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Die Akademiemorde

Roman

(19)
Stockholm, im Mai: Im weltberühmten Hotel Berns Salonger hat man gerade Strindbergs 100. Todestag begangen. Die Festrede hielt der Ständige Sekretär der Schwedischen Akademie, ein würdiger Mann und ebenfalls angesehener Schriftsteller. Jetzt kurz vor Mitternacht ist er auf dem Weg nach Hause, durch einen abgeschiedenen Park. Hier trifft es ihn unvermittelt, das Schicksal. Hier wird er ermordet. Tatwaffe ist ein altertümlicher Schwarzpulverrevolver, der die Polizei vor Rätsel stellt. Noch bevor sie sich für eine Ermittlungsrichtung entscheiden kann, geschehen am nächsten Tag vier weitere, ebenso schonungslose Morde. Die Opfer: ebenfalls Mitglieder der Akademie, die für die Auslobung des jährlichen Literaturnobelpreisträgers verantwortlich ist. Was treibt den Mörder um? Klar ist, dass die anderen Akademiemitglieder geschützt werden müssen. Klar ist auch, dass hier konventionelle Methoden nicht weiterhelfen. Claudia Rodriguez von der Zentralen Mordkomission ermittelt auf eigene Faust – und gegen den Willen ihrer Vorgesetzten. Statt dessen bittet sie ihren alten Freund Leo Dorfman um Hilfe, einen Buchantiquar …

Rezension
Moritz Revermann, Thalia-Buchhändler und Krimi-Süchtiger:
"Stockholm. August Strindbergs 100. Todestag. Der Festredner, ein Mitglied der Schwedischen Akademie, die den Nobelpreis vergibt, war gut. Nichtsdestoweniger ist er kurze Zeit später tot. Erschossen mit einer Waffe, die für einen unerfahrenen Schützen gefährlicher ist als für das potenzielle Opfer - einem Revolver aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Bevor die Ermittlungen richtig losgehen, sterben weitere Akademiemitglieder, und trotz Polizeischutz für alle noch lebenden Mitglieder geht das Morden munter und einfallsreich weiter. Motiv? Unbekannt. Gesucht: ein Literaturkenner. Gefunden: Leo Dorfman, Ex der ermittelnden Polizistin. Ergebnis? Wird natürlich nicht verraten! Ein süffiger, gut konstruierter Pageturner von einer neuen Stimme der schwedischen Kriminalliteratur, nicht nur für Buchaffine. Ich könnte darauf wetten, dass die eigenwillige Claudia Rodriguez schon bald einen neuen Fall hat..."
Portrait
Martin Olczak, geboren 1973, wohnt in Stockholm. Er stöbert leidenschaftlich gerne in Archiven, wo er sich auf die Suche nach geheimnisvollen Geschichten und spannenden Geschehnissen macht. Er ist einer der bekanntesten Jugendbuchautoren Schwedens. "Die Akademiemorde" ist sein erster Roman für Erwachsene. Er wurde in zahlreiche Länder verkauft und in mehrere Sprachen übersetzt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 480 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 09.06.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783641132422
Verlag btb
Dateigröße 2127 KB
Übersetzer Gabriele Haefs
Verkaufsrang 54.554
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Literarische Mörderjagd“

Gerda Schlecker, Thalia-Buchhandlung Ulm

In Stockholm treibt ein Mörder sein Unwesen, der trotz umfangreicher Sicherheitsvorkehrungen nach und nach alle Mitglieder des Nobelpreiskomitees für Literatur ermordet. Doch warum scheinen Kleidung und Waffe des Täters und scheinbar auch das Motiv, aus dem vergangenen Jahrhundert zu stammen? Rätsel über Rätsel, deren Auflösung unglaublich spannend ist. In Stockholm treibt ein Mörder sein Unwesen, der trotz umfangreicher Sicherheitsvorkehrungen nach und nach alle Mitglieder des Nobelpreiskomitees für Literatur ermordet. Doch warum scheinen Kleidung und Waffe des Täters und scheinbar auch das Motiv, aus dem vergangenen Jahrhundert zu stammen? Rätsel über Rätsel, deren Auflösung unglaublich spannend ist.

