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Spiel der Zeit

Roman

Die Geschichte der Hilla Palm Band 3

Ulla Hahn

(5)
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Beschreibung

Lang erwartet: der neue große Roman von
Ulla Hahn


Hilla Palm, Arbeiterkind vom Dorf, ist als Studentin in Köln angekommen. Im turbulenten Jahr 1968 sucht sie hier heimisch zu werden, erkundet die Welt der Sprache, genießt die Freiheit des Denkens, sehnt sich nach Orientierung im Leben und muss doch erkennen: Ich bin meine Vergangenheit. Erst als sie ihrer Liebe begegnet, findet sie die Kraft für einen neuen Blick auf alte Verletzungen.


Ulla Hahn verwebt in diesem großen Epos eigene Erfahrungen mit Erfindungen, lässt Hilla Palm erzählen und fällt der »kleinen Schwester« auch mal ins Wort. »Spiel der Zeit« ist ein Buch über die Jahre der Sehnsucht und Leidenschaft - ein mitreißender Entwicklungsroman und zugleich ein imposantes Epochengemälde der 68er Jahre, eine der radikalen Umbruchphasen in der Geschichte der Bundesrepublik.



»Hahns Sprache fließt über weite Strecken wie ein mitreißender breiter Strom, zeitweise stürzen rheinische Dialoge wie ein Wasserfall über den Leser herab.«

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 608
Erscheinungsdatum 29.09.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-421-04585-0
Verlag DVA
Maße (L/B/H) 22,1/13,9/5 cm
Gewicht 822 g
Auflage 2

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Kundenbewertungen

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Übersicht
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ein Buch, das sicherlich polarisieren wird - mich hat es nicht "abgeholt"
von einer Kundin/einem Kunden am 18.12.2016

Dies ist der 3. Teil der Autobiografie-Reihe von Ulla Hahn, die ihr Alter Ego nach "Das verborgene Wort" und "Aufbruch" als Hilla Palm zu Wort kommen lässt. Dieses Buch wird sicherlich polarisieren, denn der Schreibstil ist doch sehr eigen. Ich gehöre hier zu denjenigen, die mit der Darstellungsweise leider garnic... Dies ist der 3. Teil der Autobiografie-Reihe von Ulla Hahn, die ihr Alter Ego nach "Das verborgene Wort" und "Aufbruch" als Hilla Palm zu Wort kommen lässt. Dieses Buch wird sicherlich polarisieren, denn der Schreibstil ist doch sehr eigen. Ich gehöre hier zu denjenigen, die mit der Darstellungsweise leider garnichts anfangen können. Ulla Hahn besitzt als Lyrikerin einen großen Namen; die Prosa jedoch in diesem 3. Band ist meiner Meinung nach nicht ausgereift. Hier konnte ich kein einheitliches Bild erkennen, denn der Schreibstil wirkt auf mich nicht gefestigt. Aber, vielleicht soll das gerade die Zeit der späten 60er Jahre widerspiegeln? Musste mich wirklich durch die Seiten quälen. Sie schafft die Atmosphäre der damaligen Zeit mit ihrem bekannten Drang nach Veränderung und den dazugehörigen Einstellungen und Verhaltenweisen. Hier konnte sie ein passendes Bild davon schaffen, jedoch hat mir die Tiefe bei der Darstellung der Charaktere gefehlt. Aber, vielleicht war dies ebenfalls so gewollt, da sich die Menschen damals eben neu orientieren mussten?! Autobiografie, Realität und Fiktion sind sehr gekonnt ineinander verflochten. Mein Fazit: ein Buch, das sicherlich polarisieren wird - mich hat es nicht "abgeholt"

