wieder daran zu erinnern, dass es eigentlich ein Kriminalroman ist. Zum Schluss wird dieser Aspekt immer deutlicher in den Vordergrund gestellt. Der Schluss näherte sich und wurde ruckartig und überraschend eingeleitet. Mit einer solchen Wendung hätte ich nur teilweise gerechnet. Dieser Höhepunkt voller Spannung dauerte nur kurz an, um danach wieder der kulinarischen Unterhaltung zu weichen. Der Autor schreibt nicht nur bildhaft, sondern herrlich erfrischend. Der Lesefluss wird an keinem Punkt unterbrochen oder gestört. Nachdem ich die anfänglichen Schwierigkeiten mit den Namen überwunden hat, empfand ich den Stil nur noch angenehm. Ich konnte mich in die verschiedenen Situation, Charaktere und Emotionen gut hineinversetzen und war nach den ersten Seiten bis zum Schluss gefesselt. Auch wenn ich persönlich dieses Buch nicht als eigentlichen Krimi bezeichnen würde, sondern eher kulinarische Unterhaltung mit Krimi-Einwurf, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Ich habe diese Geschichte an einem Tag durchgelesen. Empfehlen kann ich dieses skurrile Werk jedem, der sich für die fernöstliche Küche interessiert. Diese wird in dieser Lektüre deutlich aufs Korn genommen. Leser sollten sich vor dem Kauf jedoch bewusst machen, dass der Kiminal-Anteil jedoch höchstens 20 Seiten in Anspruch nimmt und auf eine recht gewöhnungsbedürftige Art und Weise zum Ende kommt.

Anders als erwartet
von einer Kundin/einem Kunden aus Neumünster am 14.11.2010
Bewertet: Buch (gebunden)

Als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, war mir der Autor dieses Werkes nicht bekannt. Auch wenn ich in meiner Lese-Laufbahn schon unzählige Kriminalromane gelesen habe, war von diesem recht bekannten Autoren noch nichts dabei. Der Klappentext ließ jedoch auf ein kulinarisches Erlebnis schließen. Der Einstieg in... Als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, war mir der Autor dieses Werkes nicht bekannt. Auch wenn ich in meiner Lese-Laufbahn schon unzählige Kriminalromane gelesen habe, war von diesem recht bekannten Autoren noch nichts dabei. Der Klappentext ließ jedoch auf ein kulinarisches Erlebnis schließen. Der Einstieg in diesen Krimi empfand ich als gewöhnungsbedürftig. Erwartet man doch von den ersten Seiten an in das Verbrechen involviert zu werden. In diesem Fall wird der Leser ausführlich mit dem Protagonisten Xaver Ypp bekannt gemacht. Dieser Charakter ist ein älterer Herr, der für eine Zeitung den Gastronomie-Teil schreibt. Zudem durfte ich als Leser seine Kollegen und den angehenden Nachwuchs-Star Quentin kennenlernen. Dieser soll von Xaver angelernt werden. Das geht natürlich am Besten in einem Gourmet-Tempel. Vor Ort stellt Xaver das abrupte Verschwinden des zweitbesten Kochs fest. Die Vermutungen von Xaver gehen von der Ermordung bis zum Kanibalismus. An dieser Stelle ging ich davon aus, dass ich nun endlich in den spannenden Verwicklungen über die Aufdeckung von Wang Li angekommen war. Die Ernüchterung folgte umgehend. Zwar befasst sich das Buch nach und nach mit der Aufklärung, beinhaltet jedoch zum größten Teil den kulinarischen Aspekt. Ich durfte Einblicke in Rätsel der hohen Mathematik erhalte, bekam die ungewöhnlichsten Speisekreationen vorgelegt und wurde mit Drogenerlebnissen, tödlichen Lebensmitteln und verdächtigen Käfigen im Zoo konfrontiert. Andere Krimis konzentrieren sich auf Spannung, hier befasst sich der Autor mit sehr ungewöhnlichen Nebensträngen. Diese sind in meinen Augen allerdings total unterhaltsam. Zwischenzeitlich war ich der kulinarischen Seite so fasziniert, dass ich ganz vergessen habe, dass es sich um einen Krimi handelt. Ich konnte etwas über die kulinarischen Eigenheiten in der fernöstlichen Küche erleben, die ich so nie erfahren hätte. Durch kleinere Überfälle, einen Bruder beim Geheimdienst oder den Tod seiner Frau, versucht Kurt Bracharz immer wieder daran zu erinnern, dass es eigentlich ein Kriminalroman ist. Zum Schluss wird dieser Aspekt immer deutlicher in den Vordergrund gestellt. Der Schluss näherte sich und wurde ruckartig und überraschend eingeleitet. Mit einer solchen Wendung hätte ich nur teilweise gerechnet. Dieser Höhepunkt voller Spannung dauerte nur kurz an, um danach wieder der kulinarischen Unterhaltung zu weichen. Der Autor schreibt nicht nur bildhaft, sondern herrlich erfrischend. Der Lesefluss wird an keinem Punkt unterbrochen oder gestört. Nachdem ich die anfänglichen Schwierigkeiten mit den Namen überwunden hat, empfand ich den Stil nur noch angenehm. Ich konnte mich in die verschiedenen Situation, Charaktere und Emotionen gut hineinversetzen und war nach den ersten Seiten bis zum Schluss gefesselt. Auch wenn ich persönlich dieses Buch nicht als eigentlichen Krimi bezeichnen würde, sondern eher kulinarische Unterhaltung mit Krimi-Einwurf, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Ich habe diese Geschichte an einem Tag durchgelesen. Empfehlen kann ich dieses skurrile Werk jedem, der sich für die fernöstliche Küche interessiert. Diese wird in dieser Lektüre deutlich aufs Korn genommen. Leser sollten sich vor dem Kauf jedoch bewusst machen, dass der Kiminal-Anteil jedoch höchstens 20 Seiten in Anspruch nimmt und auf eine recht gewöhnungsbedürftige Art und Weise zum Ende kommt.