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Der Garten der Abendnebel

Roman

(11)
Die angesehene Richterin Teoh Yun Ling, deren Erinnerungskraft schwindet, will sich noch einmal mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Kurz nach dem Krieg arbeitet sie, die einzige Überlebende eines japanischen Internierungslagers, als Anwältin für ein Tribunal, das japanische Kriegsverbrechen ahndet. Auch der Tod ihrer Schwester lässt sie nicht zur Ruhe kommen. Sie will für diese ein Denkmal schaffen. Da ihre Schwester eine Liebhaberin der japanischen Gartenkunst war, geht Yun Ling trotz ihres Hasses auf die Japaner bei dem japanischen Gärtner Aritomo in die Lehre. Aritomo, der einst Gärtner des japanischen Tenno war, verbirgt aber ein dunkles Geheimnis.
Portrait
Tan Twan Eng, geboren in Penang, studierte Jura an der University of London und hat lange in einer der angesehensten Kanzleien Kuala Lumpur gearbeitet. Für 'Der Garten der Abendnebel' erhielt er den Man Asian Literary Prize 2012 und den Walter Scott Prize for Historical Fiction 2013. Des weiteren stand der Roman auf der Shortlist des Man Booker Prize 2012. Tan Twan Eng lebt in Malaysia und in Südafrika.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 464 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 28.01.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783426428757
Verlag Droemer eBook
Dateigröße 789 KB
Übersetzer Michaela Grabinger
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

Vanessa Pludra, Thalia-Buchhandlung Berlin

Eine wunderbar erzählte Geschichte, die mit vielschichtigen Figuren und einer poetischen Sprache absolut überzeugen kann. Unglaublich interessant Eine wunderbar erzählte Geschichte, die mit vielschichtigen Figuren und einer poetischen Sprache absolut überzeugen kann. Unglaublich interessant

Vera Theus, Thalia-Buchhandlung Solingen

Wundervoll, beim Lesen fühlt es sich so an, als stünde man in dem japanischen Garten... man hört das Laub rascheln und den Wasserlauf. Unglaublich gut. Wundervoll, beim Lesen fühlt es sich so an, als stünde man in dem japanischen Garten... man hört das Laub rascheln und den Wasserlauf. Unglaublich gut.

„Eine Reise in eine andere Welt“

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Yung Lin kehrt nach Jahren in Kuala Lumpur in die Cameron Highlands zurück. Die angesehene Richterin ahnt das ihr wenig Zeit bleiben wird die noch ausstehenden Aufgaben zu erledigen. Zeit, die sie nutzt sich mit ihrer aufreibenden Vergangenheit auseinanderzusetzen, einer Vergangenheit die oftmals allzu schmerzlich war und dennoch einige sehr innige schöne Momente bereit hielt. Neben der Protagonistin treten noch weitere unglaublich gut gezeichnete spannende Charaktere,deren Schicksal eng mit ihrem verwoben ist, in Erscheinung. Man lernt unglaublich viel über die Geschichte Indochinas, die asiatische Gartenkunst und die hohe Kunst des Tätowierens.

Klingt nach einer wilden Mischung ?

Mag sein, wenn man aber so brillant erzählen kann wie Eng Tan darf man sich das erlauben. Ein grandioser Ausflug in eine komplett andere Welt. Unbedingt lesen...





Yung Lin kehrt nach Jahren in Kuala Lumpur in die Cameron Highlands zurück. Die angesehene Richterin ahnt das ihr wenig Zeit bleiben wird die noch ausstehenden Aufgaben zu erledigen. Zeit, die sie nutzt sich mit ihrer aufreibenden Vergangenheit auseinanderzusetzen, einer Vergangenheit die oftmals allzu schmerzlich war und dennoch einige sehr innige schöne Momente bereit hielt. Neben der Protagonistin treten noch weitere unglaublich gut gezeichnete spannende Charaktere,deren Schicksal eng mit ihrem verwoben ist, in Erscheinung. Man lernt unglaublich viel über die Geschichte Indochinas, die asiatische Gartenkunst und die hohe Kunst des Tätowierens.

Klingt nach einer wilden Mischung ?

Mag sein, wenn man aber so brillant erzählen kann wie Eng Tan darf man sich das erlauben. Ein grandioser Ausflug in eine komplett andere Welt. Unbedingt lesen...





