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Der Schuldige

Roman

(2)
Der Londoner Anwalt Daniel Hunter ist der Mann für hoffnungslose Fälle. Doch als der 11jährige Sebastian, der einen Jungen ermordet haben soll, sein Klient wird, ändert sich alles. Denn je tiefer er in die schwierigen Familienverhältnisse Sebastians eintaucht, desto mehr erinnert er sich an seine eigene Kindheit, die er in Pflegefamilien verbracht hat - und an seine Adoptivmutter Minnie. Ihre Liebe hat ihn gerettet, bis auch sie ihn enttäuschte. Aber was hat Minnie getan, dass er sie aus seinem Leben verbannte? Ist Daniel überhaupt noch objektiv genug für diesen Fall?
Rezension
"'Der Schuldige' von Lisa Ballantyne ist ein raffiniert komponierter und bis zum Schluss fesselnder Roman.“
Portrait
Lisa Ballantyne wurde 1975 in Armsdale, Schottland geboren, wo sie Englische Literatur studierte. Sie hat einige Jahre in China gelebt, wo sie in den Bereichen Internationale Entwicklung und Bildung tätig war. 2002 kehrte sie in ihre Heimat zurück und arvbeitet seitdem im International Office der Universität Glasgow. "Der Schuldige" ist ihr erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 480 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.06.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783641122881
Verlag btb
Übersetzer Benjamin Schwarz
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Der Schuldige
von Verena Schilp am 29.02.2016
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Kleiner Junge im Barnard Park tot aufgefunden“ mit dieser Schlagzeile beginnt der erste Teil von „Der Schuldige“ von Lisa Ballantine. In den ersten Kapiteln lernen wir den Anwalt Daniel Hunter kennen, der hinzugerufen wird, nachdem man den 11 jährigen Sebastian verhaftet hat und des Mordes an dem kleinen Ben... „Kleiner Junge im Barnard Park tot aufgefunden“ mit dieser Schlagzeile beginnt der erste Teil von „Der Schuldige“ von Lisa Ballantine. In den ersten Kapiteln lernen wir den Anwalt Daniel Hunter kennen, der hinzugerufen wird, nachdem man den 11 jährigen Sebastian verhaftet hat und des Mordes an dem kleinen Ben beschuldigt. Das Buch besteht aus drei Teilen: Verbrechen, Schuld und Urteil. Diese Teile wiederum sind in verschiedene Kapitel aufgeteilt die abwechselnd in der Gegenwart oder Vergangenheit spielen. Die Gegenwart beschreibt hauptsächlich die Anhörungen, den Prozess selbst und die Vorbereitungen darauf. Ein Seitenweiser Schlagabtausch vor Gericht wie wir ihn alle aus diversen Fernsehserien kennen. Die Vergangenheitspassagen hingegen beschrieben die schwere Jugend des mittlerweile erfolgreichen Anwalts Daniel Hunter. Hin und hergereicht zwischen verschiedenen Pflegefamilien landet er letztendlich bei der resoluten Minnie auf einer Farm. Zunächst macht Daniel ihm sehr viel Ärger und bedroht sie sogar, aber mit viel Liebe, Verständnis und vor allem Geduld gewöhnt sich der junge Daniel bei ihr ein und findet sogar gefallen an dem Leben auf der Farm. Alle Charaktere in diesem Buch sind sehr vielschichtig und wirklich dicht ausgearbeitet. Besonders gut gefallen hat mir allerdings die Pflegemutter Minnie mit ihrer hoffnungslosen Geduld, komme was wolle, die auch jedem Kapitel eine besondere Ruhe verleiht. Der Anwalt Daniel Hunter fühlt sich auf besondere Weise zu seinem Klienten Sebastian hingezogen. Während ihrer Gespräche entdeckt er immer mehr Gemeinsamkeiten zu seinem eigenen 11 Jahre alten Ich und das bringt ihn dazu seinen letzten Streit mit Minnie noch einmal zu überdenken. Warum mir das Buch so gut gefallen hat? Weil dieses Buch so viel mehr zu sagen hat als die Worte die in ihm stehen. Das auch Erwachsene nicht immer alles richtig machen, auch wenn sie das Herz am richtigen Fleck haben. Das auch richtige Dinge falsch sein können und das man manchmal einfach mal über seinen Schatten springen sollte um nicht irgendwann zu merken, dass es zu spät ist. Das die richtige Dosis Verständnis und Liebe manchmal mehr vollbringen als Disziplin und Strafe. Denn wo fängt Schuld an und hört Liebe auf? In diesem Buch steckt viel mehr als bloß Worte. Eine Geschichte über den Glauben an einen Menschen, Liebe und Abgründe.