Maja Günther, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein superintelligenter Mörder, Mordwerkzeuge aus dem vorigen Jhd. & ein Mordmotiv, das den Ermittlern einiges Kopfzerbrechen bereitet. NUR die handelnden Personen bleiben blass. Ein superintelligenter Mörder, Mordwerkzeuge aus dem vorigen Jhd. & ein Mordmotiv, das den Ermittlern einiges Kopfzerbrechen bereitet. NUR die handelnden Personen bleiben blass.

Christiane Koch, Thalia-Buchhandlung Dortmund

Die Akademiemorde ist ein außergewöhnlich interessanter Krimi, mit vielen tatsächlichen Begebenheiten, die für mein Empfinden sehr gut recherchiert sind. Die Akademiemorde ist ein außergewöhnlich interessanter Krimi, mit vielen tatsächlichen Begebenheiten, die für mein Empfinden sehr gut recherchiert sind.

Dr. Andreas Schmidt, Thalia-Buchhandlung Gießen

Spannender Krimi in einemn ungewöhnlichen Umfeld: der Novellpreis-Akademie. Viel akademischer Flair, zum Teil ziemlich gruselig. Spannender Krimi in einemn ungewöhnlichen Umfeld: der Novellpreis-Akademie. Viel akademischer Flair, zum Teil ziemlich gruselig.

„Hundert Jahre reichen manchmal nicht aus...“

Heike Fischer, Thalia-Buchhandlung Hürth

Ein Serienkiller geht um und das mit einer Perfektion die seinesgleichen sucht denn er verwendet sehr verschiedene Mordinstrumente & Hilfsmittel denn von einer histor. Schwarzpulverwaffe bis Hightech ist alles dabei.
Auch das „Auswahlverfahren“ seiner Opfer gibt Rätsel auf. Zwar gehören sind es alle der Akademie an die den Nobelpreis vergibt- jedoch, worin unterscheiden sie sich? Wo sind die Gemeinsamkeiten? Was ist das Motiv? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…denn dieser Fall zieht durch seine Besonderheiten und die Anzahl der Opfer viel Aufmerksamkeit auf sich. Das führt sogar so weit, dass die Ermittlerin Claudia Rodriquez im Verlauf des Falls auf Eis gestellt wird. Allerdings ermittelt sie weiter denn nur so kann sie sich rehabilitieren.

Ein tolles Buch!
Spannung bis zur letzten Seite darum empfehle ich es Ihnen sehr gerne.
Denn es ist nicht Abteilung „Metzger& Co“ sondern strategischer, minutiöser ja es hat manchmal schon fast „engl. Krimi-Charme“ ich denke, Sie wissen was ich meine ;-)
Natürlich wie immer auch als eBook erhältlich

Viel Vergnügen
Ihre Heike Fischer


Warum ein Stern Abzug? Die Übersetzung war an ein paar Stellen „sonderbar“
Ein Chai ist nun mal kein Blatt-Kräutertee ;-) und der Begriff der für Samtvorhänge verwendet wurde...
Ein Serienkiller geht um und das mit einer Perfektion die seinesgleichen sucht denn er verwendet sehr verschiedene Mordinstrumente & Hilfsmittel denn von einer histor. Schwarzpulverwaffe bis Hightech ist alles dabei.
Auch das „Auswahlverfahren“ seiner Opfer gibt Rätsel auf. Zwar gehören sind es alle der Akademie an die den Nobelpreis vergibt- jedoch, worin unterscheiden sie sich? Wo sind die Gemeinsamkeiten? Was ist das Motiv? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…denn dieser Fall zieht durch seine Besonderheiten und die Anzahl der Opfer viel Aufmerksamkeit auf sich. Das führt sogar so weit, dass die Ermittlerin Claudia Rodriquez im Verlauf des Falls auf Eis gestellt wird. Allerdings ermittelt sie weiter denn nur so kann sie sich rehabilitieren.