„Einzigartiges Panorama einer fremden Welt“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Mal wieder ein Buch über das Überleben des Krieges - doch diesmal ein ganz ungewöhnlicher Ort, eine ungewöhnliche Geschichte.
Ort der Handlung ist Malaya (später Malaysia), das im 2. Weltkrieg von Japan besetzt war. Viel wusste ich nicht, was Japans "Taten" im Krieg waren - Schlaglichter und - worte, wie Pearl Harbor, Kamikaze, Hiroshima und die Lager in China kannte ich. Doch was in Malaya geschah, ist mir unbekannt.
Auch dort gab es Internierungslager, raubten die Besatzer alles von Wert, verfolgten und zerstörten Menschen.
Yun Ling, später eine angesehene Richterin, ist einzige Überlebende eines Internierungslagers. Sie musste mitansehen, wie kurz vor Ende des Krieges alle Menschen des Lagers getötet wurden, einschließlich ihrer Schwester.
Nach dem Krieg arbeitet sie anfangs in einer Kommission zur Verfolgung und Bestrafung von japanischen Kriegsverbrechern, immer auch mit dem Hintergedanken, einen Hinweis auf das Lager zu bekommen. Nie konnte sie ihrer Schwester wenigstens symbolisch eine Bestattung ermöglichen. Nach einigen Jahren, verbraucht und frustriert, verlässt sie die Kommission und macht sich in die malayischen Berge auf. Dort versucht sie, den letzten Wunsch ihrer Schwester zu erfüllen. Vom dort zurückgezogen lebenden japanischen, kaiserlichen Gärtner Aritomo will sie die Gartenkunst erlernen und in Andenken an ihre Schwester einen japanischen Garten anlegen.
Ein toller Roman, der neben der Grundgeschichte Hintergrundwissen über das Land und die Zeit bietet. Der Vielvölkerstaat Malaya versinkt nach dem Krieg in einen Bürgerkrieg und das Morden geht weiter, Chinesen müssen fliehen, die Briten arrangieren sich recht schnell mit den Japanern und vieles mehr. Da tauchen immer mehr Geschichten auf, die sich zu einem absolut lesenswerten Panorama verweben.
Mal wieder ein Buch über das Überleben des Krieges - doch diesmal ein ganz ungewöhnlicher Ort, eine ungewöhnliche Geschichte.
Ort der Handlung ist Malaya (später Malaysia), das im 2. Weltkrieg von Japan besetzt war. Viel wusste ich nicht, was Japans "Taten" im Krieg waren - Schlaglichter und - worte, wie Pearl Harbor, Kamikaze, Hiroshima und die Lager in China kannte ich. Doch was in Malaya geschah, ist mir unbekannt.
Auch dort gab es Internierungslager, raubten die Besatzer alles von Wert, verfolgten und zerstörten Menschen.
Yun Ling, später eine angesehene Richterin, ist einzige Überlebende eines Internierungslagers. Sie musste mitansehen, wie kurz vor Ende des Krieges alle Menschen des Lagers getötet wurden, einschließlich ihrer Schwester.
Nach dem Krieg arbeitet sie anfangs in einer Kommission zur Verfolgung und Bestrafung von japanischen Kriegsverbrechern, immer auch mit dem Hintergedanken, einen Hinweis auf das Lager zu bekommen. Nie konnte sie ihrer Schwester wenigstens symbolisch eine Bestattung ermöglichen. Nach einigen Jahren, verbraucht und frustriert, verlässt sie die Kommission und macht sich in die malayischen Berge auf. Dort versucht sie, den letzten Wunsch ihrer Schwester zu erfüllen. Vom dort zurückgezogen lebenden japanischen, kaiserlichen Gärtner Aritomo will sie die Gartenkunst erlernen und in Andenken an ihre Schwester einen japanischen Garten anlegen.
Ein toller Roman, der neben der Grundgeschichte Hintergrundwissen über das Land und die Zeit bietet. Der Vielvölkerstaat Malaya versinkt nach dem Krieg in einen Bürgerkrieg und das Morden geht weiter, Chinesen müssen fliehen, die Briten arrangieren sich recht schnell mit den Japanern und vieles mehr. Da tauchen immer mehr Geschichten auf, die sich zu einem absolut lesenswerten Panorama verweben.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Ereignisreiche und ergreifende Geschichte
