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Wer das Schweigen bricht

Roman. Ausgezeichnet mit dem deutschen Krimipreis 2012

(23)
In den Wirren des Zweiten Weltkriegs verlieren sich sechs junge Menschen in einem Netz aus Freundschaft, inniger Liebe und tiefgreifendem Hass. Was aber hat das mit Robert Lubisch zu tun, der beinahe sechzig Jahre später im Nachlass seines Vaters den SS-Ausweis eines Unbekannten und das Foto einer schönen Frau findet?
Portrait
Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Mit „Wer das Schweigen bricht“ schrieb sie einen Bestseller, der mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet wurde und wochenlang auf der KrimiZeit-Bestenliste zu finden war. Für den "Geiger" wurde Mechtild Borrmann als erste deutsche Autorin mit dem renommierten französischen Publikumspreis "Grand Prix des Lectrices" der Zeitschrift Elle ausgezeichnet. 2015 wurde sie mit "Die andere Hälfte der Hoffnung" für den Friedrich-Glauser-Preis 2015 nominiert. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 01.10.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-30418-1
Verlag Droemer Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12,3/2 cm
Gewicht 238 g
Verkaufsrang 1.843
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Mehr als ein Krimi“

Christine Pajak, Thalia-Buchhandlung Lutherstadt Wittenberg

Ein facettenreicher Roman über Freundschaft, Verrat, Schuld und das Erwachsenwerden in einer grausamen Zeit. Mechtild Borrmann schreibt fabelhaft, mit einfachen, aber sehr treffenden Worten und setzt ihre Geschichte raffiniert zusammen. Ein facettenreicher Roman über Freundschaft, Verrat, Schuld und das Erwachsenwerden in einer grausamen Zeit. Mechtild Borrmann schreibt fabelhaft, mit einfachen, aber sehr treffenden Worten und setzt ihre Geschichte raffiniert zusammen.

Daniela Blank, Thalia-Buchhandlung Köln

Ein toller Krimi, der überrascht und mit einer gelungenen Mischung aus historischer Kulisse und spannendem Kriminalfall überzeugt. Definitiv eine meiner Lieblingsautorinnen. Ein toller Krimi, der überrascht und mit einer gelungenen Mischung aus historischer Kulisse und spannendem Kriminalfall überzeugt. Definitiv eine meiner Lieblingsautorinnen.

Marta Magdalena Urban, Thalia-Buchhandlung Koblenz

Freundschaft, Nationalsozialismus und eine kleine Zeitreise in die Neuzeit. Bleibt das ganze Buch über spannend! Freundschaft, Nationalsozialismus und eine kleine Zeitreise in die Neuzeit. Bleibt das ganze Buch über spannend!

Anka Ziegler, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Center

Man sollte dieses Buch mit Ruhe lesen, es steckt mehr darin als man zuerst glaubt. Die Wurzeln des Verbrechens reichen bis zum Kriegsbeginn zurück. Ich finde solche Fälle spannend. Man sollte dieses Buch mit Ruhe lesen, es steckt mehr darin als man zuerst glaubt. Die Wurzeln des Verbrechens reichen bis zum Kriegsbeginn zurück. Ich finde solche Fälle spannend.

„Von der Vergangenheit eingeholt!“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Robert Lubisch findet im Nachlass seines Vaters das Bild einer jungen Frau und den Wehrpass eines SS-Scharführers namens Peters. Wer waren diese Menschen und was haben sie mit seinem Vater zu tun? Als eine Journalistin auf Suche nach einer Story in der Vergangenheit wühlt, wird sie ermordet und Lubisch kriegt es mit der Angst zu tun, gilt er doch als Hauptverdächtiger.

Dieser intelligenter, spannender Krimi spielt auf 2 Zeitebenen: die vierziger und die neunziger Jahre. Es geht um Freundschaft, Liebe und was man aus Liebe macht, Schuld und das Verarbeiten der Geschichte und der eigenen Vergangenheit.

