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Der Dschungel

Roman

Upton Sinclair

(3)
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Beschreibung


Der litauische Einwanderer Jurgis Rudkus kommt mit seiner Verlobten um 1900 nach Amerika, ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wie viele andere findet auch er Arbeit in den Schlachthöfen Chicagos, doch die Hygiene- und Sicherheitsstandards sind so niedrig, die Anforderungen so hoch und die Bezahlung so erbärmlich, dass die Immigranten kaum eine Chance auf ein vernünftiges Leben haben.

Nachdem seine Familie durch mehrere Tragödien zerstört wird und ihre Existenz verliert, ist er gezwungen, auf illegalen Wegen Geld zu verdienen. Nach und nach erkennt er die Notwendigkeit, für Reformen und ein besseres Leben zu kämpfen.

Der Dschungel gehört zu den wichtigsten Romanen der Literatur des 20. Jahrhunderts. Ein zeitloses, atemberaubend spannendes Leseerlebnis.

»Hunderttausende und sogar Millionen werden Sinclair lesen.«

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 17.07.2014
Sprache Deutsch, Englisch
ISBN 978-3-293-20664-9
Verlag Unionsverlag
Maße (L/B/H) 20,8/13,4/4 cm
Gewicht 563 g
Originaltitel The Jungle (1906)
Auflage 4. Auflage 2020
Übersetzer Ingeborg Gronke
Verkaufsrang 126861

Buchhändler-Empfehlungen

Leider immer noch aktuell

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Upton Sinclair ist wie Sinclair Lewis und John Dos Passos einer meiner amerikanischen Lieblingsautoren vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Er war ähnlich wie die beiden anderen Autoren, einer, der viel Sozialkritik an der damaligen Zeit geübt hat. Thomas Roosevelt belegte ihn wie auch einige andere Autoren dieser Zeit mit dem Schimpfnamen „Muckraker“, was so viel bedeutet wie Schmutzaufwühler, Nestbeschmutzer. Und gerade für das Buch, was ich Ihnen heute noch einmal ans Herz legen möchte, trifft das definitiv zu. Ich bin erstaunt, dass dieses Buch aktuell nicht wieder in einer Beststellerliste gelandet ist, denn es passt gerade durch die Skandale in den Schlachthöfen zur Zeit der Corona-Krise wieder in unsere Zeit. Denn anscheinend hat sich seit 1905, wo der Autor diesen Enthüllungsroman geschrieben hat, nicht wirklich viel zum Besseren geändert. Ich selbst habe das Buch bereits vor 26 Jahren gelesen. Damals war es im Rowohlt Verlag neu aufgelegt worden. Ich kann Ihnen also gar nicht mehr so viel dazu sagen, als dass es mich nachhaltig beeindruckt und schockiert hatte. Trotzdem möchte ich es Ihnen noch einmal ans Herz legen. Und da ich nicht mehr so viel zu dem Inhalt selber erzählen kann – da ist die Inhaltsangabe hier sehr gut – möchte ich Ihnen einiges darüber erzählen, was ich Wikipedia entnommen habe. Upton Sinclair war bei diesem Roman offensichtlich so etwas wie Günter Wallraff bei uns in Deutschland. Er bekam damals von der sozialistischen Zeitschrift „Appeal to Reason“ den Auftrag, die Zustände in den Union Stock Yards (Schlachthöfe) in Chicago zu untersuchen. Und das hat er auch gemacht, indem er sich zu Recherchezwecken unter die Arbeiter mischte, die ihm viel erzählten, obwohl sie dabei ihre Jobs aufs Spiel setzten. Dem Autor ging es dabei sowohl um die Situation der Arbeiter in den Schlachthöfen als auch darum, die Menschen vom Fleischgenuss abzuhalten, denn Upton Sinclair war schon damals überzeugter Vegetarier. Anfangs hat sein Buch sogar etwas bewirkt. Kurzzeitig gab es eine Kontrolle der Hygienevorschriften und das Lohnniveau der Arbeiter wurde erhöht. Aber diese Änderungen haben nicht lange gehalten. Und wie man sieht, scheint es ja sogar heute noch ein unerledigtes Thema sogar in Deutschland zu sein. Auch heute arbeiten in den Schlachthöfen die Ärmsten der Armen. Und das unter unmöglichen Zuständen. Damals war es Tuberkulose, heute ist es Covid-19, was massiv durch die schlechten Bedingungen in den Schlachthöfen verbreitet wird. Natürlich ist dieses Buch etwas eindimensional, denn es soll ja die Menschheit aufrütteln. Nichtdestotrotz ist es ein Buch, was heute immer noch in einigen Punkten aktuell ist.

Maren Koenig, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Unglaubliche Bedingungen, ein Mensch, der über sich hinauswächst. Hochaktueller Klassiker!

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