von goat am 22.11.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Als Jugendliche gerät Teoh Yun Ling zusammen mit ihrer Schwester in ein japanisches Arbeitslager. Die grausamen Erlebnisse ertragen die beiden Schwestern nur, indem sie sich in einen Fantasiegarten hineinträumen, um wenigstens für ein paar Augenblicke der Gewalt und dem großen Hunger entfliehen zu können. Yun Ling ist am Ende... Als Jugendliche gerät Teoh Yun Ling zusammen mit ihrer Schwester in ein japanisches Arbeitslager. Die grausamen Erlebnisse ertragen die beiden Schwestern nur, indem sie sich in einen Fantasiegarten hineinträumen, um wenigstens für ein paar Augenblicke der Gewalt und dem großen Hunger entfliehen zu können. Yun Ling ist am Ende die Einzige, die das Internierungslager überlebt. Im Gedenken an ihre Schwester möchte Yun Ling ihren Zufluchtsort nachbauen lassen. Im malaysischen Hochland wird sie fündig und wendet sich, trotz ihrer Abneigung gegen die Japaner, an Aritomo, den ehemaligen Gärtner des Kaisers. Doch dieser lehnt Yun Lings Bitte ab und bietet ihr stattdessen eine Lehre bei ihm an. Trotz der vielen Vorbehalte nimmt sie seinen Vorschlag an und arbeitet hart an ihrem Traum. Die Beziehung zwischen dem Japaner und der, durch die Erlebnisse schwer traumatisierten Frau, ist kompliziert und das Vertrauen stellt sich erst sehr spät ein. Das gemeinsame Projekt ist für beide Seiten eine Art, den Frieden wiederherzustellen. Der Garten bekommt von Yun Ling den Namen „Garten der Abendnebel“. Mittlerweile ist Yun Ling seit über 30 Jahren Richterin in Kuala Lumpur, verurteilt Kriegsverbrecher und wird nun in den Vorruhestand verabschiedet. Eine degenerative Nervenerkrankung, die rasch voranschreitet und zum Verlust des Gedächtnisses führen wird, weckt in ihr den Wunsch, alle Erinnerungen Revue passieren zu lassen und schriftlich festzuhalten. Sie begibt sich noch einmal auf den Weg zum „Garten der Abendnebel“ … Tan Twan Engs hat mit seiner Protagonistin Yun Ling einen sehr starken und eindrucksvollen Charakter geschaffen. Dadurch, dass er sie ihre Geschichte in der Ich-Form und im Präsens erzählen lässt, ist der Leser sehr nah am Zeitgeschehen. Allerdings wird die Geschichte auf mehreren Zeitebenen erzählt und ich hatte etwas Mühe auszumachen, in welcher Zeit sich die Protagonistin gerade befindet. In diesem Roman begegnen uns weitere verschiedene Charaktere, die alle auch sehr unterschiedliche Bindungen zur Protagonistin haben. Die innere Zerrissenheit von Yun Ling wird sehr gut beschrieben. Es ist nachzuvollziehen, wie schwer es ihr fallen muss, den Anweisungen des japanischen Gärtners zu folgen. Besonders schwer tut sich Yun Ling mit der Verbeugung vor ihrem Lehrmeister, die sie jedes Mal wieder in das verhasste Arbeitslager zurückversetzt, in dem diese Verbeugungen Pflicht waren und für sie eine Demütigung darstellten. Einzig die Liebe zu diesem Garten ermöglicht es den beiden, eine tatsächlich auf gegenseitigem Respekt beruhende Beziehung aufzubauen. Der Autor erzählt mit sehr leisen Tönen die ebenso ereignisreiche wie ergreifende Geschichte von Yun Ling, wobei ihm der Spagat zwischen den grauenvollen Szenen und den wundervollen Beschreibungen der Landschaft meisterhaft gelungen ist. „Der Garten der Abendnebel“ ist kein Buch, das man schnell durchlesen kann. Immer wieder musste ich innehalten und habe auch den wunderbaren Schreibstil des Autors sehr genossen. Ich kann diesen Roman allen empfehlen, die Wert auf anspruchsvolle Literatur legen, und vergebe vier Sterne.

