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Leibniz, Newton und die Erfindung der Zeit

Thomas de Padova

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Beschreibung

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts entfesseln Isaac Newton und Gottfried Wilhelm Leibniz eine heftige Debatte, die bis heute von Mathematikern und Philosophen geführt wird: Was ist das, was wir »Zeit« nennen? Thomas de Padova zeichnet das lebendige Bild einer Epoche, in der die Zeit zum heiß diskutierten Gegenstand der Naturwissenschaften wird und Uhren anfangen, unseren Alltag zu bestimmen. Eine fesselnde Entdeckungsreise in die beschleunigte Welt der Moderne.

"Nehmen Sie sich die Zeit und lesen Sie dieses Sachbuchjuwel. Sie werden nie mehr einfach so auf die Uhr schauen.", SWR, 07.01.2014

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 16.02.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30628-7
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,8/12,1/2,5 cm
Gewicht 245 g
Abbildungen mit 21 Abbildungen, schwarz-weiss Illustrationen, mit 21 Abbildungen
Auflage 4. Auflage
Verkaufsrang 12424

Buchhändler-Empfehlungen

Andreas Koch, Thalia-Buchhandlung Bergisch Gladbach

Eine Reise zu den Anfängen der modernen Wissenschaft. Leibniz und Newton setzten sich beide mit den Begriff der Zeit auseinander und verfolgten dabei unterschiedliche Ansätze.

Wie die Zeit anfing das Leben zu beherrschen

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Obwohl die Lebensläufe Leibnitzs und Newtons grundverschieden verlaufen sind, haben sie sich mit ähnlichen Themen befasst. Beide haben unabhängig von einander unter Anderem, die Differentialrechnung begründet und eine heftige Diskussion über die Zeit und ihr Wesen geführt. Thomas de Padova schreibt sehr spannend und lebendig nicht nur über beide Naturwissenschaftlern bzw. Philosophen sondern auch über ihre Zeit und darüber wie genaue Uhren immer mehr Einfluss auf das Leben nahmen und die Neuzeit zu ihrem Namen verhalf. Es ist der Beginn unseres durchgetakten, zum Teil stressigen Lebens. Auch der philosophische Aspekt wird beleuchtet, was die Lektüre äußerst anregend macht. Mal wieder ein tolles naturwissenschaftliches Buch, das auch für Laien gut lesbar ist.

Kundenbewertungen

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Leibniz,Newton und die Erfindung der Zeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Oranienbaum-Wörlitz am 04.11.2019

Hervorragend - ein sehr gelungener Hinweis darauf, dass auch die Entwicklung der Mathematik ein bedeutender Teil der europäischen Kulturgeschichte ist!

interessant.
von einer Kundin/einem Kunden aus Düsseldorf am 28.05.2014
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein leicht lesbares Buch. Das mathematische Begriffen einfach erklärt und ausserdem Spannung erweckt und zum weiterlesen animiert. Allem bei allem: Anzubefehlen für entspannte Abenden.


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  • Vorwort

    Teil I: Zeit der Schatten

    Der kleine Lord

    Während Isaac Newton in der Grafschaft Lincolnshire unter Schäfern aufwächst, fällt in London der Kopf des englischen Königs

    Der Frieden aller Frieden

    Die europäischen Mächte besiegeln das Ende des Dreißigjährigen Krieges, und Gottfried Wilhelm Leibniz kommt in der besetzten Stadt Leipzig zur Welt

    Isaacs Ziffernblatt

    Newton liest die Zeit an der Wanderung der Schatten ab und wird schon als Schüler für seine selbst gebauten Sonnenuhren bekannt

    Dies academicus

    Der junge Leibniz führt ein Gelehrtenleben nach Sanduhr und Stundenplan und erliegt der Faszination des Unendlichen

    Viel Lärm um nichts

    In London und Paris studieren Naturforscher das Vakuum und den Raum zwischen den Gestirnen und gründen Akademien

    Teil II: Zeit der Uhren

    Die Erfindung der Pendeluhr

    Warum eine mechanische Uhr die Zeitmessung revolutioniert und zuallererst über die Weltmeere segelt

    Leibniz in Paris

    Ein deutscher Höfling in geheimer Mission baut mit der Unterstützung von Uhrmachern eine außergewöhnliche Rechenmaschine

    Im Kreuzfeuer der Kritik

    Newton und Leibniz besuchen London und bestehen vor der Royal Society ihre Reifeprüfungen

    Eine Feder sorgt für Unruhe

    Auch Taschenuhren laufen mit einem Mal minutengenau, nur: Was ist überhaupt eine Uhr?

    Zeit der Stadt, Zeit der Dörfer

    Mit dem Aufkommen von Minuten- und Sekundenzeigern tragen immer mehr Londoner Bürger die Zeit mit sich herum. Die englische Metropole gibt den Takt vor

    Teil III: Zeit der Mathematik

    Kurven im Kopf

    Die Spur der größten mathematischen Entdeckung des 17. Jahrhunderts führt zu Newton und Leibniz. Zwei Forscher, ein Gedanke?

    Hase und Igel

    Wie der erste Briefwechsel zwischen Leibniz und Newton zu einem Versteckspiel wird

    Ein neues Weltsystem

    Von dem Uhrenexperten Robert Hooke erhält Newton den entscheidenden gedanklichen Anstoß für eine neue Theorie der Schwerkraft

    »Die absolute, wahre und mathematische Zeit«

    Newtons Jahrhundertwerk macht die Zeit zum Gegenstand physikalischer Gesetze. Sie bildet zusammen mit dem Raum eine Art Behältnis, in dem sich alles Geschehen abspielt

    Teil IV: Zeit der Unruhe

    Wie lang ist »jetzt«?

    Die Erinnerung belebt die Gegenwart, die, so Leibniz, mit der Zukunft schwanger geht. Der Gelehrte führt die zeitliche Ordnung auf kausale Zusammenhänge zurück

    Der Streit beginnt

    Auf Forschungsreise in Wien wird Leibniz mit Newtons epochalem Werk konfrontiert und bald darauf von dessen Anhängern des Plagiats bezichtigt

    Richter in eigener Sache

    Die Fronten zwischen Newton und Leibniz verhärten sich. Unterdessen wird auch die Zeit zum Streitgegenstand: Zeigt die Sonne die wahre Zeit oder eine ideale Uhr?

    Ein Preis für die Bestimmung des Längengrads

    Eine präzise Schiffsuhr soll die britische Seefahrt auf Kurs bringen. Es geht um Sekunden

    Das Rätsel Zeit

    Nachdem Prinzessin Caroline die zerstrittenen Parteien zusammengebracht hat, wehrt sich Leibniz in seiner Kontroverse mit Newtons Stellvertreter Clarke gegen eine Verdinglichung von Raum und Zeit

    Was also ist Zeit?

    Jahrhundertelang stand die leibnizsche Zeittheorie im Schatten der newtonschen Physik und erlebt nun ein spätes Comeback

    Anhang

    Danksagung

    Zeittafeln

    Anmerkungen

    Literatur

    Personenregister

    Abbildungsnachweis