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Der Maler und das Mädchen

(ungekürzte Lesung)

(6)
Amsterdam im Jahre 1662. Die ganze Stadt ist auf den Beinen, um die Hinrichtung der 18-jährigen Elsje zu sehen. Erst vor wenigen Tagen in die Stadt gekommen, um ihre große Schwester zu suchen, erschlug sie ihre Zimmerwirtin und scheint die Tat nicht zu bereuen. Daneben der Maler Rembrandt, dessen Name nicht genannt wird. Sein Leben ist geprägt vom Tod seiner zweiten Ehefrau und dem Bankrott, bei dem er fast den gesamten Besitz verlor, und von der Malerei. Was veranlasste ihn, wenige Stunden nach dem Tod des Mädchens, den Leichnam mit wenigen Strichen für immer festzuhalten?(Laufzeit: 5h 51)
Portrait
Margriet de Moor, geboren 1941, studierte in Den Haag Gesang und Klavier. Nach einer Karriere als Sängerin, vor allem mit Liedern des 20. Jahrhunderts, studierte sie in Amsterdam Kunstgeschichte und Architektur. Sie veröffentlichte zunächst die Erzählungsbände "Rückenansicht" (dtv 11743) und "Doppelportrait" (dtv 11922). Schon ihr erster Roman "Erst grau, dann weiß, dann blau" (dtv 12073) wurde ein sensationeller Erfolg und in alle Weltsprachen übersetzt.

Ulrike Grote spielte nach der Schauspielausbildung im Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg und an der Wiener Burg. Seit 2001 ist sie in diversen Film- und Fernsehrollen zu sehen, wie Das Kanzleramt und Tatort. Seit 2003 arbeitet sie auch als Regisseurin. Für ihren Kurzfilm Ausreißer gewann sie 2005 den internationalen Studenten-Oscar in der Kategorie Bester ausländischer Film; ein Jahr später erhielt der Kurzfilm eine Oscar-Nominierung.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Ulrike Grote, Thomas Sarbacher
Erscheinungsdatum 08.07.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783844507300
Verlag Der Hörverlag
Spieldauer 351 Minuten
Format & Qualität MP3, 351 Minuten
Übersetzer Helga van Beuningen
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Buchhändler-Empfehlungen

„Ein Bild in Worten“

Hilda Bruderek-Eich, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Wieder ein Buch, mit dem Margriet de Moor vollkommen überzeugt.
Die Dienstmagd Elsje Christiaens hat ihre Zimmerwirtin erschlagen und Magriet de Moor zeigt die Lebenswege Rembrandts (nie namentlich erwähnt, dennoch sofort erkennbar) und Elsjes auf und beschreibt fast bildhaft, wie es dazu kam, daß er sie kurz nach ihrer Hinrichtung bereits zeichnete.
Absolut lesenswert!
Wieder ein Buch, mit dem Margriet de Moor vollkommen überzeugt.
Die Dienstmagd Elsje Christiaens hat ihre Zimmerwirtin erschlagen und Magriet de Moor zeigt die Lebenswege Rembrandts (nie namentlich erwähnt, dennoch sofort erkennbar) und Elsjes auf und beschreibt fast bildhaft, wie es dazu kam, daß er sie kurz nach ihrer Hinrichtung bereits zeichnete.
Absolut lesenswert!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Intensive Reise in die Vergangenheit
von einer Kundin/einem Kunden aus Bremen am 17.08.2014
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Es ist das dritte Buch, das ich von Margriet de Moor gelesen habe, und sie enttäuschte mich nicht. Man muss sicher den eher nüchternen, bedächtigen, aber sehr genauen Stil dieser Autorin mögen. Dann erfährt man einerseits viel über das Leben von Rembrandt und über das Amsterdam seiner Zeit. Dabei... Es ist das dritte Buch, das ich von Margriet de Moor gelesen habe, und sie enttäuschte mich nicht. Man muss sicher den eher nüchternen, bedächtigen, aber sehr genauen Stil dieser Autorin mögen. Dann erfährt man einerseits viel über das Leben von Rembrandt und über das Amsterdam seiner Zeit. Dabei folgen wir dem Maler nur einen Tag lang durch seine Stadt, doch geschickt verwoben sind seine Wege mit der gleichzeitigen Hinrichtung der jungen Elsje, deren Leben beendet wird, bevor es wirklich beginnen konnte. Nüchtern wird auch Elsjes kurzes Leben rückblickend erzählt. So entsteht eine intensive Reise in die Vergangenheit.

