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Alles ist gutgegangen

(7)
"Die Diagnose ist nicht berauschend." 88-jährig erleidet André Bernheim, Kunstsammler in Paris, schillernd, charmant, vital, einen schweren Schlaganfall. Nichts, was sein Leben ausmachte, ist ihm nun mehr geblieben, und so bittet er seine Tochter, ihm den Freitod zu ermöglichen. Mit literarischer Intensität, dicht und präzise, erzählt Emmanuèle Bernheim, welche unendliche Zumutung dies für die Familie ist, wie sie sich trotz unauflösbarer Gewissenskonflikte gemeinsam auf den Tod zubewegt. Mit großer Offenheit spricht sie über eine der letzten tabuisierten Fragen unserer Zeit und eine sehr persönliche Entscheidung – sie berührt damit jeden von uns. Ein großes Buch über das Glück des Lebens und die Freiheit zu sterben.
Portrait
Emmanuèle Bernheim (* 30. November 1955 in Paris; † 10. Mai 2017 ebenda) wurde u. a. mit dem Prix Médicis ausgezeichnet. Ihre Romane wurden in 25 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschienen von ihr Der rote Rock (2002) und Stallone (2003).
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Erscheinungsdatum 03.02.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783446245792
Verlag Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Übersetzer Angela Sanmann
eBook
9,99
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„Eine literarische Auseinandersetzung mit dem Thema Sterbehilfe“

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

Die renommierte französische Drehbuchautorin Bernheim hat mit diesem Buch einen sehr persönlichen und berührenden Bericht über das Sterben ihres Vaters geschrieben, der mit 88 Jahren einen schweren Schlaganfall erleidet. Er ist von einem zum anderen Tag an das Bett gefesselt und auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Eine Situation, die er mit seinem bisherigen Dasein als angesehener und aktiver Pariser Kunstsammler nicht in Einklang bringen kann. Er, der immer mitten im Leben gestanden hat, charmant und beliebt, fühlt sich plötzlich überflüssig und dieses Lebens überdrüssig, und so trifft er eine folgenschwere Entscheidung: er will sterben. Da er sich außerstande sieht, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, bittet er seine Tochter Emmanuèle, genannt Nuèle, ihm beim Sterben zu helfen. Sie ist natürlich außer sich, vollkommen schockiert und entsetzt – wie kann er, ihre eigener Vater dies von ihr verlangen? Sie bespricht sich mit ihrer Schwester Pascale, mit ihrem Ehemann Serge, die genauso fassungslos sind wie sie. Aber nach und nach setzt sich der Gedanke in ihrem Kopf fest, beginnt Formen anzunehmen und sie beschäftigt sich intensiver mit dem Thema Sterbehilfe. Sie setzt sich mit einem Schweizer Sterbehilfeverein in Verbindung, um den letzten Wunsch ihres Vaters zu erfüllen und eine Möglichkeit zu finden, ihn würdig und selbst bestimmt aus diesem Leben heraus zu begleiten. Denn natürlich ist es für sie undenkbar, selbst Hand anzulegen, abgesehen von allen rechtlichen Konsequenzen. Die sind selbst im Fall einer Schweizer Lösung noch unklar und unberechenbar, keiner kann ihr sagen, inwieweit sie von der französischen Justiz zur Rechenschaft gezogen werden kann. Es entsteht ein feinmaschiges Netz von Mitwissern, von Menschen, die sie unterstützen und einen ausgeklügelten Plan entwickeln. Wird am Ende alles gutgehen?
Mit knappen, schlichten Sätzen, fast schon in Form einer alltäglichen Gebrauchssprache gelingt es der Autorin, die Spannung zwischen Tragik und Komik auszuloten und dieser literarischen Auseinandersetzung mit dem Thema Sterbehilfe Tiefe zu geben.
Die renommierte französische Drehbuchautorin Bernheim hat mit diesem Buch einen sehr persönlichen und berührenden Bericht über das Sterben ihres Vaters geschrieben, der mit 88 Jahren einen schweren Schlaganfall erleidet. Er ist von einem zum anderen Tag an das Bett gefesselt und auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Eine Situation, die er mit seinem bisherigen Dasein als angesehener und aktiver Pariser Kunstsammler nicht in Einklang bringen kann. Er, der immer mitten im Leben gestanden hat, charmant und beliebt, fühlt sich plötzlich überflüssig und dieses Lebens überdrüssig, und so trifft er eine folgenschwere Entscheidung: er will sterben. Da er sich außerstande sieht, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, bittet er seine Tochter Emmanuèle, genannt Nuèle, ihm beim Sterben zu helfen. Sie ist natürlich außer sich, vollkommen schockiert und entsetzt – wie kann er, ihre eigener Vater dies von ihr verlangen? Sie bespricht sich mit ihrer Schwester Pascale, mit ihrem Ehemann Serge, die genauso fassungslos sind wie sie. Aber nach und nach setzt sich der Gedanke in ihrem Kopf fest, beginnt Formen anzunehmen und sie beschäftigt sich intensiver mit dem Thema Sterbehilfe. Sie setzt sich mit einem Schweizer Sterbehilfeverein in Verbindung, um den letzten Wunsch ihres Vaters zu erfüllen und eine Möglichkeit zu finden, ihn würdig und selbst bestimmt aus diesem Leben heraus zu begleiten. Denn natürlich ist es für sie undenkbar, selbst Hand anzulegen, abgesehen von allen rechtlichen Konsequenzen. Die sind selbst im Fall einer Schweizer Lösung noch unklar und unberechenbar, keiner kann ihr sagen, inwieweit sie von der französischen Justiz zur Rechenschaft gezogen werden kann. Es entsteht ein feinmaschiges Netz von Mitwissern, von Menschen, die sie unterstützen und einen ausgeklügelten Plan entwickeln. Wird am Ende alles gutgehen?
Mit knappen, schlichten Sätzen, fast schon in Form einer alltäglichen Gebrauchssprache gelingt es der Autorin, die Spannung zwischen Tragik und Komik auszuloten und dieser literarischen Auseinandersetzung mit dem Thema Sterbehilfe Tiefe zu geben.