ein überzeugendes Buch
von robby lese gern aus Belm am 26.08.2014
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Debüt " Der Schuldige " von Lisa Ballanthyne, ist kraftvoll und trifft mitten ins Herz. Ein Buch, dem ich viele Leser wünsche, weil ich finde, es hat es mehr als verdient. Der elfjährige Sebastian ist des Mordes angeklagt an seinem 9 jährigen Spielkameraden Ben. Die beiden Jungen wurden, miteinander... Das Debüt " Der Schuldige " von Lisa Ballanthyne, ist kraftvoll und trifft mitten ins Herz. Ein Buch, dem ich viele Leser wünsche, weil ich finde, es hat es mehr als verdient. Der elfjährige Sebastian ist des Mordes angeklagt an seinem 9 jährigen Spielkameraden Ben. Die beiden Jungen wurden, miteinander raufend, von einem Spaziergänger gesehen und dazu aufgefordert, damit aufzuhören. Am nächsten Tag wird Ben erschlagen auf einem nahegelegenen Spielplatz aufgefunden. Die Tatwaffe, in Backstein. Hat Sebastian seinen Spielkameraden ermordet ? Daniel Hunter, Anwalt in London und spezialisiert auf die Verteidigung von Jugendlichen, übernimmt den Fall, nicht wissend, dass er damit auch seine problematische Jugendzeit heraufbeschwört. Das Buch wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart erfährt der Leser viel über die problematischen Familienverhältnisse in Sebastians Elternhaus und erlebt den Prozess mit, der über die weitere Zukunft Sebastians entscheiden soll. Die Vergangenheit taucht tief in Daniels Kindheit und Jugend ein. Daniel, der als einziges Kind einer drogensüchtigen Mutter aufwuchs und sich immer für seine Mutter verantwortlich fühlte, durchlief verschiedene Pflegefamilien, bis er endlich bei Minnie landet. Minnie hat schon früh ihren Mann und ihre Tochter verloren und fungiert jetzt als Pflegemutter, die Kinder auf Zeit aufnimmt, bis sie entweder in die Familien zurück, oder in eine Familie kommen, die die Kinder adoptieren. Minnie lebt auf einem kleinen Bauernhof mit vielen Tieren , ist dem Gin zugeneigt und hat ein genauso großes Herz, wie ihr voluminöser Körper es vermuten lässt. Doch ein Ereignis im Erwachsenenalter, lässt Daniel den Kontakt zu seiner Mutter, die ihn später adoptiert hat, abrupt abbrechen. Dieses Buch ist einfach ein Knaller. Von Anfang an taucht man in die Geschichte ein, ist berührt, teilweise wütend und immer wieder am zweifeln, ob eine Strafmündigkeit ab 10 Jahren, wie es in England der Fall ist, richtig ist. Man fiebert mit Sebastian mit, verfolgt atemlos Daniels Geschichte und kann die beiden sehr gut verstehen, weil die Autorin es geschafft hat, mit ihnen zwei Personen zu schaffen, denen man ihr Handeln abnimmt, weil sie nachvollziehbar agieren. Die Geschichte ist sicherlich nicht lustig, aber dadurch das zwei Geschichten von Kindern erzählt werden, wird deutlich, wie wichtig es ist, problematische Kinder zu verstehen und pädagogisch effektiv zu handeln. Daniel hat seinen Weg gemacht, ist Anwalt geworden, trotz seiner problematischen Jugend, was Hoffnung macht. Das Buch ließ sich sehr flüssig und hat an keiner Stelle Längen. Im Gegenteil, ich habe dieses Buch verschlungen, da es zutiefst menschlich geschrieben ist und sicherlich Schicksale aufzeigt, die in unserer Gesellschaft leider allzu oft zu finden sind.