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Bienensterben

Roman

(27)
»Unglaublich spannend. Da stockt einem der Atem.« CHRISTINE WESTERMANN

Heiligabend in Glasgow: Die fünfzehnjährige Marnie und ihre kleine Schwester Nelly haben gerade ihre toten Eltern im Garten vergraben. Niemand sonst weiß, dass sie da liegen und wie sie dahin gekommen sind. Und die Geschwister werden es niemandem sagen. Irgendwie müssen sie jetzt allein über die Runden kommen, doch allzu viel Geld verdient Marnie als Gelegenheits-Dealerin nicht. So ist es ihnen ganz recht, als ihr alter Nachbar Lennie, stadtbekannter (vermeintlicher) Perversling, sich plötzlich für sie interessiert. Lennie merkt bald, dass die Mädchen seine Hilfe brauchen. Er nimmt sich ihrer an und gibt ihnen so etwas wie ein Zuhause. Als die Leute jedoch beginnen, Fragen zu stellen, zeigen sich erste Risse in Marnies und Nellys Lügengebäude, und es kommen erschütternde Details aus ihrem Familienleben zum Vorschein, was ihre Lage nur noch komplizierter macht.
Mit schnörkelloser Präzision, großem Einfühlungsvermögen und finsterem Humor erzählt Lisa O’Donnell die verstörend komische Geschichte dreier verlorener Seelen, die für sich selbst keine Verantwortung tragen können, aber füreinander bedingungslos einstehen.

Enthält eine Leseprobe aus Lisa O'Donnells zweitem Roman 'Die Geheimnisse der Welt'.
Rezension
Lisa O‘Donnell schildert ähnlich wie in ihrem preisgekrönten Debüt „Bienensterben“, wie sich die Verstörung von Erwachsenen auf ein Kind fortsetzt und potenziert (…) dieser Roman, der Verhältnisse schildert, die mehr als drei Jahrzehnte zurückliegen, ist erschreckend aktuell: Er zeigt zu welcher emotionalen und körperlichen Gewalt Menschen fähig sind, die sich von der Politik allein gelassen fühlen.“
Dana Buchzik, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

"Verrückt, Schwarzhumorig. Und Spannend."
DONNA

"Das ist wunderbar leicht zu lesen - und schwer zu ertragen."
KULTURSPIEGEL

"Lisa O'Donnell erzählt zuerst spektakulär, dann dezenter von zwei vernachlässigten Mädchen."
FRANKFURTER RUNDSCHAU

"Eine düster-spannende Coming-of-Age-Story […] ebenso komisch wie einfühlsam […] Dank Stefanie Jacobs funktioniert Bienensterben auch im Deutschen - für Jugendliche und Erwachsene."
Tina Rausch, ESELSOHR

"Eine wunderbar lakonische Erzählweise mit einem streckenweise fast heiteren Unterton. Eine unschlagbar unterhaltsame Kombination, die es dem Leser schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen."
KÖLNER ILLUSTRIERTE

„Lisa O'Donnell hat die Figur Marnie mit schwarzem Humor und wunderbar warmherzig gezeichnet."
Tanja Brandes, BÜCHER MAGAZIN DES KSTA

„Brillant geschrieben.“

MYSELF

"Düster und originell: "Bienensterben" lässt keinen kalt."
FREUNDIN

"So tragisch wie komisch, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will. Mit schnörkelloser Präzision, großem Einfühlungsvermögen und finsterem Humor erzählt Lisa O'Donnell die verstörend komische Geschichte dreiere verlorener Seelen […]."
FILM, SOUND & MEDIA

"Dieser Roman ist ein ungeschminktes Stück Leben. Absolut empfehlenswert."
RBB RADIO FRITZ

„In einer provokativen Mischung aus Trotz, Humor und Wut schleudert uns Marnie ihre Situation entgegen. Abgründiges trifft auf scharfen Humor und auf einen trotzigen Glauben an die Fähigkeit der Mädchen, sich herauszuarbeiten aus einer tragischen Vergangenheit in eine erträglichere Zukunft.“

Simone von Büren, NZZ AM SONNTAG

"Das Buch beginnt mit einem Paukenschlag und hält den Leser bis zum Schluss in Atem."
Christine Westermann, WDR2