Großartig! Kein Wort zu viel! Hat zu Recht den Deutschen Krimipreis 2012 bekommen!
Robert Lubisch findet im Nachlass seines Vaters das Bild einer jungen Frau und den Wehrpass eines SS-Scharführers namens Peters. Wer waren diese Menschen und was haben sie mit seinem Vater zu tun? Als eine Journalistin auf Suche nach einer Story in der Vergangenheit wühlt, wird sie ermordet und Lubisch kriegt es mit der Angst zu tun, gilt er doch als Hauptverdächtiger.

Dieser intelligenter, spannender Krimi spielt auf 2 Zeitebenen: die vierziger und die neunziger Jahre. Es geht um Freundschaft, Liebe und was man aus Liebe macht, Schuld und das Verarbeiten der Geschichte und der eigenen Vergangenheit.

Großartig! Kein Wort zu viel! Hat zu Recht den Deutschen Krimipreis 2012 bekommen!

„Schatten der Vergangenheit“

Nancy Jarisch, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Als Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters die verblasste Photographie einer jungen Frau und den Ausweis eines ihm unbekannten SS-Offiziers findet, ist seine Neugier geweckt. Weil er einen Fleck auf der blütenweißen Weste seines perfekten, für ihn stets so unnahbaren Vaters wittert, der als Jude den Zweiten Weltkrieg nur knapp überlebte und sich seitdem als Schirmherr einer Stiftung für die jüdische Bevölkerung stark machte, begibt er sich auf die Suche nach der Frau auf dem Bild. Dabei trifft er auf eine Journalistin, die eine große Story wittert und ihm ihre Hilfe bei den Nachforschungen zusichert. Als diese ermordet aufgefunden wird, ist Lubisch der Hauptverdächtige und muss erkennen, dass die Vergangenheit seines Vaters noch viel dunkler ist als er annahm und bedrohliche Auswirkungen auf die Gegenwart hat.

Dieses Buch vereint in kurzem, prägnantem Stil eine Kriminal- sowie die Lebengschichte, welche sich auf zwei geschickt ineinander verflochtenen Zeitebenen zutragen. Die Autorin schildert aus Sicht der Frau auf dem Foto die Entwicklung einer Freundschaft 6 Jugendlicher vom Beginn bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs und zeigt auf wie jeder von ihnen mit der Ideologie des Hitlerregimes umgeht; dagegen ankämpft, zum Mitläufer wird oder seine eigene Grausamkeit in ihr auslebt und so individuell schuldig wird. Nur langsam nähert sich der Leser der Konsequenzen dieser Geschichte für die Gegenwart und der Antwort, welche Rolle Lubischs Vater in ihr spielte.
Ein spannender wie tiefgründiger Roman, der eine neue Facette des Kriegsgeschehens offenlegt und die Frage aufwirft, inwieweit sich die Nachkriegsgeneration über die Schuld ihrer Eltern definiert.

Als Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters die verblasste Photographie einer jungen Frau und den Ausweis eines ihm unbekannten SS-Offiziers findet, ist seine Neugier geweckt. Weil er einen Fleck auf der blütenweißen Weste seines perfekten, für ihn stets so unnahbaren Vaters wittert, der als Jude den Zweiten Weltkrieg nur knapp überlebte und sich seitdem als Schirmherr einer Stiftung für die jüdische Bevölkerung stark machte, begibt er sich auf die Suche nach der Frau auf dem Bild. Dabei trifft er auf eine Journalistin, die eine große Story wittert und ihm ihre Hilfe bei den Nachforschungen zusichert. Als diese ermordet aufgefunden wird, ist Lubisch der Hauptverdächtige und muss erkennen, dass die Vergangenheit seines Vaters noch viel dunkler ist als er annahm und bedrohliche Auswirkungen auf die Gegenwart hat.

