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Wir sehen uns dort oben

Roman

(20)
Beinahe wäre Albert wegen der Machtgier von Leutnant Pradelle ums Leben gekommen. Doch in letzter Sekunde bewahrt Édouard ihn vor dem Tod. Albert fühlt sich seinem Retter verpflichtet und erfüllt ihm seinen größten Wunsch: eine falsche Identität. Pradelle durchschaut den Betrug und deckt sie, um sein hinterhältiges Manöver zu vertuschen. So werden die verfeindeten Männer zu Komplizen. Während Pradelle in den Nachkriegsjahren das große Geld mit der Umbettung von Toten macht, entwickeln Albert und Édouard ein illegales Geschäft mit Kriegsdevotionalien. Pierre Lemaitre entwirft das schillernde Panorama einer Gesellschaft, in der unablässig von Ruhm und Ehre die Rede ist und zugleich Profitgier und krumme Geschäfte vorherrschen.
Portrait
Pierre Lemaitre, 1951 in Paris geboren, ist Autor mehrerer preisgekrönter Kriminalromane. »Wir sehen uns dort oben« wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem wichtigsten französischen Literaturpreis, dem Prix Goncourt. Der Autor lebt in Paris.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 528 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.10.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783608107555
Verlag Klett Cotta
Dateigröße 4905 KB
Übersetzer Antje Peter
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„Das Elend des Krieges“

Kevin Beckmann, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Ein tragisch-komischer Roman über zwei Kriegsheimkehrer, die nach dem Ersten Weltkrieg körperlich und mental versehrt wieder in ihre Heimat zurückkehren und feststellen müssen, dass sie keinen Platz mehr in ihrem alten Leben haben. Lemaitre schafft es die großen und kleinen Tragödien, die die beiden ungleichen Kameraden überstehen müssen mal mit Gravitas, mal mit fast schon absurden Humor zu beschreiben. Große Literatur! Ein tragisch-komischer Roman über zwei Kriegsheimkehrer, die nach dem Ersten Weltkrieg körperlich und mental versehrt wieder in ihre Heimat zurückkehren und feststellen müssen, dass sie keinen Platz mehr in ihrem alten Leben haben. Lemaitre schafft es die großen und kleinen Tragödien, die die beiden ungleichen Kameraden überstehen müssen mal mit Gravitas, mal mit fast schon absurden Humor zu beschreiben. Große Literatur!

„Wir sehen uns dort oben.“

Anna Möllmann, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Durch einen von ihrem Vorgesetzten herbeigeführten Unfall wird Edourd, der versucht Albert zu retten, schwer verletzt. In der selben Einheit und trotzdem bis dahin eher flüchtig bekannt, weicht Albert, der sich schuldig fühlt, seinem Kameraden allen Widrigkeiten zum Trotz nicht mehr von der Seite.
Absolut großartiges und überzeugend geschriebenes Buch über Kriegsgewinner und -verlierer. Lemaitre beschreibt eindrucksvoll, wie sich Menschen in extremen Situationen verhalten und verändern. Die überraschenden Wendungen und sich verbindenden Erzählstränge lassen den Leser kaum zu Atem kommen. Unbedingt lesen!
Durch einen von ihrem Vorgesetzten herbeigeführten Unfall wird Edourd, der versucht Albert zu retten, schwer verletzt. In der selben Einheit und trotzdem bis dahin eher flüchtig bekannt, weicht Albert, der sich schuldig fühlt, seinem Kameraden allen Widrigkeiten zum Trotz nicht mehr von der Seite.
Absolut großartiges und überzeugend geschriebenes Buch über Kriegsgewinner und -verlierer. Lemaitre beschreibt eindrucksvoll, wie sich Menschen in extremen Situationen verhalten und verändern. Die überraschenden Wendungen und sich verbindenden Erzählstränge lassen den Leser kaum zu Atem kommen. Unbedingt lesen!

Ricarda Martius, Thalia-Buchhandlung Dresden

Was für ein großartiger Roman!!! Beim Lesen ist man zwischen Wut, Ekel, Verzweiflung, Staunen und kurzen Erholungspausen der Liebe und Freundschaft hin- und hergerissen. Was für ein großartiger Roman!!! Beim Lesen ist man zwischen Wut, Ekel, Verzweiflung, Staunen und kurzen Erholungspausen der Liebe und Freundschaft hin- und hergerissen.

