Schoßgebete

(ungekürzte Lesung)

(52)
Die neue Charlotte Roche.In ihrem Millionenbestseller "Feuchtgebiete" bewies Charlotte Roche neben drastischer Offenheit auch Sensibilität und ungestümen Witz. "Schoßgebete" widmet sich einem unserer letzten Tabus: dem ehelichen Sex. Und der Frage, wie ein Paar es schafft, für immer zusammenzubleiben.Am liebsten tagsüber und Fenster zu wegen der Nachbarn. So mag es Elizabeth. Ihr Mann macht die Heizdecken auf dem Bett an, dann kann's losgehen. Sie fährt sofort mit der Hand rein in Georgs XXL-Yogahose. Und ab hier betrügt sie ihre Männer hassende Mutter, die ihr beibringen wollte, dass Sex etwas Schlechtes sei. Hat aber nicht geklappt, Glück für Elizabeth, Glück für Georg. Aber Sex ist ja nicht alles, es gibt auch noch das Essenkochen für ihre Tochter Liza, und es gibt den Exmann, Lizas Vater. Keine geringe Rolle spielen auch ihre Ängste und ihre schrecklichen Eltern. Wobei diese Themen für Elizabeth seit dem Unfall immer zusammengehören."Schoßgebete" erzählt von Ehe und Familie wie kein Roman zuvor. Radikal offen, selbstbewusst und voller grimmigem Humor ist es die Geschichte einer so unerschrockenen wie verletzlichen jungen Frau.
Portrait
Die frühere VIVA 2 Moderatorin hat neben weiteren Fernsehformaten(für ZDF, arte, ProSieben) und ihrem Grimme Preis Gewinn mit ihrem ersten Roman mächtig für Aufheben gesorgt. Charlotte Roche, "die kleine Charlotte", wie sie sich gerne nennt, wurde 1978 in Wycombe, England als Tochter eines Ingenieurs und einer Politikerin, geboren und kam über die Niederlande mit acht Jahren nach Deutschland. Charlotte Roche wuchs in Mönchengladbach am Niederrhein in einer alternativ- kreativen Szene auf. Nach der 11. Klasse ging sie vom Gymnasium ab und gründete mit zwei Freunden eine Band. Die Drei schwuren sich, nie aufzutreten oder zu proben. Stattdessen begann Charlotte Roche damit, vieles auszuprobieren, rasierte sich die Haare ab, nahm Drogen oder versuchte, mit ihrem Blut Bilder zu malen. Seit 2002 ist sie Mutter einer Tochter und seit 2007 mit einem Mitgründer der Produktionsfirma Brainpool verheiratet. 2001 sollte ursprünglich auch ihr Buch "Die Bärte der Propheten" erscheinen, was aber nicht geschah. Neben der Moderatorentätigkeit beteiligte Charlotte Roche sich 2005 an einer Lesereise gemeinsam mit Heinz Strunk und Christoph Maria Herbst. Außerdem sang sie auf einer Single von Bela B. von den Ärzten mit. Mit ihrem Buch "Feuchtgebiete", dass 2008 veröffentlicht wurde, provozierte sie die Leser und Kritiker mit Themen wie Analverkehr, Intimhygiene, Masturbationstechniken, Intimrasur und Prostitution. Eigentlich ging es jedoch auch um die Auseinandersetzung der Ich- Erzählerin mit der Scheidung ihrer Eltern. Doch trotz der (vermeintlich) anrüchigen Themen verkaufte sich das Buch über eine Million Mal und wurde ein absoluter Erfolg für Charlotte Roche.

Meinung der Redaktion
Charlotte Roche ist Kult! Auch wenn sie manchmal etwas schräg anmutet, ist sie, ob als Autorin, Moderatorin oder Schauspielerin genial. Sie deckt Widersprüche auf, und hält der Gesellschaft den Spiegel hin. Denn mit ihrer ehrlichen und direkten Art ist sie trotzdem einfach liebenswert.
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Charlotte Roche
Erscheinungsdatum 10.08.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783844904307
Verlag Osterwoldaudio
Spieldauer 579 Minuten
Format & Qualität MP3, 579 Minuten
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Ein gnadenlos ehrliches und packendes Werk über die Problematiken einer Ehe und dem Wunsch zu gefallen.
Schonungslos wird die bitte Wahrheit festgehalten.
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Wer Feuchtgebiete kennt weiß was zu erwarten ist. Schonungslos geht Roche diesmal auf das Sexleben anderer ein. Wer Feuchtgebiete kennt weiß was zu erwarten ist. Schonungslos geht Roche diesmal auf das Sexleben anderer ein.

