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Der Satan schläft nie

Mein Leben bei den Zwölf Stämmen

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Geschlagen, gedemütigt und entmündigt: Mit diesen Worten beschrieb der Focus im Mai 2012 die Lebensverhältnisse bei den Zwölf Stämmen, eine Sekte, die seit Jahren in den Schlagzeilen ist. Als Robert Pleyer vor mehr als zwanzig Jahren in diese Sekte aufgenommen wurde, fühlte sich das zunächst wie eine Befreiung an. Doch bald zeigte sich, in welche Abhängigkeiten er geraten war. Denn bei den Zwölf Stämmen gelten allein die Regeln der Sektenführer, die ihre Macht auf umfassende Kontrolle stützen.
Vor drei Jahren beschloss Robert Pleyer, die Gemeinschaft mit seinen Kindern zu verlassen. Nun schildert er zum ersten Mal in allen Einzelheiten sein Leben bei den Zwölf Stämmen: die gottgleiche Stellung der Ältesten, die Entmündigung der Frauen, die Gewalt an den Kindern. Sein Bericht offenbart das Unmenschliche einer Sekte, deren Mitglieder kein Privateigentum besitzen, für ihre Arbeit keinen Lohn erhalten und Ärzte nur im äußersten Notfall aufsuchen dürfen.
Rezension
"erschütterndes Buch"
BR.de (Cappriccio), 04.11.2014
Portrait
Axel Wolfsgruber, Jahrgang 1967, ist heute Ressortleiter Sport beim Nachrichtenmagazin Focus. Er begegnete Robert Pleyer bei Recherchen zu einer Reportage über die "Zwölf Stämme" im Frühjahr 2002. Zehn Jahre später meldete sich Robert Pleyer, der mittlerweile bei den Zwölf Stämmen" ausgestiegen war, wieder bei Axel Wolfsgruber und berichtete von brutalen Strafaktionen und Erziehungsmethoden. Es folgte weitere Recherchen und Artikel, die zu Ermittlungen der Strafbehörden und Debatten im Bayerischen Landtag führten.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 280 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 26.09.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783426428139
Verlag Knaur eBook
Dateigröße 1385 KB
Verkaufsrang 32.839
eBook
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
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Kundenbewertungen

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Übersicht
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Die 12 Stämme
von einer Kundin/einem Kunden am 29.11.2014
Bewertet: Einband: Paperback

Robert Pleyer war Anfang 20 (ein bisschen älter als ich) als er zu den 12 Stämmen stieß. Ein Alter in dem man sich durchaus nach Zusammenhalt und einem Ziel im Leben sehnt. Doch diese Gemeinschaft ist nichts nachdem man sich sehnen sollte. Das erste Buch über eine Sekte in... Robert Pleyer war Anfang 20 (ein bisschen älter als ich) als er zu den 12 Stämmen stieß. Ein Alter in dem man sich durchaus nach Zusammenhalt und einem Ziel im Leben sehnt. Doch diese Gemeinschaft ist nichts nachdem man sich sehnen sollte. Das erste Buch über eine Sekte in Deutschland, die zwölf Stämme. Von allen anderen absurden Ritualen abgesehen, ist es schrecklich wie sie zu Kindererziehung und generell zu den Kindern stehen. Ein aufwühlendes Buch, das wieder einmal zeigt wie gefährlich solche Gemeinschaften – nicht nur in Amerika!

Informativ und spannend - leider aber sehr durcheinander
von einer Kundin/einem Kunden aus dem Saarland am 31.10.2014
Bewertet: Einband: Paperback

Rezension: Über Sekten in Deutschland habe ich bereits einiges gelesen, doch von den Zwölf Stämmen hatte ich bis zu “Der Satan schälft nie”, geschrieben von Robert Pleyer mit Axel Wolfsgruber, noch nichts gehört. Das Cover und der Klappentext ließen mich neugierig werden – so kam das Buch bei mir an... Rezension: Über Sekten in Deutschland habe ich bereits einiges gelesen, doch von den Zwölf Stämmen hatte ich bis zu “Der Satan schälft nie”, geschrieben von Robert Pleyer mit Axel Wolfsgruber, noch nichts gehört. Das Cover und der Klappentext ließen mich neugierig werden – so kam das Buch bei mir an und ich fing direkt an zu lesen. Was den Schreibstil angeht gibt es an “Der Satan schläft nie” absolut nichts zu meckern. Man kommt flüssig durch den Text und merkt nicht einmal, dass man liest – die Erzählung lief wie ein Film vor meinem inneren Auge ab und ich brauchte nur wenige Stunden, um das Buch zu beenden. Dem Leser wird eine wahre Flut an Informationen geboten. Man erfährt sowohl über Robert Pleyers Leben als auch über die Philosophie der Zwölf Stämme sehr viel – teils zusammen, in Form von Pleyers Leben und Alltag in der Sekte, und teils einzeln. Über die Hintergründe, z.B. die Entstehung der Glaubensgemeinschaft, gibt es eigene Kapitel, die es dem Leser leichter machen, die (kranken) Ansichten zumindest theoretisch nachvollziehen zu können. Dabei wirkt der Text aber nie trocken, sondern lebendig, was durch den Bilderteil in der Mitte noch verstärkt wird. Allerdings gab es eine Sache, die mich massiv störte – die Struktur, der ich nicht folgen konnte. Ich erachte es für sinnvoll, eine Geschichte bei A beginnen und bis Z durchlaufen zu lassen – bei einer Biografie bedeutet das für ich, dass sie zeitlich so geordnet ist, dass die Ereignisse der Reihe nach erfolgen, so wie sie sich zugetragen haben. Leider ist dies hier nicht der Fall. Von den Anfängen wird etwas weiter nach hinten gesprungen, einige Zeit erzählt, nur um dann wieder zu den Anfängen zu springen, wieder nach hinten, mal in die Mitte – einfach konfus. Dies blockierte meinen Lesefluss dann trotz dem fesselnden Schreibstil doch immer wieder und nervte zunehmend. Trotz allem ist “Der Satan schläft nie” eine Empfehlung für jeden, den Sekten- und Schicksalsthemen interessieren – selbst wenn es sich dabei um einen ‘Zahlenmonk’ wie mich handelt. Denn interessant ist das Werk allemal. Fazit: Interessant, fesselnd, empörend – aber leider sehr durcheinander was den zeitlichen Ablauf angeht.