„Nach dem Krieg ist der Krieg nicht vorbei...“

Melina Nußhag, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Pierre Lemaitre hat mit "Wir sehen uns dort oben" ein kleines Juwel geschaffen.
Er beschreibt, was der Krieg aus Menschen, wenn nicht gar aus einer Gesellschaft, macht.
Unsere Protagonisten Albert und Édouard lernen sich ungewollt in den Ausläufen des ersten Weltkrieges kennen, bedingt durch ein Verbrechen ihres Vorgesetzten.
Durch das Schicksal aneinander geschweißt gehen sie von nun an gemeinsam durch das Leben, das sich nur mühsam nach der Erfahrung eines Krieges leben lässt.
Lemaitre beschreibt das Leben der Nachkriegszeit ganz wunderbar, als hätte er es selbst erlebt.
Er schreibt von Freundschaft, Ungerechtigkeit und den Dingen dazwischen.
Ein ganz wunderbares, wertvolles Buch - unbedingt (in Ruhe) lesen!
Pierre Lemaitre hat mit "Wir sehen uns dort oben" ein kleines Juwel geschaffen.
Er beschreibt, was der Krieg aus Menschen, wenn nicht gar aus einer Gesellschaft, macht.
Unsere Protagonisten Albert und Édouard lernen sich ungewollt in den Ausläufen des ersten Weltkrieges kennen, bedingt durch ein Verbrechen ihres Vorgesetzten.
Durch das Schicksal aneinander geschweißt gehen sie von nun an gemeinsam durch das Leben, das sich nur mühsam nach der Erfahrung eines Krieges leben lässt.
Lemaitre beschreibt das Leben der Nachkriegszeit ganz wunderbar, als hätte er es selbst erlebt.
Er schreibt von Freundschaft, Ungerechtigkeit und den Dingen dazwischen.
Ein ganz wunderbares, wertvolles Buch - unbedingt (in Ruhe) lesen!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Koblenz

Ein buch mit Tiefgang und Niveau. Dieser Roman war besonders, spannend und auf seine ganz eigene individuelle Art und Weise einfach gut. Ein buch mit Tiefgang und Niveau. Dieser Roman war besonders, spannend und auf seine ganz eigene individuelle Art und Weise einfach gut.

„Feinfühlig und dennoch schonungslos“

Thomas Neumann, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Sie wurden bei ihrer Rückkehr als Helden gefeiert und dennoch versickern Sie in einer Gesellschaft, die sie weder braucht noch möchte. Die beiden Soldaten Albert und Edouard kehren nach den Schrecken des 1. Weltkrieges in die Heimat zurück. Beide sind sie auf ihre Art zu Invaliden geworden, sei es durch körperliche Behinderungen oder schwere psychische Traumata.

Besonders bedrückend ist die fast manische "Begeisterung" für die Denkmäler auf der einen Seite, und dem tatsächlicher Umgang mit den vermeintlichen Helden auf der Anderen. Der Krieg hinterlässt seine Spuren nicht nur bei Albert und Edouard, ein ganzes Land geht beinahe am Wahnsinn des Krieges zu Grunde.
Sie wurden bei ihrer Rückkehr als Helden gefeiert und dennoch versickern Sie in einer Gesellschaft, die sie weder braucht noch möchte. Die beiden Soldaten Albert und Edouard kehren nach den Schrecken des 1. Weltkrieges in die Heimat zurück. Beide sind sie auf ihre Art zu Invaliden geworden, sei es durch körperliche Behinderungen oder schwere psychische Traumata.

Besonders bedrückend ist die fast manische "Begeisterung" für die Denkmäler auf der einen Seite, und dem tatsächlicher Umgang mit den vermeintlichen Helden auf der Anderen. Der Krieg hinterlässt seine Spuren nicht nur bei Albert und Edouard, ein ganzes Land geht beinahe am Wahnsinn des Krieges zu Grunde.

Michael Wasel, Thalia-Buchhandlung Münster

Ein packender Roman über die Menschlichkeit in der Zeit nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Er wirft viele Fragen auf ohne moralinsauer zu werten! Eine bewegende Geschichte! Ein packender Roman über die Menschlichkeit in der Zeit nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Er wirft viele Fragen auf ohne moralinsauer zu werten! Eine bewegende Geschichte!

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Erstaunlich unterhaltsam und visuell geschriebener Roman über den Ersten Weltkrieg. Erstaunlich unterhaltsam und visuell geschriebener Roman über den Ersten Weltkrieg.

