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Kühn hat zu tun

Martin Kühn Band 1

«Martin, was ist los mit dir?», fragte Steierer. «Jahrzehntelang bist du völlig ausgeglichen, und jetzt kommst du mir vor wie eine flackernde Glühlampe kurz vorm Durchbrennen.»
Martin Kühn ist 44, verheiratet und hat zwei Kinder. Er wohnt auf der Weberhöhe, einer Neubausiedlung nahe München. Früher stand dort mal eine Munitionsfabrik. Aber was es damit auf sich hatte, weiß Kühn nicht so genau.
Es gibt ohnehin viel, was er nicht weiß: zum Beispiel, warum von seinem Gehalt als Polizist nach allen Abzügen ein verschwindend geringer Betrag zum Leben bleibt. Wieso sich alle Frauen Pferde wünschen. Ob er sich ohne Scham ein Rendezvous mit seiner rothaarigen Nachbarin vorstellen darf. Warum er jeden Mörder zum Sprechen bewegen kann, aber sein eigener Sohn nicht mal zwei Sätze mit ihm wechselt. Welches Geheimnis er vor sich selber verbirgt. Und vor allem, warum sein Kopf immer so voll ist.
Da wird ein alter Mann erstochen aufgefunden. Das Opfer liegt gleich hinter Kühns Garten in der Böschung. Und Kühn hat plötzlich sehr viel zu tun.
Rezension
Volker Scheufens, Literatur-Experte von Thalia:
Ich mochte Jan Weiler bisher ganz gern, las ab und an mal eine Kolumne und fand auch "Maria, ihm schmeckt's nicht!" amüsant. Aber dass mich ein Buch von Weiler mal so begeistern würde, hätte ich nicht gedacht. Ein Krimi, ein Gesellschaftsroman, in dem Weiler mit einer aberwitzigen Geschichte aus der Nazizeit beginnt, um danach einzutauchen ins Heute und in die Welt von Kommissar Martin Kühn. Kühn scheint sein Kopf nicht mehr richtig zu gehorchen, er fühlt sich überrollt von den Anforderungen der Familie, des Lebens an sich, und dann geschieht auch noch ein Mord und der Tote liegt gleich hinter Kühns Haus auf der Weberhöhe ... Was Kühn noch nicht weiß: Das alles hat viel mehr mit ihm zu tun, als ihm lieb ist. Und aus den Kellern kriecht langsam das Gift der Vergangenheit hoch. Für mich ein echtes Highlight, und ich sage nur: unbedingt lesen!
Portrait
Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, arbeitete als Texter in der Werbung, absolvierte dann die Deutsche Journalistenschule in München und war viele Jahre Chefredakteur des "Süddeutsche Zeitung Magazins". Heute lebt er als Autor mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in der Nähe von München.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 06.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783644314016
Verlag Rowohlt Verlag
Dateigröße 1011 KB
Verkaufsrang 4725
eBook
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R. Braun, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Ein gut geschriebener Gesellschaftsroman über einen Polizisten, der sich mit diversen Problemen herumschlagen muss: humorvoll (nicht witzig) und sehr unterhaltsam.

Fabian Winkler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Bitterböser Krimi und Gesellschaftssatire in einem. Bissiger hat man Jan Weiler noch nicht erlebt - besser aber auch nicht. Herausragend gut!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
43 Bewertungen
Übersicht
21
14
6
1
1

Jo mei
von einer Kundin/einem Kunden aus Linz am 06.01.2020

Anfangs ein sehr gelungener sarkastischer Bogen von der Hinterlassenschaft eines Munitionsfabrikbesitzers zum Ende des Dritten Reiches bis zu den dadurch fatalen Folgen für die stolzen frischen Eigentümer einer Neubausiedlung. Kühn hat dann jedoch etwas zu lange damit zu tun, sich seiner Sinn- und Lebenskrise leidvoll hinzuge... Anfangs ein sehr gelungener sarkastischer Bogen von der Hinterlassenschaft eines Munitionsfabrikbesitzers zum Ende des Dritten Reiches bis zu den dadurch fatalen Folgen für die stolzen frischen Eigentümer einer Neubausiedlung. Kühn hat dann jedoch etwas zu lange damit zu tun, sich seiner Sinn- und Lebenskrise leidvoll hinzugeben. Eine Art von Erleuchtung nach einem Zusammenbruch führt gegen Ende des Buches sehr rasch zur Auflösung des Falles. Beinahe alle zuvor aufgestauten Konflikte mit seinem Umfeld lösen sich dadurch ebenfalls im Eilzugstempo in Wohlgefallen auf. Nach Zuklappen des Buches kam kein Bedürfnis auf, Kühn ein weiteres Mal zu begleiten.

Etwas langatmig, trotz gutem Anfang und abruptem Ende
von einer Kundin/einem Kunden aus Linz am 01.01.2020

Obwohl der Anfang des Buches genauso wie der Schluss wieder spannender war, musste ich mich hin und wieder fragen, welcher Mensch Kühn hier darstellt: ein Polizist mit Burnout, oder mit einer Depression? Verheiratet, Familie und trotzdem total unzufrieden? Sogar die Arbeit wird zum Problem! Dann wird er selbst noch unberechenba... Obwohl der Anfang des Buches genauso wie der Schluss wieder spannender war, musste ich mich hin und wieder fragen, welcher Mensch Kühn hier darstellt: ein Polizist mit Burnout, oder mit einer Depression? Verheiratet, Familie und trotzdem total unzufrieden? Sogar die Arbeit wird zum Problem! Dann wird er selbst noch unberechenbar für Andere. Es folgen unzählige Aufzählungen von Problemen, die rund um einen Mord und einer eigenartigen „Entführung“ auftreten und irgendwann langweilig zu lesen sind. Die Erklärungen zu seinem eigenartigen Verhalten werden erst zum Schluss und für mich dann etwas zu rasch mit „Happyend Garantie“ für Kühn geliefert. Ein „Wunder“ geschieht etwas zu überraschend, nach der Vielzahl an Problemen kaum nachvollziehbar. Über Kommissar Kühn nach diesem Buch mehr wissen zu wollen, erübrigt sich daher für mich. Totale Authentizität erwartet man nicht bei einem Krimi, aber dennoch etwas mehr Realitätssinn.

von einer Kundin/einem Kunden aus Karlsruhe am 06.09.2018
Bewertet: anderes Format

Das Böse lauert überall. Auch hinter dem Garten von Ermittler Kühn. Und plötzlich vermischt sich dessen durchschnittliches Privat- mit seinem Berufsleben. Authentischer Charakter