Yoga gegen Ängste

Dem Körper vertrauen und den Geist stärken

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Große und kleine Ängste lassen sich mit Yoga lindern und überwinden. Die Yogalehrerin Doris Iding hat dafür hilfreiche Körper- und Atemübungen, Kurz-Meditationen und Mantren aus dem Yoga zusammengestellt, die erfahrungsgemäß auf Körper, Geist und Gehirn beruhigend und entspannend wirken. Dazu gehört eine Übungssequenz zur Vorbeugung sowie ein „Notfallkoffer“, wenn Sorgen, Befürchtungen und Ängste einem den Boden unter den Füßen wegzuziehen drohen. Die Übungen aus dem Notfallkoffer können überall angewendet werden: in der U-Bahn, beim Check-In am Flughafen, auf dem Bürostuhl, im Bett oder im Wartezimmer beim Arzt. Die beiliegende CD leitet Meditationen an, die hilfreich sind, um schneller zu sich zu kommen, zu entspannen und Abstand zu den Ängsten zu gewinnen.
Portrait
Doris Iding lebt und arbeitet als Autorin, Seminarleiterin zum Thema Yoga, Achtsamkeit und Kreatives Schreiben sowie als Dozentin bei Yogalehrerausbildungen zum Thema Yogaphilosophie.
Ihr besonderes Interesse liegt in der Vermittlung eines neuen Bewusstseins, bei dem der Mensch nicht mehr dogmatisch festhält an alten Traditionen und Lehren, sondern sich für ein Bewusstsein öffnet, in dem er sich als Teil eines Bewusstseins erfährt, bei dem alles miteinander verbunden ist.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 112
Erscheinungsdatum 10.09.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86410-079-6
Verlag Windpferd
Maße (L/B/H) 16,5/16,4/1,5 cm
Gewicht 270 g
Abbildungen 17 farbige Fotos
Auflage 1
Verkaufsrang 90.139
Buch (gebundene Ausgabe)
16,95
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Kann man mit Yoga tatsächlich seine Ängste besiegen?
von Dr. M. am 11.08.2018

Das ist doch zunächst einmal die wirklich interessante Frage im Zusammenhang mit diesem Buch. Wenn ich die Autorin richtig verstanden habe litt sie sehr unter ihrer eigenen Angsterkrankung, die sie nach ihrer Darstellung offenkundig recht erfolgreich besiegte, weil sie intensiv Yoga praktizierte und entsprechende Entspannungsübungen machte. Allerdings - und das... Das ist doch zunächst einmal die wirklich interessante Frage im Zusammenhang mit diesem Buch. Wenn ich die Autorin richtig verstanden habe litt sie sehr unter ihrer eigenen Angsterkrankung, die sie nach ihrer Darstellung offenkundig recht erfolgreich besiegte, weil sie intensiv Yoga praktizierte und entsprechende Entspannungsübungen machte. Allerdings - und das erzeugt ein großes Fragezeichen - muss man doch davon ausgehen, dass sie erkrankte, obwohl sie bereits Yoga praktizierte. Man kann also trotz intensiver Yoga-Praxis eine Angststörung bekommen, und dennoch soll diese Praxis anschließend helfen, die Krankheit zu besiegen? Leider geht Doris Iding auf diesen Widerspruch in ihrem Buch nicht ein. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich eine Yoga-Lehrerin kenne, die meilenweit von ihrer inneren Mitte entfernt ist. Yoga ist kein Allheilmittel, zumal es in den westlichen Ländern aus verschiedenen Gründen nicht in seiner Ursprünglichkeit praktiziert wird. Dennoch erzeugen diese Übungen ein körperliches Wohlgefühl, sie beruhigen und entspannen. Jedenfalls, wenn man sie regelmäßig und intensiv durchführt. Ängste haben immer eine individuelle Ursache. Man muss sich ihnen stellen und herausfinden, woher sie kommen. Die Vorstellung, man könne seine Ängste mit den Anleitungen aus diesem Büchlein gewissermaßen wegüben, sind eine völlige Illusion. Und das natürlich erst recht, wenn man sich vorher noch nie mit Yoga befasst hat und es nun alleine mit diesen Anleitungen probieren möchte. Ebenso verhält es sich mit den Entspannungsübungen aus diesem Buch. Wer von seinen Ängsten durchgeschüttelt wird, dem wird es alleine kaum noch gelingen, sich auf diese Übungen einzulassen, wenn er sie vorher noch nie gemacht hat. Was also bringt dieses Buch dann? Yoga allein verhindert weder eine Angststörung, noch ist es ein Allheilmittel, wenn man vorher noch nie praktiziert hat. Dennoch kann Yoga helfen, wenn man es unter Anleitung und in Gruppen lernt. Ein solches Buch dient allenfalls zur Unterstützung einer solchen Herangehensweise. Die Autorin gliedert ihr Buch in einen erklärenden Teil zu Ängsten und Yoga und einen Praxisteil, der Atemübungen, sanfte Yoga-Stellungen, einen sogenannten Notfallkoffer (zahlreiche Atem- und Entspannungsübungen) und abschließend einen bunten Strauß zusätzlicher Empfehlungen enthält. Dazu kommt eine CD mit drei angeleiteten Übungen zur Beruhigung des Geistes. Natürlich ist das alles hilfreich, wenn man es tatsächlich und im besten Fall vor dem Ernstfall beherrscht. Vielleicht wäre es günstiger gewesen, wenn sich die Autorin bei den von ihr vorgeschlagenen zahlreichen Entspannungs- und Atemübungen auf viel weniger beschränkt hätte, um den Eindruck einer gewissen Diffusität zu vermeiden, denn im Grunde bewirken all diese Übungen doch eigentlich immer dasselbe. Soll man sie alle probieren und dann keine richtig beherrschen, weil man immer neue Übungen findet und ausprobiert? Alles in allem ist diese Buch sicher nützlich, so wie eben Yoga nützlich ist. Mir schien das Konzept im Zusammenhang mit Angststörungen jedoch nicht völlig durchdacht. Alle Übungen aus diesem Buch helfen, Körper und Geist zu beruhigen und zur generellen Entspannung beizutragen. Doch manchmal ist die Angst mächtiger als alle Versuche, sie auf diese Weise zu besiegen. Das sollte man schon wissen. Ich fand das Buch nicht schlecht. Das wären drei Sterne. Doch davor schrecke ich bei einem solchen Buch zurück, weil es einen falschen Eindruck erwecken würde. Alles, was in ihm steht ist sehr nützlich, auch wenn es nicht immer in der Lage ist, die Dämonen zu vertreiben.