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Der Schelm von Venedig

Roman

(3)
Der Hofnarr Pocket trauert um seine geliebte Cordelia, Königin von England, die vor Kurzem einem mysteriösen Fieber erlag. Vor ihrem Tod hatte sie Pocket gebeten, nach Venedig zu reisen, um die Mächtigen der Stadt von einem Krieg abzuhalten. Pocket macht sich auf den Weg, aber als er in Venedig ankommt, muss er nicht nur erfahren, dass Cordelia in Wahrheit Opfer eines Giftanschlags wurde, er wird auch noch bei lebendigem Leib in einen Keller eingemauert. Hinter alldem stecken der Senator Brabantio und der Kaufmann Antonio, die alles tun, um ihre Kriegspläne durchzusetzen. Pocket schwört Rache – wenn er sich nur erst einmal aus seinem Verlies befreien könnte ...

Rezension
"..der Leser verfolgt atemlos und dauergrinsend, wie Pocket sich mit derbem Witz, Mut und Verschlagenheit durch die Shakespear'sche Mythenwelt schlägt. Köstlich."
Portrait
Der ehemalige Journalist Christopher Moore arbeitete als Dachdecker, Fotograf und Versicherungsvertreter, bevor er anfing, Romane zu schreiben. Inzwischen haben seine Bücher längst Kultstatus. Christopher Moore liebt den Ozean, Acid Jazz und das Kraulen von Fischottern. Er lebt in San Francisco.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 26.05.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783641130756
Verlag Goldmann
Dateigröße 940 KB
Übersetzer Jörn Ingwersen
eBook
8,99
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Venedig, im 13.Jahrhundert: Der Hofnarr Pocket wurde von seiner Geliebten, der Königin von England beauftragt, nach Venedig zu reisen, um die Stadtoberen von einem Krieg abzuhalten. Mit seinem rauen Umgangston und seiner derben Sprache macht sich Pocket viele Feinde. Vor allem der Senator Brabantio, einer der schlimmsten Kriegstreiber, ist dermaßen erbost, dass er den Hofnarr bei lebendigem Leibe einmauert. Nachdem Pocket aus seinem Gefängnis befreit wurde und er erfahren hat, dass seine Geliebte Cordelia ermordet wurde, schwört er grausame Rache. Christopher Moore, der Verfasser von "Die Bibel nach Biff", gelang wieder einmal ein irrwitziges Werk, das stark an Shakespeares Dramen angelehnt ist. Ein Muss für Freunde des skurril-derben historischen Romans!
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Venedig, im 13.Jahrhundert: Der Hofnarr Pocket wurde von seiner Geliebten, der Königin von England beauftragt, nach Venedig zu reisen, um die Stadtoberen von einem Krieg abzuhalten. Mit seinem rauen Umgangston und seiner derben Sprache macht sich Pocket viele Feinde. Vor allem der Senator Brabantio, einer der schlimmsten Kriegstreiber, ist dermaßen erbost, dass er den Hofnarr bei lebendigem Leibe einmauert. Nachdem Pocket aus seinem Gefängnis befreit wurde und er erfahren hat, dass seine Geliebte Cordelia ermordet wurde, schwört er grausame Rache. Christopher Moore, der Verfasser von "Die Bibel nach Biff", gelang wieder einmal ein irrwitziges Werk, das stark an Shakespeares Dramen angelehnt ist. Ein Muss für Freunde des skurril-derben historischen Romans!
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Shakespearesche Verballhornung
von einer Kundin/einem Kunden am 25.01.2015
Bewertet: Paperback

Der Hofnarr Pocket trauert um seine geliebte Königin, die allem Anschein nach einem Fieber erlag, allerdings hält ihm das nicht auf ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Er möge nach Venedig reisen und dem Dogen und den Mächtigen dieser Stadt vor einem Krieg abhalten. Als er in der Stadt ankommt... Der Hofnarr Pocket trauert um seine geliebte Königin, die allem Anschein nach einem Fieber erlag, allerdings hält ihm das nicht auf ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Er möge nach Venedig reisen und dem Dogen und den Mächtigen dieser Stadt vor einem Krieg abhalten. Als er in der Stadt ankommt muss er feststellen, dass die von ihm geliebte Regentin vergiftet wurde um jene eben mundtot zu machen. Damit nun der Narr dem Senator Brabantio und dem Kaufmann Antonio nicht in die Quere kommt, den sie würden reichlich Profit aus einem möglichen Krieg gewinnen, wird Pocket kurzerhand in ein Verließ eingemauert. Angekettet und bis zum Hals im warmen Wasser der Lagune stehend, schwört der Narr Rache an dem den Venezianern. Ich lese relativ viel und bisher haben mich die Bücher von Christopher Moore gelegentlich gestreift, aber nicht vollends gefangen genommen. Ein netter Arbeitskollege, der Deutsch und Literatur studiert hat und deswegen etwas von guter Literatur versteht, jedenfalls unterstelle ich das ihm jetzt ganz ungeniert, und eine sehr gute Freundin, nebenbei bemerkt hat sie mir die Hörbücher empfohlen und vielleicht ist es mitunter ein Grund, wieso ich so lange einen Bogen um die Mooreschen Werke gemacht hab, eben weil ich Hörbücher nur in ganz seltenen Fällen hören mag, haben mir die Geschichten von diesem modernen Barden empfohlen. Nun lag der Schelm von Venedig eben auf meinen gigantischen Berg an ungelesener Literatur, was nun meine Behauptung des relativen Viellesers unterstreicht, denn meine größte Angst ist es, dass die gute Literatur sich eines Tages erschöpft, und ich dadurch ein wenig zu einem Horter der Literatur geworden bin. Moore kann sich, nach meiner bescheidenen Meinung vollends zu dem größten lebenden Komödianten beglückwünschen: Mit seinem ordinären und ständig die Wahrheit auf den Lippen tragenden Pocket, hat er einen Narren neu erschaffen. Kritiker könnten ihm nun ja, eine diebische Ader vorwerfen, aber wer von den Romancieren hat den nicht die eine oder andere shakespearesche Leistung kopiert, geklaut oder sich einfach inspirieren lassen? Ich bin felsenfest der Meinung, dass wir öfters von Romeo und Julia, Othello und Desdemona, oder eben Shylock den Kaufmann von Venedig lesen als uns lieb oder bewusst ist und nun hat sich Christopher Moore herabgelassen und daraus eine eigen, moderne und im mittelalterlichen Venedig spielende Geschichte kreiert. Und jetzt wo ich diese wirklich gut gelungene Komödie gelesen habe, muss ich sagen, dass ich schon wahrlich Schlechteres, aber ganz ehrlich gesagt auch manchmal Besseres gelesen hab. Ich gehe jetzt auch nicht weiter auf Figuren, etwaige antisemitische und rassistische Einstellungen oder auf historische Ungenauigkeiten ein, dass hat der Komödiant Moore im etwas zu lang geratenem Nachwort schon selbst erledigt. Bleibt nur noch zu sagen, dass er nun meine Aufmerksamkeit soweit erregt hat, das nun der Schelm von Venedig nicht sein letztes Buch sein wird, das einen Platz in meinen gigantischen Bücherberg gefunden und verloren hat.