„Wichtig !“

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Was tun wenn der Vater, eine schillernde Persönlichkeit, ein Tyrann, ein Boheme, ein Elternteil den man liebt, verehrt und manchmal auch gnadenlos verflucht hat, einen bittet Sterbehilfe zu leisten?
Ignorieren ? Sich dumm stellen? Auf bessere Zeiten hoffen?
Emmanuele Bernheim schreibt hier über die schwerste Entscheidung die man für sich und seine Lieben treffen kann, soll oder muss?
Was darf man und wer entscheidet eigentlich was man nicht darf?
Sie lässt uns als Leser teilhaben und dafür zolle ich ihr unglaublichen Respekt.
Es ist ein intensiver Bericht der unter die Haut geht und zumindest bei mir Fragen aufwarf von denen ich annahm sie seien schon geklärt.
Ein wichtiges, unglaublich ehrliches Buch das weder abstraft noch missioniert.

Was tun wenn der Vater, eine schillernde Persönlichkeit, ein Tyrann, ein Boheme, ein Elternteil den man liebt, verehrt und manchmal auch gnadenlos verflucht hat, einen bittet Sterbehilfe zu leisten?
Ignorieren ? Sich dumm stellen? Auf bessere Zeiten hoffen?
Emmanuele Bernheim schreibt hier über die schwerste Entscheidung die man für sich und seine Lieben treffen kann, soll oder muss?
Was darf man und wer entscheidet eigentlich was man nicht darf?
Sie lässt uns als Leser teilhaben und dafür zolle ich ihr unglaublichen Respekt.
Es ist ein intensiver Bericht der unter die Haut geht und zumindest bei mir Fragen aufwarf von denen ich annahm sie seien schon geklärt.
Ein wichtiges, unglaublich ehrliches Buch das weder abstraft noch missioniert.

