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Die Lüge

Roman

(7)

Dies ist die Geschichte einer maßlosen und erschreckenden Verstrickung: Ein Vater, der in den Osten ging, um dem Land seiner Hoffnungen zu dienen. Ein Sohn, der als Komponist die Sounds seiner Generation einfängt und sich mit der Zensur arrangiert. Als der Sohn Karriere macht, steht der Vater vor der Tür. Fortan umkreisen sich die beiden, nur langsam ahnt man, welchen Kampf sie miteinander führen.
Uwe Kolbes Roman vom Verrat am eigenen Leben ist auch eine Absage an die Gleichgültigkeit, ob im Alltag einer Diktatur oder anderswo.

Rezension
Es ist ein hochgradig irritierendes und hoch interessantes Buch zu gleich geworden.
Portrait

Uwe Kolbe, 1957 in Ostberlin geboren, übersiedelte 1988 nach Hamburg und lebt heute in Dresden. Seit 2007 war er mehrfach als »Poet in Residence« in den USA. Für seine Arbeit wurde er u.a. mit dem Stipendium der Villa Massimo, dem Preis der Literaturhäuser, dem Heinrich-Mann-Preis und dem Lyrikpreis Meran ausgezeichnet. Im S. Fischer Verlag erschienen zuletzt: der Roman »Die Lüge« (2014), der Essay »Brecht. Rollenmodell eines Dichters« (2016) sowie die Gedichtbände »Lietzenlieder« (2012), »Gegenreden« (2015) und »Psalmen« (2017).

Literaturpreise (Auswahl):

1988 Nicolas-Born-Preis für Lyrik
1992 Stipendium der Villa Massimo
1992 Berliner Literaturpreis
1993 Friedrich-Hölderlin-Preis der Universität und der Universitätsstadt Tübingen
2006 Preis der Literaturhäuser
2012 Heinrich-Mann-Preis
2012 Lyrikpreis Meran
2014 Menantes-Preis für erotische Literatur
2015 Reiner-Kunze-Preis
2016 Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung

… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 20.02.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783104007670
Verlag Fischer E-Books
Dateigröße 911 KB
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Sympathieträger sind sie nun gerade beide nicht - Vater und Sohn - und auch im Laufe des Buches wird man nicht so richtig warm mit ihnen. Der Vater Hinrich ist überzeugter Funktionär der DDR und für die Kultur der SED zuständig. Hinrich schanzt seinem Sohn Harry, einem begabten jungen Musiker die Aufträge zu . Der richtet sich bei allem Unbehagen in einem privilegiertem Leben mehr oder weniger perfekt ein , doch alles hat seinen unbarmherzigen Preis. Harry soll seine Kollegen bespitzeln und der der Stasi berichten ! Auch jetzt , an dieser Schnittstelle bricht der Konflikt zwischen Vater und Sohn nicht offen aus, die Chance einer echten Beziehung wird vergeben und alles bleibt in der Schwebe. Beide kennen die Abgründe des jeweilig anderen, beide können keine stabilen Beziehungen aufbauen und hinterlassen eine Spur von verlassenen Frauen , ungelebten Vaterschaften und enttäuschten Freunden... Bei aller Tristesse hat das Buch einen Sog , dem man sich nicht entziehen kann. Emotional kühl , distanziert ,und nicht zuletzt auch durch die eigenwillige , manchmal sperrige Sprache wird hier sehr klar und deutlich wie ein diktatorisches System enge mitmenschliche Bindungen verhindert ,sogar zerstört und Leben ungelebt bleibt ! Sympathieträger sind sie nun gerade beide nicht - Vater und Sohn - und auch im Laufe des Buches wird man nicht so richtig warm mit ihnen. Der Vater Hinrich ist überzeugter Funktionär der DDR und für die Kultur der SED zuständig. Hinrich schanzt seinem Sohn Harry, einem begabten jungen Musiker die Aufträge zu . Der richtet sich bei allem Unbehagen in einem privilegiertem Leben mehr oder weniger perfekt ein , doch alles hat seinen unbarmherzigen Preis. Harry soll seine Kollegen bespitzeln und der der Stasi berichten ! Auch jetzt , an dieser Schnittstelle bricht der Konflikt zwischen Vater und Sohn nicht offen aus, die Chance einer echten Beziehung wird vergeben und alles bleibt in der Schwebe. Beide kennen die Abgründe des jeweilig anderen, beide können keine stabilen Beziehungen aufbauen und hinterlassen eine Spur von verlassenen Frauen , ungelebten Vaterschaften und enttäuschten Freunden... Bei aller Tristesse hat das Buch einen Sog , dem man sich nicht entziehen kann. Emotional kühl , distanziert ,und nicht zuletzt auch durch die eigenwillige , manchmal sperrige Sprache wird hier sehr klar und deutlich wie ein diktatorisches System enge mitmenschliche Bindungen verhindert ,sogar zerstört und Leben ungelebt bleibt !

Kundenbewertungen

Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
5
2
0
0
0

Die Ehrlichkeit der Lüge
von einer Kundin/einem Kunden aus Potsdam am 05.01.2016
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein spannendes Buch, das mich auch ein paar Tage nach dem Ende der Lektüre noch sehr bewegt. Und es hat mich ratlos zurück gelassen. Aber dazu später. Man merkt, Herr Kolbe versteht sich auf Lyrik: seine Sprache ist dicht und er schafft es, mit wenigen Worten Bilder und Gefühle... Ein spannendes Buch, das mich auch ein paar Tage nach dem Ende der Lektüre noch sehr bewegt. Und es hat mich ratlos zurück gelassen. Aber dazu später. Man merkt, Herr Kolbe versteht sich auf Lyrik: seine Sprache ist dicht und er schafft es, mit wenigen Worten Bilder und Gefühle entstehen zu lassen. Das hatte ich lange so nicht. Da sich unsere Wege im Berlin der 80er Jahre gekreuzt haben dürften, ohne sich zu berühren, war ich immer auf der Suche nach einem bekannten Menschen in dem Buch. Fehlanzeige.Vielleicht auch besser so. Zwei Dinge habe ich nicht verstanden: Warum der Laufe der Geschichte durch Zeitsprünge verwirrt werden musste und warum bei Menschen und Orten manchmal die Klarnamen und manchmal andere verwandt wurden. Biermann heißt Riebmann und Bhf-Lichtenberg Trichterberg. Kommt doch sonst alles ziemlich dokumentarisch daher. Meine Ratlosigkeit entspringt der sonderbaren Schwebe, in der er seine Familiengeschichte in Bezug auf Stasi- und Systemverstrickung belässt. Ich finde, er bleibt da zu sehr die loyale Sohn von …