„Erschütternd!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Mit unglaublich realistischen Beschreibungen der Schicksale des jungen Albert und Edouard wird man unvermittelt in die Geschehnisse des Ersten Weltkriegs hineingezogen. Eine schier unvorstellbare Welt entsteht vor dem inneren Auge! Erschütternd! Mit unglaublich realistischen Beschreibungen der Schicksale des jungen Albert und Edouard wird man unvermittelt in die Geschehnisse des Ersten Weltkriegs hineingezogen. Eine schier unvorstellbare Welt entsteht vor dem inneren Auge! Erschütternd!

Petra Dressing, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

Ein gelungener Roman ueber Gewinner und Verlierer nach dem Ersten Weltkrieg, deren Versuche, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen, sich spannender lesen als ein Krimi. Ein gelungener Roman ueber Gewinner und Verlierer nach dem Ersten Weltkrieg, deren Versuche, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen, sich spannender lesen als ein Krimi.

„Wahn und Willkür des Krieges“

Marko Rose, Thalia-Buchhandlung Bremerhaven

Wieder einmal wird beispielhaft beschrieben, dass in einem Krieg fast jeder nur verlieren kann. Im schlimmsten Fall sein eigenes Leben. Nur einige wenige profitieren von diesem sinnlosen Kämpfen.
In diesem Roman wird hervorragend dargestellt, dass die Freundschaft und die Verpflichtung dem eigenen Gewissen gegenüber schwerer wiegen kann, als alles andere was einem widerfahren ist.
Dies bestätigt sich in der Person von Edouard, der als Soldat auf französischer Seite kämpfend, seinem Kameraden Albert, das Leben rettet. Gleich darauf wird aber Edouard selbst schwer verwundet und ist für sein weiteres Leben entstellt. Nur sehr schwer kann er sich damit abfinden. Und sein Kamerad Albert fühlt sich ab dem Moment für Ihn verantwortlich.....
Nicht nur die schwere Verwundung von Edouard stellen die beiden von nun an vor schwere Entscheidungen, auch andere Lebensumstände erschweren den weiteren Lebensweg der beiden.
Wieder einmal wird beispielhaft beschrieben, dass in einem Krieg fast jeder nur verlieren kann. Im schlimmsten Fall sein eigenes Leben. Nur einige wenige profitieren von diesem sinnlosen Kämpfen.
In diesem Roman wird hervorragend dargestellt, dass die Freundschaft und die Verpflichtung dem eigenen Gewissen gegenüber schwerer wiegen kann, als alles andere was einem widerfahren ist.
Dies bestätigt sich in der Person von Edouard, der als Soldat auf französischer Seite kämpfend, seinem Kameraden Albert, das Leben rettet. Gleich darauf wird aber Edouard selbst schwer verwundet und ist für sein weiteres Leben entstellt. Nur sehr schwer kann er sich damit abfinden. Und sein Kamerad Albert fühlt sich ab dem Moment für Ihn verantwortlich.....
Nicht nur die schwere Verwundung von Edouard stellen die beiden von nun an vor schwere Entscheidungen, auch andere Lebensumstände erschweren den weiteren Lebensweg der beiden.

„Spannende Geschichte über Freunde und Feinde in Frankreich nach Ende des 1. Weltkrieges“

Manuela Hagen, Thalia-Buchhandlung Krefeld

Die Soldaten Albert und Edouard werden kurz vor Ende des 1. Weltkrieges durch eine schicksalhafte Begegnung, bei der Edouard Albert das Leben rettet und dabei selber sehr schwer verletzt wird, für immer aneinander geschmiedet. Mehr schlecht als recht schlagen sie sich gemeinsam durch, bis Edouard eine gewinnbringende, allerdings kriminelle Idee hat, die sie beide steinreich werden lassen soll.
Das spannende an der Geschichte ist, wie sich sie Wege der Freunde und Feinde immer wieder kreuzen und Lemaitre zeichnet ein großartiges Gesellschaftsportrait der Franzosen, die nach dem Krieg nur schwer zurecht kommen, egal ob als ehemalige Soldaten, Befehlshaber oder Zivilisten und den verlogenen Umgang mit den Helden des Krieges, den Gefallenen.
Am Ende fließen alle Handlungsstränge zu einem großartigen Showdown zusammen, wunderbar!
Die Soldaten Albert und Edouard werden kurz vor Ende des 1. Weltkrieges durch eine schicksalhafte Begegnung, bei der Edouard Albert das Leben rettet und dabei selber sehr schwer verletzt wird, für immer aneinander geschmiedet. Mehr schlecht als recht schlagen sie sich gemeinsam durch, bis Edouard eine gewinnbringende, allerdings kriminelle Idee hat, die sie beide steinreich werden lassen soll.
Das spannende an der Geschichte ist, wie sich sie Wege der Freunde und Feinde immer wieder kreuzen und Lemaitre zeichnet ein großartiges Gesellschaftsportrait der Franzosen, die nach dem Krieg nur schwer zurecht kommen, egal ob als ehemalige Soldaten, Befehlshaber oder Zivilisten und den verlogenen Umgang mit den Helden des Krieges, den Gefallenen.
Am Ende fließen alle Handlungsstränge zu einem großartigen Showdown zusammen, wunderbar!

