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Jede Liebesgeschichte ist eine Geistergeschichte

David Foster Wallace. Ein Leben

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»Wenn Sie Wallaces Werk lieben, müssen Sie dieses Buch lesen, lieben Sie Wallaces Werk nicht, müssen Sie es sogar unbedingt lesen!« Tom Bissell
»Fiction’s about what it is to be a fucking human being.« David Foster WallaceMit Unendlicher Spaß wurde David Foster Wallace über Nacht zum Superstar der amerikanischen Literaturszene.2008 nahm sich der begnadete Schriftsteller das Leben.D.T. Max hat sich auf die Suche nach dem einzig wahren David Foster Wallace gemacht, herausgekommen ist dabei ein facettenreiches Porträt über einen Mann voller Widersprüche: Aufgewachsen als Sohn eines Collegeprofessors und einer grammatikfanatischen Englischlehrerin in einer Kleinstadt im Mittleren Westen, war er ein begabter Teenager, Tennis-Nerd und Klassenclown, später dann Überflieger, großer Stilist, die Stimme einer Generation. Es war ein Leben, geprägt von Alkoholismus, Drogenabhängigkeit, Panikattacken und »der üblen Sache«, wie David Foster Wallace seine Depressionen selbst nannte – ein andauernder Tanz am Abgrund.Es ist ein Leben zwischen den Extremen, das D.T. Max auf der Suche nach David Foster Wallace gefunden hat: Mit all seinen Entdeckungen und Dramen, der Verliebtheit, der Liebe, der Langeweile, den Ängsten und Krankheiten, den Glücksfällen und Fehlentscheidungen, den Sehnsüchten – eine Geschichte von den dunkelsten und den hellsten Tagen.Mit Jede Liebesgeschichte ist eine Geistergeschichte legt D.T. Max eine Biographie über David Foster Wallace vor, die sich liest wie ein Roman – ein unverzichtbares Buch!
Rezension
»Ein faszinierendes Porträt des vielleicht letzten Autors, der alles kannte und alles konnte: Adorno und Porno, Wittgenstein und TV-Trash, Keats und Modallogik.«
Portrait
D. T. Max, Absolvent der Harvard University, ist Redakteur beim New Yorker. Er ist Autor von The Family That Couldn’t Sleep: A Medical Mystery und lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern in der Nähe von New York.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 512 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 06.11.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783462308419
Verlag Kiepenheuer & Witsch eBook
Dateigröße 1460 KB
Übersetzer Eva Kemper
eBook
21,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Sehr lesenswert
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 04.06.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Diese Biografie fand ich sehr hilfreich, um den Autor Wallace und seine Werke besser zu verstehen. "Unendlicher Spass" erlebte ich zuerst eher mühsam, doch bei einem 2. Versuch zunehmend interessanter, als ich die elenden Fussnoten einfach überging und auch langsamer las, den Text bewusster zu erfassen suchte. Damit eröffnete... Diese Biografie fand ich sehr hilfreich, um den Autor Wallace und seine Werke besser zu verstehen. "Unendlicher Spass" erlebte ich zuerst eher mühsam, doch bei einem 2. Versuch zunehmend interessanter, als ich die elenden Fussnoten einfach überging und auch langsamer las, den Text bewusster zu erfassen suchte. Damit eröffnete sich mir dieses kaleidoskopartige Buch neu und es wurde für mich zum eindringlichsten Zeugmis der 90er Jahre. Auch einige seiner Kurzgeschichten gefielen mir aussergewöhnlich, während andere mich weniger berührten. Was seinen schlussendlich tragischer Werdegang angeht, fand ich manchmal, dass die Gefahr von Überbildung gelegentlich auch zu Verbildung oder Schwerenötertum führen kann (auf der anderen Seite natürlich Bildungsverweigerung oder Einfalt zu gemeingefährlicher Verblödung, wie wir zB. in Nordkorea sehen oder heute beim IS). Eine Balance zu finden zwischen Bildung und praktischem Leben ist aber für viele von uns sicher nicht immer einfach. Ich kann diese Biografie nur wärmstens empfehlen.

