Spielpausen

Wenn das Spiel gewinnt, verliert nicht nur der Spieler

Zwei Jahre, war ich als Partnerin eines mal nassen und mal trockenen Spielers stolz darauf, dass er mich nie finanziell belastete. Sah es als Beweis seiner Liebe für mich, dass er mich vor den Auswirkungen seiner Sucht schützte.
Heute frage ich mich - wurde ich von ihm wirklich vor den Auswirkungen seiner Sucht geschützt oder war es meine falsche Sichtweise der Dinge? Ist es alleine eine finanzielle Auswirkung, die aus der Spielsucht resultiert? Oder verschließen wir die Augen von den weiteren zahlreichen Folgen, die das Suchtverhalten unseres Partners nach sich zieht. Ist es möglich, das wir wesentlich mehr verlieren können, als den Wert der Münzen die er in den Rachen des Spielautomaten wirft?
Wie ist das wirklich? Können wir, indem wir alles was innerhalb der Beziehung zu und mit einem spielsüchtigen Partner geschieht mit der Erkrankung Spielsucht erklären, entschuldigen und beschönigen nicht weitaus mehr verlieren als den Wert der besagten Münzen?
Unsere Achtung vor uns selbst? Unsere Freude am Leben? Das Recht unser eigenes Wohlergehen nicht aus den Augen zu verlieren? Unsere Kraft, die wir auch für die Erfüllung unserer Träume verwenden sollten? Die gesunde Portion Egoismus, die jeder Mensch für sich benötigt, geht sie uns verloren? Die realistische Einschätzung unserer eigenen Lebensqualität, ist sie noch möglich? Unsere eigene seelische und körperliche Gesundheit, ist sie noch intakt?
Wie ist das wirklich? Wie würden wir die Situation einschätzen, wenn wir nicht unsere Sicht der Dinge, mit der Erkrankung unseres Partners trüben und lediglich am Verlust der besagten Münzen festmachen würden?
Wie ist das wirklich? Haben wir uns schon selbst verloren, nehmen uns und unsere eigenen Bedürfnisse nicht mehr wahr oder verleugnen sie? Wem, wenn das überhaupt möglich ist, soll und kann es helfen, wenn wir uns auf diese Weise selbst ruinieren?

Vielleicht ist es an der Zeit uns darüber einmal Gedanken zu machen. Vielleicht ist jetzt und hier der richtige Zeitpunkt.
Portrait
Birgit Doblas:

Früh begann, die 1960 geborene Autorin, Kurzgeschichten zu schreiben. Erfundene Realitäten, gefasst in Worte und festgehalten auf Papier. Einzig ihren Tieren las sie ihre Welt der Worte vor. In späteren Jahren beschrieb sie ihre Gedanken, ihre Wünsche und ihre Sehnsüchte in Geschichtsform.
2007 legte sie, den Grundstein für ihr Buch "Wenn alle Bäume lila sind". In diesem, für sie sehr schweren Jahr, schrieb sie ein Tagebuch mit dem Titel "Sola", dessen Inhalt erstmals Freunde lesen konnten. Die Begeisterung ihrer Freunde und deren Bekannten über ihre Art zu schreiben überraschte die Autorin. Sie male mit Worten Bilder des Lebens, so wie ein Maler mit Farben Gefühle und Leben auf eine Leinwand bringe, so die einhellige Meinung ihrer "Leser
2011 - entstand das Buch "Wenn Windmühlen siegen" ebenfalls aus einem Tagebuch der Autorin. Wieder einmal half ihr ihre Liebe zum geschriebenen Wort eine sehr schwere Zeit zu überstehen. Nächtelang reihte sie einen Buchstaben an den anderen. Malte mit Worten lebendige Bilder. Am Ende dieses Buches, mit dem letzen Buchstaben den sie schrieb, versöhnte sie sich mit einer Zeit ihres Lebens die ihr so unversöhnlich erschien.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 232
Erscheinungsdatum 14.01.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7322-9687-3
Verlag Books on Demand
Maße (L/B/H) 22,1/16,7/2,2 cm
Gewicht 410 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
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