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Kastelau

Roman

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Winter 1944. Die bayerischen Alpen sind trotz Krieg – noch – eine friedliche Gegend. Ein Filmteam der UFA setzt alles daran, sich dorthin abzusetzen. Unter einem Vorwand beschafft man sich den Auftrag für den vermeintlich kriegswichtigen Film "Lied der Freiheit". In dem bald vom Schnee eingeschlossenen Bergdorf Kastelau wird das Drehen einer erfundenen Geschichte immer mehr zur erfundenen Geschichte eines Drehs. Denn wichtig ist nur eines: Die Filmerei muss überzeugend aussehen. Aus immer neuen Lügen und Ausflüchten entspinnt sich ein Netz aus Intrigen, so dass bald niemand mehr zwischen Schein und Wirklichkeit zu unterscheiden weiß. Ein auf einem historischen Ereignis beruhender, spannungsgeladener Roman des Erfolgsautors aus der Schweiz, nominiert für den Deutschen Buchpreis 2014.
Portrait

Charles Lewinsky wurde 1946 in Zürich geboren. Er arbeitete als Dramaturg, Regisseur und Redaktor. Er schreibt Hörspiele, Romane und Theaterstücke und verfasste über 1000 TV-Shows und Drehbücher, etwa für den Film Ein ganz gewöhnlicher Jude, (Hauptdarsteller Ben Becker, ARD 2005). Für den Roman Johannistag wurde er mit dem Schillerpreis der Zürcher Kantonalbank ausgezeichnet. Sein Roman Melnitz wurde in zehn Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u.a. in China als Bester deutscher Roman 2006, in Frankreich als Bester ausländischer Roman 2008. Lewinskys jüngsten Romane wurden für die bedeutendsten deutschsprachigen Buchpreise nominiert: Gerron für den Schweizer Buchpreis 2011, Kastelau für den Deutschen Buchpreis 2014 und Andersen für den Schweizer Buchpreis 2016.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 25.08.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-312-00630-4
Verlag Nagel + Kimche Verlag Ag
Maße (L/B/H) 20,8/13,1/3,5 cm
Gewicht 513 g
Auflage 2
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Ettlingen

Ein skurriler Roman mit einer skurrilen Geschichte, die die Absurdität des Kriegs und diktatorische Mechanismen deutlich macht. Sehr packend geschrieben. Ein skurriler Roman mit einer skurrilen Geschichte, die die Absurdität des Kriegs und diktatorische Mechanismen deutlich macht. Sehr packend geschrieben.

Kundenbewertungen

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Tragische Geschichte mit ungewöhnlichem Erzählstil, die leider nur langsam Fahrt aufnimmt
von einer Kundin/einem Kunden aus Heppenheim am 19.10.2014
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Warum ich es gelesen habe? Auf das Buch aufmerksam wurde ich, weil es auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2014 stand. An der Leseprobe gefiel mir vor allem, der ungewöhnliche Erzählstil; denn die Geschichte wird ausschließlich an Hand von “Zeitdokumenten”, also Tagebucheinträgen, Interviews, Wochenschau-Berichten etc. erzählt. Das Buch wanderte also auf... Warum ich es gelesen habe? Auf das Buch aufmerksam wurde ich, weil es auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2014 stand. An der Leseprobe gefiel mir vor allem, der ungewöhnliche Erzählstil; denn die Geschichte wird ausschließlich an Hand von “Zeitdokumenten”, also Tagebucheinträgen, Interviews, Wochenschau-Berichten etc. erzählt. Das Buch wanderte also auf meine persönliche Shortlist. Nun habe ich es für mein Projekt “persönliche Shortlist lesen” gelesen. Wie war mein erster Eindruck? Der Einstieg in die Geschichte fiel mir etwas schwer. Der direkte Erzählstil zwingt den Leser dazu eigene Rückschlüsse zu ziehen und Verbindungen zu suchen. Obwohl darin für mich der Reiz des Buches lag, ist es natürlich auch anstrengender, als die Geschichte “fertig” serviert zu bekommen. Gleichzeitig hat der Anfang gewisse Längen. Es wird zwar immer wieder ein großer, dramatischer Showdown angedeutet, Lewinsky lässt sich aber Zeit mit der Entwicklung der Story und legt zunächst Werte darauf, die Stimmung jener Zeit einzufangen. Bis die Geschichte aber wirklich Fahrt aufnimmt, ist man schon fast in der Mitte des Buches. Das soll nun aber nicht heißen, dass der Anfang langweilig ist. Die Andeutungen, die immer wieder eingestreut werden, weckten schon recht früh meine Neugierde, so dass ich gerne am Ball geblieben bin. Wie fand ich das Buch allgemein? “Kastelau” erzählt eine dramatische, ja fast möchte ich sagen “tragische” Geschichte, die in den letzten Kriegs- und den ersten Nachkriegsjahren spielt. Dabei ist jedoch keiner dieser sehr ernsten, bedeutungsschwangeren Romane, in denen es um Schuld, Mitwisserschaft und ähnliches geht. Im Mittelpunkt stehen nicht die Naziverbrechen oder die Kriegsgeschehnisse, sondern das Leben der UFA-Schaupieler, die in diesen Jahren versuchten, nicht nur zu überleben, sondern auch trotz politischem Umschwung Karriere zu machen. Einigen gelingt dies – nicht zweifelhaften Mitteln – anderen nicht. Das Buch fängt die Stimmung jener Jahre in dem kleinen Bergdorf Kastelau, das von Krieg weitgehend verschont bleibt, sehr gut ein. Darin liegt für mich die eigentliche Stärke des Romans. So spricht das Buch beispielsweise den Umgang mit Deserteuren und Homosexuellen im Dritten Reich an. Es zeigt das Dorfleben jener Jahre, in denen die Männer im arbeitsfähigen Alter fehlten. Und es von einem Schriftsteller, dem im Dritten Reich das Schreiben verboten wurde. Die Geschichte selbst wurde mir im letzten Drittel etwas zu konstruiert. Die große Angst der Filmcrew, die Alliierten könnten sich bei ihrem Einmarsch an dem Inhalt ihres Filmes stören, konnte ich trotz der großen Bemühungen von Lewinsky diese Wende dem Leser zu erklären, nicht ganz nachvollziehen. Davon abgesehen ist es aber eine sehr spannende und dramatische Geschichte, die bei mir am Ende sogar zu einer gewissen Empörung führte.

Anstrengend
von einer Kundin/einem Kunden aus Urdorf am 09.10.2014
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Für Leute, die sich nicht intensiv mit den Geschehnissen des 2. Weltkrieges und dem Mauerbau in der ehem. DDR befasst haben, ist dieses Buch schlichtweg zu anstrengend.