"Ein kraftvoller, schwarzhumoriger Roman über Familienbande und Wahlverwandtschaften."
GRAZIA

„Wer einen robusten Magen hat, diese paar Seiten durchzustehen (die Entsorgung der Leichen), der legt den so eigenwillig wie spannend verfassten Roman nicht mehr ohne weiteres aus der Hand.“
Angela Schader, NEUE ZÜRCHER ZEITUNG

"Ein grandioses, einfallsreiches Debüt."
Anne Belliniva, MÜNSTERLÄNDISCHE VOLKSZEITUNG

"Der Roman berührt und macht wütend […] Absolut lesenswert."
Gabriele Rutschke, RHEINISCHE POST

„Der Debütroman von Lisa O’Donnell fängt mit einem riesen Paukenschlag an […] gleichzeitig schön und unendlich traurig […] ein Buch, das noch lange nachwirkt.“
Nicola Müntefering, SWR3

„Die menschlichen Tragödien werden borstig-witzig erzählt. Und es gibt Hoffnung.“
NÜRNBERGER NACHRICHTEN

"Dieses Buch legt man nur ungern wieder aus der Hand […] Die traurige Geschichte zieht den Leser in den Bann durch eine ausdrucksstarke Sprache und eine Prise vons chwarzem Humor."
Beate Osthues, WESTFÄLISCHE NACHRICHTEN

"Gefällt durch seinen Spannungsbogen und seine Einfühlsamkeit."
Brigitte Lemberger, NÜRNBERGER NACHRICHTEN

"Bienensterben zieht den Leser in eine traurige Welt verlorener Menschen, in der er sich dennoch unvergleichlich wohl fühlen wird."
Rebecca Knoll, RUNDSCHAU
Portrait
Lisa O’Donnell wurde für ihr Drehbuch ›˜ e Wedding Gift‹ mit dem Screenwriting Prize ausgezeichnet. Für ihren Debütroman ›Bienensterben‹ (DuMont 2013) erhielt sie den Commonwealth Writers’ Prize. Lisa O’Donnell lebt in Schottland.
Stefanie Jacobs überträgt englische und französische Literatur ins Deutsche, u. a. von Lauren Groff, Miranda July, Anthony Marra und Grégoire Hervier.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 05.11.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-6292-4
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 18,8/12,5/2,7 cm
Gewicht 331 g
Originaltitel The Death of Bees
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Stefanie Jacobs
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

„mal was anderes, aber klasse!!!“

Sonja Hertkens, Thalia-Buchhandlung Freiburg

Das Buch startet mit einem Knall und dieser lässt einen nicht mehr los.

Wir haben drei Protagonisten, die uns erzählen, was eigentlich passiert ist, die 15jährige Marnie, in sehr jugendlicher Sprache mit leichter Vulgarität, die altkluge 12 jährige Nelly und der Nachbar Lennie, der selber ein Päckchen zu tragen hat.
Die Eltern sind tot und nun versuchen die Mädchen damit umzugehen, aber auch ohne sie zu leben. Keiner darf wissen, dass die Eltern tot sind, da sie sonst getrennt in Heime kommen würden. Und da kommt ihnen die Hilfe des elterlichen Nachbarn sehr gelegen.
Da es aber keine typischen Eltern waren, kommen noch untypische Probleme hinzu…

Eine etwas andere Geschichte, die einen nicht mehr loslässt. O’Donnell hat es geschafft, die drei Figuren mit der jeweils eigenen Sprache tatsächlich zum „Leben“ zu erwecken.
Das Buch startet mit einem Knall und dieser lässt einen nicht mehr los.

Wir haben drei Protagonisten, die uns erzählen, was eigentlich passiert ist, die 15jährige Marnie, in sehr jugendlicher Sprache mit leichter Vulgarität, die altkluge 12 jährige Nelly und der Nachbar Lennie, der selber ein Päckchen zu tragen hat.
Die Eltern sind tot und nun versuchen die Mädchen damit umzugehen, aber auch ohne sie zu leben. Keiner darf wissen, dass die Eltern tot sind, da sie sonst getrennt in Heime kommen würden. Und da kommt ihnen die Hilfe des elterlichen Nachbarn sehr gelegen.
Da es aber keine typischen Eltern waren, kommen noch untypische Probleme hinzu…

Eine etwas andere Geschichte, die einen nicht mehr loslässt. O’Donnell hat es geschafft, die drei Figuren mit der jeweils eigenen Sprache tatsächlich zum „Leben“ zu erwecken.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Es mangelt mir an Worten, um diesen Roman adäquat zu beschreiben. Drei aber hab ich sofort gefunden: Ganz unbedingt lesen! Es mangelt mir an Worten, um diesen Roman adäquat zu beschreiben. Drei aber hab ich sofort gefunden: Ganz unbedingt lesen!

