Transit

(ungekürzte Lesung)

(6)
»Ihr wohl schönster Roman.« [Heinrich Böll ] Marseille 1940: Tausende Verfolgte aus ganz Europa treffen in der Hafenstadt aufeinander, um vor den Nazis zu fliehen. Auf der Jagd nach rettenden Transit-Visa verbinden Angst, Verzweiflung und Hoffnung für kurze Zeit fremde Leben und zahlreiche Schicksale. Das vielschichtige Hörspiel des Bayerischen Rundfunks mit Bonusmaterial (Anna Seghers im O-Ton) ist Auftakt der großen »Anna-Seghers-Reihe« beim DAV.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Christoph Lindert, Peter Lieck
Altersempfehlung ab 12
Erscheinungsdatum 24.09.2013
Sprache Deutsch
EAN 4056198087794
Verlag Der Audio Verlag
Spieldauer 92 Minuten
Format & Qualität MP3, 92 Minuten
Verkaufsrang 3.262
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Bedrückend nah erzählt, dieser Roman, der so viele eigene Erlebnisse der Autorin verarbeitet. Geschrieben in einer sehr klaren Sprache, die keine unnötigen Worte beinhaltet Bedrückend nah erzählt, dieser Roman, der so viele eigene Erlebnisse der Autorin verarbeitet. Geschrieben in einer sehr klaren Sprache, die keine unnötigen Worte beinhaltet

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden aus Leer (Ostfriesland) am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Eindringlich und konfrontierend ist diese Geschichte. Ich habe sie teils mit Tränen in den Augen und angehaltenem Atem gelesen.

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Bewertet: Hörbuch (CD)

Irgendwann Anfang des letzten Jahrhunderts: Die Fischer von St. Barbara leben mehr schlecht als recht von ihrer Arbeit. Die Anteile, die sie von Reeder Bredel für ihre Fänge erhalten, reichen schwerlich zum Überleben. Doch Widerstand regt sich kaum, bis Hull auf die Insel kommt. Ihm gelingt es die Männer... Irgendwann Anfang des letzten Jahrhunderts: Die Fischer von St. Barbara leben mehr schlecht als recht von ihrer Arbeit. Die Anteile, die sie von Reeder Bredel für ihre Fänge erhalten, reichen schwerlich zum Überleben. Doch Widerstand regt sich kaum, bis Hull auf die Insel kommt. Ihm gelingt es die Männer davon zu überzeugen, nur zu deutlich verbesserten Bedingungen die Arbeit wieder aufzunehmen. Es ist, als ob sie auf einen wie ihn nur gewartet hätten: Schnell sind sich alle einig, auch die aus den umliegenden Dörfern, und geeint treten sie vor die Vertreter der Reederei, um ihre Forderungen vorzubringen. Doch diese sind alles andere als bereit, den Wünschen der Fischer nachzugeben. Die Fronten verhärten sich, es kommt zu Auseinandersetzungen, einer stirbt und langsam beginnt der Bund der Streikenden sich zu lockern. Die Autorin schildert eine frühkapitalistische Gesellschaft, deren Mitglieder sich ihrem Schicksal scheinbar ergeben haben und vom Leben nichts mehr erwarten, bis es einem Einzelnen gelingt, sie aus ihrer Lethargie zu reißen und auf ein gemeinsames Ziel einzuschwören. So elend und trübselig das Leben der Bewohner von St. Barbara wirkt, so trist und grau erscheinen auch die Gegend und das Wetter. Anna Seghers beschreibt diese Welt in bemerkenswert ausdrucksvollen Bildern, die man so schnell nicht wieder vergisst ('Hull verfolgte ... die weiße Narbe die das Schiff dem Meere riss, die wieder heilte und wieder riss, und wieder heilte und wieder riss.' oder 'Dumpf und unbeweglich, bleigrau und regenschwer starrten Himmel und Erde gegeneinander wie die Platten einer ungeheuren hydraulischen Presse.'). Mit Ulrike Krumbiegel als Vorleserin wurde eine gute Wahl getroffen. Die spröde Sprache einzelner Personen (insbesondere Marie) vermittelt sie ebenso überzeugend wie die allgemeine schwermütige Grundstimmung, die dieses Buch beherrscht. Einziges Manko: Es sind viel zu wenig Abschnitte auf den CDs, die zudem auch nur schwierig festzustellen sind. Eine Pause mitten in einer CD ist somit nur unter erschwerten Bedingungen möglich.

Großartige deutsche Exil-Literatur
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 16.06.2008
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Marseille 1940. "Nun stell Dir vor, du hast es erreicht. ... Dein Visum, dein Transit, dein Visa de sortie. Du bist reisefertig. Du hast Dich von deinen liebsten Menschen verabschiedet. Dein Leben hinter Dich geworfen. Du denkst nur an das Ziel. Du willst endgültig an Bord gehen." Der namenlose... Marseille 1940. "Nun stell Dir vor, du hast es erreicht. ... Dein Visum, dein Transit, dein Visa de sortie. Du bist reisefertig. Du hast Dich von deinen liebsten Menschen verabschiedet. Dein Leben hinter Dich geworfen. Du denkst nur an das Ziel. Du willst endgültig an Bord gehen." Der namenlose Protagist führt uns in ein Marseille der wartenden Menschen, alle haben nur ein Ziel, auszureisen, sind auf der Durchreise, hoffen dies zumindest... Die Stimmung der Wartenden wird - aufgrund der eigenen Erfahrungen von Anna Seghers, sie verarbeitet ihr eigenes Flüchtlingsschicksal - sehr authentisch eingefangen. Man sieht sie vor sich stehen, die Schlangen der Menschen vor den Konsulaten; die, die zusammenbrechen, weil ein Stempel verweigert wird; die, die sich von ihren Angehörigen verabschieden. Großartig geschrieben, (leider) immer noch aktuell, unbedingt empfehlenswert.