Dieses Buch vereint in kurzem, prägnantem Stil eine Kriminal- sowie die Lebengschichte, welche sich auf zwei geschickt ineinander verflochtenen Zeitebenen zutragen. Die Autorin schildert aus Sicht der Frau auf dem Foto die Entwicklung einer Freundschaft 6 Jugendlicher vom Beginn bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs und zeigt auf wie jeder von ihnen mit der Ideologie des Hitlerregimes umgeht; dagegen ankämpft, zum Mitläufer wird oder seine eigene Grausamkeit in ihr auslebt und so individuell schuldig wird. Nur langsam nähert sich der Leser der Konsequenzen dieser Geschichte für die Gegenwart und der Antwort, welche Rolle Lubischs Vater in ihr spielte.
Ein spannender wie tiefgründiger Roman, der eine neue Facette des Kriegsgeschehens offenlegt und die Frage aufwirft, inwieweit sich die Nachkriegsgeneration über die Schuld ihrer Eltern definiert.

„Erstklassig“

Anke Matthes, Thalia-Buchhandlung Dessau-Roßlau

Es gibt sie noch, die Kriminalliteratur. Wobei die Betonung auf dem Wort "Literatur" liegt.
Hier wird einfach, sachlich, manchmal schon spröde ein Fall erzählt, der erstmal keiner ist.
Die Neugier eines Sohnes, der im Nachlass seines Vaters Dinge findet, die er sich nicht erklären kann, tritt eine Lawine los, die den Protagonisten und den Leser förmlich überrollt.
Das Buch entwickelt eine Sogwirkung, der man sich einfach nicht entziehen kann.
"Wer das Schweigen bricht" ist eine Kostbarkeit. Absolut lesenswert.
Es gibt sie noch, die Kriminalliteratur. Wobei die Betonung auf dem Wort "Literatur" liegt.
Hier wird einfach, sachlich, manchmal schon spröde ein Fall erzählt, der erstmal keiner ist.
Die Neugier eines Sohnes, der im Nachlass seines Vaters Dinge findet, die er sich nicht erklären kann, tritt eine Lawine los, die den Protagonisten und den Leser förmlich überrollt.
Das Buch entwickelt eine Sogwirkung, der man sich einfach nicht entziehen kann.
"Wer das Schweigen bricht" ist eine Kostbarkeit. Absolut lesenswert.

„Die Schatten der Vergangenheit - ist Schuld definierbar?“

Moritz Revermann, Thalia-Buchhandlung Neuss

Kein Wort zu viel. Karg und knapp erzählt, durchzogen von fast poetisch anmutenden Reflexionen, die in dem ansonsten nüchternen Erzählstil um so heller leuchten. 'Wer das Schweigen bricht' ist ein ein dramatischer Titel für eine Tragödie in drei Akten: Kriegszeit, Nachkriegszeit und Gegenwart. Geschickt ineinander verflochten, großartig inszeniert und aufgeführt. Erinnerungen, halb verblasst, ein Portraitphoto, welches stumm die Erinnerungen in die Gegenwart zieht und aus der Stille des Vergessens eine Kakophonie erschwillen läßt.

"Therese Mende erinnerte sich an die Stille. Diese Stille, in der man atemlos nach Worten sucht, die man nicht kennt. Die man erfinden muss."

Ein Mann, ein altes Photo, eine Journalistin, die in der Vergangenheit stochert, ein Mord, der Wellen auslöst, die 60 Jahre zurückreichen. Ein berührendes Ende. So etwa in Kürze das Gerüst. dieses außergewöhnlichen Kriminalromans, der völlig zu Recht den deutschen Krimi Preis 2012 erhielt und inzwischen in der siebten Auflage vorliegt. Das gönne ich dem Pendragon Verlag von Herzen, findet er doch immer wieder Perlen im wüsten Land der Krimineuerscheinungen!

