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Fünf Kopeken

Roman

(15)
Das Einzige, wozu meiner Mutter leider völlig das Talent fehlte, war die Liebe.

Dass die Mutter der Erzählerin ein Wunderkind ist, das steht schon vor ihrer Geburt fest – mehr Wunder als Kind, denn von der Kindheit hält der Großvater noch weniger als von der Schönheit. Beides steht ihm nur im Weg bei dem Plan, mit seiner Tochter und seinem Modegeschäft das zu schaffen, was ihm als Wehrmachtsoffizier nicht gelungen ist: die Welt zu erobern. Gefühle gewöhnt er ihr dabei vorsorglich ab. Hochintelligent, hochbegabt und nur heimlich hochgradig einsam, ist die Mutter auf dem besten Weg, genau das Leben zu führen, das ihr Vater sich für sie ausgedacht hat. Doch dann schlägt die Liebe mit einem Mal doch zu, und das mit einer solchen Wucht, dass die Mutter ein halbes Leben braucht, um sich davon zu erholen.

Portrait
Sarah Stricker wurde 1980 in Speyer geboren, studierte deutsche, französische und englische Literaturwissenschaften und besuchte anschließend die Deutsche Journalistenschule in München. Nach einigen Jahren in deutschen Redaktionen verliebte sie sich während eines Israel-Aufenthalts so sehr in das Land, dass sie kurzerhand ihren Rückflug stornierte und dort blieb. Seit 2009 lebt sie in Tel Aviv, wo sie für deutsche Medien über Israel und für israelische über Deutschland schreibt. „Fünf Kopeken“ ist ihr erster Roman. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis, dem höchst dotierten Preis für ein deutschsprachiges Debüt, und wird derzeit in mehrere Sprachen übersetzt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 14.04.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-74878-5
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,9/12,1/4 cm
Gewicht 395 g
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Michael Wasel, Thalia-Buchhandlung Münster

Eine Familiengeschichte und gleichzeitig ein Einblick in die Geschichte unseres Landes. Mit Witz und Hintersinn spinnt die Autorin die Geschichte der pfälzischen Familie. Eine Familiengeschichte und gleichzeitig ein Einblick in die Geschichte unseres Landes. Mit Witz und Hintersinn spinnt die Autorin die Geschichte der pfälzischen Familie.

„...was für ein Debüt !“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Sarah Stricker beschreibt das Leben ihrer Mutter und Großeltern , so weit so gut - aber ihr gelingt es die Figuren regelrecht zum Leuchten und Strahlen zu bringen und außerdem kann man dem Witz und Charme einfach nicht entkommen !
Anne ist von Geburt angeblich sehr hässlich und hat somit keine andere Chance im Leben als sehr klug und gebildet zu werden, was ihr Vater auch entsprechend fördert und fordert , ein absoluter Patriarch, wie er im Buche steht und der keine Gnade kennt. Erst im Alter, kurz vor ihrem Tod wird Anne schön - alles glättet sich und sie ist wie von einem Zauber umgeben, einem Zauber , den auch ihre Tochter erkennt ...
Wunderbar beschrieben, ein Buch was man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, wenn man sehr besondere Figuren und ihre Geschichte mag !
Sarah Stricker beschreibt das Leben ihrer Mutter und Großeltern , so weit so gut - aber ihr gelingt es die Figuren regelrecht zum Leuchten und Strahlen zu bringen und außerdem kann man dem Witz und Charme einfach nicht entkommen !
Anne ist von Geburt angeblich sehr hässlich und hat somit keine andere Chance im Leben als sehr klug und gebildet zu werden, was ihr Vater auch entsprechend fördert und fordert , ein absoluter Patriarch, wie er im Buche steht und der keine Gnade kennt. Erst im Alter, kurz vor ihrem Tod wird Anne schön - alles glättet sich und sie ist wie von einem Zauber umgeben, einem Zauber , den auch ihre Tochter erkennt ...
Wunderbar beschrieben, ein Buch was man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, wenn man sehr besondere Figuren und ihre Geschichte mag !

„Eher geschüttelt als gerührt...“

Sandra Nonnenmacher, Thalia-Buchhandlung Essen

Keine Chance auf Kindheit, Jugend findet nicht wirklich statt oder eher nebenbei. Liebe gilt in dieser strebsamen, deutschen Mittelstandsfamilie als Schwäche.

Höher, schneller, weiter - was zählt ist Leistung.
Doch dann bricht eines Tages sowas wie Leidenschaft in "Mutters" Leben...

Doch wie damit umgehen? Was macht sie da überhaupt?

Klar gezeichnete Charaktere, sprachliches Gefühlschaos, Hoffnung und Desillusion - ein tolles Buch! Lesen!
Keine Chance auf Kindheit, Jugend findet nicht wirklich statt oder eher nebenbei. Liebe gilt in dieser strebsamen, deutschen Mittelstandsfamilie als Schwäche.

