Konzepte interkultureller Pädagogik

Eine systematische Einführung

Arnd-Michael Nohl

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Beschreibung

Professionelle Pädagogen und Pädagoginnen sollten die Handlungsprobleme ihrer Berufspraxis aus unterschiedlichen
Perspektiven heraus betrachten können. Daher führt dieses – in seiner dritten Auflage aktualisierte – Buch systematisch in verschiedene Konzepte
interkultureller Pädagogik ein. Anhand praktischer wie empirischer Beispiele diskutiert der Band Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Konzepte und zeigt die ihnen
zugrunde liegenden Gesellschaftsmodelle auf. Im Zentrum stehen vier Konzepte: Die „Assimilationspädagogik“ diagnostiziert bei Kindern aus eingewanderten Familien
bzw. ethnischen Minderheiten Defizite und möchte diese kompensieren; in der „klassischen interkulturellen Pädagogik“ wird die Kultur der Migrant(inn)en und Minderheitenangehörigen
in ihrer Differenz zur Kultur der einheimischen Mehrheit betrachtet und das Zusammenleben der Ethnien gefördert; die „Antidiskriminierungspädagogik“ zeigt, dass Kinder durch Bildungseinrichtungen als Angehörige ethnischer Minderheiten diskriminiert werden können. Die kritische Diskussion dieser Konzepte mündet in den Entwurf einer „Pädagogik kollektiver Zugehörigkeiten“, die neben der ethnisch-kulturellen auch andere Unterscheidungsdimensionen in den Milieus der Gesellschaft aufgreift und sie für pädagogische Prozesse nutzbar macht. Auch Fragen der Diskriminierung, der pädagogischen Organisationen und der Professionalisierung interkultureller Pädagogik werden behandelt.

Produktdetails

Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 255
Erscheinungsdatum 01.09.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7815-1996-1
Verlag Klinkhardt, Julius
Maße (L/B/H) 21,1/14,6/2 cm
Gewicht 334 g
Auflage 3. aktual. Auflage

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Pädagogik kollektiver Zugehörigkeiten
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 06.06.2021
Bewertet: eBook (PDF)

Mit seinem Konzept «Pädagogik kollektiver Zugehörigkeiten» zeigt Nohl auf, dass für eine interkulturelle Pädagogik der Fokus auf die ethnospezifische Zugehörigkeit allein zu kurz greift und zu problematischen Aspekten führt. Jedes Leben ist durch Mehrfachzugehörigkeit charakterisiert; dazu gehören geschlechts-, generations-, reg... Mit seinem Konzept «Pädagogik kollektiver Zugehörigkeiten» zeigt Nohl auf, dass für eine interkulturelle Pädagogik der Fokus auf die ethnospezifische Zugehörigkeit allein zu kurz greift und zu problematischen Aspekten führt. Jedes Leben ist durch Mehrfachzugehörigkeit charakterisiert; dazu gehören geschlechts-, generations-, regional-, migrations-, religions- und schichtspezifische Zugehörigkeiten. Mit seinem «zugehörigkeitstheoretischen» Ansatz fokussiert Nohl auf die vielgestaltigen Erfahrungsdimensionen, «durch die der aktuelle Lebenskontext (Milieu) einer Person geprägt wird». Nohl verbindet seinen Milieubegriff auch mit Bourdieus Begriff des Habitus. Ein Milieu zeichnet sich durch eine bestimmte Kommunikation, gemeinsames Verhalten und durch «gleichartige Alltagserfahrungen aus». Die «Pädagogik kollektiver Zugehörigkeiten» hält fest, dass Menschen zwar einem konkreten Milieu angehören, aber milieuintern ergeben sich weitere Zugehörigkeiten und so ergibt sich immer eine Mehrdimensionalität. Der Ansatz fragt weiter nach Zugehörigkeiten, die eine Person erlebt, anstrebt und zugeschrieben bekommt und plädiert, die Dimensionen kollektiver Zugehörigkeiten für Sozialisation, Lernen und Bildung zu nutzen. Hier soll das interkulturelle Lernen näher betrachtet werden: Mit diesem wird begonnen, wenn alte Denkmuster sich als unzureichend erweisen und «neues Wissen und Können» gefragt sind. Im Zentrum steht, sich «Wissen über fremde Kulturen und Kompetenzen im Umgang mit ihnen anzueignen».


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