„Grandioses und fesselndes Nachkriegspanorama“

Sabrina Bredlow, Thalia-Buchhandlung Jena

Ich hätte nicht gedacht, dass mich im Jahr 2014 nach all den Sonderausgaben und Jubiläumsdokumentationen über den Ersten Weltkrieg noch ein Roman über dieses Thema fesseln würde. Doch was Pierre Lemaitre hier erschaffen hat, ist mehr als der übliche, ewig lamentierende Weltkriegsroman. Er folgt zwei einfachen Soldaten und einem Kriegsgewinnler in den Pariser Alltag und enthüllt dabei die allgegenwärtige Gier, Ignoranz und Abgebrühtheit unter den Menschen und erzählt gleichzeitig von einer außergewöhnlichen Freundschaft. In diesem bewegenden Nachkriegspanorama beeindruckt und amüsiert jedoch besonders die Figur des unsympathischen Beamten namens Joseph Merlin, der zum verkannten und aufrechten Helden dieses literarischen Meisterwerks avanciert.

»Wir sehen uns dort oben« ist ein eleganter und packender Roman, der zu Recht den Prix Goncourt gewonnen hat.
Ich hätte nicht gedacht, dass mich im Jahr 2014 nach all den Sonderausgaben und Jubiläumsdokumentationen über den Ersten Weltkrieg noch ein Roman über dieses Thema fesseln würde. Doch was Pierre Lemaitre hier erschaffen hat, ist mehr als der übliche, ewig lamentierende Weltkriegsroman. Er folgt zwei einfachen Soldaten und einem Kriegsgewinnler in den Pariser Alltag und enthüllt dabei die allgegenwärtige Gier, Ignoranz und Abgebrühtheit unter den Menschen und erzählt gleichzeitig von einer außergewöhnlichen Freundschaft. In diesem bewegenden Nachkriegspanorama beeindruckt und amüsiert jedoch besonders die Figur des unsympathischen Beamten namens Joseph Merlin, der zum verkannten und aufrechten Helden dieses literarischen Meisterwerks avanciert.

»Wir sehen uns dort oben« ist ein eleganter und packender Roman, der zu Recht den Prix Goncourt gewonnen hat.

„Bewegend und melancholisch“

Rafael Ulbrich, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Pierre Lemaitre ist hier ein Meiserwerk über menschliche Angründe in Zeiten des Krieges und danach geglückt. Es geht um eine unfreiwillige Freundschaft, die aus den Folgen des Krieges entsteht. Das Buch beginnt mit der Katastrophe des Ersten Weltkriegs, äußerst packend beschrieben. In diesen Szenen wird der Grundstock für die eigentliche Geschichte gelegt. Denn es geht um die Beziehung der Veteranen Albert und Edouard, die nicht nur durch die menschliche Komponente geprägt wird, sondern auch durch die gesellschaftliche. Während der Lektüre hat man immer das Gefühl, daß die Geschichte auf eine Katastrophe zusteuert. Doch immer wieder scheint alles ins Lot zu kommen.....Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Unbedingt lesen!
Pierre Lemaitre ist hier ein Meiserwerk über menschliche Angründe in Zeiten des Krieges und danach geglückt. Es geht um eine unfreiwillige Freundschaft, die aus den Folgen des Krieges entsteht. Das Buch beginnt mit der Katastrophe des Ersten Weltkriegs, äußerst packend beschrieben. In diesen Szenen wird der Grundstock für die eigentliche Geschichte gelegt. Denn es geht um die Beziehung der Veteranen Albert und Edouard, die nicht nur durch die menschliche Komponente geprägt wird, sondern auch durch die gesellschaftliche. Während der Lektüre hat man immer das Gefühl, daß die Geschichte auf eine Katastrophe zusteuert. Doch immer wieder scheint alles ins Lot zu kommen.....Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Unbedingt lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
15
5
0
0
0

