Das Beste, was einem Croissant passieren kann

Roman

(6)
Pablo José Miralles, genannt »Balu«, wie der Bär aus dem Dschungelbuch, ist fett, faul, politisch unkorrekt, Zigaretten- und Haschraucher, Mittdreißiger ohne sichtbare Ambitionen, überzeugter Junggeselle, Metaphysiker und Taoist. Ein typischer Loser. Sein Leben ist ausgefüllt mit Schlafen, Nichtstun und Surfen im Internet; seine Lieblingsbeschäftigung ist, sich die Nächte um die Ohren zu schlagen, um sich sinnlos zu betrinken. Im Hauptberuf ist er Sohn betuchter Eltern aus bester katalanischer Hochbourgeoisie.

Sein älterer Bruder, genannt »The First«, Chef der prosperierenden Firma Miralles & Miralles, Finanzberater, ist dagegen ungleich erfolgreicher, in jeder Beziehung. Doch eines Tages ist der Bruder spurlos verschwunden. Ist er mit seiner Geliebten weg oder, die schlimmere Befürchtung, entführt worden?

Der sonst so faule Pablo gerät bei seinen Nachforschungen nach »The First« unversehens auf eine immer wahnwitziger werdende abenteuerliche Reise durch die Straßenschluchten Barcelonas (am Steuer eines Sportwagens, der aussieht wie der Panther Baghira): Eine absurde, groteske, humorvolle Geschichte beginnt. Eine höllische Fahrt voller abgefahrener Erlebnisse, gespickt mit pointierten Beobachtungen und spitzen Kommentaren, mit Web-Pages zweifelhaften Inhalts, mit gefährlichsten Begebenheiten und unmöglichen Verstrickungen, die sich atemlos bis zum Ende in immer rasenderem Tempo aneinander reihen. Bis am Ende alle Fäden der Handlung in einem überraschenden Finale zusammenfinden und unser Held feststellen kann: »Alles, was ich geschrieben habe, ist erfunden, also wahr.«

Das Beste, was einem Croissant passieren kann ist »ein ungemein origineller Roman« (Métro, Paris), »eine mysteriöse Intrige« (El País), ein Schelmenroman, ein schwarzer Thriller und gleichzeitig eine delikate, fein nuancierte und hochironische soziologische Studie unserer neuesten europäischen Moderne: humorvoll, intelligent, assoziativ, exzentrisch, zum Schreien komisch und doch auch irgendwie ein realistisches Abbild unserer Zeit.

Pablo Tusset zieht mit seinem unvergleichlichen Antihelden alle Register eines Detektivromans und erfindet dabei mit einem Augenzwinkern das klassische Genre neu, indem er dem Leser, der das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann, in seinen schnellen Rhythmus hineinzieht und ihm diesen atemberaubenden Roman über »Die Stadt der Wunder«, über das wundervolle Barcelona schenkt.