der Garten der Abendnebel
von einer Kundin/einem Kunden am 20.09.2015
Bewertet: gebundene Ausgabe

Der Garten der Abendnebel             Twang Eng Tan            5 Sterne Teoh Yun Ling ist die einzige Überlebende eines japanischen Internierungslagers im heutigen Malaysien. Bereits erfolgreiche Anwältin, möchte sie für ihre verstorbene Schwester einen  japanischen Garten anlegen, weil diese die Gärten so... Der Garten der Abendnebel             Twang Eng Tan            5 Sterne Teoh Yun Ling ist die einzige Überlebende eines japanischen Internierungslagers im heutigen Malaysien. Bereits erfolgreiche Anwältin, möchte sie für ihre verstorbene Schwester einen  japanischen Garten anlegen, weil diese die Gärten so liebte. Trotz ihres Hasses auf die Japaner geht sie bei einem berühmten japanischen Gartenkünstler in die Lehre. Und lernt nicht nur Steine  und Pflanzen an den richtigen Ort zu platzieren, sondern auch Gedanken, Wünsche und Hoffnung. Ein faszinierendes Buch über die Wirkung von Blickrichtung oder Distanz auf Dinge oder Geschehnisse. Die jüngere malaiische Geschichte ist meisterhaft in diesem Roman verpackt. Man vergisst zu leicht,  dass auch in Asien Gräueltaten verbrochen wurden. 

Ein Meisterwerk!
von Monika Schulte aus Hagen am 01.02.2015
Bewertet: gebundene Ausgabe

n den Garten der Abendnebel zieht sich die angesehene Richterin zurück, als sie in den Ruhestand verabschiedet wird. Ganz langsam aber immerfort schwinden ihre Erinnerungen. Solange sie noch kann, will sie all ihre Erinnerungen niederschreiben. Erinnerungen an das japanische Internierungslager, in dem sie zusammen mit ihrer Schwester inhaftiert war... n den Garten der Abendnebel zieht sich die angesehene Richterin zurück, als sie in den Ruhestand verabschiedet wird. Ganz langsam aber immerfort schwinden ihre Erinnerungen. Solange sie noch kann, will sie all ihre Erinnerungen niederschreiben. Erinnerungen an das japanische Internierungslager, in dem sie zusammen mit ihrer Schwester inhaftiert war und das nur sie, Yun Ling, überlebt hat. Erinnerungen an die schlimmste Zeit ihres Lebens. Entbehrungen, Hunger, Gewalt. Zusammen mit ihrer Schwester träumte sie sich inmitten des Lagers in einen Garten, ein Garten, der nur in ihrer Fantasie existierte und der sie am Leben erhielt. Yun Ling setzt alles daran, den Traum ihrer Schwester zu erfüllen. Obwohl die Japaner ihr so verhasst sind, wendet sie sich an den japanischen Gartenkünstler Aritomo, der einst der Gärtner des Kaisers war. Aritomo lehnt es jedoch ab, einen Garten für sie zu erschaffen. Stattdessen bietet er ihr an, bei ihm in die Lehre zu gehen. Yun Ling nimmt dieses Angebot an und sie lernt nicht nur einen Garten anzulegen. Sie lernt auch zu lieben, doch welches Geheimnis umgibt Aritomo? Eines Tages verschwindet er im Dschungel und kehrt nie zurück. Der wunderschöne Garten hat auch nach Jahren nichts von seiner magischen Anziehungskraft verloren. Noch immer wollen Menschen den Garten besichtigen. Als Yun Ling nach Yugiri zurückkehrt, lässt sie den verwilderten Garten wieder herstellen. Hier in ihrem Garten kann sie noch einmal Kraft tanken, um sich zu erinnern, um all ihre Erinnerungen zu Papier zu bringen. "Der Garten der Abendnebel" - ein Meisterwerk! Ein Roman, der fasziniert und aus der Masse heraus sticht. Ein außergewöhnlicher Roman mit einer Erzählkunst bis zur höchsten Vollendung! Er hat mich gefesselt und begeistert. Dieser Roman ist eine kleine Sensation. Ein verstörendes, ein großartiges Buch. Ein Buch, das sogar mein Leseverhalten geändert hat. Normalerweise lese ich eher schnell. Dieses Buch, sein Garten verzaubert den Leser. Man geht durch diesen Garten, nimmt Gerüche und Geräusche wahr. Man spürt den Abendnebel auf der Haut. Beim Lesen war ich gespannt, abgelenkt und tief in Gedanken. Ich habe langsam gelesen und habe den Zauber dieses Gartens auf mich wirken lassen. "Der Garten der Abendnebel" - ein Roman voll poetischer Kraft. Unbedingt lesen!