Bewegende Geschichte
von lord-byron aus Ludwigshafen am Rhein am 13.11.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Wir schreiben das Jahr 1917 und befinden uns auf einem Schlachtfeld in Frankreich. In den Schützengräben geht das Gerücht um, dass der Krieg bald zu Ende ist. Klar wollen die Soldaten die es bis hier her geschafft haben nicht mehr ihr Leben riskieren. Doch Leutnant Pradelle sieht das ganz... Wir schreiben das Jahr 1917 und befinden uns auf einem Schlachtfeld in Frankreich. In den Schützengräben geht das Gerücht um, dass der Krieg bald zu Ende ist. Klar wollen die Soldaten die es bis hier her geschafft haben nicht mehr ihr Leben riskieren. Doch Leutnant Pradelle sieht das ganz anders. Er will sich noch einmal hervortun und zettelt eine Intrige an. Als der immer melancholisch aussehende Albert dem Leutnant auf die Schliche kommt, kostet ihn das fast das Leben. Dass er überlebt, hat er nur dem jungen Édouard zu verdanken, der ihm in letzter Sekunde das Leben rettet. Aber zu welchem Preis? Aus Dankbarkeit verschafft Albert ihm eine neue Identität und die Beiden bleiben nach dem Krieg zusammen. Immer wieder kreuzen sie den Weg von Leutnant Pradelle und alle treiben sie unlautere Geschäfte.... Ich stehe wieder vor der sehr schwierigen Aufgabe, dieses Buch zu bewerten. Aber wie soll man ein Buch bewerten das vom Krieg erzählt, von der schweren Zeit danach, von den Verletzten oder nicht mehr lebensfähigen Menschen? Von den kaputten Seelen und dem ewigen Kampf ums Überleben? Es fällt mir wirklich sehr, sehr schwer, aber ich werde mein Bestes geben. Der erste Teil des Buches handelt vom letzten Ansturm der Franzosen auf eine deutsche Stellung. Viele der Soldaten werden getötet oder verwundet, aber die Deutschen sind geschlagen. Viele Mütter werden um ihre Söhne weinen. Der Autor hat es wunderbar verstanden die Gefühle und die Ängste der Soldaten an den Leser zu transportieren. Ich litt sehr mit ihnen. Als Albert dann beinahe gestorben wäre, hoffte und bangte ich und war überglücklich, dass Édouard so aufmerksam war und sich trotz seiner schweren Verletzung daran machte seinen Kameraden zu retten. Was Édouard durchleiden muss ist schlimmer als die Hölle und am liebsten hätte ich die Seiten einfach übersprungen. Aber ich habe mich zusammengerissen und wirklich Wort für Wort gelesen. Auch die Nachkriegszeit hat Pierre Lemaitre sehr gut eingefangen und durch seine Sprache und seinen Schreibstil war ich überall mit dabei. Was mir ziemlich verwirrte war, dass Ruhm und Ehre das Größte waren, das höchste Gut jedes Soldaten. Jeder sprach davon, jeder wollte die Ehre und den Ruhm für sich beanspruchen. Aber trotzdem waren so viele Menschen in unmoralische oder verbotene Geschichten verwickelt. Da wurde das große Geld gemacht, in dem man gefallene Soldaten umbetten ließ und dort wurde mit Kriegsdevotionalien gehandelt. Jeder musste sehen wo er bleibt und wie er für sich das Meiste und Beste herausholt. Trotz allem hat mich die Geschichte gefangen, betroffen gemacht und mich hoffen lassen, niemals so eine schreckliche Zeit miterleben zu müssen. Ich habe gebangt, gehofft, gelitten und gehasst aber manchmal auch gelächelt. Lemaitre hat hier wirklich eine außergewöhnliche Geschichte erschaffen, die trotz ihrer Schrecken und ihrer Gemeinheiten richtig Spaß gemacht hat. Die kleinen Gaunereien, der Zusammenhalt, die Freundschaft, all das machte das Buch so lesenswert für mich. Ich vergebe für "Wir sehen uns dort oben" 5 von 5 Punkte und bin dankbar, dass ich mich an dieses Buch heran getraut habe. Es ist wirklich gut ab und zu mal über den Tellerrand zu schauen und Bücher zu lesen, die eigentlich nicht dem Beuteschema entsprechen. Für mich war das jedes mal eine große Bereicherung. Vielen Dank Monsieur Lemaitre, für dieses Buch. Es ist keine Geschichte, die man mal eben so nebenbei liest, denn sie hat es verdient, dass man sich ihr voll und ganz widmet.