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Subscannatio

Der Luftröhrenschnitt von der Antike zur Moderne

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Unserer Auffassung nach gibt es in der Medizin wohl kaum eine Geschichte, die auch nur annähernd so spannend und vielschichtig ist, wie die der Tracheotomie; bei aller Kontroverse, die sie auslöste - sie bleibt unstrittig eine der ältesten uns bekannten Operationsmethoden.
Man kann sich heute kaum vorstellen, dass dieses Verfahren noch bis zum Übergang des 19. auf das 20. Jahrhundert, gerade im Rahmen der grassierenden Diphtherieepidemien in Europa, über Jahrzehnte hinweg bei zigtausend Kindern, die infolge der Erkrankung zu ersticken drohten, als ultimatives Instrument in der damaligen Notfallmedizin über Leben und Tod entschied.
Spannend und vielschichtig ist gerade diese Operation nicht zuletzt auch deshalb, weil ihr eine über viele Jahrhunderte ständig geführte Diskussion darüber anhängt, ob und inwieweit die Tracheotomie zur Sicherung der oberen Atemwege zu rechtfertigen sei. Schließlich gab es bereits seit der Antike die Intubation als konkurrierendes Verfahren, also durch das Einführen eines Tubus über Mund oder Nase.
Selbst die Indikation und die Fragestellung, an exakt welcher Stelle eine Eröffnung der Atemwege erfolgen sollte, ob anstatt einer Tracheotomie eine Laryngotomie die bessere Wahl sei, aber auch die Art und Weise der Luftröhreneröffnung, bot reichlich Zünd- und damit Diskussionsstoff.
Zwischen 1625 und 1630 war es dann der italienische Mediziner Santorio Santorio (1561-1636) [ ], der die Diskussion erneut entflammen ließ, indem er ein neues Verfahren vorstellte. Seine Vorgehensweise unterschied sich deutlich von der tradierten Praxis, da er zunächst mittels eines Stiches die Haut eröffnete, die Wunde anschließend aufdehnte, um abschließend eine Kanüle einzubringen.
Seit dieser Zeit wurden laufend neue Instrumente entwickelt, um gerade diese Technik noch weiter zu vereinfachen.
Der französische Chirurg Pierre-Joseph Desault (1738-1795) sagte einmal: 'Die Einfachheit einer Operation ist der Maßstab ihrer Vervollkommnung [ ].'
Santorios verfahrensweise war die Geburtsstunde der inzwischen weltweit anerkannten perkutanen dilatativen Tracheotomie.
Neben der geschichtlichen Entwicklung dieses über vierhundert Jahre alten Verfahrens, das sich heute sehr erfolgreich gegenüber der chirurgischen Praxis behauptet und zu einem Standardverfahren etabliert hat, haben wir uns aber ganz allgemein der historischen Darstellung der Tracheotomie gewidmet.
Portrait
Franka Böck, Jahrgang 1986, ist eine sehr engagierte, examinierte Altenpflegerin und Pflegeexpertin für außerklinische Beatmung. Sie arbeitet in einem bundesweit tätigen außerklinischen Intensivpflegedienst. Obwohl alleinerziehende Mutter eines autistischen Sohnes, findet sie immer noch Zeit zum Schreiben von Fachartikeln und für ihren Unterricht als Dozentin im Gesundheitswesen.

Thomas Riedel, Jahrgang 1961, Dipl. Pädagoge und examinierter Krankenpfleger mit über zwanzigjähriger Erfahrung als Pflegedienstleiter, ist beruflich ebenfalls in der außerklinischen Intensivpflege mit Schwerpunkt Beatmung tätig. Seit 1993 unterrichtet er nebenberuflich als Dozent im Gesundheitswesen verschiedene Themenschwerpunkte für unterschiedliche Träger.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 452
Altersempfehlung 0 - 99
Erscheinungsdatum 29.06.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8442-9979-3
Verlag Epubli
Maße (L/B/H) 21/14,8/2,5 cm
Gewicht 683 g
Auflage 1
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