Dank an dieser Stelle dem Kollegen Heidsiek aus Darmstadt, dessen Krimirezensionen ich mir mit höchstem Vergnügen regelmäßig zu Gemüte führe. Es lohnt. Wie man sieht. Tipps von Kollegen, von Kunden und die eigene gewachsene Intuition - so wird sich der Speicher guter, interessanter und spannder Literatur nie leeren.
Kein Wort zu viel. Karg und knapp erzählt, durchzogen von fast poetisch anmutenden Reflexionen, die in dem ansonsten nüchternen Erzählstil um so heller leuchten. 'Wer das Schweigen bricht' ist ein ein dramatischer Titel für eine Tragödie in drei Akten: Kriegszeit, Nachkriegszeit und Gegenwart. Geschickt ineinander verflochten, großartig inszeniert und aufgeführt. Erinnerungen, halb verblasst, ein Portraitphoto, welches stumm die Erinnerungen in die Gegenwart zieht und aus der Stille des Vergessens eine Kakophonie erschwillen läßt.

"Therese Mende erinnerte sich an die Stille. Diese Stille, in der man atemlos nach Worten sucht, die man nicht kennt. Die man erfinden muss."

Ein Mann, ein altes Photo, eine Journalistin, die in der Vergangenheit stochert, ein Mord, der Wellen auslöst, die 60 Jahre zurückreichen. Ein berührendes Ende. So etwa in Kürze das Gerüst. dieses außergewöhnlichen Kriminalromans, der völlig zu Recht den deutschen Krimi Preis 2012 erhielt und inzwischen in der siebten Auflage vorliegt. Das gönne ich dem Pendragon Verlag von Herzen, findet er doch immer wieder Perlen im wüsten Land der Krimineuerscheinungen!

Dank an dieser Stelle dem Kollegen Heidsiek aus Darmstadt, dessen Krimirezensionen ich mir mit höchstem Vergnügen regelmäßig zu Gemüte führe. Es lohnt. Wie man sieht. Tipps von Kollegen, von Kunden und die eigene gewachsene Intuition - so wird sich der Speicher guter, interessanter und spannder Literatur nie leeren.

„Klein,aber fein“

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Eigentlich hab ich`s ja mehr mit dickeren Krimischmökern,in denen man als Leser in vergangene Zeiten oder die Lebensgeschichte interessanter Protagonisten abtauchen kann. Aber,wie schon mein geschätzter Kollege Stefan Heidsiek sagt, Mechthild Borrmann braucht nur wenige Worte ,um all diese Effekte trotzdem zu erzeugen.Berührend und spannend auf wenigen Seiten : dieser Roman wäre für mich ein Highlight für eine Krimi-Nacht in der Stadtbibliothek,mit Freunden an einem Winterabend oder einer Abendveranstaltung mit Oberschülern,die die NS-Zeit endlos durchgenommen haben und denen trotzdem nichts wirklich davon hängengeblieben ist... Bitte lesen Sie selbst !!! Eigentlich hab ich`s ja mehr mit dickeren Krimischmökern,in denen man als Leser in vergangene Zeiten oder die Lebensgeschichte interessanter Protagonisten abtauchen kann. Aber,wie schon mein geschätzter Kollege Stefan Heidsiek sagt, Mechthild Borrmann braucht nur wenige Worte ,um all diese Effekte trotzdem zu erzeugen.Berührend und spannend auf wenigen Seiten : dieser Roman wäre für mich ein Highlight für eine Krimi-Nacht in der Stadtbibliothek,mit Freunden an einem Winterabend oder einer Abendveranstaltung mit Oberschülern,die die NS-Zeit endlos durchgenommen haben und denen trotzdem nichts wirklich davon hängengeblieben ist... Bitte lesen Sie selbst !!!

