Zehn Tage im Irrenhaus

Undercover in der Psychatrie

(6)

New York, 1887. Fu¿r ihren ersten Auftrag als freie Journalistin bei der aufstrebenden Tageszeitung Joseph Pulitzers, "New York World", soll Nellie Bly undercover aus der Frauenpsychiatrie auf Blackwell's Island berichten. Ob sie den Mut dazu habe? Die 23-Jährige zögert nicht, natu¿rlich hat sie den. Der Weg in die Anstalt erweist sich als Kinderspiel. Doch Bly merkt schnell: Wer einmal drin ist, dessen Chancen stehen schlecht, jemals wieder herauszukommen.
In ihrer bahnbrechenden Reportage berichtet die Undercover-
Journalistin Nellie Bly von den desaströsen Zuständen und grauen haften Misshandlungen, deren Zeugin sie dort wurde. "Zehn Tage im Irrenhaus" ist ein Meilenstein des investigativen Journalismus und
ein wichtiges Dokument der Psychiatriegeschichte.

Portrait
Nellie Bly wurde am 5. Mai 1864 in Pennsylvania als Elizabeth Jane Cochran geboren. Mit einem Leserbrief gelang ihr 1885 der Einstieg in den Journalismus. Mit ihrer Reportage "Ten Days in a Mad- House" wurde sie berühmt. 1889 ging sie auf Weltreise. Sie wollte schneller sein als Jules Vernes Romanheld Phileas Fogg, was ihr auch gelang. Ihr Reisebericht "Around the World in 72 Days" wurde ein Medienspektakel ohnegleichen. 1895 heiratete Bly den 70-jährigen Industriellen Robert Seaman, dessen Unternehmen sie nach seinem Tod 1904 leitete. Nach dessen Bankrott kehrte sie zum Journalismus zurück und wurde 1914 Kriegskorrespondentin in Österreich. Am 27. Januar 1922 starb Nellie Bly in New York an einer Lungenentzündung.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Herausgeber Martin Wagner
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 30.04.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-932338-62-5
Verlag Aviva
Maße (L/B/H) 20/12,3/1,7 cm
Gewicht 233 g
Auflage 3
Übersetzer Martin Wagner
Verkaufsrang 90.033
Buch (Taschenbuch)
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Ein Einblick in die Arbeit als "Girl Stunt Reporter" Ende des 19. Jahrhunderts und gleichzeitig unglaubliches Portrait der psychiatrischen Einrichtungen zu dieser Zeit. Ein Einblick in die Arbeit als "Girl Stunt Reporter" Ende des 19. Jahrhunderts und gleichzeitig unglaubliches Portrait der psychiatrischen Einrichtungen zu dieser Zeit.

Kundenbewertungen

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Eine mutige Frau und eine spannende Undercoveraktion
von Leuchtturmwaerterin aus Kassel am 08.06.2018

