Warenkorb

Knockemstiff

Roman

Weitere Formate

Klappenbroschur
gebundene Ausgabe

Der amerikanische Traum stirbt in der Provinz

Knockemstiff, Ohio, ist ein tristes Kaff in der weiten Leere des Mittleren Westens. Hier trifft man auf Außenseiter, die hinund hergerissen sind zwischen Sehnsucht und verlorener Hoffnung, zwischen Aufbegehren und sinnloser Gewalt. Ihre Schicksale greifen unheilvoll ineinander und verweben sich zu einem Netz falscher Lebenswege, bis am Ende keine Hoffnung mehr bleibt.

Portrait
Donald Ray Pollock, geboren 1954, wuchs im US-Bundesstaat Ohio auf. Mit siebzehn Jahren brach er die Highschool ab und nahm einen Job in einer Fleischfabrik an. Danach arbeitete er über dreißig Jahre in einer Papiermühle, zumeist als Lastwagenfahrer. Ende der achtziger Jahre holte er in Abendkursen seinen Schulabschluss nach und schrieb sich an der Ohio State University ein. 2008 erschien sein literarisches Debüt, der von der amerikanischen Presse gefeierte Erzählband »Knockemstiff«. Donald Ray Pollock lebt mit seiner Frau in Chillicothe, Ohio.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
  • Artikelbild-1
  • Artikelbild-2
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 09.02.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-67678-7
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 18,8/11,6/2,7 cm
Gewicht 260 g
Übersetzer Peter Torberg
Verkaufsrang 70771
Buch (Klappenbroschur)
Buch (Klappenbroschur)
9,99
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Ihr Feedback ist anonym. Wir nutzen es, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kundenservice wenden.

Buchhändler-Empfehlungen

Ein gewaltiges Buch!

Axel Korinth, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Das Kaff Knockemstiff liegt irgendwo in Ohio. So sehr seine Einwohner auch versuchen der Öde zu entfliehen, kommen sie doch immer wieder zurück in die „Senke“, wo Gewalt, Missbrauch und Drogen allgegenwärtig sind. In lose miteinander verbundenen Geschichten, die sich über einen Zeitraum von etwa 50 Jahren erstrecken, erzählt Donald Ray Pollock von den Einwohnern Knockemstiffs, von denen er selbst einmal einer war. Ein im wahrsten Sinne des Wortes gewaltiges Buch, das gleichermaßen erschreckt wie fasziniert.

Höllentrip

Silke Walther, Thalia-Buchhandlung Radebeul

Wann habe ich zum letzten mal ein Buch mit solcher Sprachgewalt gelesen? Faulkner und Bukowski fallen mir ein. Mehrmals war ich dabei, es aus der Hand zu legen, um diesen Schmutz, diese Desillusionen, das ganze Dilemma der einzelnen Protagonisten nicht mehr erleben zu müssen. Ich konnte nicht. All die Brutalität, diese unheilvollen Schicksale der Menschen lassen den Leser nicht mehr los, lassen ihn am Ende mit all diesen verwobenen Geschichten allein.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
4
0
0
0
0

Bezaubernd kranke Literatur für eine entzauberte kranke Welt
von Julia Stadler aus Mannheim am 30.09.2013
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Während andere Autoren sich gerne mal auf Mord, Prostitution und Drogen versteifen wird man in Knockemstiff mit wesentlich mehr konfrontiert, nämlich quasi mit fast allem was der menschlichen Abschaum so zu bieten hat. Der in 18 Kapitel unterteilte Debütroman von Donald Ray Pollock spielt in dem öden, verdreckten und abgefuckte... Während andere Autoren sich gerne mal auf Mord, Prostitution und Drogen versteifen wird man in Knockemstiff mit wesentlich mehr konfrontiert, nämlich quasi mit fast allem was der menschlichen Abschaum so zu bieten hat. Der in 18 Kapitel unterteilte Debütroman von Donald Ray Pollock spielt in dem öden, verdreckten und abgefucktem Städtchen Knockemstiff. Die in den verschiedenen Geschichten auftauchenden Protagonisten stehen diesem in ihrer Verkommenheit in nichts nach. Gleichzeitig entsteht durch die sprachgewaltige Darstellung sowie die durchdacht konstruierten Handlungsstränge Pollocks ein Sog der Widerwärtigkeit, der einen mit nach unten zieht und bis zum Ende nicht mehr aus diesem sittenlosen Morast namens Knockemstiff freigibt. Es ist eine wahre Freude an diesem grausamen Schicksal, das von Generation zu Generation vererbt zu werden scheint, teilzuhaben und mit zu erleben wie die einzelnen Lebenswege aufeinanderprallen, wobei jedes mal mindestens ein Einwohner als Verlierer das Feld räumen muss.

"Hier macht einer Sprache zu seiner Waffe, um gezielt zurückzuschießen."
von einer Kundin/einem Kunden aus Neuss am 31.07.2013
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Nach "Das Handwerk des Teufels", einem der besten und schwärzesten Noir Romane ever, war ich gespannt wie ein Flitzebogen, ob die nun endlich ins Deutsche übersetzten Erzählungen Pollocks ebenso gut und packend sind. - Sind sie! 18 Gewehrschüsse ohne Schalldämpfer. (Fast) Alle auf die 10. Treffer, versenkt. Wehrlos. Pollock, ... Nach "Das Handwerk des Teufels", einem der besten und schwärzesten Noir Romane ever, war ich gespannt wie ein Flitzebogen, ob die nun endlich ins Deutsche übersetzten Erzählungen Pollocks ebenso gut und packend sind. - Sind sie! 18 Gewehrschüsse ohne Schalldämpfer. (Fast) Alle auf die 10. Treffer, versenkt. Wehrlos. Pollock, bald 60, fing spät mit dem Schreiben an. Es hat sich viel angesammelt. Vor allem Gift. Gift, wie es nur in den Hillybilly Höllenvorstädten wie Knockemstiff (Schlagtsietot) köcheln, brodeln und punktuell explodieren kann. Eigentlich ist es falsch, von einzelnen Gewehrschüssen zu sprechen, "Knockemstiff" ist eine einzige geballte Schrottladung mit eben 18 Kugeln, die einen trifft, egal wie sehr man versucht auszuweichen. Bei jeder Geschichte schaute ich auf die Landkarte, die auf Seite 8/9 abgebildet ist. Wer wohnt wo...denn alle Geschichten, alle Geschehnisse, alle Charaktere sind miteinander verbunden, so dass man schlussendlich einen Roman gelesen hat. So fragmentiert wie eine Schrotladung. Aber genauso tödlich! Pollock gehört für mich jetzt schon zu den modernen amerikanischen Klassikern. Er hat seinen eigenen Stil, auch wenn man erahnt, welche Bücher er gelesen haben könnte. Pollock ist wie Faulkner als Dörrobst. Noch reduzierter, knapper und vor allem lakonischer. Und dadurch noch schmerzvoller. "Das war, bevor sie alt genug für andere Dinge war, und seit sie anfing, mit Jungs herumzumachen, hat sie einen gesucht, der sie von hier wegbringt. Ich wünschte, ich wäre derjenige, wirklich, aber ich glaube nicht, dass ich jemals die Senke hier verlasse, nicht mal für Tina. Ich bin schon mein ganzes Leben Lang hier, wie ein Giftpilz an einem verrotteten Baumstumpf, nicht mal in die Stadt gehe ich, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt." Ich verspreche Ihnen keine Unterhaltungsliteratur, sondern: LITERATUR! Danke Liebeskind! Danke, Herr Kill! Nach Sallis vielleicht auf der nächsten Lit.Cologne!?