Erschütternd
von lord-byron aus Ludwigshafen am Rhein am 27.10.2014
Bewertet: Einband: Paperback

Robert Pleyer erzählt in seinem Buch von seinem Leben bei der Sekte der Zwölf Stämme. 20 Jahre lang lebte er nach den Regeln der christlichen Gemeinschaft und schaltete sein Gehirn ab. Er erzählt von seiner Suche nach einer Lebensgemeinschaft, die seinen Vorstellungen entspricht. Als Hippie fühlt er sich... Robert Pleyer erzählt in seinem Buch von seinem Leben bei der Sekte der Zwölf Stämme. 20 Jahre lang lebte er nach den Regeln der christlichen Gemeinschaft und schaltete sein Gehirn ab. Er erzählt von seiner Suche nach einer Lebensgemeinschaft, die seinen Vorstellungen entspricht. Als Hippie fühlt er sich wohl, aber das alles geht ihm nicht tief genug. Bei einem Konzert trifft er auf Leute der Zwölf Stämme und folgt ihrer Einladung. Er ist begeistert, denn genau so hatte er sich sein Leben vorgestellt. Schon kurze Zeit später lässt er sich taufen und erkennt, dass auch hier nicht alles eitel Sonnenschein ist, denn vielen was so harmonisch wirkte, ist erzwungen. Er macht sich alle Regeln zu eigen, steigt in der Hierarchie der Sekte auf und findet eine Frau, mit der er den Rest seines Lebens verbringen möchte. Aber er kommt nicht so wirklich damit klar, dass er schon die kleinsten Kinder züchtigen soll, denn das ist ein wichtiger Punkt der Gemeinschaft. Wer sein Kind liebt, züchtigt es mit der Rute. Und das von klein auf und das bei den kleinsten Verfehlungen. Ich war entsetzt zu lesen, was diese Menschen ihren Kindern antun. Und das im Namen der Liebe. Wer neu in die Gemeinschaft kommt, wird einer Art Gehirnwäsche unterzogen, wer darin geboren wird, hat keine Möglichkeit sich zu einem selbständig denkenden Menschen zu entwickeln. So ging es auch Roberts Frau. Irgendwann schaffte Robert zusammen mit seinen Kindern den Absprung, wollte sie nicht mehr länger quälen und ein leben in "Freiheit" führen. Seine Frau, die in die Sekte geboren war, schaffte den Absprung nicht. Umso schöner finde ich es, dass Robert eine neue Partnerin außerhalb der Sekte gefunden hat. Auch werden Frauen dort eher wie Sklaven gehalten und müssen ihren Männern aufs Wort gehorchen. Ich war teilweise vom Gelesenen wirklich geschockt und habe große Hochachtung vor Robert Pleyer, denn er hat erkannt was falsch läuft und hat entsprechend gehandelt, auch wenn es ihm heute manchmal noch schwer fällt, sich in der "normalen" Welt zurechtzufinden. Ein bewegender Bericht, der hoffentlich viele Menschen zum nachdenken bringt. Ich vergebe für dieses sehr interessante, aber auch tief bewegende Buch 5 von 5 Punkten und eine absolute Leseempfehlung an alle, die sich für das Thema Sekten interessieren. Leuten, die vorhaben einer Sekte beizutreten kann ich nur raten: "Bitte informiert euch vorher sehr gut und wenn von euch verlangt wird, eure Familien zu verlassen und alles was ihr besitzt der Gemeinschaft zu vermachen, dann lasst die Finger davon. Ich hoffe, das Buch kann so manchen wach rütteln.