Lebendiges Barockzeitalter
von solveig am 08.10.2013
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das eigentliche Geschehen spielt sich an nur einem Tag, innerhalb von 24 Stunden, in Amsterdam ab. Es ist der 3.Mai, Tag der Hinrichtung des 18jährigen dänischen Mädchens Elsje Christiaens. Für den Maler, dessen Name allerdings nie ausdrücklich genannt wird (es handelt sich um Rembrandt van Rijn), ist es ein... Das eigentliche Geschehen spielt sich an nur einem Tag, innerhalb von 24 Stunden, in Amsterdam ab. Es ist der 3.Mai, Tag der Hinrichtung des 18jährigen dänischen Mädchens Elsje Christiaens. Für den Maler, dessen Name allerdings nie ausdrücklich genannt wird (es handelt sich um Rembrandt van Rijn), ist es ein Tag wie jeder andere, er kümmert sich um sein Malergeschäft, kauft Farben ein, macht sich Gedanken um ein neues Bild. Natürlich erfährt er von der Hinrichtung; er muss sich mühsam seinen Weg gegen den Strom der Menschenmenge, die sensationslüstern zum Rathaus drängt, bahnen. Er schließt sich den Zuschauern bewusst nicht an; er hat zuviele Tote gesehen, seine zweite Ehefrau ist noch nicht lange begraben. Doch am Ende des Tages wird er mit dem Boot zum Volewijk fahren, wo die Tote, an den Schandpfahl gebunden, zur Schau gestellt wird, und zwei Zeichnungen des Mädchens anfertigen (heute zu sehen im Metropolitan Museum of Art, New York). Erst an diesem Punkt treffen „der Maler und das Mädchen“ zusammen. Bis dahin werden ihre Lebensgeschichten parallel, getrennt voneinander, aber unaufhörlich aufeinander zu fließend, erzählt, bis zum Mord, dessentwegen Elsje zum Tode verurteilt wird, und dem Höhepunkt, der Hinrichtung. Das Amsterdam des 17. Jahrhunderts und seine Bewohner werden aus dem Blickwinkel und mit den Augen eines Malers betrachtet. Es entsteht ein farbiges, lebendiges Bild jener Zeit, das es dem Leser leicht macht, sich in die Vergangenheit hinein zu versetzen. Dabei arbeitet Margriet de Moor in mehreren Zeitebenen: während sie die Ereignisse des 3. Mai chronologisch wiedergibt, werden im Wechsel die Lebensgeschichten von Rembrandt und Elsje mit der Erzählung verwoben, wobei sich die Autorin jedoch nicht streng an die genaue Abfolge der Geschehnisse hält. Immer wieder sind auch Hinweise auf zukünftige Zeiten, etwa die Gegenwart des Lesers eingestreut („…heute heißt die Straße ….“ , „damals gab es noch…“), was dann wieder eine gewisse Distanz zum Roman aufkommen lässt: man taucht ein ins Geschehen, lässt sich mitreißen, wird aber immer wieder zurückgeholt. Auch Van Goghs Zitate über Rembrandts Kunst verweisen in eine modernere Zeit. Rembrandt hat Elsje Christiaens durch seine Zeichnungen über viele Jahrhunderte eine Bekanntheit und ein Interesse an ihrer Person verschafft, die sie (so makaber das ist) ohne ihre Hinrichtung nicht erlangt hätte. So hat der Maler „die Form mit einer Zeitdauer versehen, dem Blick“ - und dem Mädchen ein Denkmal geschaffen.

Ein Buch wie ein Gemälde
von Christa Kromminga aus Aurich am 05.07.2011
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Amsterdam im Mai 1664, die ganze Stadt ist auf den Beinen, um die Hinrichtung der jungen Elsje Christiaens zu sehen. Das Mädchen war erst Tage zuvor in die Stadt gekommen. Sie war ihrer großen Schwester gefolgt, um eine Anstellung als Dienstmädchen zu suchen. Doch warum erschlug sie ihre Zimmerwirtin?... Amsterdam im Mai 1664, die ganze Stadt ist auf den Beinen, um die Hinrichtung der jungen Elsje Christiaens zu sehen. Das Mädchen war erst Tage zuvor in die Stadt gekommen. Sie war ihrer großen Schwester gefolgt, um eine Anstellung als Dienstmädchen zu suchen. Doch warum erschlug sie ihre Zimmerwirtin? Als Elsje zum Tode verurteilt wird, zeigt sie keine Reue. Darum wird ihr Leichnam nicht beerdigt, sondern öffentlich zur Schau gestellt. Da macht sich der Maler auf den Weg, das tote Mädchen zu zeichnen. Es handelt sich um Rembrandt, dessen Name jedoch nicht erwähnt wird. Der Roman, der auf historischen Tatsachen beruht, versetzt den Leser ins barocke Amsterdam. Ein literarisches und kunsthistorisches Lesevergnügen.