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Die Nonne und die Hure

Roman

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Geheimnisvolles Venedig

Die Lagunenstadt im Jahr 1560. Nachdem ihre Eltern bei einem Schiffsunglück ums Leben gekommen sind, muss die lebenshungrige Celina in einem Kloster Zuflucht suchen. Doch hinter den Mauern gehen merkwürdige Dinge vor. Rauschende Feste werden gefeiert, Nonnen verschwinden spurlos. Mit der Hilfe eines jungen Deutschen gelingt es ihr zu fliehen. Dann taucht ein Mann mit einer Totenmaske auf, und ein erster Mordschlag auf sie scheitert knapp.

Eine spannende Liebesgeschichte von der malerischen Kulisse Venedigs.

Von seinem Ziehvater wird der junge Christoph nach Venedig geschickt, um vor der Gegenreformation lutherische Schriften in Sicherheit zu bringen. Beim Karneval in der Lagunenstadt lernt er Celina kennen. Verwandte haben sie in ein Kloster gesteckt, in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Junge Nonnen müssen Geistlichen und anderen Männern zu Willen sein. Celina scheint in großer Gefahr zu schweben, weil sie sich diesem Treiben widersetzt. Christoph beschließt ihr zu helfen – ohne zu ahnen, dass er sich damit gegen die Mächtigen der Stadt stellt.
Portrait
Christa S. Lotz lebt in Baden-Württemberg am Rande des Schwarzwaldes. Sie hat bereits mehrere historische Romane veröffentlicht.

Als Aufbau Taschenbuch sind bisher von ihr erschienen: „Die Nonne und die Hure“, „Die Pilgerin von Montserrat“ sowie „Die Hure und der Mönch“. Im Frühjahr 2013 folgt „Die Köchin und der Kardinal“
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 394 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 13.02.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783841207876
Verlag Aufbau digital
eBook
6,99
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Spannung, Atmosphäre und interessantes Hintergrundwissen
von Theda Schmidt am 28.11.2009
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In ihrem neuen Roman "Die Nonne und die Hure" führt die Autorin, Christa S. Lotz. uns ins Venedig des 16. Jahrhunderts, mitten hinein in das Zeitalter der Renaissance und in die Auseinandersetzungen der Reformation. Celina, ein junges Mädchen aus gutem Hause, wird nach dem vermeintlichen Tod ihrer Eltern von... In ihrem neuen Roman "Die Nonne und die Hure" führt die Autorin, Christa S. Lotz. uns ins Venedig des 16. Jahrhunderts, mitten hinein in das Zeitalter der Renaissance und in die Auseinandersetzungen der Reformation. Celina, ein junges Mädchen aus gutem Hause, wird nach dem vermeintlichen Tod ihrer Eltern von Verwandten in ein Kloster abgeschoben. Als sie feststellt, dass dieses Kloster ein Ort der Unzucht ist, flieht sie und kann einen Verfolger, der ihr offensichtlich nach dem Leben trachtet, nur schwer abschütteln. Auf ihrer Flucht begegnet sie Christoph, einem jungen Mann aus Württemberg, der in geheimer Mission in Venedig ist, wo er reformatorische Schriften drucken und verteilen lassen will. Wie es für die beiden weiter geht, das möchte ich hier nicht vorwegnehmen... Auch dieser Roman von Christa S. Lotz - wie schon ihre vorigen - besticht durch die lebendigen und farbenprächtigen Beschreibungen der Schauplätze, insbesondere Venedigs. Jeder Sinn wird angesprochen und vor unseren Augen entstehen lebendige Bilder. Die Geschichte ist spannend. Man will unbedingt wissen, wie es weiter- und ausgeht. Gelegentlich hat man das Gefühl, etwas verpasst zu haben, da könnten die Entwicklungen etwas besser vorbereitet sein (z. B. als Celina mitten im Roman als Autorin ihrer eigenen Erlebnisse erscheint, davon war vorher nicht die Rede). Doch tut dies der Geschichte insgesamt keinen Abbruch. Die Dialoge der Figuren (Celina, Christoph, Buchdrucker, eine gebildete Kurtisane) geben reichlich Hintergrundinformation über das Denken und Philosophieren der Renaissance und Reformation. Wenn es auch zweifelhaft ist, dass selbst gebildete Menschen damals ein derartig detailliertes Geschichtsbewusstsein und -wissen hatten, wie es die Dialoge offenbaren, erfährt doch der Leser so auf kurzweilige und interessante Art und Weise sehr vieles über die Zeit. Wer die Autorin kennt, weiß, dass sie gut recherchiert und sich an tatsächlich verbürgten Gegebenheiten orientiert. Es gibt tatsächlich Berichte über vergleichbare Ereignisse in venezianischen Klöstern des 16. Jahrhunderts. Welch ein Abgrund des (Un-)Menschlichen! Der kirchlichen Unzucht, die um so schlimmer erscheint, als sie mit dem Mantel der Tugend bedeckt wird, stellt C. S. Lotz die Liebeslyrik Tullia D'Arragonas entgegen, einer Edel-Kurtisane, die - selbst zu einem sehr freizügigen Leben gezwungen - über die wahre (platonische) Liebe philosophierte. Es muss eine brodelnde, lebhafte Zeit gewesen sein, die Zeit der Renaissance, und wir können gut mit Celina und Christoph fühlen, die - hin- und hergerissen von den geistigen Auseinandersetzungen der Zeit - letztlich auch um ihr eigenes, "privates" kleines Glück kämpfen. Ich möchte Ihnen die Lektüre von "Die Nonne und die Hure" sehr empfehlen!