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Liebes Leben

14 Erzählungen

Fischer Taschenbibliothek Band 52061

Alice Munro

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Beschreibung

Das neue Buch der Nobelpreisträgerin Alice Munro endlich in der Fischer TaschenBibliothek!

Niemand erzählt eindringlicher davon, wie es wäre, ein neues Leben zu beginnen, als die große kanadische Autorin Alice Munro.
»Dir diesen Brief schreiben ist wie einen Zettel in eine Flasche stecken und hoffen, er wird Japan erreichen«, schreibt Greta in der ersten Erzählung und schickt diese Zeilen an Harris, den Zeitungsreporter, der sie nach einer Party fast geküsst hätte. Aber eben nur fast.
Auf wenigen Seiten kondensiert Alice Munro die geheimen Träume ihrer Figuren. Vierzehn neue brillante Erzählungen, die mit einem furiosen Finale enden: vier Geschichten, in denen sie so persönlich wie nie (»die ersten und die letzten Dinge, die ich über mein Leben zu sagen habe«) von sich selbst erzählt.

so behält Alice Munro doch stets Erzähl-Gelassenheit, Distanz, die trotzdem warmherzig ist. Die wächst sich meist aus zu einem schlitzohrigen Humor, der großartige Beobachter auszeichnet.

Alice Munro, geboren am 10. Juli 1931 in Wingham, Ontario, ist eine der bedeutendsten Autorinnen der Gegenwart. Sie erhielt 2013 die höchste Auszeichnung für Literatur, den Nobelpreis. Ihr umfangreiches erzählerisches Werk wurde bereits zuvor mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Giller Prize, dem Book Critics Circle Award und dem Man Booker International Prize. Alice Munro lebt in Ontario, Kanada. Im S. FISCHER Verlag bzw. FISCHER Taschenbuch Verlag liegen vor: ›Himmel und Hölle‹, ›Die Liebe einer Frau‹, ›Der Traum meiner Mutter‹, ›Tricks‹, ›Wozu wollen Sie das wissen?‹, ›Zu viel Glück‹, ›Tanz der seligen Geister‹, ›Offene Geheimnisse‹, ›Glaubst du, es war Liebe?‹, ›Das Bettlermädchen‹, ›Der Mond über der Eisbahn‹, ›Liebes Leben‹, ›Was ich dir schon immer sagen wollte‹, ›Die Jupitermonde‹, ›Ferne Verabredungen. Die schönsten Erzählungen‹ und Munros einziger Roman ›Kleine Aussichten‹. Literaturpreise (Auswahl): Canada-Australia Literary Prize (1977) Commonwealth Writers' Prize (1991) Giller Prize for Fiction (1998 und 2004) Man Booker International (2009) Trillium Award (2013) Nobelpreis für Literatur (2013).
Heidi Zerning, geboren 1940 in Berlin, studierte Anglistik, Amerikanistik, Geschichte und Philosophie und ist seit 1990 hauptberuflich als Übersetzerin tätig. Neben Alice Munros Erzählungen hat sie Werke von Virginia Woolf, Truman Capote und Steve Tesich übersetzt.

»Der Spannungsfaktor ist Munros faszinierendem Stil geschuldet, der den Leser von Geschichte zu Geschichte trägt.«

Stuttgarter Nachrichten, 2.2.2014

»Sie kartografiert das menschliche Dasein mit all seinen Höhenflügen und Armseligkeiten. Unbeirrbar, präzise und makellos.«

Maike Albath, Deutschlandfunk, Büchermarkt, 16.2.2014

»so behält Alice Munro doch stets Erzähl-Gelassenheit, Distanz, die trotzdem warmherzig ist. Die wächst sich meist aus zu einem schlitzohrigen Humor, der großartige Beobachter auszeichnet.«

Simone Dattenberger, Münchner Merkur, 19.2.2014

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 448
Erscheinungsdatum 23.04.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-52061-9
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 14,7/9,3/2,2 cm
Gewicht 213 g
Originaltitel Dear Life
Auflage 2. Neuausg.
Übersetzer Heidi Zerning
Verkaufsrang 129382

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An Liebe ändert sich nie etwas....

