Der Klavierstimmer

Pascal Mercier

(6)
Hörbuch-Download (MP3)

Weitere Formate

Taschenbuch

ab 11,00 €

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

9,99 €

Accordion öffnen

Hörbuch-Download

20,95 €

Accordion öffnen

Beschreibung

Mord in der Berliner Staatsoper: der berühmte italienische Tenor Malfitano wird im dritten Akt von Puccinis Tosca erschossen. Der Täter: ein stadtbekannter Klavierstimmer und Meister seines Fachs, der schon in Karajans Diensten stand. Wie konnte es zu diesem unfassbaren Geschehen kommen? Die Kinder des "Mörders", die Zwillinge Patrice und Patricia, reisen überstürzt nach Berlin. Jahre zuvor waren sie vor ihrer inzestuösen Liebe an verschiedene Enden der Welt geflohen. Ihr Wiedersehen und die unbegreifliche Schuld des Vaters führen zu einer radikalen Umkehr. Während sie schreibend ergründen, was ihren Vater, der eigentlich ein glückloser Opernkomponist war, zur Waffe greifen ließ, begegnen sie einander in einem befreienden Akt des Erinnerns. Spannend wie in einem Krimi lotet Mercier in dieser Familientragödie einmal mehr das Psychodrama radikalen Scheiterns aus.

Pascal Mercier, 1944 in Bern geboren, lebt in Berlin. Nach »Perlmanns Schweigen« und »Der Klavierstimmer« wurde sein Roman »Nachtzug nach Lissabon« einer der großen Bestseller der vergangenen Jahrzehnte und in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2007 folgte die Novelle »Lea«. Für sein literarisches Werk wurde Mercier mehrfach ausgezeichnet, u. a. 2006 mit dem Marie-Luise Kaschnitz Preis..
Boris Aljinovic, geboren 1967, deutsch-kroatischer Theater- und Filmschauspieler, ist Ensemblemitglied des Berliner Renaissance-Theaters und unter anderem als Berliner Tatort-Kommissar Felix Stark aus dem Fernsehen bekannt. 2007 wurde Boris Aljinovic als Sprecher des Besten Kinder-/Jugendhörbuchs mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet..
Marlen Diekhoff, vielseitige Bühnen- und Filmschauspielerin, gehörte nach Engagements in Hannover, Stuttgart und Frankfurt viele Jahre zum Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg. Als Hörbuchsprecherin hat sie u.a. Romane von Margriet de Moor, Alessandro Baricco, Joan Didion und Herta Müller gelesen..
Ulrike Grote spielte im Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg sowie am Wiener Burgtheater. Sie war in zahlreichen Filmen und Fernsehserien wie Das Kanzleramt und Tatort zu sehen. Neben der Schauspielerei führt sie Regie, unter anderem bei der Kinokomödie Die Kirche bleibt ihm Dorf, und arbeitet erfolgreich als Hörbuchsprecherin. Für ihre Lesung Bis(s) zum Ende der Nacht wurde sie 2010 mit dem Publikumspreis Hörkulino ausgezeichnet..
Walter Kreye zählt zu den renommiertesten Darstellern Deutschlands. Er spielte an bedeutenden Bühnen wie dem Staatstheater Stuttgart, dem Thalia Theater Hamburg sowie der Schaubühne Berlin. Zudem ist er in zahlreichen Film- und TV-Produktionen zu sehen, etwa als Hauptkommissar Kress in »Der Alte«, in Donna Leons »Tierische Profite« und in der mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Serie »Dark«. Als Hörbuchsprecher leiht er Bestsellerautoren wie Pascal Mercier, Håkan Nesser oder John le Carré seine Stimme und hat sämtliche Maigret-Romane von Georges Simenon eingelesen.
 .
Stephan Schad, Schauspieler und Hörbuchsprecher, steht seit vielen Jahren auf Hamburgs Theaterbühnen und ist in verschiedenen TV-Serien und Kinofilmen, beispielsweise im »Tatort«, in »Eine mörderische Entscheidung« und in »Das Tagebuch der Anne Frank« zu sehen. Für das Hörbuch von Florian Illies’ »1913« wurde er als Sprecher mit dem Ohrkanus in der Kategorie »Bestes Sachhörbuch« ausgezeichnet.