Frédéric Beigbeder:
»Tusset ist das Beste, was einem Kritiker passieren kann. Manchmal bekomme ich ein Buch in die Hand, das ich nicht mehr weglegen kann. Dann wird meine Arbeit als Kritiker zum Vergnügen. Dann blättere ich schnurrend durch die Seiten (ja, ich bin wohl der einzige Literaturkritiker, der schnurrt, wenn er glücklich ist, das ist meine Katzenseele) ... Wie soll man die Abenteuer des Helden dieses Romans, dieses Riesenbabys beschreiben, dem keine Abenteuer passieren. Sein Spitzname ist Balu, so wie der Bär aus dem Dschungelbuch, ein harmloser Alkoholiker in den Dreißigern, ein Nichtsnutz, sexuell besessen und ansonsten Sohn von Papa. Einer wie Dude aus dem Film "The Big Lebowski" von den Brüdern Coen, mit etwas mehr Geld allerdings. Unser Held nimmt uns mit auf eine Reise durch die Nacht in Barcelona, wo wir auf geizige Barmänner, müde Prostituierte und seinen älteren Bruder treffen, genannt: The First. Genauer gesagt ist der Bruder gerade verschwunden. Ich beneide Pablo Tusset, diesen jungen Autor aus Barcelona, wie gern hätte ich selbst so ein obskures und abgedrehtes Buch geschrieben, so urkomisch und völlig daneben. Wie Bukowski, wenn er seinen Jack Daniels gegen Joints eingetauscht hätte.«
Rezension
"Der interessanteste und unterhaltsamste Roman, den ich seit langem gelesen habe. Tusset hat einen von Wissen, Kultur und der Sehnsucht nach einer verloren gegangenen Moral geschärften Blick." (Manuel Vázquez Montalbán)
Portrait
Pablo Tusset, geboren 1965 in Barcelona, ist der Autor des Bestsellers Das Beste was einem Croissant passieren kann und Im Namen des Schweins, die beide in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Die Poesie-Anthologien Die Wiegenlieder der Wellen und Die Ähnlichkeit von kochendem Reis hat er nie veröffentlicht, weshalb ihm auch nie der Premio Nacional de Poesía verliehen wurde. Man darf wohl kaum daran zweifeln, dass er wohl niemals Mitglied der Königlichen Akademie werden wird oder ihm der Literaturnobelpreis zugesprochen wird. Er wohnt zur Zeit nicht in New York. Alles, was er erreichen möchte, erreicht er schreibend, und schlimmer noch: Er veröffentlicht es.

Seit dem Erscheinen seines zweiten Romans, Im Namen des Schweins, der in Spanien wochenlang die Nummer eins auf den Bestsellerlisten war, hat sich der Autor, der vermutlich unter einem Pseudonym schreibt, wie in Luft aufgelöst. Eine spezielle Klausel im Verlagsvertrag entbindet ihn von allen Präsenzpflichten, Tusset beantwortet weder Briefe noch E-Mails. Tusset contra Tusset ist der Titel des einzigen Interviews, in dem er sich über Im Namen des Schweins geäußert hat, geführt hat er es mit sich selbst, bzw. verkleidet als José Antonio Santaló, wie er mit wahrem Namen heißen könnte. Was Pablo Tusset tut, wenn er keine Romane schreibt, darüber kann nur spekuliert werden.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 17.02.2003
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-627-00102-5
Verlag Frankfurter Verlags-Anstalt
Maße (L/B/H) 22/14,1/3,5 cm
Gewicht 559 g
Originaltitel Lo mejor que le puede pasar a un cruasan
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Maja Pflug
Buch (gebundene Ausgabe)
19,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Markus Kowal, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Okay, Pablo ist fett und faul. Vielleicht nennen ihn daher alle Balu. Seine Leidenschaft ist nichts tun, kiffen und trinken. Außerdem vergnügt er sich gerne mit gewissen „leichten Mädchen“. Sein Bruder ist das absolute Gegenteil. Ein Businessmann wie man ihn sich vorstellt. Da Balu von dem Familienkonzern auch so profitiert, ist er vollkommen glücklich. Tja, bis der Bruder vor einem riesigen Deal einfach spurlos verschwindet. Nun beginnt für ihn eine Odyssee quer durch Barcelona, um seinen verschollenen Bruder wiederzufinden. Dabei gerät er in eine verrückte Situation nach der anderen. Dieser Roman wurde von der Presse hoch gelobt, obwohl er rotzig frech, skurril, abgehoben und in einer manchmal sehr direkten Sprache geschrieben worden ist. Aber wenn sie sich gut unterhalten wollen, ohne ein Gespräch mit einem guten Bekannten zu führen, dann lesen sie doch einfach dieses Buch! Okay, Pablo ist fett und faul. Vielleicht nennen ihn daher alle Balu. Seine Leidenschaft ist nichts tun, kiffen und trinken. Außerdem vergnügt er sich gerne mit gewissen „leichten Mädchen“. Sein Bruder ist das absolute Gegenteil. Ein Businessmann wie man ihn sich vorstellt. Da Balu von dem Familienkonzern auch so profitiert, ist er vollkommen glücklich. Tja, bis der Bruder vor einem riesigen Deal einfach spurlos verschwindet. Nun beginnt für ihn eine Odyssee quer durch Barcelona, um seinen verschollenen Bruder wiederzufinden. Dabei gerät er in eine verrückte Situation nach der anderen. Dieser Roman wurde von der Presse hoch gelobt, obwohl er rotzig frech, skurril, abgehoben und in einer manchmal sehr direkten Sprache geschrieben worden ist. Aber wenn sie sich gut unterhalten wollen, ohne ein Gespräch mit einem guten Bekannten zu führen, dann lesen sie doch einfach dieses Buch!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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Das beste was ein Croissant passieren kann.
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 11.10.2017
Bewertet: eBook (ePUB)