Ein tolles Buch!
Spannung bis zur letzten Seite darum empfehle ich es Ihnen sehr gerne.
Denn es ist nicht Abteilung „Metzger& Co“ sondern strategischer, minutiöser ja es hat manchmal schon fast „engl. Krimi-Charme“ ich denke, Sie wissen was ich meine ;-)
Natürlich wie immer auch als eBook erhältlich

Viel Vergnügen
Ihre Heike Fischer


Warum ein Stern Abzug? Die Übersetzung war an ein paar Stellen „sonderbar“
Ein Chai ist nun mal kein Blatt-Kräutertee ;-) und der Begriff der für Samtvorhänge verwendet wurde...

„Die ermordeten Stühle“

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Claudia Rodriguez ist zur Zentralen Mordkommission nach Stockholm versetzt worden. Schon ihr erster Fall ist spektakulär : Hubert Rudqvist, Mitglied der Akademie die den Literaturnobelpreisträger auswählt, ist auf dem Weg nach Hause im nächtlichen Park erschossen worden. Die Tatwaffe ist eine Schwarzpulverwaffe mit einer selbst gegossenen Bleikugel, wie sie Mitte des 19. Jahrhunderts benutzt wurden. Motiv: unbekannt.
Aber das Rätsel wird noch größer, als es auch weitere Akademiemitglieder trifft - und andere vom Täter verschont bleiben. Warum? Claudia bittet ihren alten Freund, den Antiquar Leo Dorfman, um Hilfe, denn des Rätsels Lösung muss ihrer Meinung nach literarischen Ursprungs sein.
Ab hier steigt die Spannung dieses Thrillers in´s Unerträgliche und hat mich so richtig gefesselt. Intelligente Unterhaltung mit einem spannenden Thema und interessanten Protagonisten. Davon wünsche ich mir mehr !!!
Claudia Rodriguez ist zur Zentralen Mordkommission nach Stockholm versetzt worden. Schon ihr erster Fall ist spektakulär : Hubert Rudqvist, Mitglied der Akademie die den Literaturnobelpreisträger auswählt, ist auf dem Weg nach Hause im nächtlichen Park erschossen worden. Die Tatwaffe ist eine Schwarzpulverwaffe mit einer selbst gegossenen Bleikugel, wie sie Mitte des 19. Jahrhunderts benutzt wurden. Motiv: unbekannt.
Aber das Rätsel wird noch größer, als es auch weitere Akademiemitglieder trifft - und andere vom Täter verschont bleiben. Warum? Claudia bittet ihren alten Freund, den Antiquar Leo Dorfman, um Hilfe, denn des Rätsels Lösung muss ihrer Meinung nach literarischen Ursprungs sein.
Ab hier steigt die Spannung dieses Thrillers in´s Unerträgliche und hat mich so richtig gefesselt. Intelligente Unterhaltung mit einem spannenden Thema und interessanten Protagonisten. Davon wünsche ich mir mehr !!!

