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Kruso

Roman

Lutz Seiler

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Beschreibung

"[Seiler] legt ... im reifen Mannesalter sein Romandebüt vor, mit dem er sich sogleich in die erste Reihe der Schriftsteller hierzulande katapultiert."
Alexander Cammann, DIE ZEIT 25.08.2014

Lutz Seiler wurde 1963 in Gera/Thüringen geboren, heute lebt er in Wilhelmshorst bei Berlin und in Stockholm. Nach einer Lehre als Baufacharbeiter arbeitete er als Zimmermann und Maurer. 1990 schloß er ein Studium der Germanistik ab, seit 1997 leitet er das Literaturprogramm im Peter-Huchel-Haus. 
Er unternahm Reisen nach Zentralasien, Osteuropa und war Writer in Residence in der Villa Aurora in Los Angeles sowie Stipendiat der Villa Massimo in Rom.
Für sein Werk erhielt er mehrere Preise, darunter den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Bremer Literaturpreis, den Uwe-Johnson-Preis, 2014 den Deutschen Buchpreis und den Preis der Leipziger Buchmesse 2020.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 484
Erscheinungsdatum 02.09.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42447-6
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 21,6/13,6/3,5 cm
Gewicht 604 g
Auflage 7
Verkaufsrang 28592

Buchhändler-Empfehlungen

Kruso, Ed, Traumata und Kommunismus

Ingbert Edenhofer, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Ich bin kein sonderlich politischer Mensch und bin auch nicht die historisch gebildetste Person. Von daher spreche ich nicht auf alle Aspekte von "Kruso" gleichermaßen an; sicherlich resoniert der DDR-Kontext für viele Leute mehr als für mich. Aber gleichzeitig bedeutet das, dass man auch ohne dieses Interesse einiges in "Kruso" findet, allem voran Protagonist Ed, Titelfigur Kruso und ihre Freundschaft, die sehr einzigartig präsentiert wird. Was ist körperlich? Was ist intellektuell? So oder so beginnen sie, einander sehr viel zu bedeuten. Und um sie herum gibt es eine Menge starke Figuren, die ebenfalls ihre Eigenheiten haben, die sie aus dem Gros der literarischen Figuren heraustreten lassen. Das Klausner, Handlungsort eines Großteils der Handlung, ist relativ abgeschieden, und irgendwie kam ich so immer wieder gedanklich zu "Moby-Dick". Es ist der Sog charismatischer Figuren, der in beiden Werken durchkommt. Melville schafft es vergleichsweise zwar noch mehr, mich in seine Themen zu verwickeln, aber knapp hinter Melville zu bleiben, ist nicht gerade eine Schande.

Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Für mich eine der besten literarischen Aufarbeitungen der DDR!Ein Buch über die Zeit des Umbruchs!Eine genaue,verdichtete Sprache mit hintersinnigen Verweisen auf verwandte Bücher.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
6
3
1
1
1

Gewollt und nicht...
von einer Kundin/einem Kunden am 21.06.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

...gekonnt. Ich habe mich von den Bewertungen überzeugen lassen und auch von der Inhaltsangabe, da ich selbst die Wendezeit intensiv auf der Ostseite miterlebt habe und nun schon mehr als die Hälfte meines Lebens im „Westen“ wohne und arbeite. Man spürt, dass der Autor sich Mühe gegeben hat, ein interessantes und hintergründige... ...gekonnt. Ich habe mich von den Bewertungen überzeugen lassen und auch von der Inhaltsangabe, da ich selbst die Wendezeit intensiv auf der Ostseite miterlebt habe und nun schon mehr als die Hälfte meines Lebens im „Westen“ wohne und arbeite. Man spürt, dass der Autor sich Mühe gegeben hat, ein interessantes und hintergründiges Buch zu verfassen. Aber es ist nmE nicht gelungen. Eine zu zerfranste Geschichte, Emotionen springen nicht über und es fällt schwerer und schwerer der Geschichte um die persönliche Freiheit zu folgen. Spannung? Völlige Fehlanzeige. Auch intellektuell keine Herausforderung. Ich bin jetzt erst bei der Hälfte und überlege es nicht weiter zu lesen - was mir erst einmal passiert ist...

Kein Robinson
von einer Kundin/einem Kunden aus Bremen am 20.04.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Voller Emotionen. Es ist schon ein Geschenk in Demokratie und Freiheit geboren und aufgewachsen zu sein. Die Verfilmung war schon gut, aber das Buch ist noch intensiver.

nur für DDR-Wende-Bedaurer
von einer Kundin/einem Kunden aus Zürich am 22.03.2015

Ich habe das Buch vor Weihnachten auf Grund der guten Empfehlungen verschenkt und es erst heute selbst fertig gelesen. Das war ein Fehler. Das Buch ist langfädig geschrieben, das Essen im Klausner zum Kotzen geschildert, das Auf- und Abtauchen der Figuren schlecht nachzuvollziehen. Trotzdem soll das Buch wohl rechtfertigen, dass... Ich habe das Buch vor Weihnachten auf Grund der guten Empfehlungen verschenkt und es erst heute selbst fertig gelesen. Das war ein Fehler. Das Buch ist langfädig geschrieben, das Essen im Klausner zum Kotzen geschildert, das Auf- und Abtauchen der Figuren schlecht nachzuvollziehen. Trotzdem soll das Buch wohl rechtfertigen, dass es in der alten DDR auch "reine" Ideale gegeben hat, die besser waren als unsere "Konsumversessenheit". Na ja, Max Frisch war ja auch dort, wozu ist mir heute schleierhaft, trotz Ed und Kruso. Etwas objektivere Literaturkritik auch bei Books wäre hilfreich gewesen.


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