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Arnulf. Die Axt der Hessen

Band 1

Arnulf - Saga Band 1

Robert Focken

(2)
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Beschreibung

„So wie ein Pflug den Boden aufreißt, so brachen die sächsischen Krieger in die Schlachtreihe der Franken ein. Hass, Angst und Wut entluden sich in einem Gebrüll, das Arnulfs Blut gerinnen ließ. Er sah Widukinds Haupt aus dem Angriffskeil hervorragen, unbehelmt, seine Langaxt fuhr mit fürchterlicher Gewalt in die ersten Reihen der Franken ein.“

Es ist die Zeit Karls des Großen. Als heidnische Sachsenstämme unter Führung des legendären Widukind in Hessen einfallen, versammelt Karl ein riesiges Heer am Main. Wider Willen wird der mittellose Arnulf zum Dienst im Heerbann gezwungen. In blutigen Gefechten erwirbt er sich mit seiner Streitaxt Waffenruhm und gewinnt das Wohlwollen des Königsberaters Einhard. Als Arnulf schließlich die Irminsul, das größte sächsische Heiligtum, zerstört, scheint ihm eine glänzende Zukunft zu winken. Doch eine Geisel am Königshof bringt die Welt des Kriegers ins Wanken: Es ist Widukinds Schwester. Und gegen ihre Reize hilft dem Hessen kein Schild und keine Axt …

Mit dem ersten Band der Arnulf-Saga entwirft der Autor ein packendes Porträt des ausklingenden 8. Jahrhunderts, geprägt von Aberglaube und Brutalität, Frömmigkeit und Leidenschaft. Quer durch das Frankenlager verläuft die Kluft zwischen zivilisierten Gelehrten wie Einhard und dem fanatischen Hofkapellan Karls, der den heidnischen Glauben ausrotten will. Beide Seiten ringen mit allen Mitteln um ihren Einfluss auf den König …

Robert Focken wuchs in Holzminden an der Weser auf. Den schulisch-akademischen Überdruss baute er nach dem Abitur als Zeitsoldat in Northeim (nahe Göttingen) ab; damals begann er auch regelmäßig für eine Lokalzeitung zu schreiben. Ein Volontariat bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schloss sich an, gefolgt von Streifzügen durch Afrika und andere entlegene Ecken. 1990 bis ’94 studierte er Mittelalterliche Geschichte in Bonn. Seit 1994 arbeitet Robert Focken in der Finanzindustrie und lebt mit seiner Familie im Vordertaunus.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 432
Erscheinungsdatum 25.02.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86282-340-6
Verlag Acabus Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,1/3,8 cm
Gewicht 405 g
Abbildungen mit Abbildung
Auflage 1
Verkaufsrang 61297

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Spannender historischer Roman

David Frey, Thalia-Buchhandlung Worms

Mit "Arnulf, die Axt des Hessen" legt Robert Focken seinen ersten historischen Roman vor. Die Geschichte ist spannend erzählt, Robert Fockens Schreibstil frisch und unverbraucht. Mit kleinen sprachlichen oder historischen Details baut er eine wunderbar mittelalterliche Atmosphäre auf, die einen packt und man einfach weiterlesen muss. Der regionale Hintergrund macht den Roman nur noch interessanter und die Schauplätze fühlen sich seltsam vertraut vor. Arnulfs Abenteuer sind durchaus vergleichbar mit Romanen wie "Der Medicus" oder "Die Säulen der Erde".

Kundenbewertungen

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Spannende Geschichte, gut recherchiert
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am 08.04.2016

Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um einen Roman, dessen Handlung zunächst einmal klischeebehaftet erscheinen mag: Der Protagonist muss aus seiner Heimat, dem hessischen Fritzlar, fliehen, weil er mit einem lokalen Adeligen aufgrund einer Frau aneinander gerät und findet letzten Endes seinen Weg zum Heer Karls des Großen... Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um einen Roman, dessen Handlung zunächst einmal klischeebehaftet erscheinen mag: Der Protagonist muss aus seiner Heimat, dem hessischen Fritzlar, fliehen, weil er mit einem lokalen Adeligen aufgrund einer Frau aneinander gerät und findet letzten Endes seinen Weg zum Heer Karls des Großen auf dem Weg ins Sachsenland. Hofintrigen, Liebschaften und natürlich raue Männerfreundschaften finden alle ihren Platz in der Handlung. Das ist dem Autor jedoch nicht anzukreiden, denn er verpackt es sehr gut: Spannend geschrieben und gut recherchiert, die Details sind stimmig (Wir reden immerhin vom frühen Mittelalter, viele Details kann man ohnehin nicht sicher überprüfen), die wenigen Freiheiten, die zu Gunsten der Dramatik bzw. des Plots vorgenommen wurden sind nicht wesentlich und zudem im Nachwort des Buches sogar aufgeführt und benannt. Zwar werden die Abgeordneten des Oströmischen Kaiserhofs von Karl selbst als Byzantiner bezeichnet (diesen Begriff gibt es nachweislich erst seit der frühen Neuzeit), aber das ist Kritik auf sehr hohem Niveau. Dafür wurden althoch- und altniederdeutsche Wörter und Begriffe sowie Ortsnamen verwendet, um dem Buch (erfolgreich!) ein gewisses Lokalkolorit zu verpassen. Außerdem handelt es sich hier um Band 1 einer Reihe, die auf jede Fall Potential hat.


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  • Prolog

    So wie ein Pflug den Boden aufreißt, so brachen die sächsischen Krieger in die Schlachtreihe der Franken ein. Hass, Angst und Wut entluden sich in einem Gebrüll, das Arnulfs Blut gerinnen ließ. Er sah Widukinds Haupt aus dem Angriffskeil hervorragen, unbehelmt, nicht einmal einen Schild hatte er – aber eine Langaxt, die mit fürchterlicher Gewalt in die ersten Reihen der Franken fuhr.
    Arnulf riss seinen Schild hoch. Er sah das Rot eines geöffneten Rachens, Klingen zischten durch die Luft, Schwerthiebe ließen den Schildbuckel dröhnen. Sein Unterarm sandte Blitze des Schmerzes aus. Keuchend wich er zurück.
    „Wooodaan!“ Immer lauter dröhnte der heidnische Schlachtruf über die Ebene. Wenn es den Sachsen jetzt gelang, den skaron der Franken auseinanderzusprengen, dann wären sie verloren: dann wären die Heidengötter stärker als der Allmächtige, dann würde Arnulf, dann würden die Hessen hier mit den anderen fränkischen Gautruppen sterben.
    „Bleibt stehen, bei Gott! Kämpft!“ Er selbst rief das. Dann musste er den Schild hochreißen, um einen Schwerthieb abzuwehren. Die Klinge des Sachsen ließ das Rund aus Lindenholz erdröhnen, Arnulf starrte für einen Moment in ein bärtiges Gesicht mit blutunterlaufenen Augen. Mitten hinein schmetterte er seine Streitaxt, sah den anderen zusammenbrechen und riss sofort wieder den Schild vor seinen Körper, um die Stöße der nachdrängenden Krieger abzuwehren. Blutspritzer trafen ihn von links, ein Schwertstreich trennte die Hand seines Nebenmannes ab – aber Arnulf hatte nicht einmal Zeit hinzuschauen, wollte er nicht in Stücke gehauen werden. Für einen Augenblick waren beide Heere ineinander verkeilt wie Wisentbullen. Doch unaufhaltsam begann der rechte Abschnitt der Sachsen die fränkischen Krieger zurückzudrängen. Und dann verspürte Arnulf einen Gluthauch zwischen Nacken und Ohr. Widukinds Langaxt war nicht mehr im Getümmel zu sehen! Wenn der Herzog wirklich den magischen Rabenstein hatte, konnte er überall auftauchen – auch in ihrem Rücken. Der Hesse wehrte einen Speerstoß ab, machte einen schnellen Schritt nach vorne und rammte seine Schildkante in den Kiefer eines Angreifers. Schwer atmend warf er einen Blick über die Schulter – und konnte sich im letzten Augenblick zur Seite drehen. Der Axtkopf schwang an seiner Schulter vorbei und grub sich in den Boden. Arnulfs Blick kreuzte den Widukinds – einer von ihnen würde das Blutfeld nicht lebend verlassen!