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Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen

Reihe Hanser Band 62598

Jacqueline Kelly

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Beschreibung


Folge deinen Träumen! So lautet das Motto dieses klugen, einfühlsamen Mädchenromans

Calpurnia ist zwölf, als sie begreift, dass ihr vorgezeichneter Lebensweg nicht ihren Vorstellungen entspricht: Sie soll Kochen, Stricken und Klavierspielen lernen, damit sie bald heiraten und eine Familie gründen kann. Doch Cal streift lieber durch die Natur, beobachtet Pflanzen und Tiere und macht sich Notizen über ihre Entdeckungen. Der Einzige, der sie versteht, ist ihr Großvater, ein eigenwilliger Forscher und Tüftler. Er schätzt ihre Begeisterungsfähigkeit und Wissbegierde, schenkt ihr Bücher und öffnet ihr die Augen für den technischen Fortschritt und die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse des anbrechenden 20. Jahrhunderts. So erobert Cal ihren Weg in eine selbstbestimmte Zukunft.

Jaqueline Kelly, in Neuseeland geboren, wuchs in Kanada auf und lebt in Texas. Sie studierte Medizin und Jura, arbeitete als Ärztin und Rechtsanwältin, und begann nebenbei mit dem Schreiben..
Birgitt Kollmann, 1953 in Duisburg geboren, studierte in Heidelberg Englisch, Spanisch und Schwedisch. Sie arbeitete als Übersetzerin im Bereich Entwicklungshilfe, anschließend sechs Jahre in Südamerika, und lebt heute als freie Übersetzerin bei Darmstadt. Sie übersetzte Romane von Chaim Potok, Carl Hiaasen, Louis Sachar, Virginia Euwer Wolff und Martha Brooks. Für die Reihe Hanser hat sie Joyce Carol Oates' Erzählungsband ›Bad girls‹ sowie die Romane ›Unter Verdacht‹ und ›Mit offenen Augen‹ übersetzt.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 409
Altersempfehlung 12 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 01.04.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-62598-2
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,1/2,5 cm
Gewicht 288 g
Originaltitel The Evolution of Calpurnia Tate
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Birgitt Kollmann
Verkaufsrang 117194

Weitere Bände von Reihe Hanser

Buchhändler-Empfehlungen

Anne Heinz, Thalia-Buchhandlung Leuna

Macht Platz für Calpurnia! Diese junge Dame schert sich nicht darum, was sie der Meinung anderer nach tun oder lernen sollte. Ihr Wissensdurst und Mut imponieren und inspirieren.

"Die Zeit heilt alle Wunder..."

Victoria Blos, Thalia-Buchhandlung Erlangen

... an dieses Lied von "Wir sind Helden" musste ich denken, als ich die ersten Seiten dieses Buches hinter mir hatte. Die Natur steckt voller Wunder und mit der Zeit verlernen wir, sie wahrzunehmen. In Calpurnia Virginia Tate steckt von Natur aus eine große Neugier auf die Welt um sie herum. Als sich ihr brummiger, angsteinflößender Großvater als Hobby- Naturforscher entpuppt, bricht für Calpurnia eine aufregende Zeit an. Ihr Großvater nimmt sie unter seine Fittiche und gemeinsam streichen sie durch die Natur, er bringt ihr die Grundzüge der Forschung bei und das Mädchen hört zum ersten Mal von Darwins Evolutionstheorie. Ich fand dieses Buch wirklich zauberhaft und habe die Familie Tate mit ihrer großen Kinderschar (7 Jungen, 1 Calpurnia) sofort ins Herz geschlossen. Und das Buch gleich mit!