Produktdetails

Abo-Fähigkeit Ja
Family Sharing Ja i
Medium MP3
Sprecher Boris Aljinovic, Marlen Diekhoff, Ulrike Grote, Walter Kreye, Stephan Schad
Spieldauer 478 Minuten
Erscheinungsdatum 04.03.2009
Verlag Hörbuch Hamburg
Format & Qualität MP3, 478 Minuten
Fassung gekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783844902501

Buchhändler-Empfehlungen

Die Berichte eines Zwillingspaares

Maria Faustmann, Thalia-Buchhandlung Hoyerswerda

Dieses Buch handelt von einer zerbrochenen Familie. Die Mutter, eine geheimnisvolle Frau mit hohem Lebensstandard. Der Vater, einer der besten Klavierstimmer und verzweifelter Komponist vieler Opern, die immer abgelehnt und nie aufgeführt werden. Und schließlich die Kinder Patricia und Patrice, ein ehemals untrennbares Zwillingspaar, das nach etwas sie Unterscheidendem sucht. Die Geschichte setzt bereits mit der Tragödie ein: der geliebte Vater wird als Mörder des berühmten Opernsängers Antonio di Malfitano ins Gefängnis gebracht. Aufgrund dessen beschließen die Zwillinge, jeder für sich, alles Erlebte niederzuschreiben um die Absichten des Vaters zu rekonstruieren, aber auch um „voneinander frei zu werden“. Mit den Berichten klären sich Stück für Stück die Hintergründe der Zwillingsbeziehung, der Familienmitglieder und des seltsamen Mordes auf… Der Schreibstil ist typisch für den Pseudonymautor Pascal Mercier. In kleinen Geschichten beschreibt er stückweise seine Charaktere, deren Kenntnis wichtig für das Vorantreiben der Handlung ist. Mit der Sprache und Handlung des Romans erzeugt er eine nachdenkliche Stimmung, die auf den Leser übergeht. Dieses Buch ist für anspruchsvolle Leser sehr zu empfehlen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
5
1
0
0
0

Pascal Mercier, ein gnadenloser Fragender
von einer Kundin/einem Kunden aus Norderstedt am 06.04.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

„ Die Fähigkeit, Erzählungen zu verstehen, statt sie nur zu konsumieren, ist die Fähigkeit, sich durch eine Erzählung verwandeln zu lassen: nach der Lektüre nicht mehr ganz der gleiche zu sein wie vorher, weil ich an anderen und mir selbst etwas Neues verstanden habe. Wenn ich diese Erfahrung mit einer Erzählung mache, erlebe ic... „ Die Fähigkeit, Erzählungen zu verstehen, statt sie nur zu konsumieren, ist die Fähigkeit, sich durch eine Erzählung verwandeln zu lassen: nach der Lektüre nicht mehr ganz der gleiche zu sein wie vorher, weil ich an anderen und mir selbst etwas Neues verstanden habe. Wenn ich diese Erfahrung mit einer Erzählung mache, erlebe ich sie als fesselnd.“ Diese Zeilen stammen aus der Feder der Philosophen Peter Bieri. Bekannt ist dieser Philosoph auch unter dem Namen Pascal Mercier. Ich selbst habe bis jetzt nur drei seiner Romane („Das Gewicht der Worte“, „Perlmanns Schweigen“ und „Der Klavierstimmer“) gelesen. Dafür innerhalb kurzer Zeit und in Begleitung seiner anderen Bücher („Wie wollen wir leben“; „Das Handwerk der Freiheit“), die er als Philosoph Peter Bieri schrieb. Das Motiv seiner Romane ist immer gleich. Weg vom Falschen Gesicht und somit Leben hin zum Richtigen Gesicht und somit Leben. Die Melodie aber ist immer eine andere. Und das macht seine Romane so unwiderstehlich. Und lehrreich. Denn immer wieder stellt Pascal Mercier dem Leser sie selben Fragen. Immer und immer wieder fragt er: Bist Du Dir sicher, dass Du Dein Leben lebst? Bist Du Dir sicher, dass Deine Worte be-und gelebt und dadurch tatsächlich Deine sind, oder sind sie nur leere, nachgeplapperte Hülsen? Bist Du Dir wirklich sicher, dass Du Dich und Deine tatsächlichen Beweggründe für Dein Wollen und Tun kennst? Bist Du Dir sicher, dass Du nicht an Deinem Leben vorbeilebst? Bist Du Dir sicher, dass Du Dich kennst? Selten habe ich einen so hartnäckigen Autor, der sich selbst und dadurch seine Leser nicht entkommen lässt, erlebt. Seine Romane sind vom ersten bis zum letzten Atemzug durchkomponiert. Jede einzelne Note wurde bewusst gesetzt. Jede. In seinem Roman „Der Klavierstimmer“ beschreibt uns der Autor einen Menschen, der in einem Heim aufwuchs und ein Großteil seines Lebens hofft, endlich den großen Durchbruch als Opernkomponist zu schaffen. Dafür sitzt er Tag für Tag, Jahr für Jahr in seinem Arbeitszimmer und komponiert eine Oper nach der anderen. Alle ohne Erfolg. Wie bekannt dürfte doch vielen diese Tragödie aus dem eigenen Leben vorkommen? Wie oft opfert man Lebenszeit um endlich den sättigenden Erfolg zu erzwingen? Doch er kommt nicht. Und wenn er kommt, dann ist er alles, nur nicht sättigend. Und plötzlich ist das Leben zu Ende. Aber war es auch das eigene Leben? Der Klavierstimmer erkennt seine Selbsttäuschung. Erkennt, dass das Komponieren eigentlich nie sein Weg war, sondern nur ein Mittel zum Zweck. Er erkennt, dass er nur ein einfacher, wenn auch sehr bekannter, Klavierstimmer ist. Aber was ist mit all den Jahren vor seinem Erkennen? Wo sind sie? Gab es sie überhaupt? Es ist atemberaubend, wie Pascal Mercier es schafft, die Schwere dieser Tragik zu vermitteln. Nein, es sind nicht seine Worte. Es ist das Wie. Wie er es schafft, die Leben, die uns seitenlang begleiten und sich entfalten, Schritt für Schritt in einem rasanten Tempo komplett zu entleeren, bis zum Schluss fast nichts mehr von ihren Leben übrig bleibt. Am Ende des Buches fragt man sich verblüfft: Und nun? Was sollte das Ganze? Eigentlich? Und genau mit dieser entstandenen Leere, die sich jetzt im Leser gnadenlos ausbreitet, stellt uns Pascal Mercier vor einer unser größten Fragen: Was ist der Sinn Deines Lebens? Überleg! Das Buch war fesselnd.