Sabrina Hüper, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Eine ganz besondere Geschichte - zwei Teenager-Schwestern verbergen den Tod ihrer Eltern und kämpfen sich durch. Skurril, spannend und speziell! Eine ganz besondere Geschichte - zwei Teenager-Schwestern verbergen den Tod ihrer Eltern und kämpfen sich durch. Skurril, spannend und speziell!

Valentina Hattler, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Eine fesselnde und einfühlsame Geschichte voll schwarzem Humor über die Bedeutung von Geschwisterliebe, Freundschaft und Zusammenhalt in einem erfrischend originellen Schreibstil. Eine fesselnde und einfühlsame Geschichte voll schwarzem Humor über die Bedeutung von Geschwisterliebe, Freundschaft und Zusammenhalt in einem erfrischend originellen Schreibstil.

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Stimmig geschrieben und bei aller Tristesse ein schmerzhaft-schönes Buch mit eigenem Witz. Jede Figur hat ihre unverwechselbare Stimme, die zu Herzen geht. Stimmig geschrieben und bei aller Tristesse ein schmerzhaft-schönes Buch mit eigenem Witz. Jede Figur hat ihre unverwechselbare Stimme, die zu Herzen geht.

„Ein Buch das trifft....“

Stephanie Bilke, Thalia-Buchhandlung Münster

Der Norden Glasgows:
Erzählt wird die bittersüße Geschichte zweier Mädchen, die ihre toten Eltern, aus Angst vor der Zukunft, im Garten vergraben. In ihrem alten Nachbarn Lennie finden sie schließlich eine Bezugsperson, die sie in ihren arbeitslosen, drogensüchtigen Eltern nie hatten.
Gekonnt wechselt die Autorin die Erzählperspektiven und trifft dabei immer den richtigen Ton.
Der Norden Glasgows:
Erzählt wird die bittersüße Geschichte zweier Mädchen, die ihre toten Eltern, aus Angst vor der Zukunft, im Garten vergraben. In ihrem alten Nachbarn Lennie finden sie schließlich eine Bezugsperson, die sie in ihren arbeitslosen, drogensüchtigen Eltern nie hatten.
Gekonnt wechselt die Autorin die Erzählperspektiven und trifft dabei immer den richtigen Ton.

„Familienbande“

C. Winkler, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Was für ein Roman, kraftvoll, makaber und humorvoll. Marnie und ihre kleine Schwester Nelly vergraben heimlich ihre toten Eltern im Garten. Niemand darf davon erfahren, denn Sie wollen nicht in ein Heim. Ihr Nachbar Lennie bemerkt, das die Mädchen allein sind und kümmert sich um Sie. Er kannte die Eltern der Mädchen, Ihnen waren Drogen und Alkohol immer wichtiger als die Familie. Dann taucht plötzlich der Großvater der Kinder auf und stellt Fragen. Das Lügengebäude beginnt zu wackeln. Da geht der alte Lennie einen außergewöhnlichen Schritt, um die Mädchen zu retten. Wie gern muß er die Beiden gehabt haben! Was für ein Roman, kraftvoll, makaber und humorvoll. Marnie und ihre kleine Schwester Nelly vergraben heimlich ihre toten Eltern im Garten. Niemand darf davon erfahren, denn Sie wollen nicht in ein Heim. Ihr Nachbar Lennie bemerkt, das die Mädchen allein sind und kümmert sich um Sie. Er kannte die Eltern der Mädchen, Ihnen waren Drogen und Alkohol immer wichtiger als die Familie. Dann taucht plötzlich der Großvater der Kinder auf und stellt Fragen. Das Lügengebäude beginnt zu wackeln. Da geht der alte Lennie einen außergewöhnlichen Schritt, um die Mädchen zu retten. Wie gern muß er die Beiden gehabt haben!

