Warenkorb
 

Gottes blutiger Himmel

Roman

(1)

"Einer der kühnsten zeitgenössischen arabischen Autoren." Syria Today

"Wenn Gott auf der Seite von al-Qaida steht, bin ich bereit, mit dem Teufel zu paktieren", sagt Haddads Erzähler und begibt sich auf der Suche nach seinem Sohn direkt in die Hölle: Mit Hilfe der Amerikaner und des syrischen Geheimdienstes lässt er sich in den Irak einschleusen, in dem drei Jahre nach dem Einmarsch der US-Truppen die Konflikte ihrem Höhepunkt entgegensieden. Täglich sind Dutzende von Toten, größtenteils Zivilisten, zu beklagen: Opfer von Vergeltungsschlägen rivalisierender Widerstands- und Konfessionsgruppen, Opfer von Entführungen marodierender Banden, aber auch Opfer christlicher Fanatiker innerhalb der Besatzungsarmee oder von Kopfgeldjägern, die ihre Suche nach dem al-Qaida-Führer az-Zarqawi als politische Razzien bemänteln. Im Schutze seiner eigenen Neutralität - als Atheist und ehemaliger Linksradikaler, der alle Ideologien hinter sich gelassen hat - wird Haddads Held wider Willen zum fassungslosen Zeugen all dessen, was passiert, wenn die Menschlichkeit vorgeschobenen Dogmen geopfert wird. Bis er den verzweifelten, selbstmörderischen Entschluss fasst, sich selbst entführen zu lassen, um endlich zu al-Qaida und damit zu seinem Sohn vorzudringen.

Einfühlsam und genau schildert Haddad ein persönliches Drama vor dem Hintergrund der vielleicht größten politischen Tragödie unserer Zeit. Und er zeigt, dass, wo immer Gewalt herrscht, die Linie zwischen Opfern und Tätern quer durch alle Lager - und alle Konfessionen - verläuft.

"Haddad prangert die politische Kultur seines Landes und ihre verheerenden Auswirkungen auf das Leben der Bürger an." Deutschlandradio Kultur

Portrait

Fawwaz Haddad, 1947 in Damaskus geboren, studierte Rechtswissenschaft und arbeitete als Apotheker und Kaufmann, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Von seinen bisher neun Romanen wurden zwei für den arabischen Booker Preis nominiert. Haddad lebt und schreibt in Damaskus.

… weiterlesen
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 05.12.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3066-3
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 19/11,6/3 cm
Gewicht 280 g
Auflage 1
Übersetzer Günther Orth
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
1 Bewertung
Übersicht
1
0
0
0
0

Gottes blutiger Himmel. Ein eindrucksvolles Buch. Unbedingt lesen.
von Gisela Busemann aus Leer (Ostfriesland) am 01.08.2013
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Es ist eine für mich persönlich größte politische Tragödie unserer Zeit, die nie enden wollenden Konflikte in nahen Osten. Der Schriftsteller Fawwaz Haddad schildert in seinem Roman „Gottes blutiger Himmel“ ein ganz persönliches Drama aus dieser Region. Als der Vater von Samer erfährt, dass sein... Es ist eine für mich persönlich größte politische Tragödie unserer Zeit, die nie enden wollenden Konflikte in nahen Osten. Der Schriftsteller Fawwaz Haddad schildert in seinem Roman „Gottes blutiger Himmel“ ein ganz persönliches Drama aus dieser Region. Als der Vater von Samer erfährt, dass sein Sohn sich dem Dschihad angeschlossen hat, ist er anfangs fassungslos. Er findet keine Erklärung und so macht er sich auf die Suche nach ihm. Er lässt sich aus Syrien mit Hilfe des Geheimdienstes und der Amerikaner in den Irak einschleusen. Ihn treibt der Wunsch, seinen Sohn umzustimmen. Ein lange, gefährliche Reise durch die Hölle beginnt. Als er endlich in das Camp der Aufständischen gelangt, nachdem er sich selbst hat entführen lassen, stellt er enttäuscht fest, dass Samer viel tiefer verstrickt und mehr als nur eine Spielfigur eines verblendeten Emirs ist. Mich hat das Buch sehr nachdenklich und traurig gemacht. Allein der Gedanke, dass dieses alles vor der Haustür Europas geschieht lässt mich doch ein wenig erschaudern. Haddad ist für mich einer der kühnsten, zeitgenössischen arabischen Autoren. Er prangert äußerst kritisch die politische Kultur seines Landes an. Er ist 1947 in Damaskus geboren, studierte Rechtswissenschaft, arbeitete als Apotheker und Kaufmann. Inzwischen hat er sich ganz dem Schreiben gewidmet und das finde ich gut so. Er lebt heute noch in seiner Heimatstadt Damaskus.