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Herrliche Zeiten

Roman einer Familie (ungekürzte Lesung)

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Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs: Der Berliner Fabrikant Hermann Kypscholl wähnt sich auf der Seite der Gewinner, seiner Familie fehlt es an nichts, und bei Feiern mit illustren Gästen in der Wannsee-Villa fließt Sekt in Strömen. Tochter Anna steht vor einer Karriere als Rassenforscherin; Sohn Otto, der eigentlich Maler werden will, wird von seinem Vater in die Wehrmacht gezwungen und raubt in Europa Kunstwerke für Nazigrößen. Doch nach 1945 ist nichts mehr, wie es war: Anna wird vermisst, Otto sitzt im Kriegsverbrechergefängnis, und die Teilung Deutschlands schlägt eine Schneise in die Familie. Erst in den 1960er Jahren finden Annas und Ottos Kinder zusammen, aber beide leiden unter den Wunden, die der Krieg gerissen hat."Herrliche Zeiten" ist ein monumentaler Roman über Anpassung, Widerstand und Deformierungen an Leib und Seele. In epischer Sprache und mit psychologischer Tiefenschärfe zeichnet Norbert Leithold Aufstieg und Fall einer großbürgerlichen Familie über drei Generationen hinweg und entwirft ein lebendiges Panorama vom "Dritten Reich" bis in die 1968er in West und Ost.(Laufzeit: 15h 32min)
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Uve Teschner
Erscheinungsdatum 03.03.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783844515442
Verlag Der Hörverlag
Spieldauer 932 Minuten
Format & Qualität MP3, 932 Minuten
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„Eine typische deutsche Familie?“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Der Autor Norbert Leithold ist schon eine schillernde Persönlichkeit. Das fällt einem sofort auf, wenn man sich das Bild am Ende des Buches anschaut. Er wurde 1957 in Schwerin geboren. Nach einer Ausbildung zum Stuckateur arbeitete er zuerst am Theater und begann dann ein Geschichtsstudium. Bis 1991 hat er bereits zwei Romane und einen Band Erzählungen herausgebracht, die ihm eine Nominierung zum aspekte-Literaturpreis und den Alfred-Döblin-Förderpreis einbrachten. Doch dann wechselte er wieder einmal das Sujet und versuchte sich Filmproduzent, Regisseur und Schauspieler bei pornografischen Filmen. Da dabei auch Jugendliche mitwirkten, wurde er zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Er musste allerdings nur ein Jahr im offenen Vollzug verbüßen. Nach diesem misslungenen Experiment widmet er sich wieder der Historie und schrieb einige Bücher zum Thema „Friedrich II.“ Jetzt ist bei der DVA sein Roman „Herrliche Zeiten“ erschienen.

Darin erzählt er die Familiengeschichte der Unternehmerfamilie Kypscholl. Die Geschichte beginnt in den dreißiger Jahren in der Villa am Wannsee und endet Ende der sechziger Jahre. Zu Beginn ist die gesamte Familie zu Ehren von Mutter Elisabeths Geburtstag versammelt. Vater Hermann ist ein Unternehmer und Fabrikbesitzer, der sich an ehemaligen jüdischen Fabriken bereichert. Die Tochter Anna ist voll auf der Parteilinie. Sie studiert Medizin mit dem Schwerpunkt Ahnenerbe und Rassenhygiene. Sie arbeitet zusammen mit ihrem Verlobten Siegfried an dem neuen arischen Menschen. Dafür wollen sie Lebensborn-Heime einrichten. Sohn Otto ist wie seine Mutter künstlerisch veranlagt. Er will Maler werden und in Paris bei dem Juden Finkel studieren. Nach einem verhinderten Fluchtversuch wird er aber vom Vater in die Wehrmacht gezwungen. Doch dort gereichen ihm seine Kunstkenntnisse schnell zu positivem Nutzen. Und so beginnt er mit dem Sturmbannführer Amberg Kunstgegenstände für das Reich zu beschlagnahmen. Doch er ist seines Vaters Sohn und versteht es auch für sich selbst zu sorgen. Nach Kriegsende bleibt Anna in einem kleinen Dorf in Mecklenburg Vorpommern, wird Hebamme und bekommt dort ihre Tochter Regine. Während Otto sich im Westen Berlins zu einem Abbild seines verhassten Vaters entwickelt. Er bekommt einen Sohn Karl. Eine wichtige Nebenrolle in dieser Geschichte spielt der Jude Finkel, der seine eigene Seele rettet, in dem er mit den Nazis in Paris zusammenarbeitet.