„Zartbitter“

Martina Wolf, Thalia-Buchhandlung Heilbronn

In einer Glasgower Vorstadt, mitten im Winter, verbuddeln die 15-jährige Marnie und ihre 12-jährige Schwester Nelly ihre Eltern im Garten. Izzy und Gene waren Junkies, haben sich ohnehin kaum um ihre Kinder gekümmert. Aus Angst in ein Heim gesteckt und am Ende noch getrennt zu werden, beschließen die beiden Mädchen, den Tod ihrer Eltern geheim zu halten. Einzig der alte, einsame Nachbar Lennie bemerkt, daß die Geschwister alleine sind. Er nimmt sich ihrer an und zum ersten Mal haben die Beiden soetwas wie ein Zuhause. Aus wechselner Perspektive erzählen Marnie, Nelly und Lennie ihre Sicht der Ereignisse. Das ist oft komisch, makaber, traurig und auch einfach mal schön. Gute Unterhaltung mit bitterem Nachgeschmack.

In einer Glasgower Vorstadt, mitten im Winter, verbuddeln die 15-jährige Marnie und ihre 12-jährige Schwester Nelly ihre Eltern im Garten. Izzy und Gene waren Junkies, haben sich ohnehin kaum um ihre Kinder gekümmert. Aus Angst in ein Heim gesteckt und am Ende noch getrennt zu werden, beschließen die beiden Mädchen, den Tod ihrer Eltern geheim zu halten. Einzig der alte, einsame Nachbar Lennie bemerkt, daß die Geschwister alleine sind. Er nimmt sich ihrer an und zum ersten Mal haben die Beiden soetwas wie ein Zuhause. Aus wechselner Perspektive erzählen Marnie, Nelly und Lennie ihre Sicht der Ereignisse. Das ist oft komisch, makaber, traurig und auch einfach mal schön. Gute Unterhaltung mit bitterem Nachgeschmack.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
27 Bewertungen
Übersicht
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Hier erwartet einen ein Wechselbad an Gefühlen - verstörend, traurig, herzzerreißend, aber auch so unglaublich witzig - ein Lesehighlight
von Pink Anemone aus Wien am 26.09.2018

