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Eine Geschichte der Welt in 10,5 Kapiteln

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Ein Klassiker von Julian Barnes – genial und witzig
In 10½ miteinander korrespondierenden Episoden schreibt Julian Barnes davon, wie es ist, wenn man sich in die Fluten des Lebens stürzt. Auf den Spuren des Arche-Noah-Mythos nagt er sich, einem seiner kleinsten Protagonisten gleich, durch das Leben und die Geschichten, die es schreibt. Er berichtet von einem blinden Passagier, der mit ansehen muss, wie seine Mitreisenden einer nach dem anderen von der hungrigen Mannschaft der Arche Noah verspeist werden, von den sonderbaren Irrfahrten einer jungen Frau, von einer beschwerlichen Reise zum Berg Ararat, einem Filmdreh in Südamerika, der furchtbar in die Hose geht, von einer Geiselnahme auf hoher See, von Géricaults »Floß der Medusa« und wie aus einer Katastrophe Kunst wird.»Eine Geschichte der Welt in 10½ Kapiteln« ist ein meisterliches Spiel mit Erzählformen und Perspektiven, eine Reise durch die Jahrhunderte und durch die Möglichkeiten der Sprache.
Portrait
Julian Barnes, 1946 in Leicester geboren, arbeitete nach dem Studium moderner Sprachen als Lexikograph, dann als Jour-nalist. Von Barnes, der zahlreiche internationale Literaturpreise erhielt, liegt ein umfangreiches erzählerisches und essayistisches Werk vor, darunter »Flauberts Papagei«, »Eine Geschichte der Welt in 10 1/2 Kapiteln« und »Lebensstufen«. Für seinen Roman »Vom Ende einer Geschichte« wurde er mit dem Man Booker Prize ausgezeichnet. Julian Barnes lebt in London.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 448 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.01.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783462308181
Verlag Kiepenheuer & Witsch eBook
Dateigröße 1526 KB
Verkaufsrang 23.390
eBook
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Und die Arche sinkt und sinkt...
von einer Kundin/einem Kunden am 03.02.2015
Bewertet: Taschenbuch

In zehn (einhalb) Kapiteln eine Geschichte der Welt erzählen zu wollen – und das noch auf gerade einmal knapp 450 Seiten –, scheint ein äußerst gewagtes Unterfangen zu sein. Julian Barnes erzählt sie als eine Geschichte des menschlichen Überlebenswillens und der ständigen Auseinandersetzung mit Autoritäten, die über Recht und... In zehn (einhalb) Kapiteln eine Geschichte der Welt erzählen zu wollen – und das noch auf gerade einmal knapp 450 Seiten –, scheint ein äußerst gewagtes Unterfangen zu sein. Julian Barnes erzählt sie als eine Geschichte des menschlichen Überlebenswillens und der ständigen Auseinandersetzung mit Autoritäten, die über Recht und Unrecht bestimmen wollen. Untergang gleichzeitige Errettung des Lebens auf der Erde schildert er anhand des ersten Kapitels auf Noahs Arche. Einzelne Figuren und Motiven daraus tauchen in den folgenden Kapiteln immer wieder auf und verknüpfen und verknüpfen auf subtile Art die ansonsten für sich stehenden Kurgeschichten zu einer zusammenhängenden Komposition, die immer wieder Elemente betont und aus neuer Perspektive Verwendung finden. Schauplätze und Figuren variieren dabei auf einem weiten Feld: Vom Auftakt an Bord der Arche Noah über eine von Terroristen gekaperte Kreuzfahrt bis hin zu einem Titanic-Überlebenden, Mondlandungsastronauten und einer zweifachen Expedition zum Berg Ararat (inklusive des scheinbaren Fundes von Noahs Leichnam) bedient sich Julian Barnes eines weit gefächerten Registers und spielt dabei ebenso mit den literarischen Erzählformen und sprachlichen Stilen. Man sollte an dieses Buch nicht mit falschen Erwartungen herangehen: Hierbei handelt es sich nicht um einen Roman oder eine logische durchstrukturierte Erzählung über die Geschichte der Welt. Vielmehr lässt es sich mit Christoph Ransmayrs „Atlas eines ängstlichen Mannes“ vergleichen, indem der Zusammenhang des Buches mehr durch einzelne Motive auf einer Meta-Ebene hergestellt wird.