Höher, schneller, weiter - was zählt ist Leistung.
Doch dann bricht eines Tages sowas wie Leidenschaft in "Mutters" Leben...

Doch wie damit umgehen? Was macht sie da überhaupt?

Klar gezeichnete Charaktere, sprachliches Gefühlschaos, Hoffnung und Desillusion - ein tolles Buch! Lesen!

„Verwandtschaft kann man sich nicht aussuchen.“

Eva Eggarter, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

" Meine Mutter war sehr hässlich. Alles andere hätte mein Großvater ihr nie erlaubt."
Mit großem literarischen Können wird dem Leser die Lebensgeschichte der sterbenskranken Mutter erzählt.
Ein herrlich vielschichtiger Roman, humorvoll und tiefgründig.
" Meine Mutter war sehr hässlich. Alles andere hätte mein Großvater ihr nie erlaubt."
Mit großem literarischen Können wird dem Leser die Lebensgeschichte der sterbenskranken Mutter erzählt.
Ein herrlich vielschichtiger Roman, humorvoll und tiefgründig.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
11
4
0
0
0

von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ein lesenswerter Debütroman über eine Familie, mit viel Wortwitz, Ironie und ungewöhnlichen Figuren.

großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 15.04.2015

"Die Welt zu erobern" war zeitlebens das Motto des Großvaters. Als ehemaliger Wehrmachtsoffizier und nach dem Krieg Besitzer eines Modefachgeschäfts, ließ er sich durch gar nichts auf seinem Weg zum Erfolg bremsen. Schon gar nicht durch die Geburt seiner Tochter.Von Kindheit oder dem Erwachsenwerden seiner Tochter war er wenig... "Die Welt zu erobern" war zeitlebens das Motto des Großvaters. Als ehemaliger Wehrmachtsoffizier und nach dem Krieg Besitzer eines Modefachgeschäfts, ließ er sich durch gar nichts auf seinem Weg zum Erfolg bremsen. Schon gar nicht durch die Geburt seiner Tochter.Von Kindheit oder dem Erwachsenwerden seiner Tochter war er wenig begeistert. Immer schon behandelte er sie wie eine Erwachsene. Für etwas anderes war weder Gefühl noch Zeit. Die Großmutter stemmte sich von der anderen Seite dagegen. Ein stilles, einsames, unsicheres Wunderkind. Das war sie und sie tat sich schwer mit der Liebe. Immer. Als sie unheilbar erkrankt, erzählt sie ihrer Tochter, wie es war , ihr verplantes Leben zwischen den unbeugsamen Großeltern. Und sie erzählt davon, als sie ihrem Unglück hinterher rannte.....

Einzigartig
von einer Kundin/einem Kunden am 04.11.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Auf dem Sterbebett beichtet eine Mutter ihrer Tochter ihre Lebensgeschichte. Von der harten, einsamen Kindheit über ihre Liebesbeziehung zu einem Mann, der sie ausnutzt und unterwirft. Das Buch ist wirklich einzigartig. Ich glaube, ich habe bisher wirklich nichts Vergleichbares gelesen. Die Geschichte an sich ist nichts Besonderes... Auf dem Sterbebett beichtet eine Mutter ihrer Tochter ihre Lebensgeschichte. Von der harten, einsamen Kindheit über ihre Liebesbeziehung zu einem Mann, der sie ausnutzt und unterwirft. Das Buch ist wirklich einzigartig. Ich glaube, ich habe bisher wirklich nichts Vergleichbares gelesen. Die Geschichte an sich ist nichts Besonderes eigentlich. Was das Buch besonders macht, ist der spezielle Schreibstil der Autorin. Sie berichtet von der Kindheit der (namenlosen) Mutter, die durch ihren Vater immer zu Bestleistungen gedrillt wurde. Immer die beste sein - das war alles, was zählte. Freunde hatte sie keine. Als dann später Arno sich in die junge Frau verliebt, scheint eine Hochzeit schon sicher. Doch dann verliebt sie sich in Alex, einen unsympathischen und verrohten Mann aus der Nachbarschaft. Sie beginnt eine sexuelle Beziehung mit ihm, die ich persönlich in keiner Weise nachvollziehen konnte. Mehr passiert eigentlich gar nicht in diesem immerhin über 500 Seiten starken Buch. Die Handlung steht fast im Hintergrund, möchte ich sagen. Das Vordergründige ist wirklich der Schreibstil, der sich auszeichnet durch sehr verschachtelte Sätze. Es ist nicht immer einfach, dieses Buch zu lesen. Ich jedenfalls musste immer wieder Pausen machen. Es erfordert höchste Konzentration. Man muss sich auf dieses Buch einlassen; es ist kein Roman, den man zur Entspannung oder einfach so zwischendurch lesen kann. Auch wenn es mir manchmal schwerfiel, am Ball zu bleiben, so bin ich doch froh, es letztendlich getan zu haben. Das Buch hat mich beeindruckt und mich nachdenklich zurückgelassen. Vielleicht werde ich es in ein paar Jahren noch einmal lesen.