„Geschwiegen wurde über zu vieles“

Gregor Hügens, Thalia-Buchhandlung Bonn (Metropol)

Passt das überhaupt alles in dieses beinahe schon zu knapp geratene Buch?
Die entlarvende Bandbreite persönlichen Verhaltens in der Terrorzeit des Dritten Reichs, die überzeitlichen Wirrungen des Erwachsenwerdens, dazu die ganz spezielle Mentalität der Bewohner des Niederrheins: All dies verbindet eine Krimihandlung, die im Heute beginnt und endet, doch zugleich Personen und Örtlichkeiten in einer eben gar nicht so fernen Vergangenheit sehr konkret fassbar werden lässt. Lesen!
Passt das überhaupt alles in dieses beinahe schon zu knapp geratene Buch?
Die entlarvende Bandbreite persönlichen Verhaltens in der Terrorzeit des Dritten Reichs, die überzeitlichen Wirrungen des Erwachsenwerdens, dazu die ganz spezielle Mentalität der Bewohner des Niederrheins: All dies verbindet eine Krimihandlung, die im Heute beginnt und endet, doch zugleich Personen und Örtlichkeiten in einer eben gar nicht so fernen Vergangenheit sehr konkret fassbar werden lässt. Lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
23 Bewertungen
Übersicht
19
3
1
0
0

Schweigen hilft nicht...
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 04.10.2018

Mechtild Borrmann ist ein großartiges Buch gelungen, eine gelungene Mischung zwischen Krimi und historischen Roman: es werden zwei Handlungsstränge miteinander verbunden, verwebt und verzahnt? Ein Handlungsstrang spielt im Jahr 1998: nach dem Tod seines Vaters löst Robert Lubisch dessen Haushalt auf. Zu Lebzeiten hatte er zu ihm ein höchst... Mechtild Borrmann ist ein großartiges Buch gelungen, eine gelungene Mischung zwischen Krimi und historischen Roman: es werden zwei Handlungsstränge miteinander verbunden, verwebt und verzahnt? Ein Handlungsstrang spielt im Jahr 1998: nach dem Tod seines Vaters löst Robert Lubisch dessen Haushalt auf. Zu Lebzeiten hatte er zu ihm ein höchst angespanntes Verhältnis, spätestens nach dem er sich entschieden hatte, nicht in dessen Firma einzusteigen, sondern Arzt zu werden. Robert findet bei der Sichtung der Unterlagen einen SS-Ausweis eines fremden Mannes und das Foto einer ? ebenfalls unbekannten - attraktiven Frau, offensichtlich im Krieg aufgenommen. Roberts Neugierde ist geweckt? Wieso hat der Vater diese Dokumente solange aufgehoben? Auf der Rückseite des Fotos findet sich eine Adresse eines Fotoateliers in Kranenburg am Niederrhein, Robert beschließt, dorthin zu fahren und nachzufragen? Der zweite Handlungsstrang beschreibt die Jugend und das Erwachsenwerden von sechs jungen Menschen eben in diesem Kranenburg in der Zeit von 1939 bis in die 50-er Jahre. Im Juli 1939 versprechen sie sich: ??dass wir uns nicht aus den Augen verlieren und einer für den anderen da ist, so wie es in den letzten Jahren auch war? (S. 47) Unter den Bedingungen des Nationalsozialismus wird dieses Versprechen jedoch bald gebrochen: Geheimnisse, Misstrauen, Verrat, Denunziation und vielfältige Formen der Liebe (wahre, zurückgewiesene, falsch verstandene usw.) machen dies unmöglich. Wir als Leser begleiten sowohl Robert als auch die sechs jungen Menschen in ihrer jeweiligen Zeit, wir freuen uns mit den Protagonisten, leiden mit ihnen, sehen Gefahren auf sie zukommen, erkennen Lügen und hoffen auf Aufklärung. Frau Borrmann hat den Zeitgeist der Kriegszeit sehr gut eingefangen, ebenso wie das Leben in Orten ?wo jeder jeden kennt? und die landschaftliche Atmosphäre am Niederrhein so plastisch beschrieben, dass ich manchmal den Eindruck hatte, selbst in Kranenburg zu leben. Der Spannungsbogen in beiden Handlungssträngen wird konsequent aufrechterhalten (beide sind auch durch Daten als Überschriften sehr gut voneinander zu unterscheiden), am Ende werden alle losen Enden sorgfältig verknüpft und wir als Leser können ein Gesamtkunstwerk ?betrachten?, da ?alles mit allem? im Zusammenhang steht? Und die Überraschung ist perfekt geglückt! Dem Buch vorangestellt hat die Autorin ein Zitat von Albert Camus, dass ich hier (aber nicht nur hier!) sehr passend finde: ?Zu denken ist die Geschichte leicht, einzusehen aber schwer für all jene, die sie am eigenen Leib erfahren.? Gerade bei Büchern, die in der Zeit von 1933 ? 1945 spielen, stellen wir uns doch häufig die Frage: und wie hätte ich gehandelt und reagiert? Nach ?Trümmerkind? (von dem ich ebenfalls begeistert war!) ist dies für mich der zweite Roman von Mechtild Borrmann gewesen, aber ich bin zu 100% sicher, dass ich nach und nach alle Bücher dieser Autorin lesen werde? Also: hier eine ganz klare und überzeugte Leseempfehlung!

