Erinnerungen an eine Ehe

Roman

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Was weiß man überhaupt über das Zusammenleben? Philip, ein erfolgreicher Schriftsteller, ist aus seiner Wahlheimat Paris zurück nach New York gezogen. Er hat alles verloren, was ihm lieb war, seine Frau und seine Tochter, doch nach der Trauer kam die Resignation und mit ihr auch eine neue Art von Leichtigkeit. Philip lebt in seinen Erinnerungen, ein glücklicher Witwer, dem Ambitionen so fremd geworden sind wie Ängste. Dann begegnet er Lucy, einer Jugendfreundin – Lucy, die schöne Erbin, die lebenslustige und frivole junge Frau, mit der er einst mondäne Partys feierte. Jetzt ist sie eine scharfzüngige alte Dame, die voller Verbitterung über ihre Ehe mit Thomas Snow spricht, einem sozialen Aufsteiger, von dem sie sagt, dass er ihr Leben zerstört habe. Und Philip, der ihr zunächst nur widerwillig zuhört, lässt sich infizieren von der Geschichte, die immer mehr Fragen aufwirft. Er beginnt, der Sache auf den Grund zu gehen, in der Vergangenheit zu forschen. Dabei darf er sich, anders als in seiner Jugend, nicht in Lucys Bann ziehen lassen. »Erinnerungen an eine Ehe« ist ein konzentrierter, temperamentvoller Gesellschaftsroman um Liebe, Kränkung und Verrat, das Porträt einer widerspenstigen Frau und einer ganzen Generation.
Portrait

Louis Begley, 1933 in Polen geboren, arbeitete bis 2004 als Anwalt in New York. Als Schriftsteller wurde er mit seinem Roman Lügen in Zeiten des Krieges weltweit bekannt. Seine Bücher wurden in 18 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Auf Deutsch erschienen zuletzt Schmidts Einsicht (2013), Erinnerungen an eine Ehe (2013) und Zeig dich, Mörder (2015).

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 221
Erscheinungsdatum 20.10.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46549-3
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 19/11,7/2,3 cm
Gewicht 230 g
Originaltitel Memories of Marriage
Auflage 1
Übersetzer Christa Krüger
Buch (Taschenbuch)
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N.Y. High Society
von einer Kundin/einem Kunden am 22.10.2013
Bewertet: gebundene Ausgabe

Wie immer agiert Begley auf hohem literarischen Niveau. Die Geschichte Philips, dessen Verlust von Frau und Tochter ihn von seiner Wahlheimat Paris nach New York treibt. Dort trifft er seine Jugendfreundin Lucy wieder. Nein, nein, es entwickelt sich keine neuerlich Liebe, sondern der Versuch Philips die Ursache für die... Wie immer agiert Begley auf hohem literarischen Niveau. Die Geschichte Philips, dessen Verlust von Frau und Tochter ihn von seiner Wahlheimat Paris nach New York treibt. Dort trifft er seine Jugendfreundin Lucy wieder. Nein, nein, es entwickelt sich keine neuerlich Liebe, sondern der Versuch Philips die Ursache für die Verwandlung Lucys von einer einst lebensfreudigen jungen Frau zu einer von Hass erfüllten alten Dame zu finden.

Szenen einer Ehe
von Karthause aus Duisburg am 22.10.2013
Bewertet: gebundene Ausgabe

Der 70-jährige Philip ist Schriftsteller. Als Ich-Erzähler berichtet er über Lucys zerrüttete Ehe. Seit Jahren kennen sich die beiden. Zufällig trafen sie sich bei einer Ballettaufführung wieder. Aus der einst reichen, begehrten und lebenslustigen Jugendfreundin ist eine verbitterte, alte Frau geworden. In mehreren Treffen erzählt sie ihm von ihrer... Der 70-jährige Philip ist Schriftsteller. Als Ich-Erzähler berichtet er über Lucys zerrüttete Ehe. Seit Jahren kennen sich die beiden. Zufällig trafen sie sich bei einer Ballettaufführung wieder. Aus der einst reichen, begehrten und lebenslustigen Jugendfreundin ist eine verbitterte, alte Frau geworden. In mehreren Treffen erzählt sie ihm von ihrer Ehe mit Thomas, der sie bereits vor Jahren verlassen hat und inzwischen verstorben ist. Es wird viel Alkohol getrunken. Wahrscheinlich löst er Lucys Zunge und erleichtert Philip das Zuhören. Zunächst war sein Interesse an dieser Geschichte relativ schwach, nach und nach erwärmt er sich dafür und befragt gemeinsame Bekannte dazu. Dadurch bekommt der Leser einen umfassenderen Blick auf die Jahre zurückliegenden Geschehnisse. Begley führt den Leser auch in diesem Roman in die Welt der WASP (white anglo-saxon protestant). Anwälte, Investmentbanker, Reiche und Schöne, die sogenannte High Society nimmt er unter die Lupe und versieht sie mit gelegentlichen kleinen Seitenhieben. Es ist die egoistische Oberschicht, die sich nimmt, wen sie gerade begehrt und von anderen auf eben diese Art benutzt wird. Dafür stehen Lucy und Thomas. Wie viele seiner Altersgenossen schreibt auch Louis Begley nicht ohne Wehmut über vergangene Zeiten, gleitet dabei aber nicht in die sogenannten Alt-Herren-Phantasien ab. Allerdings erschienen mir die Szenen, in denen Lucy sich in ihrer Erotik auslebte, ein wenig spießig-moralisierend, als wäre es unpassend, dass eine Frau über sich und ihre Bedürfnisse bestimmt und sich außerhalb der Ehe holt, was ihr in der Beziehung nicht gegeben wird. Der Roman lebt von der indirekten Rede. Es ist Geschmackssache, ob man es mag, oder auch nicht. Mir hat dieser Erzählstil gut gefallen. Ein wenig gefehlt hat mir die Fabulierkunst, das erzählerische, ausschweifende Element. Ich habe „Erinnerungen an eine Ehe“ gern gelesen. Mit 222 Seiten liest sich der flüssig geschriebene Roman recht schnell, es ist ein typischer Begley mit einem Blick auf die upper class in New York.