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3000 Euro

(8)
Denise kommt mehr schlecht als recht mit ihrem Leben klar. Sie arbeitet im Discounter, ihre kleine Tochter Linda überfordert sie oft; eine langersehnte New-York-Reise bleibt ein – immerhin tröstlicher – Traum. Mit dem Lohn für einen Pornodreh will sie endlich weiterkommen, aber man lässt sie auf ihr Geld warten. Immer öfter steht Anton an ihrer Kasse, der abgestürzte, verschuldete Ex-Jurastudent, der im Wohnheim schläft. Vorsichtig kommen sich die beiden näher. Während Denise wütend, aber auch stolz um ihr Recht und für ihre Tochter kämpft, während Anton seiner Privatinsolvenz entgegenbangt, arrivierte frühere Freunde trifft, mal Hoffnung schöpft und sie dann wieder verliert, entwickelt sich eine zarte, fast unmögliche Liebe. Beide versuchen, sich einander zu öffnen, doch als Denise endlich ihr Geld bekommen soll und Antons Gerichtstermin naht, müssen sie sich fragen, wie viel Nähe ihr Leben wirklich zulässt ...
Thomas Melle erzählt von einer Liebe am unteren Rand der Gesellschaft, von der menschlichen Existenz in all ihrer drastischen Schönheit und Zerbrechlichkeit – ein zärtlicher, heftiger Roman über zwei Menschen und die Frage, was dreitausend Euro wert sein können.
Portrait
Thomas Melle

Thomas Melle, 1975 geboren, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie in Tübingen, Austin (Texas) und Berlin. Er ist Autor vielgespielter Theaterstücke und übersetzte u. a. William T. Vollmanns Roman «Huren für Gloria». Sein Debütroman «Sickster» (2011) war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde mit dem Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet. 2014 folgte der Roman «3000 Euro», der auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand. 2015 erhielt Thomas Melle, der in Berlin lebt, den Kunstpreis Berlin.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 208 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 29.08.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783644116511
Verlag Rowohlt E-Book
Dateigröße 834 KB
Verkaufsrang 24.224
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

Daniel Thiele, Thalia-Buchhandlung Hamm

Melle präsentiert zwei Vertreter des "modernen Prekariats" auf so alltägliche Weise, dass man sich zwangsläufig so fühlt, als sei man ihnen schon vor der Lektüre begegnet. Melle präsentiert zwei Vertreter des "modernen Prekariats" auf so alltägliche Weise, dass man sich zwangsläufig so fühlt, als sei man ihnen schon vor der Lektüre begegnet.

„Thomas Melle - 3000 Euro“

Sabrina Küpper, Thalia-Buchhandlung Neu-Ulm

Das Leben ist nicht immer so, wie wir es uns vorgestellt haben. Manchmal bricht es mit voller Wucht auf uns ein. So auch auf Denise und Anton. Beide haben nicht das Leben, nachdem sie sich sehnen. Denise träumt u.a. von einer Reise nach New York, doch ihre kleine Tochter Linda und ihr Job an der Kasse eines Discounters lassen sie immer wieder in der Realität ankommen. Keine Reise. Kein New York. Auch Anton steht nicht besser da. Er wartet auf seine Privatinsolvenz und um die Welt irgendwie ertragen zu können flüchtet auch er sich in seine Träume. Er ist ein Meister diese zu verlängern, aber bleiben tun sie nicht. Als sich beide vorsichtig näher kommen stellt sich die Frage, wieviel Nähe ihr Leben wirklich zulässt. Eine Liebe am unteren Rand der Gesellschaft und die Frage, was 3000 Euro Wert sein können.
Ein sprach gewaltiger, heftiger Roman. Sehr lesenswert.
Das Leben ist nicht immer so, wie wir es uns vorgestellt haben. Manchmal bricht es mit voller Wucht auf uns ein. So auch auf Denise und Anton. Beide haben nicht das Leben, nachdem sie sich sehnen. Denise träumt u.a. von einer Reise nach New York, doch ihre kleine Tochter Linda und ihr Job an der Kasse eines Discounters lassen sie immer wieder in der Realität ankommen. Keine Reise. Kein New York. Auch Anton steht nicht besser da. Er wartet auf seine Privatinsolvenz und um die Welt irgendwie ertragen zu können flüchtet auch er sich in seine Träume. Er ist ein Meister diese zu verlängern, aber bleiben tun sie nicht. Als sich beide vorsichtig näher kommen stellt sich die Frage, wieviel Nähe ihr Leben wirklich zulässt. Eine Liebe am unteren Rand der Gesellschaft und die Frage, was 3000 Euro Wert sein können.
Ein sprach gewaltiger, heftiger Roman. Sehr lesenswert.