Lieber lesen statt hören!
von MissRichardParker am 26.09.2017
Bewertet: Hörbuch-Download

Die Geschichte ist genial, sehr spannend, sehr interessant und toll geschrieben. Mechtild Borrmann versteht es, Geschichte und Krimi perfekt abzustimmen und zu vereinen. Leider macht die Erzählstimme vieles vieles kaputt. Die Stimme allein ist ja noch angenehm. Aber leider fehlt die Betonung fast völlig und wenn, dann ist sie nicht... Die Geschichte ist genial, sehr spannend, sehr interessant und toll geschrieben. Mechtild Borrmann versteht es, Geschichte und Krimi perfekt abzustimmen und zu vereinen. Leider macht die Erzählstimme vieles vieles kaputt. Die Stimme allein ist ja noch angenehm. Aber leider fehlt die Betonung fast völlig und wenn, dann ist sie nicht an den richtigen Stellen angebracht. Die so wichtige Geschichte wird emotionslos und beinahe Roboterhaft gelesen. Das ist einfach nur bitterschade für dieses spannende Buch. Mein Tipp: Dieses Buch lesen und nicht hören!

Wer das Schweigen bricht
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 11.04.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Als Robert Lubisch eine Fotografie seines kürzlich verstorbenen Vaters, aufgenommen kurz nach Kriegsende mit einer unbekannten Frau, findet, möchte er herausfinden um wen es sich handelt. Bei seinen Nachforschungen hilft ihm die Journalistin Rita Albers. Sie findet heraus, dass es sich bei der Frau um Theresa Peters handelt, die... Als Robert Lubisch eine Fotografie seines kürzlich verstorbenen Vaters, aufgenommen kurz nach Kriegsende mit einer unbekannten Frau, findet, möchte er herausfinden um wen es sich handelt. Bei seinen Nachforschungen hilft ihm die Journalistin Rita Albers. Sie findet heraus, dass es sich bei der Frau um Theresa Peters handelt, die unbekannt verzogen ist, nachdem sie ihren Mann Wilhelm nach einem Streit als vermisst gemeldet hat . Kurz darauf wird Rita Albers ermordet. Vordergründig geht es um die Lösung des Todesfalls von Rita Albers, das interessante der Handlung liegt jedoch Jahrzehnte davor. Eine Gruppe Jugendlicher kurz vor Kriegsausbruch, die sich ewige Freundschaft schwören und doch durch die Wirren des Weltkrieges selbst unterschiedliche Wege gehen und sich gegenseitig verraten. Sehr geschickt verbindet Mechthild Borrmann die beiden Handlungen, die menschliche Psyche, die Schicksale der Protagonisten werden sehr detailliert beschrieben. Hingegen, krimiuntypisch, werden Gewalttaten nur kurz angerissen. Zur Recht ist dieser Kriminalroman ausgezeichnet worden. Ganz große Klasse.