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Abschied vom Himmel

Mein Leben zwischen Gewalt und Freiheit

"Hamed Abdel-Samad wurde 1972 in der Nähe von Gizeh geboren. Er war 23 als er 1995 nach Deutschland kam. Er spricht und schreibt besser deutsch als die meisten von uns. Er ist auch neugieriger. Wer von uns hat schon Englisch, Französisch, Politikwissenschaften, Shintoismus, Buddhismus und jüdische Kultur studiert? Das alles wäre nicht möglich, wenn Hamed Abdel-Samad nicht auch mutig wäre. Sein Mut beginnt nicht erst, wenn er sich wehren muss gegen Feinde. Sein Mut ist jener, viel besungene, aber wenig praktizierte Mut gegenüber den Freunden. Der Mut, der dazu gehört sich loszusagen von seiner Umgebung, von Eltern und Verwandten. Diese Art Mut ist nichts, das man sich vornehmen, keine Tugend, die man erlernen kann. Meist ist sie ein Laster, jedenfalls ein Widerspruchsgeist, den man schon am Kind beobachtet.(...) Wir wissen nicht, ob das Verschwinden von Hamed Abdel-Samad etwas mit seinem Mut, mit seiner Kritik an der Welt, in der er aufwuchs zu tun hat.(...) Was immer der Grund für sein Verschwinden ist - wir wünschen uns, dass Hamed Abdel-Samad wieder auftaucht und dass er seinen klaren Verstand noch hat, damit er weitermachen kann, was er bisher getan hat. Auch uns auf die Füße zu treten."
Rezension
"Hamed Abdel-Samad war einst ein Islamist. Inzwischen bekämpft der Publizist jedoch mit heiligem Furor das, wofür er einst stand. (...) Er ist ein ägyptischer Salman Rushdie (...)" Süddeutsche.de, 26.11.2013
Portrait
Hamed Abdel-Samad, geboren 1972 bei Kairo, studierte Englisch, Französisch, Japanisch und Politik. Er arbeitete für die UNESCO, am Lehrstuhl für Islamwissenschaft der Universität Erfurt und am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur der Universität München. Abdel-Samad ist Mitglied der Deutschen Islam Konferenz und zählt zu den profiliertesten islamischen Intellektuellen im deutschsprachigen Raum.Seine Autobiographie „Mein Abschied vom Himmel“ sorgte für Aufsehen: „Was er von seinen Landsleuten erwartet, hat er selbst vorgemacht: Aufklärung durch Tabubruch.“ ZDF-Aspekte
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 01.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-30055-8
Verlag Droemer Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12,6/3 cm
Gewicht 298 g
Originaltitel Mein Abschied vom Himmel
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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10,99
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Schonungslos ehrlich

Karin Thuma, Thalia-Buchhandlung Dresden

Dieses äußerst beeindruckende Buch gibt einen großen Einblick in das Leben der Menschen in Ägypten im privaten, religiösen und politischen Bereich. Hamed Abdel-Samad ist ein Wanderer zwischen den Welten, sein wohltuend offener und unvoreingenommener Blick sieht die Missstände in seinem Ursprungsland ebenso wie die in Deutschland. An dieser Autobiografie bewundere ich vor allem die schonungslose Ehrlichkeit des Autors sich selbst gegenüber.

Kundenbewertungen

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Mein Abschied vom Himmel
von Michael Th. Nimz aus Leipzig am 18.03.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieses Buch ist autobiografischen Charakters und zeigt die Entwicklung von Hamed Abdel-Samad seit seiner Kindheit in Ägypten bis zu seinem Leben hier in Deutschland auf. Das wichtigste Anliegen ist ihm dabei zu schildern, warum und wie er sich von einem gläubigen Muslim zu einem säkular und liberal denkenden und handelnden Mensc... Dieses Buch ist autobiografischen Charakters und zeigt die Entwicklung von Hamed Abdel-Samad seit seiner Kindheit in Ägypten bis zu seinem Leben hier in Deutschland auf. Das wichtigste Anliegen ist ihm dabei zu schildern, warum und wie er sich von einem gläubigen Muslim zu einem säkular und liberal denkenden und handelnden Menschen entwickelt hat. Das Buch ist sehr interessant für alle die, die sozusagen aus erster Hand und ohne die üblichen Schlagzeilen erfahren wollen, wie das Leben in einem islamisch geprägten Land abläuft und was die islamische Indoktrination aus Menschen macht, die dieser freiwillig oder erzwungen erliegen. Ein insgesamt sehr empfehlenswertes Buch.

A wie Abdel-Samad
von Christoph Schwarzmüller aus Mannheim am 10.07.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die schönsten Bücher sind oft die, mit denen man nicht gerechnet hat: Autobiographie eines begabten jungen Mannes, der als Sohn des Imams in einem ägyptischen Dorf Erfahrungen von Ausgrenzung und Gewalt machen muss, als Student einer Frau nach Deutschland folgt und sich dort - so scheint es - rasch integriert und eine akademisch... Die schönsten Bücher sind oft die, mit denen man nicht gerechnet hat: Autobiographie eines begabten jungen Mannes, der als Sohn des Imams in einem ägyptischen Dorf Erfahrungen von Ausgrenzung und Gewalt machen muss, als Student einer Frau nach Deutschland folgt und sich dort - so scheint es - rasch integriert und eine akademische Laufbahn einschlägt. Selten genug, dass man einen Einblick in die islamische Welt aus erster Hand erhält, noch erstaunlicher, mit welch analytischem Scharfblick Abdel-Samad selbst hochemotionale Lebensthemen wie Missbrauch, Gottesferne oder Traumatisierung beschreibt. Und so liefert der Autor keine billige Abrechnung mit der Gewaltseite des Islam und erst recht nicht eine schwarz-rot-gold-gestreifte Erfolgsstory gelungener Integration, sondern fesselt durch eine bittere Abrechnung mit der Illusion, man könne die Geister aus der Vergangenheit in einem neuen Land abstreifen wie eine zu enge Jacke. Grotesker "Höhepunkt" seine Schilderung, wie er in Istanbul, nachdem ihm sein Rucksack mit sämtlichen Papieren geklaut wurde, in die Mühlen der Bürokratie gerät und wochenlang eine Art Nichtexistenz führen muss, bis eine Intervention an höchster ägyptischer Stelle endlich seine Ausreise bewirkt. Sein Buch habe in Ägypten teils heftige Reaktionen hervorgerufen, liest man, und: Abdel-Samad stehe unter Polizeischutz.