Enttäuschend
von einer Kundin/einem Kunden aus Spelle am 25.10.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Nach den ersten zwei Teilen hatte ich sehnsüchtig auf den dritten gewartet. Der ist allerdings eine ziemliche Enttäuschung. Hilla geht es gut, sie studiert und ist glücklich. Aber im Buch gibt es viel zu viel Theoretisches übers Germanistikstudium mit allem Drumherum, über das - für viele Leser nicht nachvollziehbare Studentenle... Nach den ersten zwei Teilen hatte ich sehnsüchtig auf den dritten gewartet. Der ist allerdings eine ziemliche Enttäuschung. Hilla geht es gut, sie studiert und ist glücklich. Aber im Buch gibt es viel zu viel Theoretisches übers Germanistikstudium mit allem Drumherum, über das - für viele Leser nicht nachvollziehbare Studentenleben und viel zu viel Politisches - viel zu ausführlich und detailliert, langweilig, langatmig. Für die Leser, die etwas über das Schicksal der Hilla Palm erfahren wollen, viel zu viel Theorie. Wen interessiert es als Leser eines solchen Romans, ob ein Dichter wie Ezra Pound zu schätzen oder zu verachten ist? Ulla Hahn hätte da besser eine Autobiographie verfassen sollen.

"Those were the days"
von solveig am 30.11.2015

„Der Mensch, das Spiel der Zeit, spielt, weil er allhie lebt im Schauplatz dieser Welt; er sitzt und doch nicht feste.“ Diese Verse aus Andreas Gryphius´ Sonett bilden das Leitmotiv in Ulla Hahns drittem teil-biographischem Buch über Hildegard Palm aus Dondorf. Nach „Das verborgene Wort“ , das Hillas Kindheit beschreibt, u... „Der Mensch, das Spiel der Zeit, spielt, weil er allhie lebt im Schauplatz dieser Welt; er sitzt und doch nicht feste.“ Diese Verse aus Andreas Gryphius´ Sonett bilden das Leitmotiv in Ulla Hahns drittem teil-biographischem Buch über Hildegard Palm aus Dondorf. Nach „Das verborgene Wort“ , das Hillas Kindheit beschreibt, und „Aufbruch“ , der mit ihrem Abitur endet, heißt es nun, erwachsen werden. Hilla, „dat Kenk vun nem Prolete“ zieht nach Köln, um in der Albertus Magnus-Universität ein Germanistikstudium zu absolvieren. Hier muss sie ständig Leistungsnachweise, Scheine in Seminaren, erbringen, damit ihr Stipendium, damals noch das „Honnefer Modell“, nicht gefährdet ist. Nebenbei verdient sie sich mit Aushilfsjobs etwas dazu. Ihre Arbeit und die Erlebnisse mit Kommilitonin Gretel machen sie selbständig, ihre Partnerschaft mit Hugo erwachsener. Und so, wie sie aus ihrer Kinderzeit herauswächst, passen sich nun Ton und Schreibstil des Buches neu ihrem Wesen an, werden anspruchsvoller, intellektueller. Hillas Reifeprozess ist eingebunden in die historischen politischen Ereignisse während der 60er Jahre. Notstandsgesetze, Studentenunruhen, APO - all die neuen, umwälzenden Entwicklungen erlebt sie mit, ist mal begeistert, mal hält sie kritisch Abstand. Die Autorin selbst – fünfzig Jahre später als erfahrene Frau – schaltet sich immer wieder mit erläuternden Kommentaren in Hillas Geschichte ein. Hier zeigt sich das „Spiel der Zeit“ , neben Hillas Lebensgeschichte, auch in einer anderen, zeitlich distanzierten Perspektive. Ulla Hahn schildert Hillas Entwicklung zur (selbst-)bewussten jungen Frau in einer schönen, sehr facettenreichen Sprache. Ihre Ausdruckskraft macht das Buch lebendig, sie reicht vom kölschen Dialekt über Hochdeutsch und politischem Jargon bis hin zu Poesie. Hilla Palm alias Ulla Hahn liebt das Jonglieren mit Sprache, sie spielt mit Wörtern und Sätzen und deren Bedeutungen. „Spiel der Zeit“ war für mich nicht nur ein wunderbar zu lesender Roman, sondern auch eine nachdenkliche Reise zurück in meine eigene Vergangenheit.


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