Nichts von euch auf Erden

Roman

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Expedition in die Zukunft
Die Erde im 23. Jahrhundert: Die Ressourcen sind fast aufgebraucht, um Wasser und Energie werden Kriege geführt, der Platz wird knapp. Die Starken wandern auf Mond und Mars aus, während der Rest der Menschheit seinem Erlöschen entgegensieht. Zwei Jahrhunderte später kehren die einstigen Auswanderer zurück, um sich mit brutalen Mitteln die Herrschaft über die Erde anzueignen. Radikaler als jeder Science-Fiction-Roman beschreibt Reinhard Jirgl eine von den Menschen zerstörte Welt.
Portrait

Reinhard Jirgl wurde am 16. Januar 1953 in Berlin (Ost) geboren. Nach einer Lehre als Elektromechaniker studierte er ab 1971 Elektronik an der Berliner Humboldt-Universität. Noch während des Studiums schrieb Jirgl an ersten Prosatexten. Ab 1975 arbeitete er als Ingenieur an der Akademie der Wissenschaften, gab seinen Beruf 1978 jedoch auf, um sich mehr dem Schreiben widmen zu können. Seinen Unterhalt verdiente er als Beleuchtungs- und Servicetechniker an der Berliner Volksbühne. Als er 1985 sein erstes, umfangreiches Manuskript »Mutter Vater Roman« beim Berliner Aufbau-Verlag einreichte, wurde ihm eine »nichtmarxistische Geschichtsauffassung« vorgeworfen und die Veröffentlichung des Romans verweigert. Jirgl jedoch setzte das Schreiben fort. Bis zur Wende 1989 lagen sechs fertige Manuskripte vor – ohne dass ein einziges Buch von ihm veröffentlicht worden wäre. Erst 1990 konnte »Mutter Vater Roman« bei Aufbau erscheinen. Die entscheidende Änderung in der öffentlichen Wahrnehmung, seine persönliche Wende, wie Jirgl es beschreibt, kam schließlich 1993, als er für das Manuskript seines Romans »Abschied von den Feinden« mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet und Autor des Carl Hanser Verlags wurde.
1996 gab Jirgl die Tätigkeit als Techniker an der Berliner Volksbühne auf und arbeitet seitdem als freier Schriftsteller in Berlin. Seit 2009 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Neben dem Alfred-Döblin-Preis wurde sein Werk mit zahlreichen anderen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Anna-Seghers-Preis (1990), der Johannes-Bobrowski-Medaille (1998), dem Josef-Breitbach-Preis (1999), dem Kranichsteiner Literaturpreis (2003), dem Rheingau Literaturpreis (2003), dem Dedalus-Preis für Neue Literatur (2004), der Eugen Viehof Ehrengabe der Deutschen Schillergesellschaft von 1859 (2004), dem Bremer Literaturpreis (2006), dem Lion-Feuchtwanger-Preis (2009), dem Grimmelshausen-Literaturpreis (2009) und zuletzt mit dem Georg-Büchner-Preis (2010). 2007 war er Stadtschreiber von Bergen-Enkheim.

Seit 1998 erscheinen die Werke von Reinhard Jirgl im Deutschen Taschenbuch Verlag.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 01.12.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14368-4
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 20,8/13,4/3 cm
Gewicht 510 g
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Kundenbewertungen

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Mehr als ungewöhnlich
von einer Kundin/einem Kunden am 29.08.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Dass ein Büchner-Preisträger sich auf das Genre der SF-Literatur einlässt, ist schon etwas ungewöhnlich. Und dass er dieses auch nahezu perfekt beherrscht, stimmt erstaunlich. Die Welt im 23. Jahrhundert ist eine gar grausliche. Der Mars erweist sich als unbewohnbar, dessen Bewohner wollen zurück zur Erde, wo einst die Schwachen... Dass ein Büchner-Preisträger sich auf das Genre der SF-Literatur einlässt, ist schon etwas ungewöhnlich. Und dass er dieses auch nahezu perfekt beherrscht, stimmt erstaunlich. Die Welt im 23. Jahrhundert ist eine gar grausliche. Der Mars erweist sich als unbewohnbar, dessen Bewohner wollen zurück zur Erde, wo einst die Schwachen und Alten zurück blieben. Sehr, sehr empfehlenswert.