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Die Schönheitslinie

Roman

Sommer 1983. Als der zwanzigjährige Nick Guest eine Dachkammer bei den Feddens im reichen Londoner Stadtteil Notting Hill bezieht, taucht er in eine ihm bis dahin völlig fremde Welt ein. Nicks Entwicklung vom kleinbürgerlichen Provinzler zum dandyhaften Kosmopoliten ist gleichzeitig ein großartiges Sittengemälde der Thatcher-Ära, für das Hollinghurst mit dem Booker-Preis ausgezeichnet wurde.

Rezension
»Schillernd, lasziv und formvollendet.«
Portrait
Alan Hollinghurst wurde 1954 in Stroud geboren. Er studierte in Oxford und arbeitete anschließend als Literaturkritiker für das Times Literary Supplement. Hollinghurst hat zahlreiche Preise erhalten, darunter den Sommerset Maugham Award und 2004 den Booker Prize für seinen Roman Die Schönheitslinie. Alan Hollinghurst lebt in London.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Erscheinungsdatum 16.07.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783641150174
Verlag Karl Blessing Verlag
Übersetzer Thomas Stegers
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„Eine Geschichte von Homophobie, selbst wenn sie schön erzählt ist, bleibt niederschmetternd.“

Ingbert Edenhofer, Thalia-Buchhandlung Essen

Ich habe in den letzten Tagen viele Verlagsprogramme für 2019 durchgeblättert, und grob 15 Jahre, nachdem Alan Hollinghursts "Die Schönheitslinie" erschien - und den Booker Prize gewann -, bleibt es erschreckend, wie hetero- (und cis-) normativ der Literaturbetrieb ist. Zu der Handvoll Bücher, die zuordbar schwule (oder lesbische oder trans) Geschichten erzählen, gehört das neue Werk von Alan Hollinghurst (im Katalog wird vorsichtig von einer Faszination zwischen zwei Männern gesprochen), was mich dazu brachte, dieses Buch mal wieder in die Hand zu nehmen.

Nick, 1983 noch jung und verknallt in seinem Oxford-Kommilitonen Toby, gerät in den Dunstkreis von Tobys Familie - der Vater ist ein konservativer Politiker - und zieht sogar bei ihnen ein. Gleichzeitig erzählt der Roman von seinen Beziehungen zu zwei Männern: Leo - arm und Wani - reich.

Der Familienanteil der Geschichte erinnert in Teilen stark an "Wiedersehen in Brideshead" von Evelyn Waugh, wenn auch mit veränderten Geschlechtern und dadurch verschobenen Dynamiken. Die psychisch auffällige Tochter Catherine, eine der charismatischsten Figuren hier, hat einige Paralleleln zu Bridesheads Sebastian, während Toby eine Nähe zu Bridesheads Julia hat.

Da die 60 Jahre zwischen den beiden Romanen allerdings einige Veränderungen der schwulen Welt mit sich brachten, erlaubt sich Hollinghurst mehr Raum für die Beziehungen zwischen den Männern. Mehr noch als Catherine ist Leo eine Figur, der nicht zu verfallen schwierig ist. Er ist liebenswert ehrlich und sicherlich unter allen zentralen Figuren die, auf die das Wort "gut" am wahrsten zutrifft.

Das Publikum für schwule Geschichten (und andere aus dem LGBTQ-Spektrum) scheint gering genug zu sein, dass dieses Buch in Deutschland nicht mehr auf Papier zu haben ist, sondern nur noch als eBook. Aber dieses Buch ist ein Beispiel für hochwertige Literatur mit vielschichtigen Charakteren, die nicht nur ein Nischendasein fristen sollten. Heten: Wir lesen Bücher über Euch - revanchiert Euch!
Ich habe in den letzten Tagen viele Verlagsprogramme für 2019 durchgeblättert, und grob 15 Jahre, nachdem Alan Hollinghursts "Die Schönheitslinie" erschien - und den Booker Prize gewann -, bleibt es erschreckend, wie hetero- (und cis-) normativ der Literaturbetrieb ist. Zu der Handvoll Bücher, die zuordbar schwule (oder lesbische oder trans) Geschichten erzählen, gehört das neue Werk von Alan Hollinghurst (im Katalog wird vorsichtig von einer Faszination zwischen zwei Männern gesprochen), was mich dazu brachte, dieses Buch mal wieder in die Hand zu nehmen.