„Nobelpreis-Problem“

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Normalerweise sind die 18 Mitglieder der schwedischen Akademie dafür bekannt, das sie den Literatur-Nobelpreisträger nominieren.In diesem spannenden Kriminalroman werden sie allerdings berühmt, weil sie nach und nach fast alle ermordet werden, egal wie gut sie beschützt zu sein scheinen....Der Mörder muss ein unglaublich methodisch planender Mensch sein, seine Motive liegen vorerst im Dunklen.Die engagierte Kommissarin Claudia Rodriguez verbeißt sich so in diesen Fall, das selbst die Suspendierung nach polizei-internen Ränkespielen sie nicht vom Ermitteln abhalten kann.Als sie ihren alten Ex-Freund Leo Dorfmann, einen vereinsamten Buchantiquar um Hilfe bittet, verwandelt sich dessen ruhiges Leben buchstäblich in einen Action-Thriller.Denn der Täter hat auch die beiden im Visier... Spannend ohne Durchhänger mit sympathischen Protagonisten, alten Nobelpreisträgerquerelen /schwüren hat mich dieser skandinavische Kriminalroman ausgezeichnet unterhalten (nur von Frau Haefs als Übersetzerin hätte ich mir das sprachliche Abwandel des Wortes Arsch so ein/zweimal gewünscht...) auch die Kapitelanfänge mit Jahreszahl, Nobelpreisträgernennung und Auszug aus der Begründung der damaligen Jury, hatte was.
Also: kaufen , lesen, weiterempfehlen !
Normalerweise sind die 18 Mitglieder der schwedischen Akademie dafür bekannt, das sie den Literatur-Nobelpreisträger nominieren.In diesem spannenden Kriminalroman werden sie allerdings berühmt, weil sie nach und nach fast alle ermordet werden, egal wie gut sie beschützt zu sein scheinen....Der Mörder muss ein unglaublich methodisch planender Mensch sein, seine Motive liegen vorerst im Dunklen.Die engagierte Kommissarin Claudia Rodriguez verbeißt sich so in diesen Fall, das selbst die Suspendierung nach polizei-internen Ränkespielen sie nicht vom Ermitteln abhalten kann.Als sie ihren alten Ex-Freund Leo Dorfmann, einen vereinsamten Buchantiquar um Hilfe bittet, verwandelt sich dessen ruhiges Leben buchstäblich in einen Action-Thriller.Denn der Täter hat auch die beiden im Visier... Spannend ohne Durchhänger mit sympathischen Protagonisten, alten Nobelpreisträgerquerelen /schwüren hat mich dieser skandinavische Kriminalroman ausgezeichnet unterhalten (nur von Frau Haefs als Übersetzerin hätte ich mir das sprachliche Abwandel des Wortes Arsch so ein/zweimal gewünscht...) auch die Kapitelanfänge mit Jahreszahl, Nobelpreisträgernennung und Auszug aus der Begründung der damaligen Jury, hatte was.
Also: kaufen , lesen, weiterempfehlen !

Kundenbewertungen

Durchschnitt
19 Bewertungen
Übersicht
9
6
3
1
0

von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 31.01.2017
Bewertet: anderes Format

Kein typischer Krimi, aber mit sehr ausgefallenen Ideen.

Spannender Krimi
von Claudia am 06.11.2016
Bewertet: Taschenbuch

Dieser Krimi ist von Anfang bis Ende gut strukturiert und nicht langweilig. Ich habe bis zum Ende gefiebert wer der Mörder ist und die Jagd auf ihn bleibt spannend. Sehr gut finde ich, dass es während der Geschichte keinen Hinweis gibt, wer der Täter sein könnte. Ein guter Krimi... Dieser Krimi ist von Anfang bis Ende gut strukturiert und nicht langweilig. Ich habe bis zum Ende gefiebert wer der Mörder ist und die Jagd auf ihn bleibt spannend. Sehr gut finde ich, dass es während der Geschichte keinen Hinweis gibt, wer der Täter sein könnte. Ein guter Krimi ohne Psycho. Kann ich nur empfehlen!!

Literatur kann tödlich sein
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 01.05.2016
Bewertet: Paperback