"..., um sie richtig zu begraben, und weil Gene am meisten stank, haben wir beschlossen, ihn zuerst zu beerdigen und Izzy in den Kohlekasten zu quetschen; klar würde sie verwesen, aber so kamen wir an sie ran und konnten zur Not Desinfektionsmittel drüberschütten." (S. 21) Gleich zu Beginn sollte erwähnt werden, dass dieser Roman... "..., um sie richtig zu begraben, und weil Gene am meisten stank, haben wir beschlossen, ihn zuerst zu beerdigen und Izzy in den Kohlekasten zu quetschen; klar würde sie verwesen, aber so kamen wir an sie ran und konnten zur Not Desinfektionsmittel drüberschütten." (S. 21) Gleich zu Beginn sollte erwähnt werden, dass dieser Roman nicht ohne Trigger-Warnung auskommt und dieses Buch daher nicht für jeden geeignet sein könnte. Trigger: Pädophilie, sexueller und psychischer Mißbrauch von Minderjährigen Man liest aus drei Perspektiven. Allen voran Marnie - 15 Jahre, Drogendealerin mit einem äußerst derben Wortschatz, nach außen hin stark und kühl, im Inneren jedoch immer noch ein bisschen Kind. Nelly - 12 Jahre und die Schwester von Marnie; ein geigespielendes Genie und redet als wäre sie aus dem frühen 19. Jahrhundert entsprungen. Sie zerbricht sich über manche Dinge wochenlang den Kopf. Beide hatten bisher alles andere als eine leichte Kindheit - aufgewachsen im Glasgower Ghetto, Eltern alkohol- und drogenabhängig, liebevoller Umgang Fehlanzeige. Innerhalb von zwei Tagen sterben ihre Eltern, aber nachtrauern tun die beiden Mädchen den beiden nicht wirklich. Sie beschließen die Leichen im Garten zu verbuddeln, denn in ein Heim wollen sie beide nicht. Doch rasch wächst ihnen alles über den Kopf und da tritt Lennie auf den Plan. Lennie - ein alter Nachbar, schwul und fälschlich wegen Pädophilie im Strafregister von Sexualstraftätern aufgeführt. Dadurch wird er von allen in der Nachbarschaft geächtet. Jedoch betrauert er den Tod seines Lebensgefährten und hätte einfach nur gerne jemanden zu reden. Die Mädchen tun ihm leid und so hat er ein Auge auf sie und nimmt sich ihrer schließlich an. "Klar haben wir Angst, weil, irgendwann wird er ja wissen wollen, wo sie ist. Jetzt glaubt er, sie sind irgendwo im Grünen. Sind sie ja auch, nur nicht so, wie er denkt." (S. 187) Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist einfach nur unglaublich und niemals hätte ich gedacht, dass dies ein Debüt ist. Je nach Perspektive ändern sich Ton und Jargon. Es wird hauptsächlich aus Marnies Sicht erzählt - hier ist die Sprache eher derb und manchmal erschreckend kühl und emotionslos. Wenn man bedenkt, was die Mädchen schon alles durchmachen mussten, in gewisser Weise verständlich. Nelly kommt meist nur kurz zu Wort, aber diese wenigen Zeilen haben es oft mächtig in sich. Beide Perspektiven ermöglichen somit auf sehr eindringliche Weise einen Blick in zwei kaputte Kinderseelen. Lennies Perspektive zeigt hingegen Besonnenheit, Reife und viel Trauer. Daher ist dieser Roman auch vom psychologischen Standpunkt aus betrachtet interessant und packend, denn zwischen all den coolen und derben Sprüchen, zwischen all den verschiedenen Gedankengängen, verbirgt sich so einiges. Wenn man die Augen beim Lesen öffnet, kann man nämlich ganz tief in die Herzen und Seelen der Protagonisten sehen. Obwohl die Story bedrückend,morbide und auch zeitweise verstörend ist, wird diese durch herrlich schwarzen Humor und abstrus witzige Ereignisse und/oder Handlungen aufgelockert. In einem Moment war ich schockiert, im nächsten musste ich schmunzeln. Vor allem Marnie hat einen herrlich schwarzen Humor, der vor Sarkasmus nur so trieft. Es ist aber auch traurig und herzzerreißend zu lesen, was die Mädchen und auch Lennie schon alles durchmachen mussten und sie dadurch zu dem wurden was sie sind - kaputte Kinderseelen und ein trauernder, einsamer alter Mann. Und doch enthält dieser Roman so viel mehr als gut gezeichnete Charaktere, tollen Schreib- und Erzählstil und packende Story. Denn trotz dieses schwarzen Humors, der oft derben Ausdrucksweise und bedrückenden Thematik, liest man immer wieder wunderschöne Passagen voller Tiefe und Weisheit, welche einen kurz inne halten lassen. "Ich bin froh, dass die Mädchen einander haben, denn sonst ist es eine einsame Reise, und deshalb lasse ich ihnen ihre Geheimnisse und das, was sie miteinander teilen. Es verbindet sie, so bleiben sie stark. Und darauf kommt es an, stark zu bleiben, es bindet einen an das Leben und zwingt einen zum Weitergehen, selbst wenn es nur mit einem Hund ist." (S. 71) Fazit: Für mich persönlich war dieser Roman DAS Lesehighlight im Genre Roman. Obwohl es nicht unbedingt leichte Kost war, übte die Story einen unvergleichbaren Sog auf mich aus und schickte mich durch ein Wechselbad der Gefühle. Die Geschichte ist nämlich bedrückend, traurig, verstörend, aber auch herzzerreißend und witzig. Ein Buch über Mut, Zusammenhalt und Loyalität und eine Story die einem lange im Gedächtnis bleibt.

von Antje Winkler aus Dresden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Dieser Roman ist beeindruckend, aber er lässt einen auch nicht los, denn das was diese beiden Mädchen ertragen müssen, ist mehr als man sollte. Schonungslos, hart, düster.

von Natascha Stapp aus Kaiserslautern am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Zwei einzigartige Teenie-Schwestern erfahren die Rohheit der Welt, wie sie unbarmherziger nicht sein könnte.Unsagbares haben die beiden getan... Ein schauderhafter Pageturner!