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Ein Buch über den Sex in der Ehe, wie er sich entwickelt und wie er immer spannend bleibt. Schockierend und witzig zugleich. Ein Buch über den Sex in der Ehe, wie er sich entwickelt und wie er immer spannend bleibt. Schockierend und witzig zugleich.

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Als ich das neue Werk der "Skandalautorin" Charotte Roche in Händen hielt, war ich anfangs skeptisch,
ob dies wieder so ein schockierendes Werk wie ihr erstes Buch "Feuchtgebiete" wird. Nach anfänglichem
Lesen fiel mir direkt die sehr einfach gestrickete Sprache auf, welche keine sehr hochen
Ansprüche von dem Leser verlangt und ich wollte das Buch wieder aus der Hand legen. Auch als eine Stelle im Buch
kam, die nicht gerade appetitlich war und bei der es mich schüttelte, trug nicht wesentlich dazu bei, sich durch diese
Lektüre durchzukämpfen.
Jedoch sollte Charlotte Roche angeblich den Tod ihrer drei Brüder, welche 2001
bei einem Autounfall auf dem Weg zu ihrer Hochzeit ums Leben kamen, in diesem Roman verarbeiten.
Diese Verarbeitung und die interessante Hauptperson mit ihren Depressionen und ihrer sensiblen Art führte dazu, dass
ich den Roman
bis zum Schluss durchgelesen habe.
Und ich habe es nicht bereut. Faszinierend fand ich die Gestaltung der von Depressionen und Ängsten gezeichneten
Elisabeth. Nach und nach enthüllte sich dem Leser verschiedene Szenarien, die Elisabeth zu der Person machte,
die sie heute ist. Bis auf wenige Stellen war das Buch bei weitem nicht so abstoßend, wie Charlotte Roches
erster Roman. Wenn man dem Buch eine Chance gibt und keine hohe Literatur erwartet,
wird der Leser zwar mit einem kurzen Lesevergnügen
unterhalten, entdeckt aber nach und nach eine sensible Persönlichkeit mit all ihren Macken.
Als ich das neue Werk der "Skandalautorin" Charotte Roche in Händen hielt, war ich anfangs skeptisch,
ob dies wieder so ein schockierendes Werk wie ihr erstes Buch "Feuchtgebiete" wird. Nach anfänglichem
Lesen fiel mir direkt die sehr einfach gestrickete Sprache auf, welche keine sehr hochen
Ansprüche von dem Leser verlangt und ich wollte das Buch wieder aus der Hand legen. Auch als eine Stelle im Buch
kam, die nicht gerade appetitlich war und bei der es mich schüttelte, trug nicht wesentlich dazu bei, sich durch diese
Lektüre durchzukämpfen.
Jedoch sollte Charlotte Roche angeblich den Tod ihrer drei Brüder, welche 2001
bei einem Autounfall auf dem Weg zu ihrer Hochzeit ums Leben kamen, in diesem Roman verarbeiten.
Diese Verarbeitung und die interessante Hauptperson mit ihren Depressionen und ihrer sensiblen Art führte dazu, dass
ich den Roman
bis zum Schluss durchgelesen habe.
Und ich habe es nicht bereut. Faszinierend fand ich die Gestaltung der von Depressionen und Ängsten gezeichneten
Elisabeth. Nach und nach enthüllte sich dem Leser verschiedene Szenarien, die Elisabeth zu der Person machte,
die sie heute ist. Bis auf wenige Stellen war das Buch bei weitem nicht so abstoßend, wie Charlotte Roches
erster Roman. Wenn man dem Buch eine Chance gibt und keine hohe Literatur erwartet,
wird der Leser zwar mit einem kurzen Lesevergnügen
unterhalten, entdeckt aber nach und nach eine sensible Persönlichkeit mit all ihren Macken.