Ende des 19. Jahrhunderts bricht eine junge Frau aus den Konventionen der damaligen Zeit aus und lässt sich als Undercover-Journalistin einweisen. Sie beweist unglaublich viel Mut, weiß sie doch nicht, was sie dort erwartet. Unter falschem Namen und mit erdachter Lebensgeschichte mimt sie die geisteskranke Nellie Brown. Unglaublich welch grauenvolle... Ende des 19. Jahrhunderts bricht eine junge Frau aus den Konventionen der damaligen Zeit aus und lässt sich als Undercover-Journalistin einweisen. Sie beweist unglaublich viel Mut, weiß sie doch nicht, was sie dort erwartet. Unter falschem Namen und mit erdachter Lebensgeschichte mimt sie die geisteskranke Nellie Brown. Unglaublich welch grauenvolle Dinge sie berichtet. Nicht zuletzt wegen des Erzählstils aus der ICH-Perspektive ist Nellies Bericht so lebendig und als Leser leidet man direkt mit den Patientinnen. Sie nimmt uns mit in eine Zeit, in der psychisch kranke Menschen wie gesellschaftlicher "Ausschuss" behandelt werden und insbesondere Frauen nicht einmal wirklich untersucht werden, bevor man sie als geisteskrank abstempelt und einsperrt. Mich hat es unglaublich erschreckt, wie schnell eine Frau damals als irre galt, wenn sie bloß einen anderen Lebensweg eingeschlagen hatte. Nellie ist eine bemerkenswerte Frau gewesen und hat mit ihrer Berichterstattung das Augenmerk auf ein Elend hinter verschlossenen Türen und fern von der Mitte der Gesellschaft gelegt. Sie hat Mut bewiesen und ist sich nicht zu fein dafür gewesen selbst unter diesen grauenhaften Zuständen zu leben. Fazit: Ein beeindruckender Erfahrungsbericht, der zu seiner Zeit wohl Vorreiter war für viele nachfolgende Undercoveraktionen, wie sie noch heute von Wallraff und Co. unternommen werden. Auch wenn es noch bis in die 1950er Jahre dauern sollte, bis psychiatrische Kliniken endlich den Wert jedes Individuums erkennen sollten, so hat Nellie Bly doch schon damals ihren Teil dazu beigetragen das Leben in solchen Einrichtungen etwas zu verbessern.

Absoluter Wahnsinn ?!
von einer Kundin/einem Kunden am 24.11.2014

Nellie Bly, Journalistin, und eigentlich ohne den Hauch von Wahnsinn in sich, lässt sich freiwillig einliefern – ins Irrenhaus. Um dort hin zu gelangen täuscht sie eine Nervenkrankheit vor, doch dort angekommen bringen ihr alle Beteuerungen; NICHT verrückt zu sein nichts mehr. Wer einmal auf dieser Insel – in... Nellie Bly, Journalistin, und eigentlich ohne den Hauch von Wahnsinn in sich, lässt sich freiwillig einliefern – ins Irrenhaus. Um dort hin zu gelangen täuscht sie eine Nervenkrankheit vor, doch dort angekommen bringen ihr alle Beteuerungen; NICHT verrückt zu sein nichts mehr. Wer einmal auf dieser Insel – in diesen Mauern steckt – kommt so schnell nicht mehr heraus. 1887 wurde dieser Bericht in einer Zeitung veröffentlich, Jahrzehnte danach können wir ihn nun als Buch kaufen und lesen. Schockierend unter welchen zuständen kranke und offensichtlich auch „wahnsinnige“ dort betreut oder besser gesagt, gehalten wurden. Ein (zu der damaligen Zeit) aufdeckender und skandalöser Bericht aus der Feder, einer Journalistin die ein großes Vorbild für jeden Reporter heute sein sollte.

Eine mutige Reportage
von Helga Rom aus Innsbruck am 06.04.2012
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die junge Journalistin Nellie Bly lässt sich im Jahr 1887 zu Recherchezwecken in eine Psychiatrie einweisen. Sie will aufdecken, unter welchen Bedingungen die Frauen dort versorgt werden. Was sie dort vorfindet, übertrifft ihre schlimmsten Befürchtungen. Sie berichtet von Gewalt, Verwahrlosung und äußerster Hoffnungslosigkeit. Doch die junge Frau kann nach... Die junge Journalistin Nellie Bly lässt sich im Jahr 1887 zu Recherchezwecken in eine Psychiatrie einweisen. Sie will aufdecken, unter welchen Bedingungen die Frauen dort versorgt werden. Was sie dort vorfindet, übertrifft ihre schlimmsten Befürchtungen. Sie berichtet von Gewalt, Verwahrlosung und äußerster Hoffnungslosigkeit. Doch die junge Frau kann nach ihrer "Entlassung" zumindest einige Missstände verbessern. Ein berührender Bericht einer mutigen jungen Frau!