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Die Frau auf der Treppe

Ein berühmtes Bild, Jahrzehnte verschollen, taucht plötzlich wieder auf. Überraschend für die Kunstwelt, verwirrend für den Mann, der damals als junger Rechtsanwalt in den Konflikt des Malers mit dem Eigentümer verstrickt wurde. Und der sich dabei in die Frau, die auf dem Bild dargestellt ist, verliebt hat.
Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet nicht nur Antworten auf ihr damaliges Verhalten und rätselhaftes Verschwinden. Er muss sich auch den Fragen über sich selbst stellen, denen er sich immer verweigert hat.
Ein Roman über Rechthaben und Mitleiden, Besitz und Verlust, echte und falsche Nähe. Über einen Mann, der die Verfestigungen seines Lebens zu begreifen beginnt. Und über das Glück einer Liebe, die um ihre Endlichkeit weiß.
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 06.10.14
Der deutsche Weltbestsellerautor Bernhard Schlink hat mit "Der Vorleser" Literaturgeschichte geschrieben. Mit seinen anderen Werken konnte er nie wieder an die Qualität seines berühmten Werkes anknüpfen. So auch nicht mit seinem neuen Roman "Die Frau auf der Treppe". Der Titel könnte auch lauten: "Die Langeweile ist gestolpert". Und genau in dieses Buch hinein. Denn Schlinks Plot ist schon sehr schlank, es gibt wenig Höhen, dafür viele Tiefen. Das gilt auch für die Figuren der Geschichte. Spannung will auch nie so recht aufkommen. Auch wenn Schlink zahlreiche Themen anspricht, die zum nachdenken anregen, so kann dies nicht über das vorgenannte hinwegtrösten. Besser als das Buch ist das Hörbuch. Das hat einen Grund: Charles Brauer. Der John-Grisham-Stammleser macht mit seiner Lesung mehr aus der Geschichte, als drinsteckt.
Portrait
Bernhard Schlink, geboren 1944 bei Bielefeld, ist Jurist und lebt in Berlin und New York. Seinen ersten Kriminalroman, ›Selbs Justiz,‹ veröffentlichte er zusammen mit Walter Popp. 2001 wurde die Trilogie um den Privatdetektiv Gerhard Selb mit ›Selbs Mord‹ abgeschlossen. Der 1995 erschienene Roman ›Der Vorleser‹, die 2000 und 2010 veröffentlichten Erzählbände ›Liebesfluchten‹ und ›Sommerlügen‹ sowie die Romane ›Die Heimkehr‹ (2006) und ›Das Wochenende‹ (2008) begründeten seinen schriftstellerischen Weltruhm.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Charles Brauer
Anzahl 5
Erscheinungsdatum 27.08.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783257803532
Reihe Diogenes Hörbuch
Verlag Diogenes Verlag AG
Auflage 2. Auflage
Spieldauer 423 Minuten
Hörbuch (CD)
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19,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Bilderwelten, nachdenklich

Beatrice Plümer, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Wie immer erzählt Bernhard Schlink auch hier eine klar strukturierte Geschichte. Die Sprache ist schlank und präzise, der Plot zugleich spannend, hintergründig und gleichnishaft. Das Bild steht im Mittelpunkt, als Aufhänger für die Geschichte, aber auch als zentrales Thema: Bilder, in denen wir uns selber suchen und die wir selber schaffen, als Schutz vor den anderen. Leben in Rahmen, die uns definieren und das Gegenteil von Freiheit sind. Und die Frau auf der Treppe, die auf dem Weg ist, nach oben oder nach unten, aber nirgends angekommen. Eine schöne, philosophische Geschichte über eine Frau zwischen 3 Männern und drei Lebensentwürfen und einem Mann, der sich selber findet.

Intensive Lektüre...

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

.... die an die Nieren und ans Herz geht. Und ganz nebenbei auch nachdenklich stimmt - über Chancen im Leben, die man vielleicht verpasst hat - oder eben auch nicht. Und über Loyalität und Freundschaft. Ein bemerkenswertes Stück Literatur.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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Ein lebensveränderndes Bild
von Karina aus Wien am 03.01.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein Bild verschwindet. Es zeigt eine nackte Frau, die eine Treppe hinab steigt. Dann sind da auch ein Rechtsanwalt, ein reicher Unternehmer, ein Maler und eine junge Frau, die das Leben dieser Herren auf den Kopf stellt. 40 Jahre später treffen sich alle wieder. Der Zwist um das Bild geht von vorne los. Aber auch Emotionen u... Ein Bild verschwindet. Es zeigt eine nackte Frau, die eine Treppe hinab steigt. Dann sind da auch ein Rechtsanwalt, ein reicher Unternehmer, ein Maler und eine junge Frau, die das Leben dieser Herren auf den Kopf stellt. 40 Jahre später treffen sich alle wieder. Der Zwist um das Bild geht von vorne los. Aber auch Emotionen und festgefahrene Muster werden aufgearbeitet. Und dass das Leben vergänglich ist wird ihnen mehr als bewusst. Es ist eine schöne Geschichte, durchaus aber auch traurig. Sie stimmt nachdenklich und ist es auf jeden Fall wert, gelesen zu werden.

Ausdrucksvolle Sprache
von einer Kundin/einem Kunden aus Burgdorf am 19.10.2014
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Das Buch kommt nicht an den Vorleser heran, aber es zeichnet sich aus durch die gewohnt saubere deutsche bildhafte Sprache.

Elegante Dreiecksgeschichte in Vergangenheit und Gegenwart
von einer Kundin/einem Kunden am 27.08.2014
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Nach langem Warten endlich ein neuer Roman von Bernhard Schlink, dem Autor von "Der Vorleser". Im Mittelpunkt steht das Gemälde einer rätselhaften Frau, um das in der Vergangenheit ein Streit zwischen Maler und Eigentümer tobte, in den ein damals junger Rechtsanwalt verstrickt war. Eben jener Anwalt trifft Jahrzehnte später in S... Nach langem Warten endlich ein neuer Roman von Bernhard Schlink, dem Autor von "Der Vorleser". Im Mittelpunkt steht das Gemälde einer rätselhaften Frau, um das in der Vergangenheit ein Streit zwischen Maler und Eigentümer tobte, in den ein damals junger Rechtsanwalt verstrickt war. Eben jener Anwalt trifft Jahrzehnte später in Sydney nochmals auf dieses Bild und macht sich auf die Suche nach der Porträtierten, in die er unsterblich verliebt gewesen war. Ein anrührendes Stück Literatur, der Rechtsanwalt mit seiner Naivität und seiner großen Liebe zu dieser Frau wachsen einem bald ans Herz. Die Geschichte hätte ruhig länger sein können!