„eine persönliche Entscheidung....“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Er war und ist kein einfacher Vater, nicht für Nuele, wie er sie nennt und auch nicht für Pascale , ihre Schwester. Fordernd, kritisch, egoistisch und starr in allem , was sein Leben , seine Krankheit und sein Sterben ausmacht , gleichzeitig aber auch voller Charme und Esprit. Alle diese Eigenschaften nutzen ihm absolut nichts mehr, denn er ist todkrank und bürdet seiner Tochter eine fast unzumutbare Forderung auf : sie soll ihm beim Sterben helfen !Ohne eine Diskussion anzuzetteln , wirbelt dieses Buch die ganze mögliche Emotionspalette hoch und ich hoffe inständig , das ich niemals vor so eine Aufgabe oder Entscheidung gestellt werde ! Das ist ja beim Lesen schon kaum auszuhalten und die Intensität der Gefühle springen einen mit jedem Buchstaben förmlich an - das wiederum macht das Buch natürlich so besonders und einzigartig ! Lesenswert ... Er war und ist kein einfacher Vater, nicht für Nuele, wie er sie nennt und auch nicht für Pascale , ihre Schwester. Fordernd, kritisch, egoistisch und starr in allem , was sein Leben , seine Krankheit und sein Sterben ausmacht , gleichzeitig aber auch voller Charme und Esprit. Alle diese Eigenschaften nutzen ihm absolut nichts mehr, denn er ist todkrank und bürdet seiner Tochter eine fast unzumutbare Forderung auf : sie soll ihm beim Sterben helfen !Ohne eine Diskussion anzuzetteln , wirbelt dieses Buch die ganze mögliche Emotionspalette hoch und ich hoffe inständig , das ich niemals vor so eine Aufgabe oder Entscheidung gestellt werde ! Das ist ja beim Lesen schon kaum auszuhalten und die Intensität der Gefühle springen einen mit jedem Buchstaben förmlich an - das wiederum macht das Buch natürlich so besonders und einzigartig ! Lesenswert ...

„In Würde sterben dürfen!“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

André Bernheim hat das Leben in vollen Zügen genossen. Dem charismatischen und charmanten Kunstsammler stand immer die Welt zu Füßen. Nun, mit 88 Jahren erleidet er einen schweren Schlaganfall und weiß, das nichts mehr sein kann wie es mal war. Nach reiflicher Überlegung, entscheidet er sich für einen würdigen Freitod und bittet seine Tochter um Hilfe bei der Umsetzung des Plans in die Schweiz zu fahren um da in Würde zu sterben. Emmanuèle Bernheim hat diesen autobiographischen Roman in einer sehr lakonischen und präzisen Sprache geschrieben an der man sich erst gewöhnen muss, der man sich dann aber nicht mehr entziehen kann. Sie behandelt dieses Tabuthema sehr einfühlsam und wirft viele Fragen auf, die jeder Leser für sich beantworten muss. Ein großartiges Buch, das sehr berührt, zum Nachdenken geradezu zwingt und noch sehr lange nachklingt!

André Bernheim hat das Leben in vollen Zügen genossen. Dem charismatischen und charmanten Kunstsammler stand immer die Welt zu Füßen. Nun, mit 88 Jahren erleidet er einen schweren Schlaganfall und weiß, das nichts mehr sein kann wie es mal war. Nach reiflicher Überlegung, entscheidet er sich für einen würdigen Freitod und bittet seine Tochter um Hilfe bei der Umsetzung des Plans in die Schweiz zu fahren um da in Würde zu sterben. Emmanuèle Bernheim hat diesen autobiographischen Roman in einer sehr lakonischen und präzisen Sprache geschrieben an der man sich erst gewöhnen muss, der man sich dann aber nicht mehr entziehen kann. Sie behandelt dieses Tabuthema sehr einfühlsam und wirft viele Fragen auf, die jeder Leser für sich beantworten muss. Ein großartiges Buch, das sehr berührt, zum Nachdenken geradezu zwingt und noch sehr lange nachklingt!

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