Norbert Leithold erzählt eine Geschichte einer Familie, die überspitzt gezeichnet vielleicht typisch für das Deutschland der dreißiger bis sechziger Jahre ist. Die Familie schafft es fast immer sich durch alles durchzulavieren ohne großen Schaden zu nehmen. Sie bleiben irgendwie immer auf der Gewinnerseite. Der Roman ist gerade sehr aktuell, denn es geht ja auch um das Thema Beutekunst.

Es ist ein sehr ungewöhnlicher Roman, der mich verwirrt zurückgelassen hat. Ich fand keinen sympathischen Protagonisten und weiß bis jetzt nicht, wer mir am unsympathischsten ist. Der Autor beschreibt die Geschichte in einem sehr knappen, fast telegrammartigen Stil. Man merkt, dass er bereits mit dem Medium Film zu tun hatte. Ich bin mir nicht sicher, ob seine Erzählweise Ironie ist? Am Anfang fand ich diese Herangehensweise noch sehr interessant und amüsant, aber am Ende wurde es einfach nur noch anstrengend.
Der Autor Norbert Leithold ist schon eine schillernde Persönlichkeit. Das fällt einem sofort auf, wenn man sich das Bild am Ende des Buches anschaut. Er wurde 1957 in Schwerin geboren. Nach einer Ausbildung zum Stuckateur arbeitete er zuerst am Theater und begann dann ein Geschichtsstudium. Bis 1991 hat er bereits zwei Romane und einen Band Erzählungen herausgebracht, die ihm eine Nominierung zum aspekte-Literaturpreis und den Alfred-Döblin-Förderpreis einbrachten. Doch dann wechselte er wieder einmal das Sujet und versuchte sich Filmproduzent, Regisseur und Schauspieler bei pornografischen Filmen. Da dabei auch Jugendliche mitwirkten, wurde er zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Er musste allerdings nur ein Jahr im offenen Vollzug verbüßen. Nach diesem misslungenen Experiment widmet er sich wieder der Historie und schrieb einige Bücher zum Thema „Friedrich II.“ Jetzt ist bei der DVA sein Roman „Herrliche Zeiten“ erschienen.

Darin erzählt er die Familiengeschichte der Unternehmerfamilie Kypscholl. Die Geschichte beginnt in den dreißiger Jahren in der Villa am Wannsee und endet Ende der sechziger Jahre. Zu Beginn ist die gesamte Familie zu Ehren von Mutter Elisabeths Geburtstag versammelt. Vater Hermann ist ein Unternehmer und Fabrikbesitzer, der sich an ehemaligen jüdischen Fabriken bereichert. Die Tochter Anna ist voll auf der Parteilinie. Sie studiert Medizin mit dem Schwerpunkt Ahnenerbe und Rassenhygiene. Sie arbeitet zusammen mit ihrem Verlobten Siegfried an dem neuen arischen Menschen. Dafür wollen sie Lebensborn-Heime einrichten. Sohn Otto ist wie seine Mutter künstlerisch veranlagt. Er will Maler werden und in Paris bei dem Juden Finkel studieren. Nach einem verhinderten Fluchtversuch wird er aber vom Vater in die Wehrmacht gezwungen. Doch dort gereichen ihm seine Kunstkenntnisse schnell zu positivem Nutzen. Und so beginnt er mit dem Sturmbannführer Amberg Kunstgegenstände für das Reich zu beschlagnahmen. Doch er ist seines Vaters Sohn und versteht es auch für sich selbst zu sorgen. Nach Kriegsende bleibt Anna in einem kleinen Dorf in Mecklenburg Vorpommern, wird Hebamme und bekommt dort ihre Tochter Regine. Während Otto sich im Westen Berlins zu einem Abbild seines verhassten Vaters entwickelt. Er bekommt einen Sohn Karl. Eine wichtige Nebenrolle in dieser Geschichte spielt der Jude Finkel, der seine eigene Seele rettet, in dem er mit den Nazis in Paris zusammenarbeitet.

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Es ist ein sehr ungewöhnlicher Roman, der mich verwirrt zurückgelassen hat. Ich fand keinen sympathischen Protagonisten und weiß bis jetzt nicht, wer mir am unsympathischsten ist. Der Autor beschreibt die Geschichte in einem sehr knappen, fast telegrammartigen Stil. Man merkt, dass er bereits mit dem Medium Film zu tun hatte. Ich bin mir nicht sicher, ob seine Erzählweise Ironie ist? Am Anfang fand ich diese Herangehensweise noch sehr interessant und amüsant, aber am Ende wurde es einfach nur noch anstrengend.

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