Ein starkes Buch!
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 04.09.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Pascal Mercier hat wirklich eine starke Erzählstimme. Eine unglaubliche Geschichte, spannender Aufbau, toll beschriebene Charaktere -nur leider bin auch ich der Meinung- der Schluss hätte offener sein können!

Langsam erzählt und dennoch fesselnd...
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 07.05.2008
Bewertet: Taschenbuch

ist diese Geschichte, die uns Pascal Mercier hier erzählt. Da ich "Nachtzug nach Lissabon" noch nicht gelesen habe, kann ich hierzu keine Vergleiche anstellen. Erzählt wird eine tragische Familiengeschichte aus Sicht der Familienmitglieder. Zunächst schildern die beiden Zwillingsgeschwister, die zueinander eine ganz besonder... ist diese Geschichte, die uns Pascal Mercier hier erzählt. Da ich "Nachtzug nach Lissabon" noch nicht gelesen habe, kann ich hierzu keine Vergleiche anstellen. Erzählt wird eine tragische Familiengeschichte aus Sicht der Familienmitglieder. Zunächst schildern die beiden Zwillingsgeschwister, die zueinander eine ganz besondere fast inzestöse Beziehung entwickelt haben, die Geschichte der Familie und versuchen dabei, ihre eigene Vergangenheit nachzuspüren. Dabei wollen sie insbesondere herausfinden, warum ihr Vater einen berühmten Opernsänger während der Aufführung der Oper Tosca erschossen hat. Das Hauptthema hierbei ist die Erfolglosigkeit des Vaters als Opernkomponist. Insofern enthält der Roman kriminalistische Züge. Sprachlich ist der Roman auf sehr hohem Niveau, jeder Satz ist wohlüberlegt. Die Geschichte wird leise erzählt ohne Krawall, dennoch spürt man eine stetige Spannung und das Buch hat kaum unnötige Längen. Lediglich der Schluss wirkt auf mich etwas unrealistisch und daher gibt es von mir nur 4 statt 5 Sterne. Ein echtes offenes Ende hätte mir hier besser gefallen und hätte besser zur Geschichte gepasst.

  • Artikelbild-0
  • Der Klavierstimmer

    • Play/Pause
    • Back
    • Forward
  • Der Klavierstimmer

    • Play/Pause
    • Back
    • Forward
    • Der Klavierstimmer
    1. Der Klavierstimmer