Pablo Tusset ist was ganz anderes! Ich hoffe künftig dass alle seinen Bücher auf Deutsch übersetzt werden. Habe bis jetzt alles von ihm gelesen und es wird jedes Mal besser!!! Hugs an Pablo! LG Curtis

xxx
von einer Kundin/einem Kunden am 02.10.2009
Bewertet: Taschenbuch

Im Gegensatz zu seinem Bruder läßt es Pablo gerne gemütlich angehen. Dem Alkohol und Kiffen nicht abgeneigt, verbringt er seine Tage, während der Rest der Familie sich ums Unternehmen kümmert und mehr und mehr Geld scheffelt. Als der Vater eines Tages öffentlich bedroht wird und Pablos Bruder verschwindet, liegt... Im Gegensatz zu seinem Bruder läßt es Pablo gerne gemütlich angehen. Dem Alkohol und Kiffen nicht abgeneigt, verbringt er seine Tage, während der Rest der Familie sich ums Unternehmen kümmert und mehr und mehr Geld scheffelt. Als der Vater eines Tages öffentlich bedroht wird und Pablos Bruder verschwindet, liegt es nun an dem Faulpelz, Nachforschungen anzustellen und den Entführern nachzujagen. Eine kurzweilige Jagd durch Barcelona beginnt und gipfelt in einem humorigen, ungewöhnlichen Finale. Abgesehen von detaillierten Befindlichkeiten von Pablos ungewaschenem Körper auf jeden Fall unterhaltsame Lektüre! :-)

Na...ja...
von Corinna aus der Nähe von Bremen am 05.07.2009

Ich zitiere den ersten Satz: "Das Beste was einem Croissant passieren kann, ist dick mit Butter bestrichen zu werden." Ich las ihn und fand den Anfang irgendwie klasse. Und mal schauen, wie es weitergeht... Dann kam ein ziemlich "rotzig" geschriebenes Buch, mit einem Hauptdarsteller (in der Ich-Version), der bei mir nicht unbedingt... Ich zitiere den ersten Satz: "Das Beste was einem Croissant passieren kann, ist dick mit Butter bestrichen zu werden." Ich las ihn und fand den Anfang irgendwie klasse. Und mal schauen, wie es weitergeht... Dann kam ein ziemlich "rotzig" geschriebenes Buch, mit einem Hauptdarsteller (in der Ich-Version), der bei mir nicht unbedingt auf Sympatie stieß. Er ist faul, dreckig und dick... kifft den ganzen Tag und kauft sich Frauen für zwischendurch... Insgesamt war es trotzdem lesbar und ich mogelte mich so durch das Buch, denn langweilig war es auch nicht... Trotzdem war ich vom Ende total enttäuscht. Mir kommt es nämlich so vor, als hätte der Autor einfach versucht das Buch schnell zu beenden und trotzdem etwas außergewöhnliches zu schreiben. Meiner Meinung nach ist dies NICHT gelungen.