„Schoßgebete“

Markus Book, Thalia-Buchhandlung Wilhelmshaven

"Empört Euch!" scheint einem dieses Buch (und seine Vermarktung) entgegen rufen zu wollen. Wenn man sich näher mit der Geschichte beschäftigt, entdeckt man hinter dem "Skandal" allerdings auch ein sensibles, mutiges und (fast schmerzhaft) exhibitionistisches Psychogramm. Vielleicht kann man der Autorin vorwerfen, dass sie ihre Gedanken in eine eher schlichte literarische Struktur einbettet. Trotzdem: Charlotte ist eine von den Guten! Sie schreibt peppig, ehrlich, stellenweise sehr berührend, und ist definitiv nicht doof. "Empört Euch!" scheint einem dieses Buch (und seine Vermarktung) entgegen rufen zu wollen. Wenn man sich näher mit der Geschichte beschäftigt, entdeckt man hinter dem "Skandal" allerdings auch ein sensibles, mutiges und (fast schmerzhaft) exhibitionistisches Psychogramm. Vielleicht kann man der Autorin vorwerfen, dass sie ihre Gedanken in eine eher schlichte literarische Struktur einbettet. Trotzdem: Charlotte ist eine von den Guten! Sie schreibt peppig, ehrlich, stellenweise sehr berührend, und ist definitiv nicht doof.

„Überraschend und sehr gut“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ich gebe es zu. Auch ich habe dieses Buch von Charlotte Roche nur auf Grund des großen Hype in Presse und TV gelesen. Auch ich wollte mitreden können und mich nicht allein auf die Berichterstattung verlassen. Im Nachhinein bin ich sehr glücklich, dass ich mich dazu durchgerungen habe, denn mir hat dieses Buch ausgesprochen gut gefallen!

Charlotte Roche hat nach eigenen Aussagen ein sehr persönliches Buch geschrieben. Sie erzählt aus drei Tagen der Ich-Erzählerin Elisabeth. Elisabeth ist 33 Jahre alt, mit Georg (Anfang 50) verheiratet und hat eine siebenjährige Tochter von einem anderen Mann. Sie ist regelmäßig dreimal die Woche in Therapie, weil sich ihr Leben vor 8 Jahren grundsätzlich verändert hat. Vor 8 Jahren hat sie nämlich ihre 3 Brüder bei einem Autounfall verloren, als sie mit ihrer Mutter zusammen auf dem Weg nach England zu ihrer Hochzeit waren. Wie geht man mit so einer Situation um? Elisabeth ist daran vollständig zerbrochen und versucht fortan alles unter Kontrolle zu behalten. Gleichzeitig quält sie eine große Todessehnsucht. Allein beim Sex kann sie loslassen, aber auch das nur unter Schwierigkeiten. Und so schildert sie uns diese drei typischen Tage aus ihrem Leben, lässt uns an ihren vielen, teilweise verqueren Gedanken teilhaben.

Mich hat an diesem Buch von Charlotte Roche sehr überrascht. Ich kannte aus ihrem vorherigen Erfolgs- (Skandal-) Roman „Feuchtgebiete“ sehr viele „Stellen“, die ich persönlich extrem eklig und abschreckend fand. Dies hatte ich nun auch in diesem Buch wieder erwartet, weil sich sehr viele ihrer Gedanken um Sex drehen. Aber dies war nicht so. Insgesamt sind in dem Buch nur wenige, wirklich saftige Stellen! Alles andere sind Gedanken über den Tod, ein Versuch, den Unfall und ihre vermeintliche Schuld daran zu verarbeiten. Charlotte Roche ist eine sehr öffentliche Person. Sicherlich kann man sich die Frage stellen, ob sie dies alles in einem Roman hätte verarbeiten müssen. Aber ich vermute, dies ist ihre Art, alles zu verarbeiten. Trotzdem ist dies Buch nicht nur sehr persönlich, sondern ich habe ganz viele meiner eigenen Gedanken und Ängste darin wiedergefunden. Nur hätte ich nicht den Mut, diese offen auszusprechen. Und damit hat mir dieses Buch sogar geholfen.
Ich gebe es zu. Auch ich habe dieses Buch von Charlotte Roche nur auf Grund des großen Hype in Presse und TV gelesen. Auch ich wollte mitreden können und mich nicht allein auf die Berichterstattung verlassen. Im Nachhinein bin ich sehr glücklich, dass ich mich dazu durchgerungen habe, denn mir hat dieses Buch ausgesprochen gut gefallen!