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Warum gehen Alice Munros Erzählungen einem so außerordentlich unter die Haut, jedenfalls unter die meinige....Sie schreibt auf so intensive und schonungslose Weise über geheimste Sehnsüchte , Träume und Phantasien ihrer Figuren, lässt uns ahnen, das es dabei auch immer um sie selbst und ihr Leben geht - oder auch um das ihrer Leser...erschreckend , brillant und wahrhaft meisterhaft zu gleichen Teilen ! Unvergleichlich....

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Eine absolut lesenswerte Kurzgeschichtensammlung, auch wenn mich nicht alle Geschichten vollends begeisterten.
von Susanne Probst aus Ulm am 05.07.2020

2012 ist diese Sammlung von Kurzgeschichten erstmals erschienen. Ein Jahr später wurde die 1931 geborene kanadische Schriftstellerin Alice Munro, die fast ausschließlich Kurzgeschichten schrieb, mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. In diesem Band überrascht sie mit einer Besonderheit: Die letzten vier Geschichten üb... 2012 ist diese Sammlung von Kurzgeschichten erstmals erschienen. Ein Jahr später wurde die 1931 geborene kanadische Schriftstellerin Alice Munro, die fast ausschließlich Kurzgeschichten schrieb, mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. In diesem Band überrascht sie mit einer Besonderheit: Die letzten vier Geschichten überschreibt sie mit dem Titel „Finale“. Es sind vier annähernd autobiographische Geschichten, in denen sie Einblicke in ihre Kindheit und ihr Aufwachsen gewährt. Alice Munro beobachtet präzise, beschreibt detailliert und erklärt, bewertet oder beurteilt nichts. Unerschrocken, unverblümt und mit großer Ruhe und Gelassenheit präsentiert sie ihre Erzählungen und einen Teil ihrer Geschichte. Dem Leser wird selbst überlassen, wie er die mit psychologischem Feingefühl geschriebenen Erzählungen interpretiert. Manchmal sind Ende bzw. Fortgang der Geschichte klar, oft darf bzw. muss der Leser seine eigene Phantasie bemühen, um sich das weitere Geschehen auszumalen. Viele verschiedene Themen werden aufgegriffen - den Leser erwartet Abwechslung, wobei die Erzählweise unaufgeregt ist, Grundton und Thematik ernst sind und viel Trauriges oder Entrüstendes verhandelt wird. Eine Lehrerin, die von ihrem Chef zunächst umgarnt wird, wird am Tag ihrer Hochzeit plötzlich sitzengelassen. Eine hinkende Frau wird getäuscht, finanziell ausgebeutet und vor den Kopf gestoßen. Frauen, die ausbrechen und ihr Glück suchen. Frauen, die von Schuldgefühlen gequält werden. Männer und Frauen, die missbraucht wurden. Frauen, die „erwachen“ und Abhängigkeit sowie Anpassung und Unterwerfung hinter sich lassen wollen. Themen wie Demenz, Krebs und Selbstwert spielen eine Rolle und immer wieder wird der Leser mit dem Zeitgeist um den zweiten Weltkrieg herum konfrontiert. Bigotterie und Emanzipation tauchen dabei thematisch immer wieder auf. Alice Munro schafft es in kürzester Zeit, den Leser vollständig in ein fremdes Leben eintauchen, es verfolgen und dann, nach einer Vollbremsung, wieder daraus aufzutauchen zu lassen. Währenddessen erwachen Menschen, Orte und Situationen zum Leben... man wird Teil davon. Für mich waren die Enden mancher Erzählungen manchmal problematisch und unbefriedigend. Das war der Fall, wenn ich das Gefühl hatte, völlig im Regen stehen gelassen zu werden. Ich konnte in diesen Fällen mit dem jeweiligen Schluss gar nichts anfangen, wobei ich nicht grundsätzlich sagen kann, dass ich offene Enden nicht mag. Aber wenn diese Offenheit am Schluss mit Unverständnis und Ratlosigkeit meinerseits zusammentrifft, dann steige ich aus. Die erste Geschichte hat mich völlig enttäuscht, weil ich so gar nicht verstand, was sie mir sagen will, so dass die Lust am Weiterlesen enorm gedämpft wurde. Aber es hat sich sehr gelohnt, die Lektüre fortzusetzen. Mit wenigen Erzählungen konnte ich aus o. g. Gründen kaum etwas anfangen. Die meisten Erzählungen gefielen mir richtig gut und zwei fand ich aufgrund ihrer psychologischen und psychodynamischen Komponente bravourös. Insgesamt halte ich die Kurzgeschichtensammlung für absolut lesenswert.


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