"In der Literatur geht es verdammt nochmal darum, was es bedeutet, ein Mensch zu sein."
von Lisa Weigel aus Leipzig am 16.03.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Diese Biografie ist wohl die großartigste, die ich bislang lesen durfte. David Foster Wallace wurde (ich sage: zu Recht!) als literarisches Wunderkind gefeiert, vor allem wohl aufgrund seines Epos „Unendlicher Spaß“: ein zugegebenermaßen anspruchsvoller Roman von 1500 Seiten, den ich Ihnen trotzdem und gerade deshalb unbedingt empfehlen möchte. Der... Diese Biografie ist wohl die großartigste, die ich bislang lesen durfte. David Foster Wallace wurde (ich sage: zu Recht!) als literarisches Wunderkind gefeiert, vor allem wohl aufgrund seines Epos „Unendlicher Spaß“: ein zugegebenermaßen anspruchsvoller Roman von 1500 Seiten, den ich Ihnen trotzdem und gerade deshalb unbedingt empfehlen möchte. Der Roman kann uns zu aufmerksameren Lesern und vielleicht sogar zu besseren Menschen machen. Genau das lag Wallace immer am Herzen: Seine Leser zu präsenteren, mitfühlenden Individuen zu formen. Ein ehrgeiziger Anspruch, an dem er oft zu scheitern drohte. D.T. Max zeichnet auf beeindruckende Weise die Entwicklung des Autors nach und macht dabei auch das literarisches Werk leichter verständlich. Vor allem eines prägte das Leben von Wallace: Der ständige Kampf mit seinen schweren Depressionen und Zweifeln, dem „schwarzen Loch mit Zähnen“, wie er es nannte. Die Biografie liest sich tatsächlich wie ein Roman. Bis auf den Fakt, dass wir das tragische Ende bereits kennen und es als Damoklesschwert während der Lektüre über uns schwebt: David Foster Wallace nahm sich 2008 das Leben. Es ist wohl der tragischste Verlust, den die moderne Literatur zu verzeichnen hat. Dieses Buch zollt einem großen Genie Tribut und macht sein Fehlen schmerzlich bewusst.

Hervorragend zu lesende Biographie
von Michael Lehmann-Pape am 11.12.2014
Bewertet: gebundene Ausgabe

Komplexität ist das Kennzeichen von David Foster Wallace. Getreu dem Motto seines ersten Professors für Literatur, „Zeigen statt erzählen“ flossen aus Wallace Feder intensive, ins Kleinste vorangehende Beschreibungen. „Worte sind Bilder“, diese Überzeugung prägte zumindest den jungen Wallace in der Anfangszeit seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Wobei eine Komplexität der Sprache... Komplexität ist das Kennzeichen von David Foster Wallace. Getreu dem Motto seines ersten Professors für Literatur, „Zeigen statt erzählen“ flossen aus Wallace Feder intensive, ins Kleinste vorangehende Beschreibungen. „Worte sind Bilder“, diese Überzeugung prägte zumindest den jungen Wallace in der Anfangszeit seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Wobei eine Komplexität der Sprache und der Bilder jeweils entstand, die jede Übersetzungsarbeit von Werken des Autors zu einer Mammutaufgabe machten. „Einer der klügsten, wenn nicht der klügste Student, der je in Amherst studiert hat“. Mit dieser Bewertung aller seiner Professoren (und insgesamt 10 akademischen Auszeichnungen am Ende seines zweifachen summ cum laude am Ende der ersten Studien) beendet Wallace seine Zeit in Amherst und wendet sich einem weiteren Studium des „kreativen Schreibens“ zu. Jener Tätigkeit, wie Max flüssig erzählt, von der Wallace sagt, dass sie ihm „90 % Kick“ gäbe, statt der „50% Kick“ des Philosophiestudiums. Von der Kindheit und Jugend über die Studienjahre, die ersten Veröffentlichungen, die Belletristik, die Philosophie bis zum „gestandenen“ Schriftsteller und Professor für kreatives Schreiben. Von der (langsameren) privaten Entwicklung über die (schon in jungen Jahren starken) Depressionen (aufgrund derer Wallace sein erstes Studium bereits zweimal unterbrechen musste) bis zum Freitod des Schriftstellers führt Max den Leser minutiös durch dieses außergewöhnliche Leben und Werk. In besonderer Weise öffnet Max dabei die Augen für die grundlegenden Wurzeln der spätere Persönlichkeit. Die besondere Familiensituation, die Eltern mit jeweils ihren ganz eigenen Ausprägungen und ebenso je eigenen Erwartungen an ihre Kinder, die „dunklen Schatten“, die Wallace in seinem ersten Roman vielschichtig und sprachintensiv mit Worten „bebildert“, der ungeheure Ehrgeiz als Student, all dies liest sich flüssig, intensiv und, nebenbei, sehr unterhaltsam in dieser fundierten Biographie. Wobei „das schwarze Loch mit Zähnen“, die Depression als „Lebensbegleiter“ des Autors nicht unendlich breit getreten wird, aber dennoch in ihrer zentralen Bedeutung beständig im Hintergrund mitschwingt. „Gegen Ende eines sonst schönen Sommers bekam er akute Angstattacken“. Aus dem nichts heraus, vielleicht erklärbar durch manche Konstellationen seiner Kindheit. Eine dichte Beschreibung eines außergewöhnlichen Werkes, einer fast „gewöhnlich“ (mit einigen Besonderheiten versehenen) Kindheit und Jugend, einer hohen Begabung und Arbeitsbereitschaft und eines lebensbegleitenden „Dämons“, die sich flüssig liest und kompetent Informationen über dieses Leben vermittelt.