Nick, 1983 noch jung und verknallt in seinem Oxford-Kommilitonen Toby, gerät in den Dunstkreis von Tobys Familie - der Vater ist ein konservativer Politiker - und zieht sogar bei ihnen ein. Gleichzeitig erzählt der Roman von seinen Beziehungen zu zwei Männern: Leo - arm und Wani - reich.

Der Familienanteil der Geschichte erinnert in Teilen stark an "Wiedersehen in Brideshead" von Evelyn Waugh, wenn auch mit veränderten Geschlechtern und dadurch verschobenen Dynamiken. Die psychisch auffällige Tochter Catherine, eine der charismatischsten Figuren hier, hat einige Paralleleln zu Bridesheads Sebastian, während Toby eine Nähe zu Bridesheads Julia hat.

Da die 60 Jahre zwischen den beiden Romanen allerdings einige Veränderungen der schwulen Welt mit sich brachten, erlaubt sich Hollinghurst mehr Raum für die Beziehungen zwischen den Männern. Mehr noch als Catherine ist Leo eine Figur, der nicht zu verfallen schwierig ist. Er ist liebenswert ehrlich und sicherlich unter allen zentralen Figuren die, auf die das Wort "gut" am wahrsten zutrifft.

Das Publikum für schwule Geschichten (und andere aus dem LGBTQ-Spektrum) scheint gering genug zu sein, dass dieses Buch in Deutschland nicht mehr auf Papier zu haben ist, sondern nur noch als eBook. Aber dieses Buch ist ein Beispiel für hochwertige Literatur mit vielschichtigen Charakteren, die nicht nur ein Nischendasein fristen sollten. Heten: Wir lesen Bücher über Euch - revanchiert Euch!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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1
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Gesellschaftsroman aus England
von einer Kundin/einem Kunden aus Göppingen (BaWü) am 02.12.2014

Alan Hollinghurst lässt in seinem Roman die Achtziger Jahre wiederauferstehen. Student Nick, Anfang Zwanzig, zieht im Elternhaus seines Studienfreunds Toby Fedden zur Untermiete ein. Tobys Eltern gehören der Upper-Class an. Der Vater ist Parlamentsabgeordneter der Torys, die Mutter stammt aus einer Adelsfamilie. Schon bald gehört Nick zur Familie, zumindest... Alan Hollinghurst lässt in seinem Roman die Achtziger Jahre wiederauferstehen. Student Nick, Anfang Zwanzig, zieht im Elternhaus seines Studienfreunds Toby Fedden zur Untermiete ein. Tobys Eltern gehören der Upper-Class an. Der Vater ist Parlamentsabgeordneter der Torys, die Mutter stammt aus einer Adelsfamilie. Schon bald gehört Nick zur Familie, zumindest hat es den Anschein. Er nimmt an ihren Parties teil, hütet das Haus bei Abwesenheit der Feddens, verreist mit ihnen in die Ferien und kümmert sich um die manisch depressive Tochter Catherine. Nicks Homosexualität wird stillschweigend geduldet - ja bis es dann doch irgendwann zum Eklat kommt. In erster Linie ist dies ein Gesellschaftsroman der Upper-Class aus dem England der Achtziger zur Blütezeit der Thatcher-Ära. Politik ist ein großes Thema in dem Roman. Das zweite große Thema ist das Leben eines Homosexuellen im neuen Zeitalter von AIDS, wobei mir Nicks Sexualleben in dem Roman leider zu stark in die Details beschrieben wird. Das macht ihn unnötig vulgär und zieht die ansonsten schöne Sprache Hollinghursts auf ein niederes Niveau herab.