„Was sind schon 3000 Euro?“

Sonja Hertkens, Thalia-Buchhandlung Freiburg

Für Anton ist es seine Existenz, für Denise der Lohn für einen Pornofilm…
Auch wenn die beiden an komplett unterschiedlichen Punkten im Leben stehen, entwickelt sich eine Zuneigung zwischen den beiden, die mit das realistische ist, was ich in langer Zeit gelesen hatte.

Thomas Melle zeigt uns mit diesem unglaublichen Ausschnitt einfach nur einen Spiegel!
Für Anton ist es seine Existenz, für Denise der Lohn für einen Pornofilm…
Auch wenn die beiden an komplett unterschiedlichen Punkten im Leben stehen, entwickelt sich eine Zuneigung zwischen den beiden, die mit das realistische ist, was ich in langer Zeit gelesen hatte.

Thomas Melle zeigt uns mit diesem unglaublichen Ausschnitt einfach nur einen Spiegel!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 10.09.2017
Bewertet: anderes Format

Denise und Anton begegnen sich im Supermarkt und kommen sich näher. Beide befinden sich in Geldnot. Als sich dies ändert wird fraglich, was sie eigentlich zusammen hält.

PATSCH
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 24.03.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

… macht es und man bekommt das Gefühl als werde einem die Realität direkt ins Gesicht geklatscht. Allerdings nicht die eigene, möglicherweise unangenehme, aber dennoch vertraute Realität, sondern eine, die es für viele Menschen gibt, die man aber dennoch oft nicht wahrhaben will. Thomas Melle beschreibt schonungslos ehrlich die Schicksale zweier... … macht es und man bekommt das Gefühl als werde einem die Realität direkt ins Gesicht geklatscht. Allerdings nicht die eigene, möglicherweise unangenehme, aber dennoch vertraute Realität, sondern eine, die es für viele Menschen gibt, die man aber dennoch oft nicht wahrhaben will. Thomas Melle beschreibt schonungslos ehrlich die Schicksale zweier Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen und große Probleme in und mit ihrem Leben haben. Es gibt in diesem Buch kein Verharmlosen widriger Umstände, kein Schönreden von Wut und Verzweiflung und keine Klischees über Armut und Obdachlosigkeit. Alles dreht sich um 3000 ?. Sehr viel für den einen, doch wenig für den anderen, einmal scheinbar leicht, dann wieder gar nicht zu beschaffen. Der dritte Roman des deutschen Autors, Übersetzers und Verfassers mehrerer Theaterstücke hat es auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2014 geschafft. Fazit: Wichtiges Thema, großartige Umsetzung: Bitte lesen!

Viel Geld
von einer Kundin/einem Kunden am 08.10.2014
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Für manche mögen es Peanuts sein, dreitausend Euro. Nicht jedoch für Denise. Bei einem Discounter arbeitend, kommt sie mehr schlecht als recht mit dem Leben zurecht. Noch dazu mit kleiner Tochter. Um das triste Dasein aufzubessern, nimmt sie an einem Pornodreh bei, für den sie eben 3000 Euro bekommen... Für manche mögen es Peanuts sein, dreitausend Euro. Nicht jedoch für Denise. Bei einem Discounter arbeitend, kommt sie mehr schlecht als recht mit dem Leben zurecht. Noch dazu mit kleiner Tochter. Um das triste Dasein aufzubessern, nimmt sie an einem Pornodreh bei, für den sie eben 3000 Euro bekommen soll. Während sie auf das Geld wartet, trifft sie auf Anton, der zum Obdachlosen wurde. Besoffen Auto fahrend, Führerschein weg, Job als Taxilenker auch weg, so schnell kann das gehen. Parallelen zu Kasimir und Karoline sind gegeben, tragen aber auch zum Reiz des Buches bei.