Charlotte Roche hat nach eigenen Aussagen ein sehr persönliches Buch geschrieben. Sie erzählt aus drei Tagen der Ich-Erzählerin Elisabeth. Elisabeth ist 33 Jahre alt, mit Georg (Anfang 50) verheiratet und hat eine siebenjährige Tochter von einem anderen Mann. Sie ist regelmäßig dreimal die Woche in Therapie, weil sich ihr Leben vor 8 Jahren grundsätzlich verändert hat. Vor 8 Jahren hat sie nämlich ihre 3 Brüder bei einem Autounfall verloren, als sie mit ihrer Mutter zusammen auf dem Weg nach England zu ihrer Hochzeit waren. Wie geht man mit so einer Situation um? Elisabeth ist daran vollständig zerbrochen und versucht fortan alles unter Kontrolle zu behalten. Gleichzeitig quält sie eine große Todessehnsucht. Allein beim Sex kann sie loslassen, aber auch das nur unter Schwierigkeiten. Und so schildert sie uns diese drei typischen Tage aus ihrem Leben, lässt uns an ihren vielen, teilweise verqueren Gedanken teilhaben.

Mich hat an diesem Buch von Charlotte Roche sehr überrascht. Ich kannte aus ihrem vorherigen Erfolgs- (Skandal-) Roman „Feuchtgebiete“ sehr viele „Stellen“, die ich persönlich extrem eklig und abschreckend fand. Dies hatte ich nun auch in diesem Buch wieder erwartet, weil sich sehr viele ihrer Gedanken um Sex drehen. Aber dies war nicht so. Insgesamt sind in dem Buch nur wenige, wirklich saftige Stellen! Alles andere sind Gedanken über den Tod, ein Versuch, den Unfall und ihre vermeintliche Schuld daran zu verarbeiten. Charlotte Roche ist eine sehr öffentliche Person. Sicherlich kann man sich die Frage stellen, ob sie dies alles in einem Roman hätte verarbeiten müssen. Aber ich vermute, dies ist ihre Art, alles zu verarbeiten. Trotzdem ist dies Buch nicht nur sehr persönlich, sondern ich habe ganz viele meiner eigenen Gedanken und Ängste darin wiedergefunden. Nur hätte ich nicht den Mut, diese offen auszusprechen. Und damit hat mir dieses Buch sogar geholfen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
52 Bewertungen
Übersicht
8
11
13
9
11

nie wieder !!!!
von Aylin aus Luzern am 18.04.2018
Bewertet: Taschenbuch

?st mein 1. Buch von dieser Schriftstellerin und auch mein letztes ! Null spannung sehr lahm zu lesen gar nicht mein Buch ...

Anders geschrieben als "Feuchtgebiete"
von einer Kundin/einem Kunden aus Großenhain am 21.08.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich dachte ich bekomme wieder so ein Buch zu lesen, mit allen Abartigkeiten, ähnlich wie im ersten. :D Anfangs geht das auch ganz gut los und ist recht fesselnd. Aber dann liest man sich im Buch mehr in eine Person hinein, die Ihre ganze Lebensgeschichte erzählt. Natürlich auch mit... Ich dachte ich bekomme wieder so ein Buch zu lesen, mit allen Abartigkeiten, ähnlich wie im ersten. :D Anfangs geht das auch ganz gut los und ist recht fesselnd. Aber dann liest man sich im Buch mehr in eine Person hinein, die Ihre ganze Lebensgeschichte erzählt. Natürlich auch mit einigen Tabus die gebrochen werden. Dennoch wirkt es etwas "gehobener". Man muss natürlich eine Weile lesen, dann wird es auch interessanter.

von Isabel Meiert aus Varel am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Nicht so schockierend wie der Vorgänger, dafür aber ebenso flüssig zu lesen.