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Die Franken

Geschichte, Gesellschaft, Kultur

Beck Reihe Band 2799

Bernhard Jussen

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Beschreibung

Dieser Band informiert knapp, kompetent und anschaulich über Geschichte und Kultur der fränkischen Gesellschaft von der Völkerwanderungszeit bis zu dem unspektakulären Ende des letzten Nachfahren Karls des Großen im 10. Jahrhundert. Schwerpunkte liegen auf dem Erbe des Imperium Romanum, das die Franken sehr erfolgreich ausgestalteten, sowie auf den politischen und sozialen Strukturen. Die kleine Einführung erhellt zudem die Entstehung der christlichen Kultur, die Wissensorganisation und die wirtschaftlichen Verhältnisse in der fränkischen Gesellschaft.

Bernhard Jussen lehrt als Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Frühmittelalterliches Europa, politische Sprache, Verwandtschaft im Kulturvergleich, historische Semantik und visuelle Kultur des Mittelalters sind seine Forschungsthemen. 2007 wurde er mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Vom selben Autor herausgegeben, ist im Verlag C.H.Beck lieferbar: Die Macht des Königs. Herrschaft in Europa vom Frühmittelalter bis in die Neuzeit (2005).

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 128 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.03.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783406661822
Verlag C. H. Beck
Dateigröße 3590 KB

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Keine Erzählung für den interessierten Laien, sondern eine soziopolitische Analyse für Studenten der Geschichtswissenschaft.
von einer Kundin/einem Kunden aus Naumburg am 21.10.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Selten habe ich mit einem Buch so gehadert wie mit den „Franken“ von Bernhard Jussen. Habe ich es gern gelesen? Nein! – Habe ich viel gelernt? Ja! – Jussen hat mit „Die Franken“ keine Geschichtserzählung für den interessierten Laien vorgelegt, sondern eine soziopolitische Analyse für Studenten der Geschichtswissenschaft. Das Buc... Selten habe ich mit einem Buch so gehadert wie mit den „Franken“ von Bernhard Jussen. Habe ich es gern gelesen? Nein! – Habe ich viel gelernt? Ja! – Jussen hat mit „Die Franken“ keine Geschichtserzählung für den interessierten Laien vorgelegt, sondern eine soziopolitische Analyse für Studenten der Geschichtswissenschaft. Das Buch wäre besser bei UTB erschienen. Wer eine fesselnde Einführung in die rund sechshundertjährige Geschichte dieses germanischen Volkes erwartet, sollte vom Buch die Finger lassen. Vermutete Herkunft der Franken, ihre ersten Siedlungsgebiete? – Fehlanzeige! Auch mit dem „Reich des Syagrius“, dem ersten großen Beutestück, das sich die Franken aneigneten, und das dem einen oder der anderen aus dem Geschichtsunterricht noch in Erinnerung ist, hält sich Jussen nicht auf. Stattdessen pickt er einzelne historische Ereignisse heraus, die er sozial- und politikwissenschaftlich seziert. Das ist hochgradig interessant, überfordert den Laien aber, da er die Zusammenhänge nicht kennt, und die große ‚historische Linie‘ diesem Büchlein abgeht. Und: eine Antwort auf seine eigene Frage „Wozu ‚Die Franken‘?“, bleibt der Autor bis zum Ende schuldig. --x-- Jussen beginnt sein kleines Werk mit einem faszinierenden Blick in das dahinsiechende spätantike Römische Reich. Unter Zuhilfenahme von Theorien Herfried Münklers („Imperien“) schildert er anschaulich das Erschlaffen der kaiserlichen Autorität, und wie nun die regionalen Statthalter Roms in dieses Machtvakuum eindringen – darunter eben auch die in römischen Diensten befindlichen fränkischen Militärführer. Da sie romanisiert sind, gelingt es den Franken (im Gegensatz zu den streng auf ‚Apartheid‘ ggü. den Römern bedachten und ebenfalls germanisch-stämmigen Goten) schnell, ein politisches System zu etablieren. Die Instrumente dafür (Schriftlichkeit, Rechtsordnung usw.) ‚leiht‘ ihnen die christliche Kirche. Jussen räumt ganz nebenbei mit – wie er wohl findet – geschichtswissenschaftlichen Mythen auf: Die Franken hätten keinen „Staat“ und kein „Reich“ im eigentlichen Sinne gehabt. Auch die Annahme, die fränkische Herrschaft habe auf dem Lehnswesen beruht, sei Unfug. --x-- Das Büchlein hat, wie für diese Reihe üblich, um die 120 Seiten. Es enthält einige Bilder, nicht alle passen zum verhandelten Gegenstand. Auf Karten hat Jussen verzichtet, er hält sie für Quatsch, wie er gleich im Auftakt klarmacht. Die einzelnen Abschnitte sind wiederum mit fett gedruckten Einschüben untergliedert, was recht hektisch wirkt. Jussen versucht zudem, seinem Text mit sprachlichen Kunstgriffen Würze zu verleihen (z. B.: „Formen des Politischen (2): Gott, sein königlicher Diener und das kollektive Seelenheil“) – was den Leser aber nur verwirrt. Denn das klingt zwar gut, aber was sagt es schon? Hier wäre weniger mehr gewesen. Bernhard Jussen ist Professor für „Mittelalterliche Geschichte und ihre Perspektiven in der Gegenwart“ an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.


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