Kundenbewertungen

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Unbedingt lesen!
von Charlene K. aus Berlin am 17.04.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein heißer texanischer Sommer im Jahr 1899. Calpurnia ist elf Jahre alt und lebt gemeinsam mit ihren Eltern, den sechs Brüdern und dem Großvater auf einem recht großen Anwesen, welches von zahlreichen Pekannussbäumen und einer stattlichen Baumwollplantage umgeben ist. Die Familie genießt in der Gegend ein recht hohes Ansehen und... Ein heißer texanischer Sommer im Jahr 1899. Calpurnia ist elf Jahre alt und lebt gemeinsam mit ihren Eltern, den sechs Brüdern und dem Großvater auf einem recht großen Anwesen, welches von zahlreichen Pekannussbäumen und einer stattlichen Baumwollplantage umgeben ist. Die Familie genießt in der Gegend ein recht hohes Ansehen und daher wird von den Kindern auch ein entsprechendes Verhalten verlangt und sie erhalten eine passende Schulbildung. Dass zur damaligen Zeit die Schulbildung der Mädchen auf viele handwerkliche Tätigkeiten bezogen ist, gefällt Calpurnia gar nicht. Einerseits liegt es daran, dass sie recht ungeschickt ist und keinen richtigen Sinn in dem Erlernen der diversen „Frauentätigkeiten“ erkennt. Schließlich gibt es genügend Menschen, die das Kochen, Putzen oder Stricken beruflich ausüben. Andererseits schlummert in ihr auch eine große Entdeckerin, die die Natur liebt und die Zusammenhänge verstehen möchte. Allerdings findet sich in der Familie kein Vertrauter, der ihre Sehnsucht nach Freiheit und ihren Drang nach naturwissenschaftlicher Bildung nachvollziehen kann. Calpurnia würde dies auch nicht so ausdrücken. Für sie ist es mehr ein Gefühl, dass sie nicht in die für sie vorgesehene Rolle passt und dass da draußen doch noch mehr sein muss. Das Schwanken zwischen Alltagsleben und einem diffusen Verlangen erfährt eine Änderung als Calpurnia sich mit einer Frage an ihren Großvater wendet und dieser seine Enkelin zum Nachforschen anregt. Da er selbst einmal in einem Gespräch mit dem Pfarrer über ein Werk von Charles Darwin gesprochen hat und der erwähnte Inhalt etwas mit Calpurnias ersten Forschungsfragen zu tun haben könnte, nutzt sie einen Ausflug in die Stadt, um an das Buch zu gelangen. Allerdings hatte sie nicht mit der Empörung gerechnet, die ihr aus dem gesamten Leib der Bibliothekarin entgegen springt. Diese Haltung ist für das Mädchen überhaupt nicht nachvollziehbar, da sie von den Debatten in der Gesellschaft keine Ahnung hat. Wütend berichtet sie ihrem Opa von der Erfahrung. Dieser lässt sie in sein größtes Heiligtum und zeigt ihr in der Bibliothek seine eigene Ausgabe des Buches. Damit ist die Forschungsgemeinschaft endgültig besiegelt und die beiden verbringen jede freie Minute miteinander. Sie erkunden die Natur, führen Experimente durch und philosophieren zusammen. Dadurch eröffnet sich für Calpurnia eine völlig neue Welt und sie scheint nun ein Ziel zu haben: Das Studium an einer Universität. Jacqueline Kelly schafft es ohne anklagenden Worte die Zerrissenheit des Mädchens an der Jahrhundertwende darzustellen. Sie gleicht die kindliche Leichtigkeit mit der harten Realität ab, zeigt aber gleichzeitig Wege auf, die es Calpurnia ermöglichen könnten glücklich zu werden. Dabei versucht das Mädchen sich anzupassen, wird aber immer wieder von ihrer Neugier überwältigt. Sie möchte den Wünschen der Eltern gerecht werden und gleichzeitig ihre eigenen Ziele verfolgen. Der Großvater gibt nur immer wieder Anstöße, die sie zum Weiterdenken animieren und dazu führen, dass sie bestimmte gesellschaftliche Aspekte infrage stellt, aber auch eigene Interpretationen und Ideen formuliert. Dies verpackt die Autorin in eine sehr humorvolle und wunderbar ansprechende Sprache, die einfach Lesefreude bereitet. Die Satzkonstruktionen sind sehr angenehm in Bezug auf Länge und Verschachtelungen. Die Wortwahl passt zum Thema, der damaligen Zeit und ist für eine breite Zielgruppe angemessen. Jugendliche Leser, die Interesse an Naturwissenschaften und der damaligen Lebenswelt haben werden nicht überfordert, erwachsene Leser werden aber gleichzeitig auch nicht gelangweilt. Insgesamt hat mich das Buch sofort gepackt. Die Figuren waren mir auf Anhieb sympathisch, die Entwicklung der Geschichte ist nachvollziehbar und gleichzeitig spannend. Man wächst ein wenig mit Calpurnia über bestehende gesellschaftliche Konstrukte hinaus und bezieht verschiedenste Gedankengänge auch auf die heutige Zeit. Unweigerlich kommt dabei natürlich der Gedanke auf, ob sie in der heutigen Zeit wohl glücklicher sein würde oder ob es nicht gewisse Zwänge gibt, die sie auch heute noch einengen würden. Letztendlich ist die sich entwickelnde Beziehung zwischen dem Mädchen und ihrem Großvater so eine liebevolle Angelegenheit, dass man beim Lesen auch solche Wohlfühlmomente hat, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will. Somit enthält die Geschichte alles, was ein wirklich schönes Buch ausmacht und daher kann ich dieses Werk uneingeschränkt empfehlen. Es ist einfach wundervoll.

von Katrin Kramer aus Weimar am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Neugierig und voller Entdeckergeist findet Callie die Geheimnisse der Evolution auf ihre eigene selbstbewusste Weise im heißen Texas Ende des 19. Jahrhunderts. Wunderschön! ab 12

Calpurnia
von einer Kundin/einem Kunden am 15.09.2013
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es ist ein sehr schwül heißer Sommer 1899 in Texas. Calpurnia, ein elfjähriges Mädchen, verbringt am liebsten die Zeit draußen im Freien. Ihre Familie verdient ihr Geld mit Baumwolle und Pekannüssen. Calpurnia ist das einzige Mädchen von sieben Geschwistern und so ist die ganze Aufmerksamkeit ihrer Mutter auf sie gerichtet, wen... Es ist ein sehr schwül heißer Sommer 1899 in Texas. Calpurnia, ein elfjähriges Mädchen, verbringt am liebsten die Zeit draußen im Freien. Ihre Familie verdient ihr Geld mit Baumwolle und Pekannüssen. Calpurnia ist das einzige Mädchen von sieben Geschwistern und so ist die ganze Aufmerksamkeit ihrer Mutter auf sie gerichtet, wenn es um das Erlernen von Handarbeit und kochen geht. Calpurnia entspricht aber so gar nicht den traditionellen Erwartungen, denn sie erforscht viel lieber die Umgebung. Sie hat Glück, dass ihr Großvater, der selber auf der Suche nach unbekannten Pflanzen ist, sie unter seine Fittiche nimmt. Als erstes gibt er ihr Darwins „Über die Entstehung der Arten“ zu lesen. Und wirklich, sie entdecken eine unbekannte Pflanze. Einfach ein wunderbarer historischer Roman über ein tolles , starkes, selbstbewusstes Mädchen.


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