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Adressat unbekannt

Kathrine Kressmann Taylor

(16)
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Beschreibung

Der Deutsche Martin Schulse und der amerikanische Jude Max Eisenstein betreiben in den USA eine gut gehende Kunstgalerie. 1932 entscheidet sich Schulse, mit seiner Familie nach Deutschland zurückzukehren. Eisenstein betreibt die gemeinsame Galerie in San Francisco weiter. Die beiden Männer bleiben in Kontakt und tauschen sich in ihren Briefen über Berufliches und Privates aus. Zunächst scheint die Freundschaft nicht unter der räumlichen Trennung zu leiden. Doch Schulse, der die politischen Entwicklungen in Deutschland anfangs noch kritisch betrachtete, entwickelt sich nach und nach zum bekennenden Nationalsozialisten.

Adressat unbekannt, 1938 erstmals veröffentlicht, ist ein Buch von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtübernahme, schildert dieses Meisterwerk die dramatische Entwicklung einer Freundschaft und die Geschichte einer bitterbösen Rache. »Ich habe nie auf weniger Seiten ein größeres Drama gelesen. Diese Geschichte ist meisterhaft, sie ist mit unübertrefflicher Spannung gebaut, in irritierender Kürze, kein Wort zuviel, keines fehlt ... Nie wurde das zersetzende Gift des Nationalsozialismus eindringlicher beschrieben«, resümiert Elke Heidenreich in ihrem Nachwort.

"eines der Bücher, das genau das
sagt, was es zu sagen hat, in einer Knappheit, in der jedes Wort wichtig ist.
Und es fährt ein." Neue Luzerner Zeitung, 24.01.2013

Kathrine Kressmann Taylor, 1903 in Portland geboren, arbeitete nach dem Studium als Journalistin und Werbetexterin. 1938 veröffentlichte sie den Briefroman Adressat unbekannt, der über sechzig Jahre später auch in Frankreich und Deutschland zum Bestseller wurde. Ihr zweiter Roman Bis zu jenem Tag (1942) mehrte ihren Ruhm, und sie lehrte fortan am Gettysburg College. Später lebte sie abwechselnd in Minneapolis und in Florenz. Sie starb 1996.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 80
Erscheinungsdatum 12.11.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-65013-6
Verlag Atlantik Verlag
Maße (L/B/H) 19/12,5/1,2 cm
Gewicht 112 g
Auflage 5. Auflage
Übersetzer Dorothee Böhm
Verkaufsrang 13850

Buchhändler-Empfehlungen

Vanessa Rahlmeyer, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Auf wenigen Seiten entsteht allein durch den Briefwechsel zwischen zwei Männern eine unheimlich dramatische Geschichte über Freundschaft zu Zeiten des Nationalsozialismus. Unglaublich gut und wichtig!

Anke Matthes, Thalia-Buchhandlung Dessau-Roßlau

Muss man einfach gelesen haben! Kurze und prägnante Schilderung einer Freundschaft, deren Zerbrechen, eines Verbrechens und dessen Folgen. Selten habe ich Rache und Vergeltung so genossen!

Kundenbewertungen

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Wichtig! Adressiert an DICH!
von einer Kundin/einem Kunden aus Leer am 11.12.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Büchlein umfasst nur 50 Seiten, bestehend aus einem Briefwechsel zwischen zwei Freunden und Geschäftspartnern. Während Dr. Martin Schulse 1932 aus Amerika nach Deutschland zurückkehrt, führt sein Freund (der zufällig jüdischen Glaubens ist) Max Eisenstein die gemeinsame Galerie weiter. Doch während Max seinen Freund Martin ... Das Büchlein umfasst nur 50 Seiten, bestehend aus einem Briefwechsel zwischen zwei Freunden und Geschäftspartnern. Während Dr. Martin Schulse 1932 aus Amerika nach Deutschland zurückkehrt, führt sein Freund (der zufällig jüdischen Glaubens ist) Max Eisenstein die gemeinsame Galerie weiter. Doch während Max seinen Freund Martin innig vermisst, schliesst dieser sich der NSDAP an und beschreibt den persönlichen, aber auch den Wandel Deutschlands im Jahr 1933. Ich möchte nicht zu viel verraten, denn es kommt zu einer unglaublich tragischen und brutalen Wende. Elke Heidenreich schreibt in ihrem Vorwort: "Ich habe nie auf weniger Seiten ein größeres Drama gelesen." Mir ergeht es genau so! Diese Geschichte ist fiktiv und dennoch so nah an der Realität! Diesem Buch gebührt wieder mehr Aufmerksamkeit. Liebe Lehrer: Es gibt für mich keine bessere Lektüre, als Schülern das Aufstreben Adolf Hitlers und die Beginne der Progrome zu vermitteln.

Verstörend, großartig!
von Monika Schulte aus Hagen am 03.10.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Martin Schulse und Max Eisenstein sind beste Freunde. In Amerika betreiben sie gemeinsam eine Kunstgalerie. 1932 entschließt sich Martin, mit seiner Familie zurück nach Deutschland zu gehen. Regelmäßig überweist Max seinem Freund die anteiligen Einnahmen der Galerie. Hitler kommt an die Macht. Martin tritt in die Partei ein.... Martin Schulse und Max Eisenstein sind beste Freunde. In Amerika betreiben sie gemeinsam eine Kunstgalerie. 1932 entschließt sich Martin, mit seiner Familie zurück nach Deutschland zu gehen. Regelmäßig überweist Max seinem Freund die anteiligen Einnahmen der Galerie. Hitler kommt an die Macht. Martin tritt in die Partei ein. Er verändert sich rapide. Er bittet Max, dem Juden, ihm nicht mehr zu schreiben. Max sieht seine Schwester, die in Deutschland ein Engagement als Schauspielerin hat, in Gefahr und bittet - trotz Verbot - seinen alten Freund, ein Auge auf sie haben, doch der ist inzwischen zum Judenhasser mutiert und lässt die einstige Freundin ins Messer laufen, doch er ahnt nicht, zu was Max fähig sein wird. "Adressat unbekannt " - Was für ein Buch! Die Geschichte selbst, in Briefform geschrieben, ist lediglich 78 Seiten lang. Sie ist kurz. Sie ist atemberaubend spannend. Sie ist intelligent und aufwühlend. Sie ist der Hammer! Sie lässt mich mit aufgerissenen Augen und offenem Mund zurück - den Atem anhaltend. Bereits 1938 erstmals erschienen, ist sie aktuell wie nie. Diese kleine Geschichte fesselt mit präziser Sprache! Ich habe selten ein so geniales Buch gelesen! In nur wenigen Zeilen zeigt dieses Buch, wie sich das Gift der Nationalsozialisten ausbreiten konnte. Unbedingt lesen!

Adressat unbekannt
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 22.05.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch ist großartig und sollte für jeden eine Pflichtlektüre sein. Leider immer noch von beklemmender Aktualität öffnet es jedem Leser die Augen für subtile Machenschaften und falsch verstandener Macht und Manipulation.


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