Ein literarisch bewanderter Mörder, der seine Opfer so gerissen wie stilvoll zur Strecke bringt. Die Opfer: Mitglieder der Schwedischen Akademie, die Jahr für Jahr wieder den Gewinner des Nobelpreises für Literatur bestimmen. Passend dazu wird jedem Kapitel der Name eines Preisträgers vorangestellt, mit einem kurzen Auszug aus der Begründung... Ein literarisch bewanderter Mörder, der seine Opfer so gerissen wie stilvoll zur Strecke bringt. Die Opfer: Mitglieder der Schwedischen Akademie, die Jahr für Jahr wieder den Gewinner des Nobelpreises für Literatur bestimmen. Passend dazu wird jedem Kapitel der Name eines Preisträgers vorangestellt, mit einem kurzen Auszug aus der Begründung der Akademie. Kann es einen perfekteren Krimi für Leser geben, die an akuter Bibliophilie leiden? Ich sage nein. Es fließen immer wieder Informationen über diverse Autoren ein, sowie faszinierende Blicke hinter die Kulissen der Schwedischen Akademie. Ich fand das Buch unglaublich spannend, mit vielen unerwarteten Wendungen. Zum einen wollte ich natürlich unbedingt dahinterkommen, wer denn nun der Mörder ist, und zum anderen befindet sich die Polizei in einem ständigen rasanten Wettlauf mit ihm. Denn auch, nachdem die Mitglieder der Schwedischen Akademie unter Schutz gestellt werden, findet der Akademiemörder Mittel und Wege... Das ist intelligente Spannung, die sich nicht in Litern von Blut messen lässt. Besonders bestechend ist in meinen Augen, mit welcher Genialität der Mörder seine Taten plant. Er ist der Polizei immer mehrere Schritte voraus, jede Spur verläuft im Sande oder erweist sich als Sackgasse... Er inszeniert seine Rache wie ein Schauspiel. Manches fand ich im ersten Moment nicht 100%ig glaubhaft (der Mörder erschien mir gelegentlich fast allmächtig), aber der Autor löst immer auf, wie der Mörder dieses oder jenes möglich gemacht hat. Meiner Meinung nach lässt die Polizei das naheliegendste Mordmotiv völlig außer acht. Auch wenn es sie nicht unbedingt direkt zum Mörder geführt hätte, hätte dahingehende Recherche sie vielleicht wenigstens auf die richtige Spur gebracht! Aber darüber möchte ich mich gar nicht weiter beschweren, denn die Auflösung stellte sich als wesentlich komplexer und ungewöhnlicher heraus, als ich erwartet hatte. Der naheliegendste Gedanke ist sozusagen gerade mal die Spitze des Eisbergs! Die Idee, einen Krimi in der literarischen Szene anzusiedeln, ist meiner Auffassung nach sehr originell, denn wann man an Autoren, Literaturagenten, Bibliothekare und Buchhändler denkt, kommen einem sicher eher Begriffe wie "friedlich" oder "Bildungsbürgertum" in den Sinn als solche wie "Serienkiller" oder "Blutrache". Im Mittelpunkt stehen die Kommissarin Claudia Rodriguez und der Buchantiquar Leo Dorfmann. Claudia ist eine hervorragende Ermittlerin, die es aber nicht einfach hat, sich auch als solche zu behaupten. An ihrem Namen und Aussehen ist sie direkt als Ausländerin zu erkennen - oder besser gesagt, als Schwedin mit Migrationshintergrund, denn Schweden ist alles, an das sie sich erinnern kann. Obwohl sie perfekt Schwedisch spricht, hat sie es mit Vorurteilen zu tun. In diesem Fall ist sie auch noch gezwungen, mit einem Kommissar zusammenzuarbeiten, der sie darüber hinaus wegen ihres Alters und Geschlechts nicht ernst nimmt - ein sexistischer, selbstherrlicher Platzhirsch mit Macho-Allüren. Claudia war mir sehr sympathisch, denn sie ist nicht nur intelligent, entschlossen und mutig, sondern auch bereit, für ihre Prinzipien einzustehen. Auch Leo ist ein interessanter, liebenswerter Protagonist. Er muss heimlich in seinem Antiquariat schlafen, weil er nicht genug damit verdient, um sich eine Wohnung leisten zu können, und dennoch liebt er seine Bücher heiß und innig. Der Autor schafft es, dem Leser einen Charakter mit wenigen Worten näher zu bringen. Die meisten Charaktere fand ich dreidimensional und überzeugend, nur Claudias unsympathischer Widersacher war mir manchmal zu einseitig widerlich. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Besonders die Dialoge lesen sich natürlich und glaubhaft, und der Autor hat meines Erachtens ein gutes Gespür für Szenenaufbau, Erzähltempo und die richtige Balance: bildreich und detailliert, aber nicht überfrachtet. Der Schreibstil ist intelligent, dabei aber lebendig und unterhaltsam. Fazit: Ein Serienkiller treibt sein Unwesen im literarischen Milieu: seine Opfer sind die Mitglieder der Schwedischen Akademie, deren Aufgabe es ist, den Literaturnobelpreis zu vergeben. Diese Idee fand ich schon ungewöhnlich und originell, aber die Umsetzung hat mich dann vollends überzeugt - denn der Autor zaubert noch viele ungewöhnliche, originelle Einfälle aus dem Hut. Die Geschichte enthüllt eine Ebene nach der anderen, und ich fand das hochspannend! Auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Ich bin noch selten einem Buchbösewicht begegnet, der seine Taten so perfide bis ins kleinste Detail durchplant.